Sepp
Nüssli, Spion der Grauen Eminenzen, hat den Auftrag, in den
Tempel der Broglianer einzudringen und ihre Verteidigungsanlagen
auszukundschaften. Bei diesem Versuch erliegt er allerdings seiner
krankhaften Kleptomanie und wird von den Broglianern
gefangengenommen.
Währenddessen haben sich Matt und Aruula der Karawane des
Händlers Achmaz angeschlossen, dessen Ziel Doyzland ist. Kurz
vor ihrem Ziel werden sie von Guulen, Menschenmetzgern, angegriffen,
die Matt mit seiner Beretta in die Flucht treiben kann. Was ihn
allerdings verblüfft, ist die Tatsache, daß er
während des Kampfes eine Waffe gefunden hat, die im Jahr 2008
hergestellt worden ist.
Kurze Zeit später erreichen Matt und Aruula Zürich,
vielmehr das, was von Zürich noch übrig ist. Achmaz und
seine Karawane setzen ihren Weg fort, während Matt das Geheimnis
der Waffe ergründen will. Seine Nachforschungen ergeben,
daß die Broglianer, eine jahrhundertealte
Religionsgemeinschaft, diese Waffen benutzt. Am anderen Morgen werden
Aruula und er von den Guulen angegriffen und geraten in den Tempel
der Broglianer.
In den unterirdischen Kellern finden sie einen Kryogentank, in dem
der exzentrische kanadische Milliardär Claude de Broglie
schläft. Nachdem Matt sich das Computertagebuch angehört
ist, ist ihm einiges klar: Die Religionsgemeinschaft der Broglianer
ist nur zu dem Zweck gegründet worden, die Sippe der Mötzli
vor dem Absinken in die Primitivität zu retten. Matt
erfährt auch, daß es einen jahrhundertealten Konflikt
zwischen ihnen und den Nüsslis gibt. Trotz aller Skepsis weckt
er den Milliardär auf - ein Fehler, denn dieser hat während
des langen Schlafes seinen Verstand verloren. Da die Broglianer
glauben, Matt und Aruula würden ihren König bedrohen,
setzen sie die beiden erstmal fest. Im Gefängnis machen sie
Bekanntschaft mit Sepp, der auch einen ersten Fluchtversuch
organisiert. Nachdem dieser scheitert, werden sie vor Claude
gebracht. Dieser hält sich für den Kaiser des Universums.
Mit Hilfe einer IntelliBombe, die er allen dreien einpflanzen
läßt, zwingt er sie, in das Hauptquartier der Grauen
Eminenzen einzudringen und diese außer Gefecht zu setzen.
Nachdem Sepp sie erneut aus einer brenzligen Situation retten kann,
werden sie zu den Grauen Eminenzen in die ehemaligen Keller der
Nationalbank gebracht. Und kaum haben diese von den IntelliBomben
Wind bekommen - Sepp hat das Gerät gestohlen, mit dem die Bomben
verwendet werden - pflanzen sie ihnen auch schon neue ein. Kurze Zeit
später haben die Bomben sich automatisch außer Betrieb
gesetzt. Matt sowie Aruula und Sepp sind frei von ihnen.
Gezwungenermaßen begeben sie sich jedoch zurück zu Claude,
der ihnen die Geschichte von der Eroberung des Hauptquartiers glaubt
und mit seiner Armee von dannen zieht. Bevor Aruula und Matt jedoch
verschwinden, wollen sie sich noch aus den reichen Waffenkammern
Claudes bedienen. Da Sepp die Hauptenergiequelle des Generators
stiehlt, bleibt den dreien nur wenig Zeit, die Keller zu verlassen,
bevor er in die Luft fliegt. Claude wird von den Guulen getötet,
die für die Nüsslis arbeiten.
Nachdem eine Leseprobe von Band 8 schon vorab im Netz zu lesen war,
hatte ich meine Zweifel, ob Ronald M. Hahn der Spagat zwischen Humor
und Ernsthaftigkeit gelingt. Diese Zweifel hat dieser Band jedoch
ausgeräumt.
Allein schon die zahlreichen Anspielungen auf bekannte SF-Serien und
SF-Romane machen diesen Band zu einem wahren Lesevergnügen.
Spielerisch streut Hahn sie in den Romantext ein, und man muß
manchmal regelrecht an sich halten, um nicht mit dem Lachen
herauszuplatzen.
Neben aller "Blödelei" gelingt es ihm jedoch auch, die ernsten
Stellen mit Leben zu füllen und sie wohltuend von den komischen
Teilen abzuheben. Daß sich der Roman eigentlich um die
Bürokratie und deren Auswüchse dreht, merkt der Leser recht
schnell. Diese Behördenkritik wird jedoch nicht mit dem
moralischen Zeigefinger vorgetragen, sondern in bester
Pratchett-Manier in einer spannenden und an keiner Stelle
langweiligen Handlung erzählt.
Fazit:
Der zweite Hahn-Roman ist einer der Höhepunkte der Serie.
Spannend, witzig und hervorragend erzählt.
15 Punkte
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Ein "humoristischer" Maddrax-Roman sollte dies sein -
sollte, ist es aber nur sehr bedingt. Ronald M. Hahn
schreibt hier wie zu besten T.N.T. Smith-Zeiten, dummerweise
jedoch keinen Maddrax-Roman. |