Frank MacLachlan

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Band 23: "Die Armee der Toten"

Autor: Roger Covey

Wir merken uns: Ab Nr. 22 haben die MacLachlan-Autoren wohl keine Seitenbegrenzung mehr. Mit "Die Armee der Toten" ist diesmal ein ziemlich großes Geschichtchen erschienen, das ziemlich genau halb so lang wie ein Heftroman ist! Aber zur Handlung:
Destero, Vampir und Herr der Untoten, hat mit Problemen zu kämpfen: Die einst riesige Zombie-Armee gehorcht ihm nach dem etwas unsanften Dahinscheiden von Sara Dyke nicht mehr so recht. Um seine Heerscharen zu vergrößern, plant er also, einen seinen Brüder (namens Grunam) zu erwecken. Zwischendurch wird er aber von einem 'Hobby-Magier' namens Miguel gestört, der aber sogleich entsorgt wird. (Erklärung dazu später.)
In der Zwischenzeit versucht Jane Cardigan, sich durch Magie-Bücher zu kämpfen. Als sie dabei zufällig eine geheime Tür im Haus findet, tritt sie hindurch, folgt einer Treppe, die nach unten führt, und läuft in eine Falle McDonalds (ich sag jetzt mal nichts zum Namen...). Ursprünglich hatte Jacks Vater diesen Raum angelegt und seinem Sohn dort ein magisches Erbe hinterlegt. McDonald scheint aber davon gewußt zu haben und hat die Magie so 'entartet', daß sie Jack töten sollte. Jane erlebt nun eine Reihe von Visionen (wie sie Frank kennenlernt, wie sie Jack umbringt(!), wie sie in einer einsamen Stadt auf 'etwas' wartet), während die Magie sie zu verbrennen scheint. Offenbar wird sie aber einmal mehr von Julian Summers, dem Hexer, gerettet, der diesmal jedoch nicht selbst in Erscheinung tritt. Als Jack und Donna sie finden, ist sie bewußtlos, hat aber nun einen Teil des magischen Erbes in sich: Sie kann zum Beispiel einen kleinen Feuerball 'beschwören'.
Tags darauf erhält Jane Post aus Europa. Ein Reporterkollege schreibt ihr von unheimlichen Geschehnissen in einer kleinen Stadt. Die Dämonenjäger fliegen sofort dorthin. Nach einigen magischen Tests findet man dann sogar eine alte Feste, in deren Tiefen Destero das Ritual zu Grunams Erweckung vollziehen will. Mit Janes (magischer) Hilfe gelingt es den Dämonenjägern sogar, diesen aufzuhalten, jedoch zerstört eine magische Entladung den Ritualraum. Destero und die Dämonenjäger fliehen. Letztere werden auf den Hof einer dankbaren - weil nicht geopferten - Frau eingeladen, was sie natürlich gerne annehmen...

Soso, ein ziemlich langer MacLachlan diesmal. So lang, daß mir die ganze Zeit der ketzerische Gedanke durch den Kopf ging, ob hier nicht zwei einzelne zu einer langen Geschichte zusammengesetzt wurden?! Die Vermutung liegt nahe, denn nach Janes 'Hexenwerdung' ist eigentlich die Geschichte fast zu Ende (Destero hatte auch noch was mit diesem Miguel zu tun, damit er nicht leer ausgeht), und was danach kommt, ist eigentlich eine eigene Geschichte... Nun, das spielt natürlich schlußendlich keine Rolle, dem MacLachlan an sich schadet es ja nicht.
Also, kommen wir diesmal zuerst zu den negativen Punkten: Neben der 'aus zwei mach eins'-Sache, die aber nicht schlimm ist, stört mich an Nr. 23 nur eines: Alles geht etwas zu schnell. Am Ende kann Jane gar zaubern, daß es eine Freude ist, aber leider schon fast zu perfekt - von null auf hundert in dreizehn Seiten sozusagen...
Ansonsten sind am vorliegenden MacLachlan aber keine Mängel festzustellen. Wie immer nett zu lesen und auch mal wieder etwas komplexer als die letzten paar Nummern. Wieder mal: Weiter so!
11 Punkte

Jan Torben

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