Professor Zamorra

Band 694: "Eine Falle für Merlin"

Merlin erinnert sich an eine Zeit, als er der Hölle gerade den Rücken gekehrt hatte. Bei den Schwestern des Schicksals schlüpfte er für ein Jahr unter, ohne sich ihnen als den Merlin vorzustellen. Und auch er blickte lange Zeit nicht hinter ihr Geheimnis.
Er trinkt aus einem Kelch, der ihm neue Kraft gibt. Er sieht eines Nachts, wie eine der Frauen einen Teppich knüpft, eine weitere auf einer Harfe spielt und eine dritte die Fäden für die Weberin produziert. Natürlich entdeckt man ihn. Man verbietet ihm, sich dem Teppich zu nähern. Was Merlin nicht daran hindert, in der kommenden Nacht eigenmächtig einen Faden in das Gemälde zu weben.
Die drei Schwestern verfluchen ihn und werfen ihn aus ihrem Haus.
In der Gegenwart trifft er jetzt auf eine der Schwestern. Es ist die Puppenspielerin, mit der Zamorra bereits zu tun hatte. In Merlins Auftrag sollte er dieser in der Vergangenheit den Wandteppich stehlen, damit die Baba Yaga ihn nicht in Besitz nehmen könne. Der Versuch schlug jedoch fehl; die Baba bekam den Teppich, und die Puppenspielerin überlebte den Kampf.
Und jetzt webt sie einen Bann um Merlin, der diesen unter ihre Kontrolle bringt.
Er ist verflucht, die Erde bis zum nächsten Vollmond nicht verlassen zu können.
Unter ihrem Bann sucht der Zauberer von Avalon Zamorra und Nicole auf, die ihm helfen sollen, indem sie eine Harfe, einen Kelch und eine Flöte finden.
Während Zamorra versucht, den Kelch in Paris zu besorgen, wo ein Professor gestorben ist, nachdem er daraus getrunken hatte, organisiert Nicole die Flöte und später auch die Harfe.
Merlin versteckt sich derweil bei Asmodis.
Ein Hindernis taucht erst auf, als Nicole einen Anruf aus Paris bekommt, Zamorra sei aufgrund der Odinsson-Akten festgenommen worden...

Eine abschließende Wertung beim ersten Teil eines Doppelbandes verkneife ich mir wie immer; mehr dazu beim nächsten Mal. Gute Idee, endlich wieder auf die Baba Yaga und die Puppenspielerin zurückzukommen. Daß Zamorra am Ende mal wieder unter den Nachwirkungen von Odinssons Taten zu leiden hat, war dann vielleicht etwas überflüssig. Gar nicht überflüssig war hingegen Zamorras Bemerkung, daß der gesuchte Kelch aus Fragmenten eines großen Kessels besteht, mit dem schon Damona King zu tun hatte.
Gut

Guido Latz