Der
Bundestagsabgeordnete Alexander Brackwedel ist spurlos verschwunden.
Peter Mattek und sein Team, vom Ruhrgebiet in die neue
Bundeshauptstadt gewechselt, haben die Ermittlungen
übernommen.
Mattek wird im Wiehengebirge Ziel eines Attentats von zwei Russen,
während in deren Wohnung im Prenzlauer Berg seine Kollegen
Koslowski und Blechmann von einem schießwütigen Neonazi
mit einer MPi beschossen werden.
Mattek kann sich seiner Gegner ebenso entledigen wie Koslowski und
Blechmann ihres Widersachers in Berlin.
Auf dem Anwesen der Brackwedels lernt der Bundesbulle die Frau des
Abgeordneten und deren Schwester kennen. Weitere Ermittlungen stellt
er bei einer in der Gegend lebenden Verwandten an, die vor Jahren mit
Brackwedel zu tun hatte.
Zurück im BBBB, dem Bundesbullen-Büro Berlin, nimmt der
Gauner Garber Kontakt mit der Dienststelle auf, dessen Name man
bereits auf dem PC der beiden Russen und des Neonazis gefunden hatte.
Als er auftaucht, entpuppt er sich als tickende Bombe; sein
versuchter Ausstieg aus der Gruppe wurde so bestraft.
Mattek und vor allem dessen Sekretärin Carla gelingt es, trotz
Funkkontakt zu den Drahtziehern, Garber in die Tiefgarage zu lotsen,
wo Mattek zumindest die Verdrahtung der Bombe mit Hilfe des
Sprengstoffspezialisten lösen kann, ehe sie in die Luft
geht.
Jetzt verrät Garber die Hintermänner und bringt Mattek
dorthin: Der kurz vor dem Bankrott stehende Brackelmann selbst wolle
3 Millionen Mark erpressen, um sich mit seiner Schwägerin
abzusetzen, da die Waffengeschäfte mit einem russischen
Ex-General nicht so gut liefen wie erwartet.
Mehr als nur überraschend kommt der Start dieser Serie von
Bastei, die mehr eine Action- als eine Krimi-Serie ist.
"Peter Mattek" lief bereits einmal in den 90ern mit 75 Heftausgaben;
verfaßt wurden die Romane damals von "Peter Hebel". (*
Johann? ;-) Heike)
Band 1, "Heißer Koffer für Berlin", spielt nach dem Umzug
in die Hauptstadt. Ein Autor wird nicht genannt; der Preis liegt bei
2,60 DM, und die Serie erscheint wöchentlich.
Band 2 heißt dann "Todesspur nach Amsterdam", und genauso
hieß auch schon mal ein früher "Mattek"-Roman. Der Text
auf der Vorschau-Seite und die Tatsache, daß kein Lektor im
Impressum genannt ist, läßt vermuten, daß es sich
(z.T.) um Nachdrucke handelt. EVT ist übrigens der 28. November
2000.
Zum Roman. Eine in sich logische Handlung, glaubwürdige
Charaktere, eine hohe Dosis Action (in diesem Roman ist mehr Power
als in den letzten hundert Sinclair-Romanen der Erstauflage).
Leider habe ich "Mattek" damals nur sporadisch gelesen; deshalb frage
ich mich, ob er damals auch schon One-Night-Stands mit den
Betroffenen in einem Fall hatte, in diesem Roman mit der
Schwägerin des mutmaßlich Entführten.
Gute Unterhaltung bekommt man mit diesem Roman geboten. Was will man
mehr?
Befriedigend Plus