Band 2043: "Rebellion der Mutanten"

Autor: H.G. Francis

Außerhalb von Para-City geht die LFT in Stellung. Drei Schiffe der Entdecker-Klasse werden über der Stadt plaziert. Zudem wird Perry Rhodan nun aktiv. Mit seinem wieder funktionstüchtigen Galornenanzug versucht er, den Paratron um die Stadt zu überwinden. Das dies nicht ganz ohne Probleme abläuft, erscheint logisch, und so bricht Rhodan am anderen Ende des Schirms bewußtlos zusammen. Nun ist er zwar in der Stadt, aber absolut handlungsunfähig. Es gelingt ihm gerade noch, sich in einen leeren Bungalow zu schleppen, bevor ihn die Nacht endgültig einholt.
Wie es der Zufall will, wird die Mutantin Nara auf den terranischen Residenten aufmerksam. Sie gehört zu der kleinen Oppositionsgruppe, der gar nicht gefällt, was in der Stadt passiert. Unglücklicherweise hat Nara gerade eine traumatisierende Beinahevergewaltigung hinter sich, und so versucht sie, für Rhodan Hilfe zu holen.
Viel Zeit hat sie aber nicht, denn in der Zwischenzeit wird der Mutant Manterlan auf Rhodan aufmerksam. Manterlan ist mit sich und Welt nicht besonders zufrieden. Eigentlich ist er ja ein guter Mensch, doch nun beginnt er, mit dem Schicksal zu hadern - und sieht auf einmal in dem ZA-Chip von Perry Rhodan seine große Überlebenschance.
Als Nara später mit Hilfe wiederkehrt, finden sie Rhodan gesund, aber immer noch bewusstlos vor. Neben ihm liegt der tote Manterlan, der in der letzten Sekunde vor der Ausführung seines tödlichen Plans von seinem Gen-Defekt erwischt wurde, bevor er dem Unsterblichen den ZA-Chip entnehmen konnte.
Während Nara aber noch auf der Suche ist und Manterlan über sein Leben nachdenkt, hat Trim Marath mit einem bewußtlosen Startac Schroeder zu tun, der sich von Koo Parkinson in Sicherheit bringen konnte. Mittels einer Antigravliege und eines Tunnels bringt Trim Startac in einen anderen Wohncontainer und hofft, daß die Suchkommandos, die die Stadt nach dem Teleporter absuchen, ihn hier nicht finden.
An der Spitze dieser Kommandos steht der Telekinet Yonder K'rigan. Zwar ist er auch von Parkinson beeinflußt, aber zum einen weiß er davon nichts, und zum anderen tauchen seit geraumer Zeit immer wieder Fetzen aus seiner Vergangenheit auf. Zudem ist er immer mehr verunsichert, da er zwar überzeugt davon ist, daß er mit Koo Parkinson auf Lepso durch dick und dünn gegangen ist, aber sich eigentlich an gar nichts erinnern kann.
