Band 2029: "Ein Planet im Visier"

Autor: Hubert Haensel

Entgegen aller Unkenrufe außerhalb des Systems hat Perry Rhodan es mal wieder geschafft, dem nahen Tod von der Schippe zu springen. Nun sitzt er mit teils defektem Raumanzug auf einem Planeten mit einer Schwerkraft von 3,4g. Und während er sich also langsam an den Planeten zu gewöhnen versucht, beginnt Bull draußen damit, eine Flotte zusammenzuziehen. Er weiß allerdings recht genau, daß er es kaum wagen kann, die Arkoniden anzugreifen, da sich der Krieg auf diese Weise nur ausdehnen würde; das kann die LFT im Moment noch nicht riskieren.
Auf Ertrus erkennt Perry auch, welches Glück er gehabt hat, denn nicht alle Transmitterdurchgänge sind so glimpflich abgelaufen wie seiner. Mehr als ein Ertruser überlebt nicht, bzw. kommt grausam verstümmelt aus dem Bogen heraus. Zudem erkennt er, daß die Arkoniden Ertrus noch lange nicht unter endgültiger Kontrolle haben, denn der Kampfeswille der Ertruser um Präsident Tam Sorayto ist ungebrochen, der Ruf nach Rache laut. Zusammen mit ihnen zieht sich Perry Rhodan in die Berge zurück, in denen sich der Widerstand organisieren soll.
Während das geschieht, freut sich Mascant Kraschyn ob seines leichten Triumphes. Es hat auf Ertrus nur wenig Widerstand gegeben, und so kann der Planet wohl bald in Ruhe und Frieden als erobert gelten. Kraschyn ist jedoch umso überraschter, als auf einmal eine sehr wütende Rebellenarmee vor der Tür steht und alles umhaut, was nicht niet- und nagelfest ist - auch seine ganz neuen Roboter. Mascant Kraschyn ist kein Zauderer, und bevor er sich in Straßenkämpfe gegen die Riesen von Ertrus verwickeln läßt, zieht er sich schnell von der Planetenoberfläche in den Weltraum zurück.
Unten können die Rebellen ihr Glück kaum fassen. Überall herrscht großer Jubel, auch wenn man sich im klaren darüber ist, daß man die Arkoniden zwar erst einmal vom Planeten vertrieben hat, aber noch lange nicht aus dem System. Tam Sorayto nimmt mit Reginald Bull Kontakt auf und teilt ihm mit, daß Perry Rhodan noch lebt. Das ist allerdings seine letzte Amtshandlung, denn Mascant Kraschyn hat beschlossen, den ertrusichen Widerstand ein für allemal zu beenden. Mit einer Intervall-Bombe löscht er die gesamte ertrusische Hauptstand Baretus aus - und mit ihr Tam Sorayto und seine Widerstandskämpfer.

