Pünktlich
zum Besuch des Imperators ist auch das geheime USO-Kommando in der
Hauptstadt Baretus angekommen. Nur mit Mühe konnte der
ertrusische Untergrund dazu bewogen werden, während des Besuches
stillzuhalten, um die USO-Aktivitäten nicht zu stören.
Aber nicht nur der Untergrund hat schlechte Laune. Dem arkonidischen
Tato Subeat dom Cyllken obliegt die Organisation der Veranstaltung.
Keine einfache Sache bei einem Planeten, auf dem die Anzahl der
Kollaborateure exakt 0 ist. Also beschließt er, eine jubelnde
Masse einfach per Holo herzuzaubern.
Unterdessen haben die beiden von der USO mitgebrachten
Katsugo-Roboter abgekoppelt und machen sich nun auf den Weg. "Normal"
sind die Roboter allerdings nicht. Sie werden von einem siganesischen
Einsatzkommando gesteuert, das Oberstleutnant Caar Cassquo
kommandiert. Dieser hat bei seinen Leuten nicht den besten Ruf, da er
einst ein Mitglied der legendären Abteilung Null des TLD war. An
ihm liegt es nun, das Unternehmen zu führen und gleichzeitig
seine Leute vor Übereifer zu bewahren, z.B. seinen etwas
überaktiven und vorschnellen Waffenoffizier Alexander Woodi.
Zunächst greifen sich die Siganesen zwei Original-Katsugos,
deren Stelle sie nun einnehmen und darauf warten, Julian Tifflor aus
den Händen der Arkoniden zu befreien.
Als Bostich dann endlich auf der Bühne erscheint, kommt er - wie
es sich für ihn gehört - mit einem ziemlich großen
Bahnhof an. Es dauert auch nicht lange, bis der Tato seinen Trick mit
den jubelnden Ertrusern enttarnt glaubt, und schon sieht er sich auf
dem Gefängnisplaneten Celkar. Bostich jedoch überspielt die
Situation und hält indes eine triumphale Rede.
Auf diesen Moment haben die Siganesen sehnsüchtig gewartet. Die
Stimmung an Bord der Katsugos ist mittlerweile unerträglich. Als
Strafarbeit darf Woodi die Schirmfrequenz von Bostich analysieren -
was für eine Schmach, denn Tifflor ist ja schließlich das
Ziel, nicht Bostich.
Doch dann geht es endlich los, und für den Oberstleutnant ist es
nun an der Zeit, seiner Crew ein paar überraschende
Informationen zu enthüllen: Julian Tifflor ist überhaupt
nicht das Ziel der Aktion, sondern Bostich selbst. Inmitten eines
Ablenkungsmanövers gelingt es ihnen, sich an den Imperator
anzuschleichen und ihn in die Kammer eines der Katsugos zu
verfrachten. Dann heißt es Fersengeld geben, was das Zeug
hält.
Aber die Sorgen sind umsonst, denn die Flucht gelingt, und so dockt
man bald wieder sicher an den U-Booten an, die schon sehnsüchtig
auf das Kommando warten. Nun geht's wieder in Richtung Terra - mit
dem mächtigsten Mann der Galaxis an Bord.
Na, was für ein Knall! Hier läßt man den alten Helden
Julian Tifflor einfach so links liegen und krallt sich Imperator
Bostich I., der gerade vor der ganzen Galaxis sein Göttliches
Imperium ausgerufen und Terra geschickt in die politische Isolation
getrieben hat.
Öffentlich kann man damit nicht arbeiten, denn nach der
aktuellen Situation hätte man nicht weniger als eine ganze
Galaxis gegen sich, und derzeit ist Terra nun wirklich nicht in der
Lage, sich durch so etwas durchzubeißen - Aagenfelt-Barriere
hin oder her.
Aber ein Knall war's auf jeden Fall. Ebenso wie die Besatzung der
Katsugo ging ich bis zur letzten Sekunde davon aus, daß es hier
nicht auf Bostich, sondern auf Tifflor ankommen würde.
