Matt und
Aruula sind in einem Kanu unterwegs nach Leipzig. Als sie an Land
gehen, um einige Stiere zu erlegen, hören sie fernen
Geschützdonner. Matt ist neugierig, wer da auf wen
schießt, und schleicht sich an die Szene heran. Aus der Ferne
beobachtet er, daß einige wilde Barbaren - Wikinger, wie er
später erfährt - ein metallenes Fluggerät erobern.
Mehrere Gestalten mit Helm und Schutzanzug wehren sich mit
hochmodernen Waffen gegen die Barbaren. zuletzt jedoch unterliegen
sie. Matt entdeckt, daß ein Opfer noch lebt, und rettet es. Von
ihm erfährt er, daß es eine Community London gibt.
Währenddessen wurde Eve Carlyle, der Commander des Fahrzeuges,
gefangengenommen und in das Lager der Wikinger verschleppt. Der
Anführer, Haidrik, ist offensichtlich auf die hochtechnisierten
Waffen aus und will von Eve das Versteck der "Götter" wissen. Da
Haidrik von einer telepathisch begabten Frau unterstützt wird,
blockt Eve ihren Geist ab. Zudem weiß sie, daß sie
innerhalb weniger Tage sterben wird. Die Bunkermenschen haben eine
Immunschwäche entwickelt - betreten sie die Erde ohne
Schutzanzug, müssen sie sterben.
Unterdessen betrachtet der junge König Lodar von Laabsisch das
Streitheer der Wikinger mit großer Besorgnis. Er und seine
Getreuen haben zwar alles getan, was in ihrer Macht steht, um sich
gegen den Ansturm der Plünderer zu schützen, doch ob das
alles halten wird, ist eine andere Frage.
Matt hat sich in das Lager der Wikinger geschlichen. In der Maske
eines der ihren dringt er bis zu Eve vor - und erbeutet ihre
Strahlenwaffe. Bei seinem Rückzug wird er von Lodars
Männern gefangengenommen. Matt gelingt es, Lodar davon zu
überzeugen, kein Spion der Wikinger zu sein.
Aruula, die auf Matt wartet, ist zunächst zum Zuschauen
verdammt. Als jedoch die Wikinger die Stadt einnehmen, hofft sie, zu
Matt stoßen zu können.
Kaum hat Matt Lodar auf seiner Seite, stürmen die Wikinger die
Stadt. Zuerst scheint es noch, als könnten sich die Bewohner
verteidigen, doch bald schon ziehen sie sich in ihre Notburgen und
unterirdischen Gänge zurück. Matt und seine Streiter wagen
einen Ausbruch - und werden durch Aruula unterstützt, die genau
in diesem Moment in die Stadt eindringt.
Kurze Zeit später retten sie Eve aus den Händen der
Wikinger, und Aruula steht einer Frau aus ihrem Volk gegenüber.
Die Begegnung ist jedoch recht kurz: Eve erschießt diese Frau,
da sie ihr das Geheimnis der Community London entlockt hat. Sie
erklärt Matt, daß es in den Bunkern Überlebende der
Katastrophe gegeben hat. In London und Salisbury haben die
Wissenschaftler Forschungsteams aufs Festland entsandt, um
herauszufinden, warum die Menschheit innerhalb so kurzer Zeit
degeneriert ist.
Die Schlacht um Leipzig wird immer dramatischer. Als Matt zusammen
mit Aruula und Eve eines der Wikingerdampfschiffe erobern kann,
stellt Eve ihre Waffe auf den Selbstzerstörungsmodus ein. Ein
gewagtes Unterfangen beginnt, wobei sich Lodar freiwillig für
die Stadt opfert.
Es gelingt ihnen, die Wikinger zu besiegen. Matt und Aruula ziehen
weiter nach Berlin.
Jo Zybell hat erneut einen sehr guten Maddrax geschrieben, wenn er
auch nicht so ganz an seine bisherigen Romane heranreicht.
Das liegt wohl in der Tatsache begründet, daß Jo in den
einzelnen Szenen zwar sehr perfekte Beschreibungen einbaut, es ihm
jedoch nicht gelingt, die Szenen zu einem stimmigen Ganzen zu
verbinden.
Die Schlachtbeschreibungen für sich genommen sind hervorragend.
Man fühlt sich an alte Hollywood-Filme erinnert, in denen
Schwerter mit lauten Geklirr aufeinanderprallen. Das ist wirklich
Atmosphäre pur.
Auch die Charakterbeschreibung ist auf sehr hohem Niveau. Sowohl Matt
als auch Aruula werden allmählich zu lebendigen, fühlbaren
Personen. Und selbst die Nebencharaktere werden liebevoll
nachgezeichnet.
Wie schon gesagt, die Einzelszenen an sich sind wunderbar - leider
fügen sie sich nicht zu einem kompletten Ganzen zusammen. Zu
abgehackt und zerrissen fliegen sie an den Augen des Lesers vorbei,
der in diesem Wirrwarr sehr leicht die Orientierung verliert.
Und nach der ausführlichen Schilderung der Schlachtgefechte bald
auch etwas müde wird - schließlich passiert auf weite
Strecken hin ja nichts anderes.
Fazit:
Zwar kein herausragender Roman, aber er verstärkt die Tendenz
der Serie, die von Roman zu Roman besser wird.
9 Punkte