Frank MacLachlan

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Band 26: "Die dunkle Brunderschaft"

Autor: Morgan deClerk

1100, Jerusalem
Tempelritter stürmen die Kultstätte einer Sekte. Jacques de Troyes gelingt es, das Baby, das geopfert werden sollte, zu retten. Die Sektenangehörigen werden niedergemetzelt. Troyes übergibt das Kind an Gottfried von Bouillon; wozu es jedoch dienen soll, bleibt erstmal ein Geheimnis.
Gegenwart: Jack hat Nachforschungen über seine Familie angestellt. De Troyes war einer seiner Vorfahren. Und ein Tempelritter.
Vergangenheit: Die dunkle Bruderschaft ist von den Tempelrittern nicht vollständig zerschlagen worden. Die Ritter vermuten, daß im Tempelberg etwas existiert, das die Bruderschaft unbedingt in ihren Händen haben will. De Troyes wird zusammen mit dem Kind, das er gerettet hat, gen Jerusalem geschickt. Daß er mehr oder weniger die Drecksarbeit erledigen soll, ist ihm von vornherein klar. So zieht er also in den Kampf gegen die Sektenangehörigen. Der Großmeister der Sekte hat jedoch mit dem Stab des Anubis den Meister erweckt - das Kind kann das vollständige Erwachen aber verhindern. Beim anschließenden Gemetzel entkommt der Großmeister mitsamt der abgetrennten Hand des Meisters. Der Stab des Anubis wird in neun Stücke zerteilt, die von vertrauenswürdigen Männern bewacht werden sollen.
Jahre später tasten sich die Ritter im Tempelberg an das heran, was bislang verborgen im Berg liegt. Doch das Erstarken der Bruderschaft unterbricht diese Arbeiten - De Troyes wird zum Anführer der Assassinen gerufen. Dieser bietet ihm ein Bündnis gegen die Bruderschaft an.
Gegenwart: Jack wird klar, daß der Dämon erwacht ist. Er nimmt Kontakt zu seinem Freund Robert auf und fliegt nach Jerusalem.

Nach dem hervorragenden Jubi-Band fällt dieser Roman doch etwas ab. Das liegt an dem mehr als verwirrenden Plot - es gibt Tempelritter, noch einen anderen Orden, die Suche nach dem Geheimnis des Tempelbergs, den Kampf gegen die Bruderschaft - gar nicht so einfach, da zu folgen.
Die Templer scheinen mittlerweile zum Standardinventar des Gruselromans zu gehören. Warum auch nicht, wenn man der Idee neue Aspekte abgewinnen kann. Leider ist das in diesem Roman nicht der Fall. Der Hauch des Geheimnisvollen, der die Templer sonst umweht, fehlt völlig. Schade eigentlich, ist doch de Troyes eine interessante Figur.
Was der Rezensent nicht so ganz versteht, ist die Tatsache, daß Jack gegen Ende der Überzeugung ist, der Meister der Bruderschaft würde in Jerusalem tätig werden. Auch beim zweiten Durchlesen des Romans scheint Jack diese Erkenntnis aus dem Nichts erhalten zu haben. In den Aufzeichnungen des Tempelritters ist diese nämlich mit keinem Wort erwähnt. Hmmm.

Fazit:
Ein eher durchschnittlicher MacLachlan - der etwas wirre Plot fordert vom Leser doch schon einiges an Aufmerksamkeit. Warten wir den zweiten Teil ab.
6 Punkte

Christian Spließ