Für
Shadit ist der neue Auftrag von Digby eigentlich reine Routine: Auf
dem Planeten Pillory ist eine Gestaltanordnung der Taalav - eine
Lebensform, die sich aus einzelnen Teilen entwickelt - gestohlen
worden. Da die Taalav wertvolle Kristalle herstellen, sind die Kliu,
die Herren des Planeten, natürlich begierig darauf, die Diebin
zu fassen und die Gestaltanordnung zurückzubekommen.
Shadit macht sich auf die Suche nach der Diebin, die sich auf ihren
Heimatplaneten zurückgezogen hat. Dort wähnt sie sich
einigermaßen geborgen. Bald jedoch wird sie von den
Ereignissen, die sie ausgelöst hat, überrollt.
Shadit entdeckt, daß die Taalav lebendige, intelligente Wesen
sind - die bisher von Kliu als reine Tiere behandelt werden. Shadit
will ihnen helfen, gerät damit aber in einen Konflikt. Denn
schließlich steht sie in Digbys Diensten. Und in denen der
Kliu. Shadit beginnt ein riskantes Spiel - und ist sich gar nicht so
sicher, ob sie bei diesem Spiel nicht doch die Verliererin ist...
Dieser dritte Band der Schattenlied-Trilogie ist ein richtiger
Lesegenuß, der für den sehr schwachen ersten Band
reichlich entschädigt. Clayton entwirft ein spannendes Szenario,
in dem sich die actionbetonten Szenen mit den eher ruhigeren die
Waage halten. Wenn auch die Mitte des Buches etwas zu ruhig wirkt,
gewinnt der Roman gegen Ende doch wieder an Drive und wartet mit
einer hübschen Überraschung auf.
Der Schlagabtausch zwischen Shadit und der Diebin ist amüsant
und spannend geschrieben. Wie ich schon in der vorigen Rezension
geschrieben habe: Shadit in Aktion zu erleben, ist ein wahres
Vergnügen.
Und auch die anderen Charaktere sind glaubhaft und lebendig. Als
nettes Gadget tauchen einige der Rassen aus dem ersten Band wieder
auf - und runden damit die Trilogie zusammen mit dem perfektem Ende
hervorragend ab.
Fazit:
Ein hervorragender letzter Teil der Trilogie, der Action und Romantik
perfekt vereint.
14 Punkte