Mittlerweile weiß er, daß er in den mörderischen Arenen von Lepso um sein Leben kämpfen mußte, weil er angeblich einen Mord begangen hat. In dem Schallmanipulator Byleur erkennt er auch einen der Polizisten, die ihn damals verhaftet haben. Von ihm erfährt er, daß dieser Mord nur vorgetäuscht war. Es war Rune Karuga (ein enger Vertrauter von Parkinson, der am Ende des letzten Bandes sein Leben lassen mußte), der Byleur gezwungen hatte, falsche Spuren zu legen und Yonder dann am Ende festzunehmen.
Zwar weiß der Telekinet nun, daß er unverschuldet ihn sein Schicksal geraten ist, aber es gibt immer noch ein paar Punkte, die im Dunkeln liegen. Seiner Loyalität zu Parkinson tut das keinen Abbruch. Weiß er doch, daß dieser ihn damals aus der Arena befreit hat.
Doch Parkinson bleibt keine Zeit mehr, denn die zahlenmäßig geringe Opposition hat sich nach den Berichten des wieder einigermaßen genesenen Startac Schroeder dazu entschlossen, in die Offensive zu gehen. Abgesehen haben sie es auf Lucky, die "Puppe" von Parkinson, mit der er seine Anhänger versklavt hat.
Der Angriff ist aber nur teilweise erfolgreich. Es gelingt ihnen nur, Lucky zu verletzen. Parkinson, der sich die Initiative nicht aus der Hand nehmen lassen will, ist nun fest entschlossen, die Bombe zu zünden und den Schritt in Richtung Superintelligenz zu gehen.
Unterdessen ist auch Perry Rhodan in seinem Container erwacht und hat sich im Schutz eines Deflektorfeldes zur Stadtmitte aufgemacht.
Hier überschlagen sich die Ereignisse, denn nicht nur der Konflikt ist hier auf seinem Höhepunkt angekommen, sondern auch eines der geheimnisvollen Dunkelfelder. Es scheint, als hätte die unbekannte Macht nun ihr Ziel erreicht, und überall ertönt nun wieder die Stimme in den Köpfen der Mutanten, die ihnen Hilfe verspricht. Es scheint hier aber einige Nebenwirkungen zu geben. Lucky spricht nämlich gar nicht positiv auf das Dunkelfeld an, vielmehr scheint es ihn zu verbrennen. Parkinson hat aber keine Möglichkeit mehr, darauf zu reagieren, denn Yonder K'rigan hat nun endlich seine Erinnerung wieder. Er weiß nun, daß sein ganzes dunkles und leidvolles Schicksal von Koo Parkinson in die Wege geführt worden ist. Aus "Dankbarkeit" zeigt er ihm nun seinen "Zungentrick" und drückt seinem ehemaligen Freund telekinetisch die Luftröhre zu.
Perry Rhodan hat inzwischen eine interessante Erfahrung gemacht. In dem Dunkelfeld ist es ihm nur möglich, hell und dunkel zu unterscheiden. Er sieht also fast genauso wie die Mutanten; und das letzte, was er durch den psionischen Druck des Feldes wahrnimmt, ist, wie Trim Marath und Startac Schroeder in einer hellen Erscheinung verschwinden und an ihrer Stelle ein unbekannter durchsichtiger Körper materialisiert.