So, geht's im letzten Roman noch in Riesenschritten voran, so steht dieser Band dann wohl eher in der Pflicht, das, was da in Band 2028 passiert ist, ein wenig genauer zu verarbeiten. Das macht er dann auch recht ordentlich.
Zum einen ist da die LFT, die auf der einen Seite nicht wie der Ochs' vor'm Berg, auf der anderen Seite aber auch nicht untätig dastehen will. Die zentrale Figur ist hier wohl Reginald Bull, der, auf der einen Seite getrieben von Rachegelüsten, auf der anderen Seite aber auch nicht an den Tod seines jahrhundertelangen Freundes glauben kann. Gut finde ich auf jeden Fall, daß man um den vermeintlichen "Tod" Perry Rhodans keinen großen Wirbel gemacht hat. Vielmehr ist dem Leser von vornherein klar, daß Rhodan noch lebt; und zudem ist Perry Rhodan ja schon des öfteren totgesagt gewesen. Das führt dann wohl auch auf der Roman-Ebene dazu, daß Bull einfach irgendwo zu abgebrüht ist, um an Perrys Tod zu glauben. Das hat dann wohl eher was mit dem Glauben an das Schicksal als mit einer guten Vorstellungskraft und einem fehlenden Realitätssinn zu tun. Dennoch gelingt es Hubert Haensel, dem Leser glaubhaft zu versichern, daß Bull sich sein Leben bestimmt nicht leicht macht und einen harten Weg entlangschreitet - hin- und hergerissen zwischen Emotion und Ratio. Was ist es doch für ein Glück, möchte man sagen, daß sich Reginald Bull und Hubert Haensel derzeit so gut verstehen; und so hätte ruhig ein wenig mehr Bull in dem Roman stecken dürfen.
Aber auch die andere Ebene weiß durchaus zu überzeugen. Gerade zu Beginn der Flucht kommen einige Schilderungen auf den Leser zu, die einige Szenarien schrecklich - grausig - faszinierend beschreiben. Die Beschreibung über das Trennen der beiden verschmolzenen Ertruser erscheint mir zwar ein wenig naiv, aber ansonsten hat gerade es diese Szene wirklich in sich. So wird man hin- und hergerissen zwischen der fesselnden Schilderung und den vielen verschiedenen Schrecken, die hier auf Perry Rhodan einstürzen.
Die Ertruser lassen sich davon aber nicht lange aufhalten. Schnell hat Tam Sorayto seine Mannen um sich geschart und die ersten Widerstandspläne geschmiedet. Mit diesem Punkt baut diese Ebene dann aber auch recht stark ab und beschränkt sich darauf, die Flüchtlinge in dem großen Chaos in die Berge gelangen zu lassen, wo die Kollegen sich dann erst einmal ausruhen und darauf warten, daß sich die Partisanenarmee aufbaut. Ich weiß auch nicht, ob die Arkoniden das so mit sich machen lassen. Immerhin wissen sie, daß es sich bei den Etrusern nicht um die friedliebenden Linguiden handelt, sondern um Krieger allerersten Ranges. Mascant Kraschyn hat sich da für mich doch etwas schnell einlullen lassen.
Um so abgeklärter ist dann wieder das Ende. Hier zeigt sich einmal mehr die bereits für den letzten Band angesprochene Charakterisierung der Arkoniden. Sie sind derzeit einfach die Bösen. Ich denke aber, daß man auch aufpassen muß, wie man mit den Albinos in der Zukunft verfährt. Denn wenn Bostich einmal weg sein sollte, dann kann man auf keinen Fall einfach so weitermachen wie bisher. Dafür hat es schon viel zu viele auf Bostich eingeschworene Arkoniden gegeben, die ihrem Imperator zujubeln; und eine "Wir-haben-ja-von-nichts-gewußt"-Einstellung funktioniert auch nicht immer.

Fazit:
Die Geschichte um Ertrus ist noch nicht zu Ende, aber bisher eine (vermutliche) Kurzebene, die sich sehr gut einführt und in der auch Hubert Haensel erneut seine derzeit prächtige Form beweist.
12 Punkte

