Commander
Nick Bishop erpreßt aus dem ehemaligen Sektenmitglied Gianna
Informationen über die "Brüder der seligen Krake", um deren
Versteck für eigene Zwecke nutzen zu können. Danach macht
er Gianna auch zu einer seiner Dienerinnen.
Bishop plant, die unterirdische Höhle des toten Dämons
Oktomola als ersten Stützpunkt des Ssacah-Kults in Europa zu
nutzen, um seinen Herrschaftsbereich weiter auszudehnen.
Dummerweise hat Nicole Duval bei dem letzten Einsatz genau dort
einige Kleinigkeiten vergessen, wie z.B. Ausweispapiere und den
Dhyarra-Kristall 4. Ordnung.
Zamorra unterrichtet derweil Ted Ewigk über die neuesten
Entwicklungen in Florida. Der wieder aufgetauchte Robert Tendyke gab
sich als Ty Seneca aus, was Rhet Riker dazu veranlaßt, seinen
Boß auf dessen Geisteszustand hin überprüfen zu
lassen. Auch Zamorra fällt dabei das seltsame Verhalten
Carlottas auf, Teds Freundin, die sich an den Geister-Reporter zu
klammern scheint und ihn möglichst wenig "im Einsatz" sehen
möchte.
In der unterirdischen Grotte stolpert Bishop über Nicoles
Kampf-Overall und - den Dhyarra. Da dieser nicht auf Duval
verschlüsselt und Bishop stark genug ist, kann er ihn auch
benutzen.
Als Köder für seine Falle setzt das neue Oberhaupt des
Ssacah-Kult das neue Mitglied Gianna ein. Er gibt ihr drei
Messing-Kobras, die sie schlucken muß. Bei einer günstigen
Gelegenheit soll sie ihre Gegner mit dem Keim infizieren.
Nicole bemerkt bei ihrer Ankunft zwar das Verschwinden des Kristalls;
da Teri jedoch eine menschliche Präsenz in der Nähe
spürt, springen sie zunächst dorthin. Dort finden sie die -
scheinbar - verängstigte Gianna, mit der Teri gleich weiter
springt. Gianna ist verwirrt, da Bishop, der ihr die Trägerin
des schwarzen Overalls als "Duval" angekündigt hatte, diese mit
der Fähigkeit der Telepathie behaftet schilderte. Diese Frau
jedoch beherrscht die Teleportation. Daß Rheken Duvals Anzug
anzieht, konnte die Italienerin nicht wissen. In Giannas Gedanken
sieht Teri deren Boot im Hafen von Pescara - das nächste Ziel
der beiden. Wo Teri kurz darauf eins übergebraten bekommt, was
sie in Ohnmacht fallen läßt.
In seinem neuen Stützpunkt erteilt unterdessen Bishop den
Angriffsbefehl. Nicole ruft MERLINS STERN zu sich und will sich erst
einmal aus der Enge der Höhle absetzen. Doch sie kann weder
einen Fluchtweg öffnen, noch wird das Amulett gegen die
Angreifer aktiv. Der Versuch, mit den Wesen zu reden und darauf zu
drängen, zu Bishop gebracht zu werden, scheitert. Nicole wird
von einer der Kobras verschlungen.
Auf dem Boot hat unterdessen Gianna die erste Kobra ausgewürgt
und sich selbst zum ersten Mal in eine Schlange verwandelt, wird in
ihrem Tun jedoch von ihrem Freund Nero, einem Soldat, unterbrochen,
der unerwartet mit zwei Carabinieri im Schlepptau auftaucht. Da
Bishop bei seinem Eindringen in Giannas Wohnung einigen Schaden
verursacht hatte, wollte Nero auf dem Boot nachschauen, ob sie
vielleicht dort ist. Zusammen mit einem Kommissar begeben sie sich in
Giannas Wohnung, um die Schäden des Einbruchs zu
besichtigen.
Auf dem Boot erwacht Teri aus der Ohnmacht, sieht die
Ssacah-Skulpturen und bringt sich sofort in Ted Ewigks Villa in
Sicherheit, wo sie an Händen und Füssen gefesselt auftaucht
und den Hausbesitzer sowie Zamorra über die Geschehnisse
informiert.
In der Höhle ist auch Nicole aus ihrer Ohnmacht erwacht. Die
Kobra hat sie zwar verschlungen, aber wieder ausgespuckt. Bishop
nimmt sich ihrer an, will Informationen. Als sie ihm diese
verweigert, setzt er einen seiner Diener als Folterknecht ein.
Nach dem ersten Einsatz roher Gewalt erzählt Duval ihrem
Peiniger, daß der Kristall verseucht sei und er binnen 24
Stunden sterben wird.
