Dr. Raphael Jordan findet bei einer Ausgrabung im Tal der
Könige einen Geheimgang, der zu einer Stadt unter der Erde
führt. Jordan ahnt nicht, daß er hier auf eine alte
Kultstätte des Dämons Artamesch gestoßen ist.
Während er noch die Bauten untersucht, will Rafi Mahmoud dem
Expeditionsleiter über Jordans Verschwinden in Kenntnis setzen.
Dumm nur, daß der Expeditionsleiter gerade in Verbindung mit
dem Dämon Artamesch steht und Mahmoud umbringt. Auch Jordan wird
von dem Professor getötet, der scheinbar aus dem Nichts vor dem
Doktor erscheint.
Jack ist durch einen Zeitungsartikel auf die
Grabung in Ägypten aufmerksam geworden. Er weiß, daß
Artamesch dort tätig war, hatte die Sache aber vergessen. Das
Team macht sich also, als Journalisten getarnt, zur
Grabungsstätte auf.
Dort herrscht unter den einheimischen
Arbeitern Angst und Verwirrung. Drei Personen werden inzwischen
vermißt. Jane setzt ihre magischen Fähigkeiten ein; sie
und Jack finden den Geheimgang sowie eine Leiche eines Arbeiters.
Unterdessen warnt Eoin - Zorks Dolch - Frank im Traum vor einer
Gefahr. Nur knapp gelingt es dem Dämonenjäger, einem
Mordanschlag zu entkommen. Er verfolgt den Attentäter und
läuft dabei Jane und Jack über den Weg. Ihnen erzählt
er, daß es sich bei dem Meuchler um Dr. Jordan gehandelt hat.
Gemeinsam dringen sie in den Geheimgang ein - und stoßen prompt
auf Jordan, der Jane als Geisel nimmt. Doch Jacks Hüter-Talent
kann ihn vernichten.
Auf einer alten, wackligen Holzbrücke
über einem reißenden Fluß kommt es zum
entscheidenden Duell. Der Expeditionsleiter entpuppt sich als
Professor Cartridge. Hatte das Team damals geglaubt, den Professor
aus den Klauen Artameschs gerettet zu haben, so belehrt er sie eines
Besseren. Das Ganze war damals nur eine Scharade gewesen. Doch
Cartridge hatte Artamesch nicht gefunden, sondern suchte weiter nach
ihm. So entdeckte er die alte Kultstätte nahe dem Tal der
Könige.
Cartridge versucht, Frank von der
Brücke zu befördern, doch Frank ist schneller. Der
Professor stürzt in den reißenden Fluß und ward
nicht mehr gesehen.
Um weiteres Unheil zu verhindern, versiegelt
Jane den Geheimgang mit einem magischen Sigill.
Meine Güte, allmählich werden die
wiederkehrenden Gegner des Teams ein wenig unübersichtlich.
Artamesch hatte seinen Auftritt in einem der frühen MacLachlans;
leider weiß der Rezensent jetzt nicht die Nummer desselben. Es
wäre nett gewesen, wenn im Roman selbst darauf verwiesen worden
wäre. Der Rückblick fällt ja etwas kurz aus, und der
Neuleser wird sich wohl nicht sofort durch alle Romane wühlen.
Aber kehren wir nun zum eigentlichem Thema der Rezension
zurück...
D.C. Morrow erzählt eine Geschichte,
die nicht allzuviele Überraschungen in sich birgt. Weder die
Wahl des Handlungsortes noch der Plot selbst ist sonderlich
originell. Ägypten halt, diesmal allerdings ohne Mumien. ;-)
Daß Jack eine eher altertümliche
Art hat, wichtige Geschehnisse festzuhalten, mag man noch hinnehmen.
Sein Gedächtnis scheint ja auch nicht mehr das Beste zu sein.
Oder hat das Team bereits derart viele Fälle gelöst,
daß man glatt einen vergißt? Hmm.
Als Frank sich jedoch, um dem Hieb des
Attentäters zu entkommen, auf die Seite rollt, aufspringt und
sich dann in der Bewegung seines Schlafsackes entledigt - hmmm.
Schlafsäcke haben in der Regel Reißverschlüsse oder
ähnliches. Der Rezensent stellt sich das schon arg kompliziert
vor, im Halbschlaf da ruckzuck die Verschlüsse aufzubekommen -
er selber hat das noch nicht mal im ganz hellwachen Zustand
geschafft. <g> (* Das kennt wohl jeder, der schon mal in
einem Schlafsack übernachtet hat. Manche Leute - ich zum
Beispiel - gingen daher später dazu über, den
Reißverschluß nicht mehr zu schließen. Hat den
Vorteil, daß man sich dann auch besser rumwälzen kann,
aber auch den Nachteil, daß man sich schon mal aus dem Teil
rauswälzt - für Frühlings- oder Herbstcamping also
nicht unbedingt geeignet. ;-) Heike) Ansonsten plätschert
der Roman so vor sich hin, der Leser wird nett unterhalten.
Ein Plus sind die stellenweise doch recht
witzigen Dialoge der Protagonisten untereinander. Einige wirken zwar
recht bemüht, aber endlich hat man mal das Gefühl,
daß sich da richtige Menschen unterhalten.
Fazit:
Tja, was soll man dazu sagen? Ägypten
bietet zwar einen sehr exotischen Hintergrund, aber mehr als die
genretypische Mischung aus vergessenen Tempeln und einem Dämon,
der mal wieder die Welt beherrschen will, kommt dabei nicht heraus.
Pluspunkt sind die stellenweise witzigen Dialoge.
5 Punkte