Die SOL
hat endlich - nur wenige Stunden vor Ablauf des Zeitlimits für
ihren Auftrag - den Planeten Auroch-Maxo-55 erreicht. Hier nimmt die
Pflanzenintelligenz Paumyr mit ihnen Kontakt auf. In einer Space-Jet
macht sich Atlan auf den Weg zu der schwimmenden Pflanze, um hier
einen der letzten Kym-Jorier zu bergen.
Seine Enttäuschung ist groß, als er lediglich eine Anzahl
Eier vorfindet - die letzten Überbleibsel der Schmetterlinge.
Leider sind zudem die meisten bereits abgestorben, und nur eins kann
Atlan mitnehmen.
Doch der Rückweg ist ihm versperrt, denn der S-Zentrant MASMOKO
unter dem Mundänen Runrick und das Walzenschiff tauchen
über dem Planeten auf. Zugleich streben die schwimmenden Inseln
auf einen Punkt des Planeten zu, der viele ganz seltsame
hyperphysikalische Phänomene aufweist - und verschiedene
Strangeness-Werte!!! Hier soll sich der Untergang der Welt
vollziehen. Doch zunächst muß man erst einmal die
Mundänen aufhalten. Dazu greifen die Insel-Intelligenzen den
S-Zentranten mit einem seltsamen Energiestrahl an, der nicht nur
dessen Besatzung außer Gefecht setzt, sondern auch die der SOL
gleich mit. Leider bedeutet das für alle anderen Inseln
außer Paumyr das Ende ihrer Existenz. Das Walzenschiff bleibt
davon unberührt, und in einer waghalsigen Aktion können die
wenigen Besatzungsmitglieder der SOL, die sich bereits wieder
erholen, das Schiff vom Planeten wegtreiben. Im anschließenden
Gefecht kann die Walze vernichtet werden, aber es ist einmal mehr das
geheimnisvolle Carit der SOL, das das Schiff vor dem Untergang
bewahrt.
Auf dem S-Zentranten muß Runrick derzeit feststellen, daß
alle seine Besatzungsmitglieder von einer fremden Macht
übernommen worden sind und nur er nicht beeinflußt wird.
Doch seine Zeit ist gekommen, und so holt K'UHGAR ihn zu sich.
Paumyr, die den S-Zentranten übernommen hat, läßt
sich nun auf dessen Oberfläche transportieren - weg von dem
sterbenden Planeten.
Atlan gelingt es gerade noch so, wieder zur SOL zu gelangen, um hier
das geborgene Objekt vorzuweisen. Es folgt auch prompt der
nächste Auftrag. Die SOL hat sich nach Insharam zu begeben, und
der Weg dorthin führt angeblich durch die Hyperraumanomalien auf
Auroch-Maxo-55. An diesen Ort will sich die Besatzung der SOL aber
unter keinen Umständen begeben. Problematisch wird die Sache
allerdings, als man feststellt, daß SENECAgenau dorthin will.
Zudem ist mit dem Exodus der Inseln auch der hyperphysikalische
Schutz der Dunkelwolke verlorengegangen, und nun strömen die
Mundänen ins System ein. Schließlich bleibt den
Galaktikern keine andere Wahl, als sich den Wünschen von SENECA
zu beugen. Während die SOL sich also ihrem Schicksal beugt,
beginnt auf der anderen Seite für Paumyr und ihre neuen "Diener"
ein neuer Lebensabschnitt in den Weiten des Alls.
Na, wo kommen wir denn da hin - entwickelt sich Uwe Anton hier zum
Schlüsselroman-Autor? Wieder einmal kommt ein für die
Handlung zentraler Roman aus seiner Feder - während Expo-Autor
Robert Feldhoff seine Romane in punkto Wichtigkeit eher ins
Mittelfeld einrückt. Für Feldhoff eigentlich schade -
für Uwe Anton eine große Aufgabe. Aber warum nicht, denn
immerhin hat sich in der jüngeren Vergangenheit gezeigt,
daß er meistens eine Bank ist, wenn es um gute PR-Romane
geht.
