Das Leben
auf der nach dem dritten Weltkrieg verwüsteten Erde ist nicht
leicht. Jedenfalls nicht für Rex Mundi. Man kann sich zwar das
Leben verschönern, wenn man unentwegt fernsieht, aber das
füllt Rex schon seit langem nicht mehr aus.
Und auch auf dem Planeten Phnaarg ist die Stimmung alles andere als
ausgelassen. Schließlich sind die Quoten für die Soapopera
"Die Erdlinge" so mies wie seit Jahren nicht mehr. Da hat der
Produzent eine Idee: Wenn man Elvis überreden könnte,
seinen Wehrdienst nicht anzutreten, würde der letzte Weltkrieg
nicht stattgefunden haben. Folglich würden die Quoten wieder
steigen. Dumm ist nur, daß die Reise mit dem Zeitkohl in die
Vergangenheit den Zeitreisenden in den Wahnsinn treiben wird. Also
greifen sich die Produzenten den überflüssigsten Menschen
des Senders und schicken ihn auf die Reise ohne Wiederkehr.
Unterdessen hat Roi Arbeit beim Dalai Dan gefunden, der einen der
drei Fernsehsender leitet. Sozusagen als mobiles Eingreifkommando
soll er die Feinde des Dalai ausfindig machen. Zufällig
gerät er dabei an Elvis, der mit Hilfe des Zeitreisekohls in die
Zukunft gelangt ist. Elvis seinerseits hält den Dalai Dan
für den Teufel in Person und entwickelt einen Plan, um ihn zu
vernichten.
Zu allem Übel hat sich in den Datenbanken der Phnaargs ein Virus
ausgebreitet, das kontinuierlich das Archiv des Senders löscht.
Die Produzenten ahnen, daß etwas schiefgelaufen ist. So hecken
sie einen Plan aus, die Soapopera zu einem gloriosen Ende zu
führen - sie produzieren Armageddon, das Musical.....
Haben wir nicht alle schon mal gedacht, daß wir eigentlich nur
Darsteller in einer gigantischen Show sind? Robert Rankin greift
diesen Gedanken auf. In seinem Roman ist das Leben auf der Erde ist
nichts weiter als eine Soapopera für die außerirdischen
Phnaargs. Wobei das noch nicht mal die eigentliche Pointe ist.
Rankin entwirft eine überraschende Handlung, die Haken
schlägt, und eigentlich weiß der Leser nie so recht, was
ihn auf der nächsten Seite erwartet. Sein Held Rex stolpert von
einer bizarren Situation in die nächste. Nebenbei verteilt der
Autor geschickt Seitenhiebe auf die Welt der Medien, der Religion -
und selbst Gott wird nicht von ihm verschont.
Rankin fackelt geradezu ein Feuerwerk von Gags und Pointen ab; der
Rezensent hat sich an manchen Stellen gekringelt vor Lachen.
Allerdings ist Rankin nicht so sehr darauf aus, den Leser dezent zum
Nachdenken zu bringen. Seine Geschichte soll einfach nur unterhalten.
Und das macht sie hervorragend.
Fazit:
Witzig unterhaltende SF. Pratchett-Fans werden ihren Spaß damit
haben. (* Nicht nur die, möchte ich wetten! Heike)
13 Punkte
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