Gianna hat das Verschwinden der Silbermond-Druidin vom Schiff
bemerkt. Noch bevor sie etwas unternehmen kann, taucht erneut ihr
Freund auf, dem sie in einer Karaffe etwas von dem Schlangenblut
reicht.
Über dem Stützpunkt sind nun auch Teri, Zamorra und Ted
angekommen. Da es jedoch scheinbar keinen Zugang mehr gibt - Bishop
hat den Abwehrkreis magisch verstärkt - will man sich
zunächst Gianna widmen. Ted geht jedoch einen anderen Weg und
setzt seinen Machtkristall ein, den Sternenstein 13. Ordnung, um ein
Loch in die Erde zu sprengen.
Dort kommt es zu einem Kampf gegen die Ssacah-Diener, und Nicole kann
befreit werden. Bishop sieht seine Felle davonschwimmen und will sich
absetzen. Er wird jedoch von Nicole gestoppt, die ihm mit dem Blaster
- auf Laser geschaltet! - in den Rücken schießt und
tötet. An dem Tor, durch das Bishop flüchten wollte,
positioniert sie auf dem Leichnam die Batterie aus einem Blaster und
schießt aus sicherer Entfernung auf diese, wodurch der Leichnam
und das Tor zerstört werden.
"Nicht schon wieder Ssacah" war mein erster Gedanke, als ich den
Roman in die Hand nahm. Und ehrlich gesagt brauchte ich einige Zeit,
um mit dem Lesen zu beginnen.
Selten genug, daß ein Einzelroman gleich am "Tatort" des
vorigen anschließt.
Sowohl hierfür als auch für die Folterszene und die
Hinrichtung gibts Pluspunkte. Erst recht dafür, daß
das Kapitel "Schlange" jetzt hoffentlich endgültig beendet
wäre - ein würdiger Abschluß wäre es
durchaus.
Carlottas Angst um Ted, Roberts (?) seltsames Aufheben um seinen
neuen Namen Seneca, Nicoles Rachegelüste, Rhet Rikers
Wiederauftauchen... So kanns weitergehen!
Befriedigend Plus
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Nach dem noch gar nicht so lange zurückliegenden
Ende des Schlangendämons Ssacah hat es nun also auch
dessen ehemaligen Befehlsempfänger Nick Bishop
erwischt. Und wie so oft bei Zamorra kam der Tod für
den Commander doch ziemlich überraschend und abrupt.
Zwar sollte es selbst dem dümmsten Gauner eigentlich
klar sein, daß man einem bewaffneten Gegner niemals
den Rücken zuwenden darf; auf der anderen Seite
muß man aber konstatieren, daß bei PZ die Zahl
der erfolgreichen Abgänge diverser Oberbösewichte
bereits Legion ist, und daß dieses schnelle
Sich-aus-dem-Staub-machen am Schluß eines Romans auch
nicht immer nachvollziehbar war. Daß Bishop nun kurz
vor Erreichen des Tores durch einen Schuß in den
Rücken erwischt würde - nun, damit dürfte in
dieser Situation wohl niemand wirklich gerechnet haben.
Andererseits läßt Nicoles blindwütiges
Verhalten doch ein paar berechtigte Zweifel an der
Notwendigkeit dieser Tat aufkommen. Was hat Bishop ihr denn
nun tatsächlich so Grausames angetan, daß sie das
alte Heftroman-Heldengesetz, niemals einen Gegner in den
Rücken zu schießen, brechen mußte? Und man
darf bei dieser Frage nicht vergessen, daß es sich bei
Nicole um eine erfahrene Dämonenjägerin handelt,
die sich öfter in einer lebensbedrohlichen Situation
befand, als unsereins von wildgewordenen "Kampfhunden"
angekläfft wurde. Zwar hat Bishop ihr die grausamsten
Foltermethoden angedroht, die ein Mensch sich nur vorstellen
kann, aber was ist davon letztendlich in die Tat umgesetzt
worden? Nicoles Fuß wurde ein bißchen verdreht,
vermutlich aber nicht einmal soweit, daß man von einer
Verstauchung sprechen könnte - schließlich hat
sie sich anschließend wieder munter ins
Kampfgetümmel gestürzt. Mit dem kurzen Aufenthalt
im Schlund der Schlange kann die Haßtirade auch nichts
zu tun haben, denn da hat Bishop sie sogar noch befreit. Wie
also läßt sich diese wutentbrannte Hinrichtung
nun erklären? Daß der Autor die Figur Nick Bishop
abservieren wollte, dürfte allein schon für
Unverständnis bei einigen Lesern sorgen. Allerdings
hätte man es m. E., wenn es denn schon sein muß,
bei einem gezielten, tödlichen Schuß belassen
sollen. Die anschließende Vernichtungsorgie war dann
ganz einfach maßlos übertrieben. |