Es herrscht
Krieg im Alpha-Quadranten. Das Dominion aus dem Gamma-Quadranten hat
sich mit den Cardassianern verbündet und plant die Unterwerfung
der Föderation. Für diese entwickelt sich die Situation
ausgesprochen schlecht. Die Angreifer sind auf dem Vormarsch. Sie
haben (was allerdings erst aus dem nachfolgenden Roman klar
hervorgeht) DEEP SPACE NINE übernommen, doch der Weg durch das
dortige Wurmloch ist vorher von der Förderation vermint worden.
Um weiterhin Nachschub in den Alpha-Quadranten schaffen zu
können, plant das Dominion die Errichtung eines künstlichen
Wurmlochs. Captain Picard erfährt davon, als die ENTERPRISE
einen bajoranischen Frachter (Captain: die Bajoranerin Ro Laren,
ehemaliges Besatzungsmitglied der ENTERPRISE, später zum Maquis
desertiert) vor einem Angriff der Jem'Hadar rettet. Die Errichtung
des Wurmloches muß um jeden Preis verhindert werden. Da die
ENTERPRISE bereits schwer angeschlagen ist, maskieren sich Picard,
LaForge und einige andere Crew-Mitglieder als Bajoraner und fliegen
an Bord des fast unbewaffneten Transporters in den Einsatz.
Dieses Himmelfahrtskommando läuft nach dem üblichen Schema
ab. Die Erfolgschancen sind minimal, das Schiff ist auf Grund seines
geringen Warp-Faktors nicht einmal in der Lage, feindlichen
Kriegsschiffen zu entkommen, und die Jem'Hadar lauern überall.
Ablenkungsmanöver, Finten und Tricks müssen her. Das ist an
sich nicht schlecht, wirkt manchmal aber weit hergeholt. So
täuscht man einige verfolgende Jem'Hadar-Schiffe dadurch,
daß man einen Photonen-Torpedo abschießt, der auf dem
ursprünglichen Kurs des Transporters weiterfliegt, und die
Jem'Hadar verfolgen dessen Energie-Signatur, da sie ihn für den
Transporter halten, während dieser entkommen und in den Badlands
"untertauchen" kann. Nach einem Kontakt mit einigen Piraten beamen
sich dann noch drei Romulaner an Bord und töten die gesamte
Besatzung außer Picard, LaForge und Ro Laren.
Da Picard erkennt, daß man das eigentliche Wurmloch nicht
zerstören kann, begnügt sich das Kommando schließlich
damit, einen umgebauten cardassianischen Frachter zu vernichten, der
an einem Schwarzen Loch Material schürft, das zur Konstruktion
des Wurmlochs unbedingt benötigt wird. Dieser wird von einigen
Kriegsgefangenen aus der Föderation gesteuert, die das Dominion
in seine Dienste gepreßt hat. Die Gefangenen werden dann auch
noch (eher nebenbei) befreit.
Der Roman ist solide Durchschnittskost, aber auch nicht mehr. Die
Helden geraten von einer Schwierigkeit in die nächste und
lösen jedes Problem SEHR souverän. Das ist man zwar
gewohnt, doch insgesamt wirkt vieles sehr konstruiert, und die
Protagonisten haben manchmal arg viel Glück. Zwischendurch
eingestreute Nebenhandlungen um Data und Riker haben mit der
eigentlichen Haupthandlung absolut nichts zu tun, und das Ende der
Mission wirkt auch schwer nachvollziehbar: Da wird ein Kriegsschiff
der Jem'Hadar dadurch vernichtet, daß Picard ein Asteroidenfeld
mit einem Traktorstrahl einfängt und die Steinbrocken im
Warp-Flug quasi auf das Feindschiff schleudert, das dann schwer
getroffen wird und in das oben genannte Schwarze Loch stürzt.
Das ist dann doch selbst für den heroischen Starfleet-Captain
deutlich übertrieben.
Fazit:
Gut lesbar, aber doch eher einer der schwächeren Romane zur
Serie.
6 Punkte