Außerhalb
von Para-City geht die LFT in Stellung. Drei Schiffe der
Entdecker-Klasse werden über der Stadt plaziert. Zudem wird
Perry Rhodan nun aktiv. Mit seinem wieder funktionstüchtigen
Galornenanzug versucht er, den Paratron um die Stadt zu
überwinden. Das dies nicht ganz ohne Probleme abläuft,
erscheint logisch, und so bricht Rhodan am anderen Ende des Schirms
bewußtlos zusammen. Nun ist er zwar in der Stadt, aber absolut
handlungsunfähig. Es gelingt ihm gerade noch, sich in einen
leeren Bungalow zu schleppen, bevor ihn die Nacht endgültig
einholt.
Wie es der Zufall will, wird die Mutantin Nara auf den terranischen
Residenten aufmerksam. Sie gehört zu der kleinen
Oppositionsgruppe, der gar nicht gefällt, was in der Stadt
passiert. Unglücklicherweise hat Nara gerade eine
traumatisierende Beinahevergewaltigung hinter sich, und so versucht
sie, für Rhodan Hilfe zu holen.
Viel Zeit hat sie aber nicht, denn in der Zwischenzeit wird der
Mutant Manterlan auf Rhodan aufmerksam. Manterlan ist mit sich und
Welt nicht besonders zufrieden. Eigentlich ist er ja ein guter
Mensch, doch nun beginnt er, mit dem Schicksal zu hadern - und sieht
auf einmal in dem ZA-Chip von Perry Rhodan seine große
Überlebenschance.
Als Nara später mit Hilfe wiederkehrt, finden sie Rhodan gesund,
aber immer noch bewusstlos vor. Neben ihm liegt der tote Manterlan,
der in der letzten Sekunde vor der Ausführung seines
tödlichen Plans von seinem Gen-Defekt erwischt wurde, bevor er
dem Unsterblichen den ZA-Chip entnehmen konnte.
Während Nara aber noch auf der Suche ist und Manterlan über
sein Leben nachdenkt, hat Trim Marath mit einem bewußtlosen
Startac Schroeder zu tun, der sich von Koo Parkinson in Sicherheit
bringen konnte. Mittels einer Antigravliege und eines Tunnels bringt
Trim Startac in einen anderen Wohncontainer und hofft, daß die
Suchkommandos, die die Stadt nach dem Teleporter absuchen, ihn hier
nicht finden.
An der Spitze dieser Kommandos steht der Telekinet Yonder K'rigan.
Zwar ist er auch von Parkinson beeinflußt, aber zum einen
weiß er davon nichts, und zum anderen tauchen seit geraumer
Zeit immer wieder Fetzen aus seiner Vergangenheit auf. Zudem ist er
immer mehr verunsichert, da er zwar überzeugt davon ist,
daß er mit Koo Parkinson auf Lepso durch dick und dünn
gegangen ist, aber sich eigentlich an gar nichts erinnern kann.
Mittlerweile weiß er, daß er in den mörderischen
Arenen von Lepso um sein Leben kämpfen mußte, weil er
angeblich einen Mord begangen hat. In dem Schallmanipulator Byleur
erkennt er auch einen der Polizisten, die ihn damals verhaftet haben.
Von ihm erfährt er, daß dieser Mord nur vorgetäuscht
war. Es war Rune Karuga (ein enger Vertrauter von Parkinson, der am
Ende des letzten Bandes sein Leben lassen mußte), der Byleur
gezwungen hatte, falsche Spuren zu legen und Yonder dann am Ende
festzunehmen.
Zwar weiß der Telekinet nun, daß er unverschuldet ihn
sein Schicksal geraten ist, aber es gibt immer noch ein paar Punkte,
die im Dunkeln liegen. Seiner Loyalität zu Parkinson tut das
keinen Abbruch. Weiß er doch, daß dieser ihn damals aus
der Arena befreit hat.
Doch Parkinson bleibt keine Zeit mehr, denn die
zahlenmäßig geringe Opposition hat sich nach den Berichten
des wieder einigermaßen genesenen Startac Schroeder dazu
entschlossen, in die Offensive zu gehen. Abgesehen haben sie es auf
Lucky, die "Puppe" von Parkinson, mit der er seine Anhänger
versklavt hat.
Der Angriff ist aber nur teilweise erfolgreich. Es gelingt ihnen nur,
Lucky zu verletzen. Parkinson, der sich die Initiative nicht aus der
Hand nehmen lassen will, ist nun fest entschlossen, die Bombe zu
zünden und den Schritt in Richtung Superintelligenz zu
gehen.
Unterdessen ist auch Perry Rhodan in seinem Container erwacht und hat
sich im Schutz eines Deflektorfeldes zur Stadtmitte aufgemacht.
Hier überschlagen sich die Ereignisse, denn nicht nur der
Konflikt ist hier auf seinem Höhepunkt angekommen, sondern auch
eines der geheimnisvollen Dunkelfelder. Es scheint, als hätte
die unbekannte Macht nun ihr Ziel erreicht, und überall
ertönt nun wieder die Stimme in den Köpfen der Mutanten,
die ihnen Hilfe verspricht. Es scheint hier aber einige
Nebenwirkungen zu geben. Lucky spricht nämlich gar nicht positiv
auf das Dunkelfeld an, vielmehr scheint es ihn zu verbrennen.
