Die Evoesa
sind ein Volk, das in der Psi-Materie des INSHARAM lebt und sich als
Bewacher dieses Raums betrachtet. Immer, wenn Gegenstände
eindringen, kommen sie und laden diese mit Hyperenergie auf, bis sie
in den Hyperraum abgestrahlt werden.
Eine der Evoesa ist Ruyde Kerima Bassa. Nach ihrer Geburt treibt sie
viele Jahre lang allein durch die Materie des INSHARAM, bis endlich
die anderen der Schwärme Kontakt zu ihr aufnehmen. Ihr erster
Kontakt mit einem Artgenossen wird auch gleich ihr intensivster, denn
Karja Menem Siganter wird wenig später auch ihr Partner und
Gefährte. Gemeinsam suchen sie den alten weisen Swado Taya
Devior auf, der ihnen die Geschichte des INSHARAM und seine Bedeutung
erzählt.
Angeblich ist es einst von einem Wesen namens Taurec erbaut worden
und soll ein Ort sein, an dem Wesen aus dem Universum sich in aller
Ruhe und Abgeschiedenheit zu einer Superintelligenz entwickeln
können. Dabei ist es nicht immer leicht zu entscheiden, was
positiv und negativ ist. Die Entität, die diesen Schritt tat,
nannte sich K'UHGAR. Im Nachhinein erwies sich das als schwerer
Fehler, denn sie tötete nach ihrer Entstehung mehr als ein
Drittel aller Evoesa.
Mit diesem Wissen durchstreifen die beiden das INSHARAM auf der Suche
nach jemandem, der sich derzeit in der Entwicklung befindet. Eines
Tages finden sie drei Wesen, die hier genau jene Fortentwicklung
vollziehen wollen. Aber nur eines von ihnen hat die Reise hierher
überlebt. Es zeigt sich, daß es trotz der Abgeschiedenheit
immer noch große Hürden zu überwinden gilt, wenn man
sich hierhin begibt.
Hunderte von Jahren vergehen, und Ruyde und Karja leben wie in einem
Paradies. Doch eines Tages taucht ein seltsamer Würfel auf, der
auf die Versuche, ihn zu vernichten, mit einem schrecklichen Massaker
reagiert. Unzählige Evoesa müssen sterben, bis sie ihn
endlich in einer großen Schlacht besiegt haben. Wie es scheint,
hat er sich an seltsamen Objekten zu schaffen gemacht, die in der
Wand des INSHARAM liegen. Worum es sich aber dabei handelt, vermag
keiner der Bewohner zu sagen.
Unzählige Jahre später dringt erneut ein Raumschiff in den
Lebensraum der Evoesa ein: die SOL.
Die hat aber derzeit schon genug eigene Probleme, als das
Wächtervolk auf sie aufmerksam wird. Zum einen warten sie immer
noch sehnlichst auf die Rückkehr von Atlan, zum anderen hat sich
an Bord herausgestellt, daß Delorian Rhodan kurz vor dem Tod
steht. Wie es scheint, ist seine Existenz von höherer Stelle nur
für eine bestimmte Aufgabe gedacht gewesen, und die ist nun
zuende, denn die Genetiker an Bord haben herausgefunden, daß er
am Ende seiner Entwicklung steht - genetisch gesehen sein Leben also
zu Ende ist.
Davon wissen die Evoesa aber nichts, und so versuchen sie, gegen die
fremden Eindringlinge vorzugehen, aber zunächst kann das Carit
des Schiffes eine Aufladung verhindern.
Erst Atlan bringt die Rettung. Er steigt kurzerhand aus und nimmt
persönlichen Kontakt mit Ruyde auf. Ihr kann er
verständlich machen, daß es sich bei ihnen um friedliche
Wesen handelt, die hier nichts Böses wollen.
So ist die Situation erst einmal geklärt, als eine
geheimnisvolle Nachricht die SOL erreicht.