Nun, ich kanns ja kaum glauben, aber für mich hat sich H.G. Francis hier schon wieder gesteigert und tatsächlich einen richtig ansprechenden Perry Rhodan-Roman abgeliefert.
Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es diesmal auch so etwas wie eine durchgängige Handlung und steigende Spannung, die sich am Ende in einem wahrlich furiosen Finale entlädt. Hier kommen zwar eine Menge Dinge zusammen; dennoch bleibt die Sache (fast) ganz übersichtlich.
Schwach ist allerdings der Anfang. Da kommt Perry Rhodan mit seinem Wunderanzug und läuft einfach so durch die Krönung der terranischen Technik: den Paratronschirm. Allerdings weiß er gar nicht, was er da macht. Er hofft vielmehr, daß es schon irgendwie gutgehen wird. Also, da sträuben sich bei mir doch ziemlich die Haare. Eine so gedankenlose und vor allem planlose Handlung mag ich keinem Menschen zutrauen, der ein paar tausend Jahre älter ist als ich. Aber leider geht's zunächst auch in der Kuppel so weiter. Zwar ist Nara zunächst recht gut geschildert, verschwindet dann aber völlig von der Bildfläche - was eigentlich sehr schade ist - und wird zunächst durch Manterlan ersetzt, dem das Schicksal ja so übel mitspielt. Eine Episode, von der ich nicht so recht weiß, was ich von ihr halten soll. Zum einen sind die Schilderungen des jungen Mutanten wirklich gut, aber diese Episode erinnert sehr stark an den losen Puzzlecharakter und das Hin und Her des Vorgängerbandes.
Aber nun zur kleinen Oppositionsgruppe um Trim Marath und Startac Schroeder. Eigentlich hatte ich den Eindruck, daß diese in keinster Weise organisiert und vorbereitet wären. Vielmehr sahen sie eher nach einer kleinen Gruppe Unzufriedener aus, die noch gar nicht wissen, was sie wollen. Und dann auf einmal taucht dieser Gang auf, über den Trim Startac in Sicherheit bringen kann.
Alles in allem fand ich gerade den Anfang doch sehr seltsam.
Dann aber betritt Yonder K'rigan die Bildfläche, und fast möchte ich sagen: "und alles wird gut". Hier tritt nämlich ein Charakter auf die Bildfläche, den man als klassisch tragisch böse bezeichnen kann. Im Endeffekt ist er nur eine Marionette von Koo Parkinson, und sein Leben ist auf völlig falschen Erinnerungen aufgebaut. Langsam beginnt er, an sich und seiner Umgebung zu zweifeln und schließlich nach seiner wahren Vergangenheit zu suchen. Auf diese Weise wird das ganze Geflecht von Parkinson und Lucky sichtbar. Man möchte auch ein wenig vermuten, wer hier denn wirklich am Steuer sitzt: Parkinson oder Lucky?
Am Ende wird dann reiner Tisch gemacht. Yonder rechnet mit seinem alten "Freund" ab, Lucky ist Geschichte, Perry Rhodan ist wieder auf der Höhe der Ereignisse - und wer auch immer die Mutanten gesucht hat, hat sie gefunden. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich hinter dem Dunkelfeld wirklich Morkhero Seelenquell oder eine ganz andere Macht versteckt. Auf jeden Fall befinden sich jetzt zwei der wichtigsten terranischen Mutanten in deren Gewalt: Startac Schroeder und Trim Marath. Wenn es wirklich Morkhero ist, der sich Trim unter den Nagel gerissen hat, dann gute Nacht...

