Gemeinsam
mit dem jungen Aldo machen sich Kimberon und Veit auf, um der
Krönung von Fabian beizuwohnen. Unterwegs geraten sie jedoch in
einen seltsamen Nebel, und danach ist nichts mehr so, wie es vorher
war. Anstatt in einer Welt des Friedens tauchen sie in der Dunkelheit
wieder auf. Hier herrscht seit tausend Jahren das Dunkle Imperium mit
Schrecken und Furcht. Aber es gibt auch eine Menge anderer Dinge, die
auf einmal anders sind. So befindet sich in ihrer Gesellschaft auf
einmal der Bolg Gorbaz.
Doch auch die anderen alten Freunde tauchen Stück für
Stück wieder auf. Alle scheinen hier andere Leben gelebt zu
haben. Durch die Macht von Kimberons Ring erlangen sie ihre alten
Erinnerungen jedoch wieder und nehmen den Kampf gegen jene auf, die
hier ein ganz eigenes Spiel mit der Zeit spielen und gerne ein paar
Dinge aus der Vergangenheit ungeschehen machen würden.
"Die Herren der Zeit" ist die Fortsetzung des Romans "Die Ringe der
Macht" (gemeinsam mit Horst von Allwörden geschrieben), der sich
als Hommage an Tolkien verstand und gerade daraus eine Menge seines
Charme bezogen hat.
Dies wird dem Roman nun aber zum Verhängnis. Zu sehr erinnern
z.B. die kleinen Leute des Ffolks an die Hobbits, wobei doch gerade
hier die Möglichkeit gegeben wäre, auf ihre
Eigenständigkeit zu drängen. Für mich wurden die
Elemente nun doch ein wenig überstrapaziert. Was schon ein wenig
schade ist, bemüht sich doch vor allem die Geschichte um
Individualität. Der Autor läßt sich hier auf einen
Fantasy-Zeitreise-Roman ein. Eine Sache, die mir noch nicht sehr oft
untergekommen ist.
Er setzt seine Charaktere in eine für sie auf einmal völlig
fremde Welt und läßt sie hier ihren Weg finden. Dabei
werden sie durch die Kraft ihrer Ringe unterstützt, die sie
nicht den Bezug zu jener Zeit verlieren lassen, aus der sie kommen.
Weiter und weiter verstricken sie sich in die Verwirrungen, die ihr
dunkler Gegner vor ihnen aufbaut.
Was mir an dieser Struktur nicht ganz gefällt, ist ihr
episodenhafter Charakter, der ein wenig den übergeordneten
Rahmen in den Hintergrund drängt. Zudem arbeitet der Autor
konsequent daran, die Protagonisten aus dem Vorgängerroman
wieder zusammenzubringen. Dadurch ergibt sich ein wenig der Eindruck,
daß hier auf Teufel-komm-raus mit den gleichen Charakteren
gearbeitet werden sollte. Für mich fühlte sich die
Geschichte dadurch doch recht konstruiert und wenig natürlich
an. Auf diese Weise ließ der Lesespaß doch häufig zu
wünschen übrig.
Fazit:
An sich ein nettes Experiment aus Fantasy und Zeitreise, das sich
aber ein bißchen arg in seinen Details verliert und so die
Lesbarkeit ein wenig vernachlässigt.
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