Sylke Brandt:

"Der Gott der Danari"

(Rettungskreuzer Ikarus - Band 3)
D 2000
(88 Seiten, Paperback, Arkham Press, DM 12,90)
Bezug über www.romantruhe.de
- erschienen: August 2000 -

Die Ikarus befindet sich in der Raumstation von Vortex Outpost, um sich dort einer Generalüberholung zu unterziehen. Während der Arbeiten schleicht sich der Wenxi ein und legt eine Zeitbombe in einen Reparaturschacht. Doch die Vorbereitungen zum Start verhindern, daß der Wenxi auch noch den Zünder einstellen kann.
Ein automatischer Notruf führt die Ikarus zu dem Forschungsschiff "Morgenstern", das einst Julian Robert Leroc gehört hat. Das Schiff kreist um den Planeten Danari. Offensichtlich hat der Sohn eines Wirtschaftsmagnaten das Schiff in einem riskanten Manöver zerstört, konnte sich aber auf den Planeten retten. Da Leroc noch leben könnte, bricht die Mannschaft der Ikarus zur Oberfläche des Planeten auf.
Weenderven, Anande und Trooid sowie Thorpa, der als Brennholz getarnt wird, werden Zeugen eines Rituals, in dessen Mittelpunkt Leroc als Sohn des Sonnengottes steht - doch das Ritual wird durch den Anschlag auf den Herrscher des Planeten gestört.
Um näher an Leroc heranzukommen, schleichen sich Anande und Trooid in den Palast ein. Sie wissen jedoch nicht, daß die Priester parapsychische Kräfte besitzen.
Das findet Weenderven heraus, als er in dem Tumult nach dem Ritual von den anderen getrennt wird. Er bekommt Kontakt mit einer Widerstandsgruppe. Nach dem Anschlag will sich die Gruppe in Sicherheit und Weenderven zurück zu seinen Leuten bringen. Doch sie geraten in einen Hinterhalt - unerwartet greift Captain Sentenza in das Geschehen ein. Schließlich ist die ganze Expedition von der Ikarus überwacht worden.
Anande, Trooid und Thorpa werden entdeckt. Leroc, der offenbar keine Ahnung davon hat, wer er mal war, verurteilt sie zum Tode. Trooid jedoch setzt die Priester außer Gefecht. Zusammen mit dem bewußtlosen Leroc kehren sie an Bord der Ikarus zurück. Offenbar ist er von den Priestern in einer Art parapsychischer Zwangsjacke gehalten worden, und allmählich kehrt seine richtige Persönlichkeit zurück. Der Einsatz war ein voller Erfolg.

Angenehm flüssig und unterhaltsam erzählt die Autorin im dritten Band eine Geschichte, die zwar nicht gerade sensationell originell ist, aber durchaus unterhält.
Bisweilen ahnt man als Leser schon, was einen auf der nächste Seite erwarten wird.
Allerdings vermag die Autorin durch einen gefälligen Erzählstil die Geschichte aufzuwerten. Detailreich, aber nicht detailverliebt führt sie die Leser in die Welt des Planeten ein und schafft es, den Widerständlern Profil zu verleihen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman, dessen Geschichte nicht allzviel Neues bringt, der aber dennoch lesenswert ist.
10 Punkte

Christian Spließ

Startseite