Professor Zamorra

Band 687: "Der Spinnenreiter"

Zamorra erholt sich nach seinem Zusammentreffen mit den Engeln der Finsternis noch immer in einem Krankenhaus in Montana von den Folgen des Kampfes.
Dabei wird aus anfänglichen Fieberträumen, in denen er sich in eine fremden Welt versetzt fühlt, schnell Realität.
Die Duschkabine seines Zimmers entpuppt sich als Dimensionstor, durch die der Dämonenjäger und seine Partnerin in die fremde Welt rutschen.
Dort treffen sie auf scheinbar primitive Stämme, die verschiedene Fähigkeiten besitzen. Auf der Flucht vor einem Trupp Krieger, die ihre Köpfe und Hälse "ausfahren" können, werden sie von Stygia ausgelacht, die für die Dimensionsverschiebung verantwortlich ist. So begegnen sie einem wandernden Wald und treffen auf einen Einsiedler, der ihnen einiges über diese Welt erzählt, die nicht immer so barbarisch gewesen sein soll und Kalua heißt. Man jagt sie deshalb, weil die neue Kleidung sie als Opferwillige kennzeichnet.
Doch auch ein weiterer Stamm hat es auf die beiden Gestrandeten abgesehen. Deren Krieger, die Insektenbeschwörer, können Tiere manipulieren. Kurg zum Beispiel reitet auf einer abnorm vergrößerten Spinne. Doch zunächst kommt es zu einer Konfrontation zwischen Kurgs Kriegern und einem weiteren Eingeborenenstamm, den Federmännern.
Nicole und Zamorra wollen sich absetzen, werden jedoch von einer riesigen Bestie, die sich wie ein Chamäleon dem Fels angepaßt hat, gestellt und zum Kampf gezwungen. Der Kampf geht zugunsten Zamorras aus, denn Kurg greift ein und besiegt die Bestie.
Nicole wurde auf der Flucht von einer Felsspalte verschluckt und trifft auf einen Trupp Kriegerinnen, den Stamm der Sippenlosen. Von der Anführerin wird sie zum Kampf auf Leben und Tod herausgefordert. Sie werden jedoch von einem Flugmonster gestört. Es gelingt Nicole, dieses zu töten, woraufhin ihre Gegnerin aus Dankbarkeit den Kampf abbricht und verspricht, daß ihr Stamm der Sippenlosen Zamorra suchen wird.
Zamorra und Kurgs Sippe werden währenddessen von einer sich nähernden Schwefelwolke bedroht, aus der es Feuer regnet.
Zamorra kann das Durcheinander zur Flucht auf einer Heuschrecke nutzen, doch Kurg begibt sich auf die Jagd.
Kurg kann den Dämonenjäger stellen, doch auch Nicole und ihre Verbündeten tauchen auf. Deren Anführerin entpuppt sich als Schwester des Spinnenreiters, die ihren Bruder nun tötet.
In Montana wurden nach dem Verschwinden der beiden Dämonenjäger die nächsten Angehörigen auf Chateau Montagne informiert, woraufhin Ted Ewigk und der Silbermond-Druide Gryf im Krankenhaus auftauchen, wo sie Para-Spuren in der Naßzelle aufspüren. Gryf will mit Ted in die Welt springen, doch Ted muß feststellen, daß Gryf ohne ihn gesprungen ist.
In der fremden Welt sind Zamorra und Nicole zunächst in einer Zeitschleife gefangen, treffen dann aber auf den geheimnisvollen Alten, der Zamorra nun wie ein Diener des Wächters der Schicksalswaage vorkommt, denn ähnlich wie Merlin besitzt dieser eine Bildkugel, die Gryf zeigt.
Der Alte erklärt, daß Stygias Anspruch auf den Höllenthron hier nichts zählt, ihre maßlose Machtausweitung nicht geduldet wird.
Der Alte deutet an, daß die Silbermond-Druiden zwar rar, aber dennoch in den Multiversa weit verbreitet sind...
Er schickt die beiden zurück, kurz nachdem Gryf wieder im Krankenzimmer auftaucht. Dort verschließt Ted Ewigk das Tor mit dem Machtkristall.

Ich glaube, die letzten Romane von Claudia Kern verwöhnen mich ein bißchen zu sehr.
Mal von den letzten zwei, drei Seiten abgesehen (wobei ich bezweifle, daß noch einmal auf diesen mutmaßlichen Diener des Wächters der Schicksalswaage eingegangen wird), fand ich den Band definitiv zu überlastet. Es wurden ganze Stämme verbraten; eine brenzlige Situation folgte der nächsten. Aber es kam keine Atmosphäre auf, so daß ich, ehrlich gesagt, zum ersten Mal seit langem den Großteil des Romans nur querlas.

Ausreichend.

Guido Latz

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