Yan
Tanafres hat sich von seiner Ausbildung als Magier eigentlich mehr
erhofft. Doch anstatt die großen Werke zu tun, von denen er
immer geträumt hat, sitzt er in der Stadt Talinfad fest und
verdingt sich als Heiler.
In dieser Funktion wird er in ein Nachbardorf zu einem kranken Magier
gerufen. Dieser stirbt vor Yans Augen, merkt aber noch an, daß
die Magie aus den Fugen geraten wird und erwähnt Yans Meister.
Zurück in Talinfad kennt sein Meister zwar den toten Magier
nicht, aber Yan wird klar, daß er sein Glück anderswo
finden muß.
So besorgt er sich einen Platz an Bord eines Schiffes, dessen Ziel
die Hauptstadt ist. Unterwegs jedoch wird er von Piraten
überfallen und strandet in einem kleinen Fischerdorf.
Allmählich lebt er sich dort ein, und auf Bitten seiner Freundin
Larra, die schon seit Monaten nichts mehr von ihrer Schwester
gehört hat, besucht er das Nachbardorf.
Als er dort eine Abteilung der königlichen Luftstreitkräfte
trifft und zudem auf die Spuren eines Krieges, ahnt er noch nicht,
daß er bald weitaus mehr mit Magie zu tun haben wird, als ihm
lieb ist.
Dieser Autor weiß offensichtlich nicht so recht, was für
eine Geschichte er eigentlich erzählen will. Piraten, Magier,
eine Prinzessin und allerlei andere Gestalten kommen im Roman vor -
aber so recht wichtig sind die eigentlich nicht.
Erst im letzten Drittel des Romans kristallisiert sich dann doch so
etwas wie eine Haupthandlung heraus. Bis dahin jedoch schlägt
man sich die dahindümpelnde, bisweilen recht belanglose Handlung
um die Ohren. Und ist versucht, den Roman einfach wegzulegen.
Ist man aber einmal zum letzten Drittel des Romans vorgestoßen,
kann man ihn einfach nicht mehr beiseite legen. Erst jetzt
nämlich versteht es Charrette, die Handlung spannend und
wirklich lesenswert zu machen. Sowohl Atmosphäre als auch die
Charaktere, die bisher nicht so richtig brillieren konnten, gewinnen
an Schärfe und an Gestalt. Zumal Yan als Held nicht so recht in
den Vordergrund tritt. Da sind etliche Nebenfiguren doch farbiger als
er. Erst als der Magier in seinem eigenen Gebiet tätig werden
kann, tritt er aus dem Figurenmeer hervor.
Auf jeden Fall sollte man doch die beiden nächsten Romane
abwarten. Wobei mir schleierhaft ist, warum Fantasy-Autoren immer
Trilogien oder Zyklen schreiben. ;-) (* Weiß ich jetzt auch
nicht so genau... Frag' sie doch mal! ;-))) Heike)
Fazit:
Wer nach der "Schattenkrieg-Trilogie" Fan von Charrette geworden ist,
sollte den Roman kaufen. Wer kein Fan ist, braucht sich diesen Roman
nicht unbedingt zuzulegen. Fantasy von der Stange.
5 Punkte
Interesse? Hier
kannst Du dieses Buch direkt bei amazon.de bestellen, und
das Flash damit auch ein wenig finanziell unterstützen.