Nach dem
Abenteuer auf der Yacht von April Hedgeson im Golf von Mexico bleiben
Zamorra und Nicole in den Staaten. Zamorra will die Verfilmung eines
Buches seines alten Freundes Bill Fleming beobachten, dessen
Regisseur Alan Smith ihm alles andere als sympathisch ist.
Bill Fleming hatte vor vielen Jahren einmal ein Buch mit Sagen
Nordamerikas zusammengestellt, unter anderem mit der Geschichte
über einen Treck, der 1840 verschwand.
Bei dem Flug zu ihrem Zielort stürzt die Maschine ab. Als
Zamorra aus seiner Ohnmacht erwacht, glaubt er, in die Vergangenheit
versetzt worden zu sein, denn Spuren von Technik fehlen in Paradise
Lost völlig. Pferdegespanne fahren durch die unbefestigten
Straßen der Kleinstadt.
Bei einer Zeitschau mittels MERLINS STERN muß der
Dämonenjäger jedoch feststellen, daß die Bürger
der Kleinstadt ihm etwas vorspielen. Die Trümmer der Maschine
wurden von ihnen beseitigt; er scheint sich immer noch im Jahre 2000
zu befinden.
Doch auch Alan Smith hat den Crash überlebt. Er trifft auf einen
alten Mann, der sich als Duane vorstellt.
Smith erfährt, daß eine magische Barriere um ihn und Duane
liegt - und daß davor der Indianer Hanhepi darauf wartet,
daß jemand den Bannkreis bricht.
Im Bannkreis wacht ein weiterer Indianer über die Einwohner von
Paradise Lost, nämlich Wakinyan.
Hanhepi und er besitzen Flügel, mit denen sie aussehen wie
Engel.
Als der weiße Mann immer weiter in den Westen vorstieß,
wollten sie dagegen angehen. Sie töteten alle Mitglieder des
1840 verschwundenen Trecks.
Ein paar Tage später stießen sie auf Katherine Dunbar mit
ihren Kindern Duane, Sharon und Casey.
Und Wakinyan bereut den Überfall auf den Treck. Er verleiht
Katherine und den Kindern etwas von seiner Kraft.
Die Unsterblichkeit schlägt jedoch nur bei Erwachsenen an; ihre
Körper bleiben, wie sie waren. Duane wird zum alten Mann. Und
die Säuglinge Sharon und Casey bleiben als langsam verwesende
Säuglinge in der Obhut von Duane, der zu einem Komplizen von
Hanhepi wird, da er sich nach dem Tod sehnt, sich jedoch nicht das
Leben nehmen kann.
Smith wird ein Interview mit dem "Engel" versprochen, und er
übernimmt den Auftrag, Wakinyan zu töten.
Von einem Speer durchbohrt, ist Wakinyan dem Tode nah; der Bannkreis
fällt zusammen. Hanhepi hat nun freie Bahn, er kann und will die
Menschen töten. Doch zu einem Kampf zwischen den beiden Engeln
kommt es gar nicht. Wakinyan geht auf seinen "Bruder" zu - und der
Speer durchbohrt auch diesen...
Punkte verteile ich nicht gerne. Normalerweise versuche ich, die
Pluspunkte eines Romans "zusammenzuzählen", um daraus eine Note
zu basteln. Diesmal habe ich es andersrum gemacht und versucht,
Minuspunkte zu finden.
Außer dem saudämlichen Namen des Regisseurs "Alan Smith"
(oder gab es da eine reale Vorlage?) habe ich nichts gefunden.
Die Idee um die Engel und die unsterblichen Engel ist gut, die
Charaktere und deren Motive sind sauber herausgearbeitet, die
Aufteilung des Romans ist gelungen, dazu sehr flüssig und
spannend geschrieben (inklusive einer echten Schauer-Szene) -
Herrgott, was will man mehr?!
15 Punkte