Die
Einsatztruppe der Mutanten hat in Para-City immer mehr zu tun, und
nach dem Tod ihrer Ärztin ist die Situation um nichts besser
geworden. Da taucht Moharion Mawrey auf. Nachdem Perry Rhodan die
gebrochene Frau nicht hat zurücktreten lassen, versucht sie sich
jetzt in Wiedergutmachung. Immerhin kann sie Falo Gause einige
Informationen über Koo Parkinson und seine Truppe zukommen
lassen; dann muß sie die Stadt wieder verlassen, weil die
Mutanten keine Nicht-Mutanten dulden. Moharion will das zwar nicht
akzeptieren, aber gegen einen Teleporter kann sie sich kaum
verteidigen.
Unterdessen ist Koo Parkinson dabei, seine Machtübernahme
vorzubereiten. Er läßt die Suggestorin Hegrim Mihori - aus
dem Rat - entführen. In einer langen und anstrengenden Prozedur
gelingt es ihm, sie von sich abhängig zu machen und mit seinen
mentalen Kräften ihren Willen zu brechen. Von nun an glaubt sie,
daß wie bei ihm eine kleine Puppe auf ihrer Schulter sitzt und
ihr sagt, was sie zu tun hat.
Aber auch außerhalb von Para-City gehen die Dinge ihren Weg.
Die Bewohner der nahen Stadt La Paz können sich an die Nähe
der Mutanten nur schwer gewöhnen und führen Böses im
Schilde. Sie versuchen, einen Virus in die Stadt einzuschleusen, der
alle Mutanten töten soll. Das wird dadurch angeheizt, daß
eine Gruppe von Mutanten einen Laden in der Stadt überfällt
und völlig zerstört, wodurch sie Furcht, Angst und
Vorurteilen einen wunderbaren Nährboden bereiten.
In Para-City arbeiten verschiedene Mutanten unterdessen an der
Errichtung von Para-Blocks, mit denen sie sich
zusammenschließen und versuchen wollen, ihren unvermeidlichen
Tod aufzuhalten. Dabei kommt es zum Kontakt mit einer bisher
unbekannten Macht, die zu ihnen spricht, sich aber zunächst
nicht näher definieren läßt.
Die versammelten Mutanten sind verwirrt, aber neugierig. Sie wollen
wissen, wer versucht hat, mit ihnen Kontakt aufzunehmen.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse:
Moharion taucht bei Perry Rhodan auf und ist voll des Lobes über
Koo Parkinson, worauf PR sofort klar ist, daß hier etwas nicht
in Ordnung sein kann; der biologische Angriff der Stadtbewohner
fliegt auf; Koo schnappt sich Falo, kann diesen jedoch nicht
"bekehren", was ihn aber sein Leben kostet. Doch nun scheint Koo in
der Stadt die Fäden in den Händen zu halten. Er fordert
einen Schirmprojektor für Para-City, damit man sich vor
Übergriffen von außen schützen kann, und erhält
diesen auch.
Schließlich kommt es auch wieder zu einer Kontaktaufnahme der
fremdem Macht aus den Tiefen des Universums, und sie verspricht den
Mutanten das Leben...
Hoffnung, oh süße Hoffnung. (* Hähähä,
freu Dich nicht zu früh. >:-))) Heike) Ein Hauch von
Hoffnung durchströmt mich, wenn ich an die letzten Zeilen dieses
Romans denke; vielleicht hat man die Leser einfach nur ein wenig auf
die falsche Fährte geführt, hat mit den Mutanten
möglicherweise doch mehr vor, als sie lediglich als Waffe gegen
Morkhero Seelenquell zu verheizen. Aber es bleibt abzuwarten, was
sich hinter dieser geheimnisvollen Macht verbirgt, die hier zu den
Mutanten spricht und von der ich glaube, daß sie nicht mit
Seelenquell identisch ist, sondern hier ein neues Element mit ins
Spiel bringt. Aber so richtig mag ich daran nicht glauben, sondern
gehe weiterhin davon aus, daß sich mit Ende des Zyklus auch das
neue Thema Mutanten wieder erledigt hat, auch wenn ich durchaus
glaube, daß Charaktere wie Startac Schroeder oder Trim Marath
ein gewisses Potential haben. Vielleicht bleiben uns ja doch ein paar
von diesen Kerlen erhalten. Ich denke eigentlich schon, daß sie
in der Welt der Konsumenten ihre Fans finden würden, und ich mag
Mutanten auch!
Dennoch geht hier das Trauerspiel Monochrom-Mutanten für mich
erst einmal weiter. Daß die Terraner ein angeblich sooo
zivilisiertes Volk sind, kann man kaum bemerken. Da grübeln in
einer zweitklassigen Kneipe ein paar Frustrierte einfach einen Plan
aus, um so nebenbei 35.000 Menschen umzubringen. Auch wenn sich kurz
danach der Katzenjammer einstellt, so finde ich diese Episode doch
ziemlich armselig; und wenn man sie mit dem kleinkarierten Beamten
aus dem letzten Band vergleicht, so finde ich das auch noch recht
einfallslos. Daß die Mutanten in der Bevölkerung nicht
besonders beliebt sind, hatten wir schon zur Genüge, auch auf
andere und bessere Weise. Mal davon abgesehen, daß die Terraner
hier in ein ziemlich schlechtes Licht gerückt werden.
Natürlich gibt es gute und schlechte Menschen, aber es ist
für mich doch schon ein Unterschied, aus Frust eine
Fensterscheibe einzuschmeißen oder einen Anschlag auf 35.000
Menschenleben zu planen.
Aber was hat der Roman im Hinblick auf die Mutanten zu bieten?
Immerhin wird die Handlung jetzt von einem Hauch Dramatik
erfaßt, indem Koo Parkinson hingeht und mit seiner Truppe
Stück für Stück die wichtigen Leute aus dem Rat
übernimmt, auch wenn er sich bei Moharion doch ziemlich
dämlich anstellt. Ich hoffe wirklich, daß Perry Rhodan
sich hier nicht auf die "Man kann nichts beweisen"-Schiene festnageln
läßt, sondern entsprechende Schritte ergreift. Sonst
müßte man sich bald mal fragen, wie der Knabe so alt
geworden ist. (* Äh - ich hab mal gehört,
Zellaktivatoren sollen allgemein lebensverlängernd wirken! Hab
ich doch richtig mitgekriegt, oder? ;-) Heike)
Am Ende habe ich mich dann aber doch noch gefragt, wie Koo denn nun
die Macht in der Stadt übernommen hat. Reicht es, einfach ein
Ratsmitglied zu übernehmen und den Vorsitzenden zu töten?
Wenn ja, dann hätte ich das ganz gerne noch erfahren, denn das
kann man am Ende nur aus dem Zusammenhang schließen, wenn
Moharion wieder von Perry Rhodan zurückkehrt.
Fazit:
Ein paar Verbesserungen zum Vorgänger, ein wenig Hoffnung in
Bezug auf die Mutanten, dennoch aber immer noch eine für mich
recht traurige Sache.
5 Punkte
|
Ich hab's befürchtet - die Handlung(?) des letzten
Heftes wird gar noch untertroffen. Was Francis hier leistet,
ist nun wirklich unter aller Kanone. 0 Punkte. Winfried Brand |
|
Nach dem Roman der letzten Woche beschleichen den Leser
schon dunkle Vorahnungen. Derselbe Autor, die gleiche
Handlungsebene... Einige letzte Anmerkungen zu diesem Doppelband: |