Alexander Haas

Manchmal erweisen sich die Titelvorschauen im PR-Report dann doch ein wenig als Eigentor. So zum Beispiel in der aktuellen Handlungsebene. Nicht nur, daß das Ziel der ganzen Operation Stiller Riese bereits im voraus bekannt war - auch in diesem Roman kann die Spannung nicht so recht aufkommen, wenn man Titel wie "Radio Freies Ertrus" als Folgeroman bereits Wochen vorher kennt. Denn damit steht außer Frage, daß die Arkoniden natürlich nicht abziehen, sondern noch etwas in petto haben. Das Endergebnis ist dann zwar doch ein wenig überraschend, doch verändert dies nicht die allgemeine Vorhersehbarkeit der Handlung...
Und damit haben wir auch das grundlegende Problem dieses Romans bereits erwähnt: Er ist in manchen Teilen vorhersehbar - zumindest sein Ergebnis. Die einzige Frage, die bleibt, ist die, wie es denn nun zu diesem Ergebnis kommt.
Und diese Frage löst Hubert Haensel in einem wirklich guten Roman, der nur zwei kleine Seltsamkeiten enthält, auf die ich jedoch später noch zurückkommen werde.
Zuerst einmal ein dickes Lob an Hubert für seine Schilderungen des machtlosen Perry, der den Aktionen der Ertruser nur zusehen darf. Gerade diese Aktionen sind von der Art, wie der Leser sie eigentlich von Perry angeführt erwartet. Daß Perry in dieser Situation praktisch zum Nichtstun gezwungen wird - das ist wohl eine ziemlich neue Erfahrung für den alten Herrn, der sonst alles am liebsten selber in die Hand nimmt. In diesen Schilderungen jedenfalls läuft Hubert zu Höchstformen auf. Fast möchte man meinen, daß er sich nun, da er sich zum Spezialisten für die Gefühlswelt Bullys entwickelt hat, auch der von Perry himself annehmen will. Von meiner Seite aus bestehen da jedenfalls nicht nur keine Bedenken, sondern ich klatsche eher laut Applaus. Denn zum jetzigen Zeitpunkt der Serie hatten eigentlich beide Charaktere mehr und mehr Farbe verloren. Und wenn Hubert jetzt auch noch ein Revival Perrys in der Form gelingt, wie er es bereits bei Bully geschafft hat, kann dies der Serie nur guttun.
Abgesehen davon hat auch die allgemeine Handlung in diesem Strang eine recht interessante Entwicklung durchgemacht. Perry auf Ertrus, abgeschnitten von seinem Posten als Residenz-Minister, mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Das erinnert ein wenig an die sehr guten Galornen-Romane - mit der weiteren hervorragenden Zugabe, daß das Ganze jetzt auch noch in der eigenen Galaxis stattfindet. Hier entwickelt die große Handlung sicherlich ihre besten Seiten. Und Hubert Haensel gelingt es, diese hervorragend zu schildern. Schade ist dabei nur, daß Bully und die anderen davon erfahren, daß Perry am Leben ist und sich auf Ertrus aufhält. Es wäre wesentlich dramatischer gewesen, den Rotschopf noch ein paar Romane im Ungewissen zu lassen - dies ist sicherlich eine Chance, die Charaktere weiterzuentwickeln, die vertan wurde...
Und immerhin wissen nun auch die Arkoniden, wen sie auf Ertrus festgesetzt haben...
