Frank MacLachlan

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Band 22: "Straße der Angst"

Autor: U.K. Crunch

In Boston geschehen mehrere Morde, bei denen die Opfer mit einer Axt regelrecht abgeschlachtet werden. Claudia White, Polizistin, findet an einem Tatort eine mit dem Blut der Opfer geschriebene Mitteilung: "Dieses Blut fließt nur wegen dir, Jäger der Finsternis". Nun weiß natürlich der Leser sofort, wer da gemeint ist, unser Mr. MacLachlan nämlich, aber die gute Claudia offenbar auch, denn sie stolpert kurz darauf bei den Dämonenjägern vorbei, um diese zu befragen. Gemeinsam beschließt man dann, den Mörder zu jagen. Jane Cardigan findet kurz darauf einen Hinweis: Der Killer geht bei den Morden nach einem geographischen Muster vor (warum machen die das immer???); der nächste Tatort wird eine alte Kirche sein.
Während Whites Cops also die Kirche von allen möglichen Seiten beobachten, spielen die Dämonenjäger Lockvogel und stellen sich in der Kirche dem Axtmörder, der tatsächlich auftaucht (nicht ohne vorher einen gerade etwas unachtsamen Polizisten zu enthaupten). Frank und Jack werden von der Gestalt, deren Gesicht niemand erkennen kann, da unter einer Kapuze versteckt, schnell mal ausgeschaltet, damit sich der nette Mann Jane widmen kann, die ziemlich wehrlos ist. Bevor diese aber vollends den Kopf verliert, stürmt White mit einigen Cops die Kirche und schießt ein Kreuz von der Decke, das den Killer unter sich begräbt. Dieser beschließt, daß es wohl besser ist, sich zu entmaterialisieren. Er verschwindet.
Später sitzen Frank und White dann in der Bibliothek des Dämonenjäger-Hauptquartiers zusammen, wobei es zwischen den beiden so richtig funkt. (Darf ich an dieser Stelle mal wieder eine höhere Seitenzahl fordern, damit solche Szenen richtig zur Geltung kommen?) (* Pferkel, Du! >:-) Heike) Bevor es aber vollends zur Sache geht, werden die zwei gestört: Der Axtmörder hat eine Geisel genommen, einen berühmten Komponisten. Die Dämonenjäger fahren mit White zum Ort des Geschehens, passenderweise eine 'enge, dunkle Seitengasse'. Der Mörder mit der Axt fordert dort von Frank die Herausgabe von Zorks Dolch, dessen mächtigster Waffe. Als der Komponist außer Gefahr ist, will Frank dem Killer den Dolch geben, wird aber von White daran gehindert, die auf den Mörder feuert, ihn aber, wie zu erwarten war, nicht verletzen kann. Der Killer kümmert sich denn auch gleich um White und macht sie zum allgemeinen Entsetzen einen Kopf kürzer. Die Lage scheint aussichtslos; da treten vermummte Gestalten in die Gasse, die den dämonischen Killer umzingeln und aus ihren Augen Blitze auf ihn schießen (wir merken uns: das sind offenbar aktive 'Erben der Macht'!). Der Killer ist schwer getroffen und verwandelt sich in den Gestaltwandler Malcovic, der den Erben zwar entkommen kann, aber so schwer angeschlagen ist, daß er seine Gestalt in Zukunft nicht mehr verändern kann...

Jetzt seht ihr auch mal, wieviel Handlung in so 'nem MacLachlan eigentlich drin steckt! Aber der Reihe nach: Die Einstiegsszene gehört zum Besten, was ich innerhalb dieser Serie bisher gelesen habe. Wirklich tolle Wortwahl und so.
Die Story an sich ist 'überdeckt' von der Lovestory MacLachlan - White, die wohl in dieser Form erschienen ist, weil die Leser in letzter Zeit immer eine bessere Charakterisierung der Hauptpersonen gefordert haben. Wenn dies also die Reaktion der MacLachlan-Autoren ist, dann ist es ein sehr guter Anfang dazu. Ich hoffe, das wird auch so konsequent weitergeführt!
Zwei Negativ-Punkte gab's diesmal: Zum einen nerven die andauernden 'Und er sah seinem Schicksal in die Augen'-Passagen ziemlich; zumindest zwei oder drei davon hätte man besser gestrichen. Der zweite Fehler ist aber meines Erachtens viel schlimmer: Warum bitte kommt die White zu den Dämonenjägern? Woher weiß sie, daß sie bei denen anklopfen muß?? Eine solche Berühmtheit sind die doch gar nicht - wollen sie wohl auch nicht sein! Dies wirkt also ziemlich an den Haaren herbeigezogen und stellt dann auch die ganze restliche Geschichte etwas in Frage.
Gefallen hat mir dann wiederum das Auftauchen des Komponisten John Williams. Die Anspielung auf 'Harry Potter' fand ich gut. Dafür gibt's also wieder Pluspunkte (:

Kommen wir also zum Fazit:
Gute und spannende, zum Teil sogar etwas tragische Geschichte, die aber durch einen logischen Fehler ziemlich verliert. Auf Mr. Crunchs nächsten MacLachlan bin ich schon gespannt!
12 Punkte

Jan Torben

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