Fazit:
Ein Roman mit einem schlechten Anfang, aber mit einem furiosen Ende, das mir wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.
10 Punkte

Alexander Haas

Und weiter geht's in Para-City - immerhin betritt jetzt Rhodan die Stadt, wovon sich der Leser einiges erhoffen konnte. Wer dies jedoch getan hat, wird ziemlich enttäuscht sein.
Denn Perry hat nichts besseres zu tun, als sich fast den ganzen Roman lang in Bewußtlosigkeit zu befinden. Na, so ganz ehrlich gesagt - wenn man den Terranischen Residenten schon in die Stadt schickt, hätte man ihm wirklich eine größere Rolle zuteilen sollen, als sich einzig und allein am Finalschauspiel zu ergötzen. Dummerweise ist dies wohl auch noch so im Expo vorgesehen gewesen (wenn man Rainer Castors Computer gelesen hat, muß man zu solch einem Ergebnis kommen)...
Vergessen wir also den titelgebenden Serienhelden für diesen Roman und wenden uns anderem zu.
Bis wir in diesem Roman endlich zum kleinen Finale kommen (das große wird auf den nächsten Viererblock verschoben, der sich um diese Handlungsebene dreht), vergehen eine Menge Heftseiten - die zwar unterhalten können, allesamt jedoch das Problem haben, nicht wirklich gut zu sein.
Der Höhepunkt dieser ziemlich schwachen Seiten findet sich in der Szene, in der Trim Marath Startac Schroeder zum Geheimversteck bringt. In aller Öffentlichkeit befördert er den Bewußtlosen zu einem Container, der über einen Tunnel mit einem anderen verbunden ist, in den man eigentlich wollte. Das ist zumindest eine mehr als nur naive Verschleierungstaktik, wenn man sich einmal vor Augen führt, daß Trim erst einmal eine Menge Möbelstücke zur Seite räumt, um zum Tunneleingang zu kommen. Als er dann endlich mit Startac drin ist, verschließt er diesen Eingang von innen... Ha-ha!!!... Und was passiert nun mit den Möbelstücken, die offensichtlich den Eingang verstellt haben?!? Diese stehen nun mitten im Raum rum - sollten die beiden also wirklich beobachtet worden sein, wie sie den Container betreten haben, dürfte jedem, der auch nur ein kleines bißchen Spürsinn besitzt, auffallen, daß hier etwas nicht stimmt. Dementsprechend ist der Eingang des Tunnels wohl recht schnell gefunden - und wenn man ihn einmal kennt, ist es wohl auch keine größere Kunst, diesen trotz der Sperren auch von der falschen Seite zu öffnen...
Überhaupt - Stichwort Wohncontainer: Die Wände dieser Teile sollten wohl nicht besonders dick sein - möchte man annehmen... Da fragt sich der geneigte Leser doch gleich, wie man in eine dieser Wände den Eingang zu einem Tunnel integrieren kann. Diese Teile führen bekanntlicherweise in die Tiefe und benötigen dementsprechend auch eine gewisse Grundfläche - vor allem, wenn man durch sie eine ganze Antigravliege inclusive Bewußtlosem recht problemlos befördern kann. Da wohl kaum anzunehmen ist, daß diese Wohncontainer meterdicke Wände haben, bleibt wohl nur der Schluß, daß sich der Eingang zum Tunnel entweder im nebenanliegenden Zimmer (so es ein solches überhaupt gibt...) befindet - oder gleich ganz außerhalb des Containers, wo er natürlich äußerst gut vor neugierigen Augen verborgen ist...
Abgesehen von solchen Irritationen verläuft die Handlung eher absehbar: Koo Parkinson bastelt an seinen SI-Plänen und versucht, Startac Schroeders habhaft zu werden; die Opposition bewegt sich angesichts dessen Bewußtlosigkeit ziemlich ratlos im Kreis; Yonder bekommt nach und nach seine Erinnerungen wieder und erkennt, daß Koo Parkinson ein ziemlich schlimmer Finger ist. Infolgedessen überlebt dieser dann auch den Abschluß dieses Doppelbandes nicht - was zu erwarten war.
Statt dessen erscheint ein neuerliches Dunkelfeld und entführt Trim Marath und Startac Schroeder in das Land Domrath (* He, aber der Dom steht doch gar nicht in Rath... Heike) - wenn man die Andeutungen in den PR-News der PRFZ richtig deutet. Da bleiben für die Dunkelfelder eigentlich nur noch zwei Verursacher übrig. Der erste Gedanke geht hier sicherlich in Richtung Morkheros, zu dessen Heimatgalaxis diese Felder wohl eine Art "Wurmloch" bilden. Doch man sollte hier vielleicht auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß ES seine Finger mit im Spiel haben könnte. Immerhin bleibt die Frage, weshalb Morkhero zwei Mutanten in eine Galaxis(?) befördern sollte, an die er selber nur wenige Erinnerungen hat und von der er anscheinend gar nicht weiß, wo sie sich befindet. Und schließlich könnte das ganze auch einem Plan ES's entspringen, der diese Versetzung bereits vor dem Entstehen Thoregons geplant hat, um Morkhero durch die Hintertür anzugreifen - immerhin ist eine SI schließlich zeitlos. Mal sehen, was sich hier noch ergeben wird...

Fazit:
Ein recht schwacher Roman, der von der Naivität der Mutanten lebt, jedoch nicht wirklich überzeugen kann. Erst das Ende bietet Ereignisse, die im Gedächtnis des Lesers haften bleiben und den Roman dann doch noch aufzuwerten in der Lage sind.
8 Punkte.