Diesmal geht es quasi um die "Weiterleitung" der SOL von einem
Auftrag zum nächsten sowie um den Abschluß der
Auroch-Maxo-Ebene. Mein ausdrückliches Lob geht an die Idee, die
Pflanzenintelligenz Paumyr am Leben zu lassen. Zu häufig hat man
Nebencharaktere, die man nicht mehr für die Handlung
benötigt, einfach plattgemacht - und fertig. Diesmal ist eine
ganz spaßige Lösung gefunden worden, und eine Verwendung
für den S-Zentranten hat man auch gleich mitgeliefert. Ich
fände es einfach zu abgefahren, wenn man irgendwann mal in der
Zukunft auf die Überreste bzw. Nachkommen von Paumyr treffen
würde. Vielleicht liefert das ja mal irgendwann die Grundidee
für einen ganzen Zyklus oder auch nur für eine Unterebene,
ein Taschenbuch (dies natürlich nur, sofern es die mal wieder
geben sollte...) oder etwas in der Art. (Ich meine, in 18 Millionen
Jahren kann doch eine ganze Menge passieren?) Auf diese Weise hat man
sich einfach ein paar Möglichkeiten offengehalten, die man ja
nicht nutzen muß. Eine nette Sache wärs schon - finde ich
auf jeden Fall!
Aber auf anderen Ebenen ist auch eine ganze Menge los. Mit einigen
wenigen Worten hat man gleich mehrere Begriffe fallen lassen, die
jene aufhorchen lassen werden, die schon etwas länger dabei
sind: Strangeness und Sonnentransmitter. Das macht Laune auf das, was
da noch kommen wird. Offensichtlich hat man sich hier entschlossen,
weiterhin die ganz große kosmische Kelle zu schwingen. Aber wie
geht's nun weiter? Wird man jetzt den Mundänen das Feld
überlassen und in anderen Bereichen des Universums weiterziehen,
oder bleibt man in Segafrendo - bzw. wann bleibt man? Ich glaube,
daß man jetzt versuchen wird, mittels des geborgenen
Schmetterlings ESTARTU zu reaktivieren. Irgendwie muß die ja
schließlich auch noch ihre Mächtigkeitsballung finden und
aufbauen; da werden die Jungs von der SOL wohl auch noch ihre Finger
mit im Spiel haben.
Man muß aber auch bedenken, daß bis 2049 nicht mehr sooo
viel Zeit ist und noch eine ganze Menge Dinge bis dahin zu behandeln
sind. Schaue ich auf die Titelvorschau des nächsten Romans, so
möchte ich hier doch gleich mal bezweifeln, daß dieser die
Milchstraßenebene besonders weit voranbringt.
Also man hat nicht mehr viel Zeit, und ich hoffe, daß man am
Ende nicht wieder eine Hauruck-Lösung gewählt hat.
Zudem hat sich leider das eingestellt, was ich nach dem letzten Roman
noch beschrien habe. Da baut man auf der einen Seite einen ganzen
Roman lang einen Protagonisten auf, und dann darf der bloß mal
für ein paar Zeilen erscheinen und so quasi sein Ableben
bekanntgeben - na, das hätte ja wirklich nicht sein
müssen.
Aber kommen wir zum eigentlichen Roman zurück, der ja nicht nur
aus seinen Hintergründen besteht, sondern auch eine ganze Menge
Handlung enthält. Für mich hat Uwe Anton wieder einen
wirklich guten Perry Rhodan-Roman abgeliefert. Kontinuierlich
steigert er die Dramatik, in dem er Stück für Stück
eine Katastrophe nach der anderen an seine Protagonisten
heranführt, mit der sie zurechtkommen müssen. Zwar kommt
dadurch kein großes Charakterspiel auf, aber das braucht der
Roman auch nicht, denn die Handlung macht das durchaus wett. Diese
schreitet Schritt für Schritt ohne große Längen
voran; der Autor legt immer wieder eine neue Episode nach, so
daß der Leser immer weiter am Roman gehalten wird.
Fazit:
Uwe Anton bleibt weiterhin der Mann für die richtig(en) (guten)
Romane. Erst einmal ein würdiger Abschluß für die
Unterebene Auroch-Maxo.
12 Punkte
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Um es gleich vorwegzunehmen: Dies ist wohl eindeutig der
schwächste Roman, den Uwe Anton bisher zur PR-Serie
abgeliefert hat. Nein, er ist nicht unbedingt schlecht -
jedoch für einen "Anton" eindeutig ziemlich
schwach. |
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Langsam, aber sicher streben die Ereignisse in Segafrendo
ihrem (ersten?) Höhepunkt entgegen. |