Warum?
Nun gut, damit kommen wir zu den kleinen Problemchen...
Denn die Arkoniden werden sicherlich nicht so blöd sein, den Funkverkehr von Ertrus nicht abzuhören. Und selbst wenn: Die Jungs sind mit zigtausenden Schiffen in der Nähe des Planeten - es wäre ein fürchterliches Zeugnis von Unfähigkeit, wenn nicht ein einziger Funker der Flotte ein Signal aufgeschnappt hätte, das immerhin stark genug war, Bully erreichen. Wir müssen also davon ausgehen, daß die Arkoniden von Perrys Anwesenheit auf Ertrus wissen. Wir können jedoch nur hoffen, daß die Expo-Factory an diesen Fakt auch gedacht hat, als sie diesen Funkkontakt vorgab - denn allein auf Huberts Mist ist diese Idee auf keinen Fall gewachsen, zu sehr wird hiervon die folgende Handlung beeinflußt werden...
Ansonsten scheint es mit dem Galaktikum insgesamt nun auch nicht allzuweit herzusein, bzw. mit dessen Macht. Ich frage mich doch allen Ernstes, wie man eine Strafaktion gegen einen ganzen Planeten damit begründen kann, daß einzelne Individuen, die von diesem Planeten stammen, eine gesetzeswidrige Handlung begangen haben sollen. Dies ist selbst in heutigen Zeiten nicht durchführbar - oder kann sich jemand vorstellen, daß die Chinesen Deutschland besetzen, weil eine Gruppe deutscher Terroristen angeblich ein Loch in die Chinesische Mauer gesprengt hat?!? (Dieses Beispiel ist hier rein willkürlich gewählt und kann beliebig ersetzt werden.)
Die ganze arkonidische Offensive wird m.E. vom Galaktikum zu wenig wahrgenommen. Daß dieses eine "Strafexpedition" irgendwie hinnehmen könnte, ist m.E. in dieser Hinsicht doch recht utopisch. Da baut sich eine Zukunftsvision auf, der jegliche "Menschlichkeit" abhanden gekommen ist. Selbst wenn sich die Vertreter im Galaktikum durch die Sprengung der GILGAMESCH dermaßen auf die Füße getreten fühlen sollten - diese Aktion abzusegnen, ist doch mehr als nur überreagiert... Oder kommen hier noch diverse "Galaktikum-Romane", in denen lang und breit die Sitzungen des Galaktikums in dieser Frage geschildert werden? Beim jetzigen Tempo der Handlung könnte leser dies doch glatt noch befürchten... ;-)))
Um diese Rezension abzuschließen, noch eine kleine Frage: Wie können die Leitsysteme und positronischen Überwachungen Gleiter freigeben (S. 25, 2. Spalte, oben), wenn die Kapazitäten der Positroniken nur auf Brennpunkte konzentriert sind, zu denen die Verkehrskontrolle nicht gehört (S. 20, 2. Spalte, oben)??? (* Sprich: So entstehen Zug- und Flugzeugunglücke? Freigaben durch nicht zuständige Stellen? Heike) Könnte sich hier ein Widerspruch in diesen Roman eingeschlichen haben?!? Könnte der Bearbeiter (trotz gegenteiliger Versicherung kann ich nicht so ganz daran glauben, das Klaus "Nikolaus" <eg> Frick wirklich alle Romane korrekturliest...) hier vielleicht einen Fehler des Autoren übersehen haben?!? ;-)))
Naja, macht nichts, der Roman an sich ist trotzdem einer der besseren!

