Kaum reisen Frank MacLachlan, Jane Cardigan und Jack Claim von
ihrem Urlaubsort, dem Hof der Brankovichs, ab, macht auch schon ein
Vampir in dem kleinen Dorf Jagd auf die Menschen. Bevor auch die
Brankovichs angegriffen werden, kann deren Tochter noch die
Dämonenjäger informieren, die sofort zum Dorf
zurückkehren.
Den Hof der Brankovichs finden sie in ziemlich zerstörtem
Zustand vor. Die Tochter ist fort, die Eltern wurden ermordet. Da die
Nacht hereinbricht, wagen die Dämonenjäger es nicht, im
Dorf weiterzusuchen. Vielmehr postieren sie sich mit ihrem Wagen
davor und bemerken schließlich eine Gestalt, die aus dem Dorf
hinauswankt. Frank, Jack und Jane verfolgen diese Gestalt und werden
von ihr auf den Dorffriedhof geführt, wo in einer Kapelle die zu
Vampiren gewordenen Dorfbewohner ihrem Herrn, Desteros Bruder,
huldigen. Nach einem Kampf, in dessen Folge alle bis auf drei Vampire
und Desteros Bruder vernichtet werden können, werden die
Überlebenden ins Dorf verfolgt.
Hier verschanzt sich Grantoc, so der Name des Vampirs, in einer
Hütte, um wieder zu Kräften zu kommen. Da läßt
sich auch Destero blicken. Es kommt zum Streit zwischen den zwei
Brüdern (Destero sieht Grantoc als seinen Diener; dieser ist
nicht ganz einverstanden), wobei Grantoc sämtliche Magie auf
Destero richtet, um diesen zu töten. Durch die magische
Entladung werden auch die Dämonenjäger auf das Haus
aufmerksam gemacht. Umgehend greifen sie ein, vernichten die zwei
noch überlebenden Vampire und greifen Grantoc an, der erneut
fliehen muß. Destero bleibt hilflos zurück. Grantocs
Angriff hat seine Spuren hinterlassen: Sämtliche schwarze Magie
wurde Destero genommen, er hat auch keinen Durst nach Blut mehr. Der
'Vampir' ist also scheinbar kein Gegner der Dämonenjäger
mehr - und nach dessen Angaben Grantoc auch nicht, da dieser zu
schwer verletzt sei, um noch einmal zu überleben...
Es ist ein offenes Geheimnis: Die ursprünglich geplante Nr. 24
muß unglaublich schlecht gewesen sein. In letzter Sekunde
entschloß man sich deshalb, die Geschichte neu zu schreiben -
was man jetzt natürlich auch bemerkt. Die vorliegende Geschichte
gehört nämlich zu den kürzeren der Serie. Die Handlung
wird denn auch (fast) ohne Verschnaufpause heruntergespult und ist -
in letzter Zeit ungewöhnlich - linear und merkbar
zusammengestaucht.
Trotz allem kommt natürlich auch Stimmung und sogar Spannung
auf, und die Handlung wird mit interessanten Wendungen gewürzt
(Destero ist jetzt gutartig, Franks Dolch scheint von selbst zu
agieren).
Nachtrag: Mittlerweile durfte ich die Originalversion der Nr. 24
lesen. Jetzt wünsche ich mir, ich hätte nie danach gefragt.
Ein fast schon abartig schlechtes Machwerk, das uns da erspart
geblieben ist. Autor Crunch muß einen unglaublich schlechten
Tag gehabt haben, denn sein Können hat er ja auch schon
bewiesen...
Fazit:
Durchschnittlicher Maclachlan ohne Highlights und größere
Durchhänger.
8 Punkte