Ganz am Rande möchte ich an dieser Stelle anmerken, daß
ich auch von dem "2.Befehl" Monkeys recht angetan war, der besagte,
in einer hoffnungslosen Situation beide Roboter zu überlasten
und Bostich damit komplett aus dem Verkehr zu ziehen. Auf diese Weise
kommt hinter den Begriff der Abteilung Null endlich etwas
Aussagekraft. Seit ihrer Einführung fehlte hier doch die
eigentlich Konsequenz, auch wenn Monkey schon immer etwas radikal
war. Nun aber haben wir ein wenig mehr Gesicht und vor allem
Konsequenz von einem bisher doch recht schwammigen Begriff.
Doch zurück zu Bostich. War es wirklich so klug, sich den
Imperator zu schnappen? Seit der Entstehung von Seelenquell ist der
doch gar nicht mehr Herr im eigenen Haus, sondern nur noch eine Puppe
der neuen Superintelligenz. Will man ihn etwa mit terransischer
Technik zurückbringen? Wenn ja - mit welchem Erfolg? Will man
Bostich als Botschafter in eigener Sache promoten? Das kann ich nicht
glauben, denn wer würde in so einer Situation dem Imperator
glauben? Vielmehr würde man davon ausgehen, daß die
Terraner den Arkoniden einer Gehirnwäsche unterzogen
hätten, und somit hätte er jeglichen Wert verloren.
Ich schätze mal, daß man an seine Geheimnisse heranwill.
Selbst wenn Seelenquell merkt, daß er seine wichtigste "Hand"
verloren hat, dürften noch ein paar Dinge übrigbleiben, die
der TLD und die USO verwenden können (ich gehe mal davon aus,
daß die wichtigsten Sicherheitssysteme und Codes schnell eine
Veränderung erleben werden). Vielleicht will man aber auch
Seelenquell zu einer Reaktion zwingen. Hieraus könnten sich
allerdings eine Menge interessanter Dinge entwickeln.
Ansonsten bleibt zum Roman zu sagen, daß hier eigentlich gar
nicht viel passiert, aber das fällt durch den geschickten Aufbau
kaum so richtig auf.
Die Hauptebene mit den Siganesen wird immer wieder durch verschiedene
andere unterbrochen, z.B. durch einen Ausblick des ertrusischen
Untergrundes oder die Vorbereitungen des arkonidischen Tato. Gerade
durch das zweite werden die Umgebung für das spätere
Geschehen beschrieben und die Grundlagen gelegt, die - als es dann
endlich losgeht - nicht mehr aufgearbeitet werden müssen (z.B.
die Angelegenheit mit den Holo-Ertrusern).
Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es in diesem Roman auch ein paar
interessante Charaktere. An Bord der Katsugos herrscht eben jene
Spannung zwischen den Besatzungsmitgliedern, die ich mir eigentlich
schon an Bord der U-Boote gewünscht hätte. Dadurch werden
Spannung und Faszination des Romans ganz wesentlich erhöht.
Fazit:
Die Geschichte ist einfach gestrickt, aber unglaublich effektiv. Ein
Roman von großer Spannung und Lesefreude mit einem gewaltigen
Knall am Ende! Mehr davon!
13 Punkte
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Die Co-Rezension wird mit dem nächsten Flash nachgeliefert. Winfried Brand |
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Das Einsatzkommando um Perry Rhodan und Monkey hat
endlich (!) sein Ziel erreicht. Jetzt beginnt die
eigentliche Operation. Das Ziel wird bis gegen Ende des
Einsatzes verschwiegen. Und daher ist die Überraschung
wirklich gelungen: Der Arkon-Imperator Bostich I.
höchstpersönlich wird entführt. Weshalb
sollte man sich dann mit irgendwelchen Untergebenen wie z.
B. Julian Tifflor aufhalten? |