Während
der ehemalige Fußball-Star Falso Gause mit der Vorbereitung
seines Mutantentreffens beschäftigt ist, wird eine junge
Telepathin in eine terranische Klinik eingeliefert. Zwar bemühen
sich die Ärzte aufs äußerste, dennoch stirbt die
junge Frau an einem unheimlichen Organversagen. Die Ministerin
für Mutantenfragen, Moharion Mawrey, setzt alles daran, die
Ursachen hierfür herauszufinden; und es scheint, daß sie
einen schrecklichen Verdacht hat.
Aber sie ist nicht die einzige, der etwas Kopfzerbrechen bereitet.
Perry Rhodan kehrt von seiner vergeblichen Jagd auf Morkhero
Seelenquell zurück und trifft sich mit der 2. Botin von
Thoregon. Diese hat schreckliche Dinge zu berichten: Fremde sind in
Plantagoo eingefallen und bekämpfen alles, was sich bewegt. In
der Galaxis der Gestalter sitzt eine unbekannte Macht, die hier an
allen Ecken Unfrieden provoziert. Shaogen-Himmelreich wird ebenfalls
von einer offenen Invasion bedroht, die unaufhaltsam scheint. Auch
die Nonggo müssen sich mit einem unheimlichen Zerstörer
auseinandersetzen, der aus dem Nichts heraus ihre Schiffe vernichtet;
und in Chearth sind die Gharrer von einer Seuche befallen, die
bereits Millionen Tote gefordert hat. Wie es aussieht, geht es der
Milchstraße noch am besten - noch. Perry Rhodan ist davon
überzeugt, daß das durch die Abwesenheit der heimischen
Superintelligenzen entstandene Machtvakuum verantwortlich ist und die
Völker nun bis zu deren Heimkehr selbst sehen müssen, wie
sie überleben können. Leider sind aber auch die Distanzen
so groß, daß gegenseitige Hilfe kaum rechtzeitig
eintreffen kann - auch wenn Perry Rhodan anbietet, 100.000
Posbi-Raumer zu schicken, was die zweite Botin ebenso ablehnt wie er
ihr Angebot, Shifting-Raumschiffe in die Milchstraße zu
entsenden. Den Völkern der betroffenen
Mächtigkeitsballungen steht eine harte Zeit bevor, und mehr denn
je bekommt das von Hismoon angekündigte Jahrtausend des Krieges
Bedeutung.
Als Perry Rhodan daraufhin auf die Erde zurückkehrt,
erfährt er, daß Moharion Mawrey derzeit keine Politik
betreibt, die er vertreten kann. Sie bespitzelt "ihre" Mutanten und
fährt radikale diktatorische Mittel auf. Ohnehin ist sie von der
Mutantenschwemme, die nun nach Terrania strömt, nicht sehr
begeistert; sie versucht ihr Möglichstes, Maßnahmen zu
ergreifen, die eine zu starke Mutantenkonzentration verhindern
sollen. Das ist aber nichts, das Perry Rhodan akzeptieren kann, und
so werden diese Maßnahmen kurzerhand gestoppt, auch wenn
Moharion aus nicht erklärten Gründen strikt dagegen
ist.
Es gibt aber noch andere Menschen, die von Moharion nicht begeistert
sind. Trim Marath und Startac Schroeder sind sehr verstört, als
eine Mutantin aus ihrer Umgebung plötzlich stirbt; sie
beschließen, sich an die Quelle der Information zu begeben. Mit
Hilfe anderer Mutanten verschaffen sie sich Zugang zum Syntron der
Mutantenbeauftragten und finden heraus, wie sehr sie ein
Überbleibsel aus der Monos-Zeit sind. Zudem hat der grausame
Diktator in ihre Gene eine Sicherheitssperre einbauen lassen, die
dann zum Vorschein kommt, wenn sich die Parafähigkeiten der
Mutanten entwickeln und ihrer Lebensdauer ein schnelles Ende setzen -
zudem sind alle Monochrom-Mutanten unfruchtbar.
Diese neuen Informationen enthüllen sie auf dem großen
Mutanten-Treffen im Magellan-Stadion vor rund 35.000
Monochrom-Mutanten.
'Na, wer hat sich diesen Blödsinn denn ausgedacht?' - das waren
so meine ersten Gedanken, nachdem ich den zu Ende gelesenen Roman
beiseite legte, und das ist auch immer noch der bestimmende Tenor in
meinem Kopf.
Und genau das bereitet mir auch wirkliche Schwierigkeiten bei der
Bewertung des Romans. Auf der einen Seite liegt hier ein wirklich
sehr guter Arndt Ellmer Roman vor; auf der anderen Seite ist hier
auch gleichzeitig die - nach meinem Geschmack - schlechteste Idee,
die dieser Zyklus bzw. die Perry Rhodan-Serie seit dem
Abschlußroman der Abruse hervorgebracht hat.
