Band 14: "Der Tod über Paris"

Autor: Michael J. Parrish

Nachdem sich Matt einen fahrbaren Untersatz, diesmal einen LKW, besorgt hat, sind er und Aruula auf dem Weg nach Paris. Schließlich muß dort irgendwo eine Spur zu Hank Williams zu finden sein. Kaum ist Matt in Paris angelangt, macht er auch schon Bekanntschaft mit dem riesigen Avtar - eine Mischung zwischen Vogel und Reptil - der die Stadt terrorisiert. Es gelingt ihm, dem Vogel zu verwunden, doch dieser läßt nicht von ihnen ab. So suchen Matt und Aruula Zuflucht in den alten Metrotunneln - und geraten prompt in die Hände ihrer Bewohner, der Me'ros.
Der Anführer der Me'ros, Domm, gibt Matt zu verstehen, daß vor kurzem jemand namens Hank in ihre Hände gefallen ist. Zudem ist der Avtar der Freund der Me'ros. Daß die Me'ros ihre Gefangenen dem Avtar zum Fraß vorwerfen, erfahren sie in den Kerkern, wo Matt tatsächlich auf Hank trifft. Das Wiedersehen der beiden wird von den Parii unterbrochen, die Matt befreien. Dahinter steckt natürlich reiner Eigennutz: Schak, der Anführer der Parii, eröffnet Matt, daß er Avtar beseitigen soll. Matt erfährt, daß zuvor die Parii die Herren der Stadt waren, durch die Me'ros allerdings verdrängt wurden. Matt verspricht, den Parii zu helfen, wenn sie seine Freunde befreien. Schak nimmt den Handel an.
In Notre-Dame findet Matt Hanks Notpack - und aus dem Dynamit bastelt er sich à la McGyver eine imposante Bombe. Währenddessen werden die Opfer für den Avtar ausgesucht. Unter ihnen ist Felia, in die Hank sich verliebt hat. Er wehrt sich gegen die Wachen - mit dem Ergebnis, daß Aruula zusätzlich zu Felia als Opfer auserkoren wird. Zudem werden die Parii, die Hank und Aruula befreien wollen, in einem Hinterhalt ermordet.
Das Nest des Avtar befindet sich auf den Überresten des Eiffelturms.
Matt gelingt es, dessen Aufmerksamkeit zu erregen. Die Bombe bleibt im Schnabel des Mischwesens hängen, kurze Zeit später ist es tot. Zusammen mit Aruula will Matt Hank aus den unterirdischen Kerkern holen. Doch der Domm hat eine Überraschung parat: Die Me'ros haben dem Avtar ein Ei geraubt und das Jungtier aufgezogen. Deshalb greift der Avtar die Menschen an. Hank opfert sich und läßt den angebundenen Vogel los. Matt kann das Jungtier mit Pistolenkugeln töten. Er und Aruula verlassen Paris in der Hoffnung, daß sich Me'ros und Parii eines Tages versöhnen werden.

Michael J. Parrish hat mit diesem Maddrax einen eher mittelprächtigen Roman abgeliefert. Weder die eigentliche Story selbst noch der Schreibstil des Autors vermag den Leser so richtig mitzureißen. Sicher, da gibt es einige witzige Wortgefechte zwischen Aruula und Matt - die sich über die Frage streiten, ob ein LKW oder ein Frekkeuscher als Fortbewegungmittel besser geeignet ist. Und auch, als Hank Williams nach einem Blick auf Aruula meint, daß diese wohl wirklich viele Talente hat, flog ein leichtes Grinsen über das Gesicht des Rezensenten. Ansonsten aber bleiben Matt, Aruula und Hank viel zu schematisch. Und auch die Handlung schleppt sich über weite Strecken nur so dahin und vermag nicht richtig zu fesseln. Nun gut, da ist der Avtar und die Ober- und Unterschicht, doch dieses Thema hatten wir ja schon öfters in der Serie.
Wer immer auch Michael J. Parrish sein mag, dieser Roman gereicht ihm nicht zur Ehre.

Fazit:
Ein sehr schwacher Maddrax-Roman.
8 Punkte

Christian Spließ

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