Nachdem
sich Matt einen fahrbaren Untersatz, diesmal einen LKW, besorgt hat,
sind er und Aruula auf dem Weg nach Paris. Schließlich
muß dort irgendwo eine Spur zu Hank Williams zu finden sein.
Kaum ist Matt in Paris angelangt, macht er auch schon Bekanntschaft
mit dem riesigen Avtar - eine Mischung zwischen Vogel und Reptil -
der die Stadt terrorisiert. Es gelingt ihm, dem Vogel zu verwunden,
doch dieser läßt nicht von ihnen ab. So suchen Matt und
Aruula Zuflucht in den alten Metrotunneln - und geraten prompt in die
Hände ihrer Bewohner, der Me'ros.
Der Anführer der Me'ros, Domm, gibt Matt zu verstehen, daß
vor kurzem jemand namens Hank in ihre Hände gefallen ist. Zudem
ist der Avtar der Freund der Me'ros. Daß die Me'ros ihre
Gefangenen dem Avtar zum Fraß vorwerfen, erfahren sie in den
Kerkern, wo Matt tatsächlich auf Hank trifft. Das Wiedersehen
der beiden wird von den Parii unterbrochen, die Matt befreien.
Dahinter steckt natürlich reiner Eigennutz: Schak, der
Anführer der Parii, eröffnet Matt, daß er Avtar
beseitigen soll. Matt erfährt, daß zuvor die Parii die
Herren der Stadt waren, durch die Me'ros allerdings verdrängt
wurden. Matt verspricht, den Parii zu helfen, wenn sie seine Freunde
befreien. Schak nimmt den Handel an.
In Notre-Dame findet Matt Hanks Notpack - und aus dem Dynamit bastelt
er sich à la McGyver eine imposante Bombe. Währenddessen
werden die Opfer für den Avtar ausgesucht. Unter ihnen ist
Felia, in die Hank sich verliebt hat. Er wehrt sich gegen die Wachen
- mit dem Ergebnis, daß Aruula zusätzlich zu Felia als
Opfer auserkoren wird. Zudem werden die Parii, die Hank und Aruula
befreien wollen, in einem Hinterhalt ermordet.
Das Nest des Avtar befindet sich auf den Überresten des
Eiffelturms.
Matt gelingt es, dessen Aufmerksamkeit zu erregen. Die Bombe bleibt
im Schnabel des Mischwesens hängen, kurze Zeit später ist
es tot. Zusammen mit Aruula will Matt Hank aus den unterirdischen
Kerkern holen. Doch der Domm hat eine Überraschung parat: Die
Me'ros haben dem Avtar ein Ei geraubt und das Jungtier aufgezogen.
Deshalb greift der Avtar die Menschen an. Hank opfert sich und
läßt den angebundenen Vogel los. Matt kann das Jungtier
mit Pistolenkugeln töten. Er und Aruula verlassen Paris in der
Hoffnung, daß sich Me'ros und Parii eines Tages versöhnen
werden.
Michael J. Parrish hat mit diesem Maddrax einen eher
mittelprächtigen Roman abgeliefert. Weder die eigentliche Story
selbst noch der Schreibstil des Autors vermag den Leser so richtig
mitzureißen. Sicher, da gibt es einige witzige Wortgefechte
zwischen Aruula und Matt - die sich über die Frage streiten, ob
ein LKW oder ein Frekkeuscher als Fortbewegungmittel besser geeignet
ist. Und auch, als Hank Williams nach einem Blick auf Aruula meint,
daß diese wohl wirklich viele Talente hat, flog ein leichtes
Grinsen über das Gesicht des Rezensenten. Ansonsten aber bleiben
Matt, Aruula und Hank viel zu schematisch. Und auch die Handlung
schleppt sich über weite Strecken nur so dahin und vermag nicht
richtig zu fesseln. Nun gut, da ist der Avtar und die Ober- und
Unterschicht, doch dieses Thema hatten wir ja schon öfters in
der Serie.
Wer immer auch Michael J. Parrish sein mag, dieser Roman gereicht ihm
nicht zur Ehre.
Fazit:
Ein sehr schwacher Maddrax-Roman.
8 Punkte