Also kümmern wir uns zuerst um den Autor.
Worum geht es? Moharion Mawrey bekommt einige sehr düstere
Informationen und verschweigt diese vor der Öffentlichkeit.
Gleichzeitig werden Startac Schroeder und Trim Marath
mißtrauisch. Sie beginnen auf eigene Faust mit Nachforschungen,
nachdem sie sehr negative Erfahrungen mit ein paar
mutantenfeindlichen Terranern machen mußten. Es sind gerade die
Schilderungen von Moharion und den beiden Mutanten, die mir wirklich
gut gefallen haben. Ich habe in der Regel meine Probleme mit den
Beschreibungen von Arndt Ellmer, aber gerade auf diesem Teil hat mir
der Autor keine Chance gelassen, etwas zu bemängeln. Ich
möchte als Beispiel nur die Szene anführen, in der Startac
und Trim vor der Wohnung Moharions auf der Lauer liegen und darauf
warten, endlich dort einbrechen zu können. Mir war die unruhige
und in sich zerfressene Moharion selten so bildlich vor Augen wie zu
diesem Moment, zugleich lag man aber mit den beiden Mutanten im Gras
und hat sich zu Tode gelangweilt. Wie schon angedeutet, ich fand
diese Szene wirklich beeindruckend.
Eher unter die Marke Routine fällt dann der Part mit der zweiten
Botin von Thoregon, aber was will man da schon groß draus
machen? Hier kam dann der Hintergrund wieder zum Tragen, und die hier
hervorgebrachten Informationen lassen für die Zukunft ja einiges
hoffen. Auch wenn Shabazza letzten Endes gescheitert ist, so hat er
aber mit der Zerstörung der Heliotischen Bollwerke nun im
Nachhinein einigen Schaden angerichtet, denn mit diesen wäre es
ja ein Leichtes gewesen, Truppen und Ausrüstung zwischen den
Thoregon-Galaxien hin- und herzutransportieren. Zudem finde ich das
Prinzip mit dem Machtvakuum ziemlich genial. Eine natürliche
Tendenz anstatt der ausgeklügelten Pläne von
Entitäten, die hier sowieso kein Mensch verstehen kann - da ist
sowas doch schon viel bodenständiger.
Umso mehr schmerzt es, wenn man an das Ende des Romans kommt - wenn
man nicht schon vorher eine düstere Ahnung hatte. Dann aber
weiß man endlich Bescheid: Die Mutanten sind nur dazu da, um
Morkhero Seelenquell zu beseitigen! Danach wird sich das Problem
innerhalb kürzester Zeit selbst erledigen. Was für ein
Blödsinn.
Da schreien - nicht gerade wenige - Fans jahrzehntelang nach neuen
Mutanten, und was bekommen sie? Gar nix! Ich persönlich hatte so
das Gefühl, daß es gerade die Mutanten waren, die in
diesem Zyklus gut angekommen sind. Und nachdem sie doch sehr
umfangreich eingeführt worden sind (ich erinnere nur an die
Aktion auf Topsid und die Romane um Trim Marath oder Startac
Schroeder), war ich eigentlich sicher, daß es sich hier um eine
längerfristige Aktion handeln würde. Aber nein, vielmehr
handelte es sich dabei um eine perfekt funktionierende falsche
Fährte.
Ich muß gestehen, daß ich nach der Lektüre dieses
Romans so enttäuscht war wie schon lange nicht mehr. Ich hatte
eigentlich gehofft, daß man sich ein wenig von diesen
rein-raus-Spielchen von Völkern und Personen distanziert
hätte. O.k., es kommen ständig neue Handlungsplätze
und Völker, die dann vielleicht noch einmal irgendwo in einer
Zeile auftauchen, das ist so verständlich wie normal, aber es
will mir nicht in den Kopf, warum man sich auf diese Weise an einem
der zentralen Elemente der Perry Rhodan Serie - und das waren die
Mutanten nun mal über viele Jahre hinweg - vergangen hat. Also,
so darf das doch eigentlich nicht gehen!!!
Fazit:
Eigentlich schade für Arndt Ellmer, aber für mich ist
dieser Roman bisher die Enttäuschung des Zyklus. Dennoch mag ich
aufgrund der Leistung von Ellmer keine 0 Punkte vergeben, wie es
eigentlich gerne tun würde.
Also, Arndt: Gut gemacht! Leider werden's aber dennoch nicht mehr
als
3 Punkte.
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Ich glaube, hier sollte ich den positiven Teil erst
einmal vorwegnehmen, bevor ich mich zu sehr in die negativen
Aspekte dieses Romans versenke. Also: |
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Und wieder einmal die Mutanten... und der zweite Roman in
einem Viererblock, der sich mit diesem Thema
beschäftigt. |