Fazit:
Perry von Ertrusern zur Untätigkeit verdammt - das ist eindeutig ein interessanter Aspekt, den Hubert Haensel hervorragend zur Geltung bringt. Die freiheitskämpfenden Ertruser wirken ebenfalls realistisch - und die Arkoniden werden wohl noch ein paar Probleme mit Ertrus bekommen. Hubert schafft es jedenfalls, die Ereignisse gut 'rüberzubringen.
11 Punkte.

Winfried Brand

Nachdem die Arkoniden in die Offensive gingen, durfte man auf die Reaktion der Terraner gespannt sein. Die Ausgangssituation ist für die LFT denkbar schlecht. Perry Rhodan ist nicht greifbar, und so muß (wieder einmal) Reginald Bull die notwendigen Entscheidungen treffen.
Ein Roman mit dieser Hauptfigur wird derzeit natürlich von Hubert Haensel geschrieben.
Die Terraner befinden sich in einem klassischen Dilemma. Bull würde liebend gern hart gegen die Aggressoren vorgehen, aber die militärischen Mittel reichen bei weitem nicht aus. So muß er sich mit zusammengebissenen Zähnen auf einige Drohgesten beschränken, die auch von den Arkoniden nicht ernstgenommen werden.
Bull wird einmal mehr eindringlich geschildert. Er muß glauben, daß Rhodan tot ist, und kann dies nicht verwinden. Gleichzeitig weiß er, daß die Arkoniden sich mit der Eroberung des Kreit-Systems nicht lange aufhalten werden. Weitere Schläge gegen Verbündete der LFT werden folgen, und am Ende, so befürchtet auch er, wird das Sol-System dran sein. Die von den Arkoniden angegangene "Salami-Taktik" kann nur so lange funktionieren, wie die Terraner dies zulassen. Daß sie zu Widerspruch nicht in der Lage sind, zeigt deutlich, in welchem Konflikt die LFT steckt.
Bemerkenswert ist dabei vor allem, daß das Kristall-Imperium alles tut, um einen galaktischen Krieg zu verhindern. Denn die Operation "Stiller Riese" hätte der Beginn eines Krieges zwischen Arkon und Terra sein müssen.
Ertrus ist zwar als Staatengebilde politisch eigenständig, aber mit der LFT assoziiert. Wenngleich dieser Begriff nicht näher ausgeleuchtet wird, ist zumindestens eines klar: Es existiert ein Militärbündnis. Die LFT schirmt das Kreit-System durch eine Aagenfelt-Barriere ab, und Perry Rhodan ist als Terranischer Resident gleichzeitig Oberkommandierender der ertrusischen Raumflotte.
Der Angriff der arkonidischen Raumflotten auf Ertrus, sei er als Eroberungsfeldzug oder als Strafexpedition deklariert, stellt damit zwangsläufig den Kriegszustand zwischen der LFT und dem Kristallimperium her. So waren denn auch die WÄCHTER-Schiffe der LFT-Flotte das erste Angriffsziel. Allerdings müßten die Terraner sich dann doch dazu aufraffen, den Arkoniden diesen Krieg offiziell zu erklären. Da sie das nicht tun, kann Bostich wahrscheinlich auch noch weitere Aktionen dieser Art ungestraft in Angriff nehmen (und zwar im Wortsinn).
So sind die Mitarbeiter der LFT-Botschaft auf Ertrus auch vor den anrückenden Arkoniden geflüchtet (die wußten wohl, weshalb).
Während also Bully einige tausend Schiffe vor dem Kreit-System zusammenzieht, nehmen die Ertruser den Kampf gegen die Invasoren auf. Perry Rhodan bleibt hier seltsam farblos. Er will sich beteiligen, doch der ertrusische Präsident Tam Sorayto läßt dies nicht zu. Es ist ungewöhnlich, daß PR sich diesem Mann so bereitwillig unterordnet und als "Macher" derart passiv bleibt. Man hätte eigentlich gerade von ihm die entscheidenden Impulse erwartet.
Die Ertruser erzielen zwar einige Anfangserfolge, aber sie unterliegen letztlich doch. So heroisch dieser Freiheitskampf wirkt, eine mehr durchdachte Partisanen-Taktik hätte man den Ertrusern doch zugetraut. Die Arkoniden sind nicht bereit, Widerstand in irgendeiner Form hinzunehmen. So zieht der Oberbefehlshaber, Mascant Kraschyn, seine Landungstruppen kurzerhand ab und läßt mit einer Intervall-Bombe die ertrusische Hauptstadt Baretus in Schutt und Asche legen.
Da fragt man sich dann doch, wie eine solch barbarische Aktion, bei der Millionen von Zivilisten umgekommen sein dürften, vor dem Galaktikum gerechtfertigt werden soll, das Arkon ja wohl doch wichtig zu sein scheint. Außerdem (und das ist viel wichtiger für das arkonidische Selbstverständnis) dürfte sich ein derartiges Vorgehen wohl kaum mit der arkonidischen Überheblichkeit und Arroganz vertragen. Sich von der gesamten Galaxis vorhalten lassen zu müssen, daß Arkon ohne die Ausradierung einer ganzen Metropole nicht mit einigen Freischärlern fertig wird, dürfte gerade für Bostich ziemlich blamabel sein.
Das Ergebnis ist jedenfalls eindeutig: Die "Rebellen" sind erst einmal ausgeschaltet, und (leider) wurde mit Tam Sorayto eine erst im letzten Roman gut aufgebaute Figur sogleich wieder abserviert. Da den ertrusischen Freiheitskämpfern (vielmehr denen, die das Massaker überstanden haben) jetzt die Führung fehlt, dürfte Robert Feldhoff PR dann im nächsten Band als Führer der Widerstandsbewegung aufbauen.

Fazit:
Wenn es um Reginald Bull geht, schreibt Hubert Haensel erstklassige Texte. PR selbst hat er nicht so souverän im Griff. Und auch wenn die Arkoniden in diesem Zyklus die Bösewichter sind, etwas einfallsreicher könnten sie schon vorgehen.
11 Punkte

Hans-Joachim Kleimann

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