Parkinson hat aber keine Möglichkeit mehr, darauf zu reagieren,
denn Yonder K'rigan hat nun endlich seine Erinnerung wieder. Er
weiß nun, daß sein ganzes dunkles und leidvolles
Schicksal von Koo Parkinson in die Wege geführt worden ist. Aus
"Dankbarkeit" zeigt er ihm nun seinen "Zungentrick" und drückt
seinem ehemaligen Freund telekinetisch die Luftröhre zu.
Perry Rhodan hat inzwischen eine interessante Erfahrung gemacht. In
dem Dunkelfeld ist es ihm nur möglich, hell und dunkel zu
unterscheiden. Er sieht also fast genauso wie die Mutanten; und das
letzte, was er durch den psionischen Druck des Feldes wahrnimmt, ist,
wie Trim Marath und Startac Schroeder in einer hellen Erscheinung
verschwinden und an ihrer Stelle ein unbekannter durchsichtiger
Körper materialisiert.
Nun, ich kanns ja kaum glauben, aber für mich hat sich H.G.
Francis hier schon wieder gesteigert und tatsächlich einen
richtig ansprechenden Perry Rhodan-Roman abgeliefert.
Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es diesmal auch so etwas wie
eine durchgängige Handlung und steigende Spannung, die sich am
Ende in einem wahrlich furiosen Finale entlädt. Hier kommen zwar
eine Menge Dinge zusammen; dennoch bleibt die Sache (fast) ganz
übersichtlich.
Schwach ist allerdings der Anfang. Da kommt Perry Rhodan mit seinem
Wunderanzug und läuft einfach so durch die Krönung der
terranischen Technik: den Paratronschirm. Allerdings weiß er
gar nicht, was er da macht. Er hofft vielmehr, daß es schon
irgendwie gutgehen wird. Also, da sträuben sich bei mir doch
ziemlich die Haare. Eine so gedankenlose und vor allem planlose
Handlung mag ich keinem Menschen zutrauen, der ein paar tausend Jahre
älter ist als ich. Aber leider geht's zunächst auch in der
Kuppel so weiter. Zwar ist Nara zunächst recht gut geschildert,
verschwindet dann aber völlig von der Bildfläche - was
eigentlich sehr schade ist - und wird zunächst durch Manterlan
ersetzt, dem das Schicksal ja so übel mitspielt. Eine Episode,
von der ich nicht so recht weiß, was ich von ihr halten soll.
Zum einen sind die Schilderungen des jungen Mutanten wirklich gut,
aber diese Episode erinnert sehr stark an den losen Puzzlecharakter
und das Hin und Her des Vorgängerbandes.
Aber nun zur kleinen Oppositionsgruppe um Trim Marath und Startac
Schroeder. Eigentlich hatte ich den Eindruck, daß diese in
keinster Weise organisiert und vorbereitet wären. Vielmehr sahen
sie eher nach einer kleinen Gruppe Unzufriedener aus, die noch gar
nicht wissen, was sie wollen. Und dann auf einmal taucht dieser Gang
auf, über den Trim Startac in Sicherheit bringen kann.
Alles in allem fand ich gerade den Anfang doch sehr seltsam.
Dann aber betritt Yonder K'rigan die Bildfläche, und fast
möchte ich sagen: "und alles wird gut". Hier tritt nämlich
ein Charakter auf die Bildfläche, den man als klassisch tragisch
böse bezeichnen kann. Im Endeffekt ist er nur eine Marionette
von Koo Parkinson, und sein Leben ist auf völlig falschen
Erinnerungen aufgebaut. Langsam beginnt er, an sich und seiner
Umgebung zu zweifeln und schließlich nach seiner wahren
Vergangenheit zu suchen. Auf diese Weise wird das ganze Geflecht von
Parkinson und Lucky sichtbar. Man möchte auch ein wenig
vermuten, wer hier denn wirklich am Steuer sitzt: Parkinson oder
Lucky?
Am Ende wird dann reiner Tisch gemacht. Yonder rechnet mit seinem
alten "Freund" ab, Lucky ist Geschichte, Perry Rhodan ist wieder auf
der Höhe der Ereignisse - und wer auch immer die Mutanten
gesucht hat, hat sie gefunden. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich
hinter dem Dunkelfeld wirklich Morkhero Seelenquell oder eine ganz
andere Macht versteckt. Auf jeden Fall befinden sich jetzt zwei der
wichtigsten terranischen Mutanten in deren Gewalt: Startac Schroeder
und Trim Marath. Wenn es wirklich Morkhero ist, der sich Trim unter
den Nagel gerissen hat, dann gute Nacht...
Fazit:
Ein Roman mit einem schlechten Anfang, aber mit einem furiosen Ende,
das mir wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.
10 Punkte
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Und weiter geht's in Para-City - immerhin betritt jetzt
Rhodan die Stadt, wovon sich der Leser einiges erhoffen
konnte. Wer dies jedoch getan hat, wird ziemlich
enttäuscht sein. |
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Nun aber: Endlich wieder einmal ein Roman mit Perry
Rhodan als Hauptfigur. Das jedenfalls suggeriert das
berühmte "Kästchen" auf Seite 4. |