Wie es aussieht, handelt es sich bei dem INSHARAM um einen sehr
geheimnisvollen Raum, aber nicht minder interessant. Wie schon beim
letzten Mal herrscht besonders in der Evoesa-Ebene eine ganz
faszinierende Atmosphäre, und ich zumindest habe an Ruyde und
Karja einen ziemlichen Narren gefressen. Zwar habe ich keine Ahnung,
was die die ganzen Jahre da immer gemacht haben, aber die Art, in der
sie von Horst Hoffmann geschildert wurden, war extrem
liebenswürdig. So hat sich gerade diese Ebene zu einem
wirklichen Glanzlicht dieses Romans entwickelt. Das zieht sich von
den ersten Erfahrungen der jungen Ruyde bis hin zu den schrecklichen
Erlebnissen im Kampf gegen den fremden Eindringling.
Dagegen sieht die SOL-Ebene wieder ein wenig blaß aus. Ohne
Atlan herrscht hier die Atmosphäre eines Ameisenhaufens, in dem
keiner weiß, was Sache ist; und als der Unsterbliche wieder
nach "Hause" kommt, läuft es nach der Masche: "Er kam, sah und
siegte" (ich erspare den werten Lesern jetzt die lateinische Version
des Originals). Atlan kommt, sieht sich die Sache an und steigt
einfach aus, um mit den Damen und Herren dort draußen zu reden.
Ich kann mich im Moment nicht daran erinnern, wann eine ähnliche
Situation des letzte Mal stattgefunden hat, aber das muß schon
eine ganze Weile her sein. Vielleicht läuft das unter dem Motto:
"Ungewöhnliche Orte erfordern ungewöhnliche
Maßnahmen." Dennoch mutet diese Aktion etwas seltsam an.
Aber zurück zur SOL. Das einzige, das die Handlung hier etwas
auf Trab bringt, sind die Entdeckungen um Delorian Rhodan und seinen
etwas zu kurz geratenen genetischen Kode.
Ich für meinen Teil mag kaum glauben, daß man den Kurzen
jetzt schon wieder aus der Serie entfernen wird. Da ist in der
Vergangenheit viel zu viel Wind drum gemacht worden. Zwar würden
sich damit wieder ein paar extrem dramatische Momente daheim in der
Milchstraße ergeben (wenn Papa davon erfährt), aber an so
eine Planung mag ich auch wieder nicht glauben. Ich hoffe jedoch ganz
stark, daß man Rhodans Sohn nicht zu stark in die
Entstehungsprozesse einbinden wird, die ich hier mit jedem Roman
erwarte. Aber vielleicht hat man ja vor, der Familie Rhodan ihre
eigene Superintelligenz zu geben? Delorian Rhodan als SI und damit
Nachfolger von ES über die lokale Gruppe. Da Delorian aber noch
minderjährig ist, muß natürlich der Papa als
Erziehungsberechtigter die ganzen Geschäfte verwalten (und
wäre damit quasi endlich in seiner Funktion als Erbe des
Universums). Damit wäre dann ja auch schon fast der Auftrag von
ES erledigt, in der lokalen Gruppe für Ruhe und Ordnung zu
sorgen. Was für ein genialer Plan. Allerdings müßte
dann auch die Serie umbenannt werden - in: "Perry Rhodan, der Vater
des Erben des Universums".
Fazit:
Der Roman paßt sich recht gut an seinen Vorgänger an. Zwar
wiederholt er ein paar kosmische Dinge, aber das liegt auch in der
Natur der Sache. Ich für meinen Teil fand die Evoesa ganz toll,
die SOL-Ebene eher etwas chaotisch. Dennoch reichts bei mir noch
allemal für
11 Punkte.
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Weiter geht es im INSHARAM - und soweit vorweg: Es
gelingt Horst Hoffmann, das Niveau des Vorgängerbandes
fast schon zu übertreffen. Eine nicht unwesentliche
Rolle spielt hierbei natürlich die Tatsache, daß
wir uns hier endlich einmal auf einem "kosmischen"
Handlungsstrang befinden - ich mag diese nun mal immer noch
am liebsten... |
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Jetzt wird es wirklich kosmisch. |