Zamorra
erholt sich nach seinem Zusammentreffen mit den Engeln der Finsternis
noch immer in einem Krankenhaus in Montana von den Folgen des
Kampfes.
Dabei wird aus anfänglichen Fieberträumen, in denen er sich
in eine fremden Welt versetzt fühlt, schnell Realität.
Die Duschkabine seines Zimmers entpuppt sich als Dimensionstor, durch
die der Dämonenjäger und seine Partnerin in die fremde Welt
rutschen.
Dort treffen sie auf scheinbar primitive Stämme, die
verschiedene Fähigkeiten besitzen. Auf der Flucht vor einem
Trupp Krieger, die ihre Köpfe und Hälse "ausfahren"
können, werden sie von Stygia ausgelacht, die für die
Dimensionsverschiebung verantwortlich ist. So begegnen sie einem
wandernden Wald und treffen auf einen Einsiedler, der ihnen einiges
über diese Welt erzählt, die nicht immer so barbarisch
gewesen sein soll und Kalua heißt. Man jagt sie deshalb, weil
die neue Kleidung sie als Opferwillige kennzeichnet.
Doch auch ein weiterer Stamm hat es auf die beiden Gestrandeten
abgesehen. Deren Krieger, die Insektenbeschwörer, können
Tiere manipulieren. Kurg zum Beispiel reitet auf einer abnorm
vergrößerten Spinne. Doch zunächst kommt es zu einer
Konfrontation zwischen Kurgs Kriegern und einem weiteren
Eingeborenenstamm, den Federmännern.
Nicole und Zamorra wollen sich absetzen, werden jedoch von einer
riesigen Bestie, die sich wie ein Chamäleon dem Fels
angepaßt hat, gestellt und zum Kampf gezwungen. Der Kampf geht
zugunsten Zamorras aus, denn Kurg greift ein und besiegt die
Bestie.
Nicole wurde auf der Flucht von einer Felsspalte verschluckt und
trifft auf einen Trupp Kriegerinnen, den Stamm der Sippenlosen. Von
der Anführerin wird sie zum Kampf auf Leben und Tod
herausgefordert. Sie werden jedoch von einem Flugmonster
gestört. Es gelingt Nicole, dieses zu töten, woraufhin ihre
Gegnerin aus Dankbarkeit den Kampf abbricht und verspricht, daß
ihr Stamm der Sippenlosen Zamorra suchen wird.
Zamorra und Kurgs Sippe werden währenddessen von einer sich
nähernden Schwefelwolke bedroht, aus der es Feuer regnet.
Zamorra kann das Durcheinander zur Flucht auf einer Heuschrecke
nutzen, doch Kurg begibt sich auf die Jagd.
Kurg kann den Dämonenjäger stellen, doch auch Nicole und
ihre Verbündeten tauchen auf. Deren Anführerin entpuppt
sich als Schwester des Spinnenreiters, die ihren Bruder nun
tötet.
In Montana wurden nach dem Verschwinden der beiden
Dämonenjäger die nächsten Angehörigen auf Chateau
Montagne informiert, woraufhin Ted Ewigk und der Silbermond-Druide
Gryf im Krankenhaus auftauchen, wo sie Para-Spuren in der
Naßzelle aufspüren. Gryf will mit Ted in die Welt
springen, doch Ted muß feststellen, daß Gryf ohne ihn
gesprungen ist.
In der fremden Welt sind Zamorra und Nicole zunächst in einer
Zeitschleife gefangen, treffen dann aber auf den geheimnisvollen
Alten, der Zamorra nun wie ein Diener des Wächters der
Schicksalswaage vorkommt, denn ähnlich wie Merlin besitzt dieser
eine Bildkugel, die Gryf zeigt.
Der Alte erklärt, daß Stygias Anspruch auf den
Höllenthron hier nichts zählt, ihre maßlose
Machtausweitung nicht geduldet wird.
Der Alte deutet an, daß die Silbermond-Druiden zwar rar, aber
dennoch in den Multiversa weit verbreitet sind...
Er schickt die beiden zurück, kurz nachdem Gryf wieder im
Krankenzimmer auftaucht. Dort verschließt Ted Ewigk das Tor mit
dem Machtkristall.
Ich glaube, die letzten Romane von Claudia Kern verwöhnen mich
ein bißchen zu sehr.
Mal von den letzten zwei, drei Seiten abgesehen (wobei ich bezweifle,
daß noch einmal auf diesen mutmaßlichen Diener des
Wächters der Schicksalswaage eingegangen wird), fand ich den
Band definitiv zu überlastet. Es wurden ganze Stämme
verbraten; eine brenzlige Situation folgte der nächsten. Aber es
kam keine Atmosphäre auf, so daß ich, ehrlich gesagt, zum
ersten Mal seit langem den Großteil des Romans nur querlas.
Ausreichend.