Winfried Brand

Nun aber: Endlich wieder einmal ein Roman mit Perry Rhodan als Hauptfigur. Das jedenfalls suggeriert das berühmte "Kästchen" auf Seite 4.
Nach der Lektüre des Heftes wird der Leser dann doch erheblich ernüchtert sein. In dem genannten Kästchen hätte es zur Figur "Perry Rhodan" ebenso passend heißen können: "Der Serienheld ist in diesem Band bewußtlos." Da hätte man wenigstens gewußt, was auf einen zukommt.
Ausgangssituation in Roman 2041: PR läßt sich auch von Bully nicht davon abhalten, allein nach Para-City zu gehen. Das ist zwar grob leichtsinnig, aber aus dramaturgischen Gründen löblich. PR 2042 spielt in Para-City; Rhodan selbst jedoch glänzt durch Abwesenheit, denn hier wird noch "Geschichte aufgearbeitet". Aber dann. Heft 2043! Die Erwartung des Lesers: Hier darf der Held zumindest einen Roman lang durch Action, kluge Entscheidungen und was ihn sonst noch so auszeichnet, glänzen.
Doch was geschieht wirklich?
Als PR den Schutzschirm hinter sich gelassen hat, erleidet er einen mentalen Schock, und danach passiert den Rest des Romans GAR NICHTS mit ihm! Er liegt nur bewußtlos herum! Das kann doch wohl nicht sein! Wozu wird Rhodan überhaupt noch gebraucht? Selbst die wenigen Auftritte, bei denen er glänzen könnte, werden systematisch vermasselt. Früher hätte Rhodan einen solchen Roman dominiert. Hier taugt er höchstens noch als Objekt.
Der Mutant Manterlan versucht, PRs Aktivatorchip an sich zu bringen, wird aber ausgerechnet in dieser Minute vom Gen-Tod überrascht. Der Leser wischt sich den Angstschweiß von der Stirn: Perry Rhodan hat die bedrohliche Situation doch noch überlebt. Die Serie wird wieder einmal in letzter Sekunde gerettet, und so muß man sich in der Redaktion keine Gedanken darüber machen, wie man "PR ohne PR" eigentlich nennen soll.
So muß der Showdown in Para-City ohne den Serienhelden stattfinden. Der wacht nur passenderweise zum richtigen Zeitpunkt wieder auf und darf die Ankunft Morkhero Seelenquells auf Terra miterleben. Wenigstens etwas.
Doch bis dahin vergehen noch einige Stunden. Koo Parkinson bereitet sich mit seiner Truppe auf das große Finale vor. Bekanntlich soll aus den Monochrom-Mutanten eine Superintelligenz entstehen.
Endlich erfährt man etwas mehr über Parkinson. In kurzen Einschüben wird berichtet, wie er zu einem mächtigen Mutanten wurde. Auch das Rätsel der Puppe Lucky wird gelöst, und die Story um Yonder K'rigan wird konsequent bis zum Showdown, besser "Finale", fortgeführt. Der Einfall mit der Psi-sammelnden Lebensform war nicht schlecht. Vielleicht kann man den für zukünftige Zyklen nochmals verwerten.
Der Plan, eine Mutanten-Superintelligenz zu schaffen, war wohl doch nicht im Sinne des PR-Teams. Immerhin haben die Mutanten durch ihre mehrfachen Para-Blocks den Seelenquell nach Terra gelockt. Der erscheint hier, nachdem er die Eastside (und wohl auch schon das Kristallimperium, das ist noch nicht ganz klar) unter seine Kontrolle gebracht hat - und PR steht quasi direkt vor ihm. Mal schauen, was jetzt auf Terra weiter passiert. Denn mit Heft 2049 ist die Milchstraße "Morkheros Galaxis"...
Dabei verschwinden die beiden Mutanten Startac Schroeder und Trim Marath, und das geschieht auch nicht von ungefähr. Wertet man die kryptischen Ankündigungen in den PR-News, den monatlichen Newsletter der Fan-Zentrale, richtig, dann werden sie wohl in der Heimatgalaxis des Seelenquell wieder auftauchen.
Das Finale des Romans wird zwar erheblich gestreckt, aber immerhin aus der Sicht mehrerer Personen dargestellt, so daß durch die Umblendungen keine Langeweile aufkommt. Daß Parkinson dann letztlich das Zeitliche segnet, war wohl unvermeidlich. Wo Morkhero als Feind auftaucht, ist der "Para-Fürst" einfach mehrere Nummern zu klein. Und ehrlich: Was hätte man mit ihm auch machen sollen? In der Situation, in der sich die Mutanten befinden, hätte er als "Schurke" nur wenig Entwicklungsmöglichkeiten gehabt. So ist es nicht schade um ihn.
Dabei ist der Showdown klassisch. Der Schurke mit dem Finger am Zünder der Fusionsbombe (den Tod für zahllose Menschen buchstäblich in der Hand), die gequälten Opfer, die sich rächen - H. G. Francis beweist, daß er es noch kann. Und dann erscheint noch der Seelenquell.

Fazit:
Die Idee mit den Monochrom-Mutanten war genial, die Umsetzung dagegen deutlich bescheiden. Wenigstens das Finale entschädigt für einige Schwächen. Gutes Timing, aber (wieder einmal) ein quasi nicht in Erscheinung tretender Serienheld.
8 Punkte

Hans-Joachim Kleimann