Ausgabe Nr. 103
(Nr. 03/01 - 02.02.2001 - 5. Jahrgang)
Inhaltsverzeichnis:

Vorwort - Perry Rhodan - Professor Zamorra - Maddrax - Grusel-Schocker -
Frank MacLachlan - Buch & Taschenbuch - Comics

Vorwort

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Band 2053: "Der neue Tato" von Hubert Haensel

Neu: Haupt-Rezension
Fazit:
Hubert Haensel hat seine Aufgabe, den Einführungsroman für den kommenden Risikoeinsatz zu schreiben, gut gelöst. Kosmische Hintergründe u.ä. verbieten sich schon vom Exposé her (und müssen ja auch nicht immer sein, sonst wird's langweilig...), und so bietet "der neue Tato" solide Unterhaltung mit einigen interessanten Aspekten.
9 Punkte Winfried Brand                    

Band 2054: "Die Höhlen von Ertrus" von Arndt Ellmer

Neu: Co-Rezension:
Fazit:
Flüssig ist bei diesem Roman nur das Element, durch das man sich bewegt, jedoch wohl kaum der Lesefluß. Kann die Beschreibung der fremdartigen Umwelt anfangs noch faszinieren, läßt diese Faszination allerdings schnell nach und schlägt in Desinteresse und Langeweile um. 2 Punkte. Winfried Brand                  

Band 2055: "13 gegen Arkon" von Andreas Findig

Neu: Co-Rezension
Fazit:
Andreas Findig gelingt (wieder einmal) ein hervorragender Roman. Der eher einfach gestrickte Entführungsplan bezieht seine Faszination aus einer Charakterisierung aller Hauptpersonen, wie man sie innerhalb der Serie in der letzten Zeit eher sehr selten gelesen hat. Heraus kommt dabei ein interessanter und spannender Roman, der zu den besten Agentenromanen der Serie gehört. Schade, daß Andreas Findig nur vier Romane im Jahr schreiben möchte. 14 Punkte Winfried Brand                   

Band 2056: "Invasion der Legion " von H.G. Francis

Fazit: Kein guter Einstieg für Trim und Startac. Anstelle eine Ahnung zu bekommen, wo sie sind und wie es hier aussieht, müssen sie sich mit dem Leser durch eine Welt langweilen, die vermutlich nie wieder auch nur den Hauch einer Bedeutung bekommen wird.
Was bleibt, ist ein Füllroman ohne Faszination und Spannung - einfach nur eine Gähnnummer. 1 Punkt Alexander Haas                    

Fazit: Der Einstieg in die Handlungsebene "Dommrath" erweist sich als eher durchwachsen und ein wenig wirr. So ganz nachvollziehbar ist das jedenfalls nicht, was H.G. Francis hier zum Besten gibt. Immerhin: Die Möglichkeit zur Steigerung ist auf dieser Handlungsebene noch gegeben. 4 Punkte Winfried Brand                   

Fazit: Ein Fließband-Roman ohne jeden Esprit. 2 Punkte Hans-Joachim Kleimann                   

Band 2057: "Keifan, der Druide" von Horst Hoffmann

Fazit: Bis auf ein paar Episoden hat mir dieser Roman wirklich gefallen, und alle meine Hoffnungen dieser Ebene liegen in den zarten Händen des Druiden Keifan. 11 Punkte Alexander Haas                    

Fazit: Für den Trick, den Druiden schnodderig in seinen Erinnerungen herumkramen zu lassen und damit jegliche (auch spätere) Logikfehler dem fehlerhaften Gedächtnis einer Handlungsperson zuordnen zu können, gibt's 15 Gummipunkte. Leider wird der Roman dadurch auch ein wenig irrelevant für die Handlung an sich (zudem nervt der Erzählstil des Druiden recht schnell, und der Leser erfährt eigentlich nichts Neues über das "Land Dommrath").
Ich möchte mir zur Beschreibung dieses Romans ganz gerne einen Shakespeare-Titel ausleihen: "Viel Lärm um nichts" - das trifft die Sache noch am ehesten. 3 Punkte. Winfried Brand                    

Fazit: Horst Hoffmann zeigt sich ungewohnt schwach. Er war bei seinen beiden "Gurken"-Romanen deutlich besser aufgelegt. 4 Punkte Hans-Joachim Kleimann                    

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Band 695: "Hexentod"

Irgendwie ist bei dem zweiten Teil nicht nur die Puppenspielerin verloren gegangen, zum Ende hin geht es dazu auch noch überaus konfus zu.
Während Zamorra im ersten Teil berichtet, von Damona King selbst deren Erlebnisse geschildert bekommen zu haben, heißt es im zweiten Teil, er hätte es von Dritten erfahren; selbst hätte er sie nicht kennengelernt.
Gute Idee, aber am Ende überhastet, und zu viele Nebenfiguren, die im wahrsten Sinne des Wortes in der Gegend rumstehen... Drei Minus. Guido Latz                    

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Band 26: "Stadt der Untoten" von Claudia Kern

Fazit:
Ein fabelhafter Roman, der den ersten Teil locker hinter sich läßt. Spannung, Humor und Action - was will man als Leser mehr?
14 Punkte
Christian Spließ                    

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Band 66: "Die Vampire von Paris" von Arndt Ellmer

Fazit:
Der letzte Roman um Jane Grave bietet solide, angenehme Horror-Unterhaltung, die einfach nur Spaß macht.
9 Punkte
Christian Spließ                    

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Band 28: "Die Rache des Dämons" von Prospero

Fazit: Eine spannende Story, die gut durchkonzeptioniert ist. Stellenweise sind einige Formulierungen weniger glücklich gewählt, und manchmal trägt der Autor meines Empfindens etwas sehr dick auf, wenn es um dramatische Beschreibungen geht, aber insgesamt bleibt doch ein solider MacLachlan, wie es ihn ruhig öfter geben kann. 12 Punkte Martin Hoyer                    

Band 29: "Ein König erwacht" von D.C. Morrow

Fazit: Tja, was soll man dazu sagen? Ägypten bietet zwar einen sehr exotischen Hintergrund, aber mehr als die genretypische Mischung aus vergessenen Tempeln und einem Dämon, der mal wieder die Welt beherrschen will, kommt dabei nicht heraus. Pluspunkt sind die stellenweise witzigen Dialoge. 5 Punkte Christian Spließ                    

Fazit: Stilistisch einer der vorbildlichsten Bände in letzter Zeit und inhaltlich insofern interessant, wie lang zurückliegende Ereignisse neu an Bedeutung gewinnen. Allerdings wirkt dieser Rückschluß genauso aufgesetzt wie das Ende selbst und einige der Dialoge, die in ihrem Pathos teilweise schon albern wirken. Zusammen mit den nun schon x-mal wiedergekäuten Elementen früherer Bände und daraus resultierendem Innovationsmangel bleibt auch der Nummer 29 ein Platz unter den Spitzen-Bänden der Serie versagt. 7 Punkte Martin Hoyer                    

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Chris Bunch: "Der Stein der Macht"

Fazit:
Ein recht klischeehafter Roman, der den absoluten Durchschnittsroman verkörpert und somit auch die absolute Durchschnittsnote bekommt.
8 Punkte
Alexander Haas                    

Fred Chappell: "Dagon"

Fred Chappells Roman "Dagon" ist ein intensiv geschriebenes Buch, das den Untergang des Menschen Peter Leland, ganz in lovecraftscher Tradition, schildert.
Das Buch ist schon 1968 erschienen und mit dieser Ausgabe des Blitz-Verlages zum ersten Mal in die deutsche Sprache übersetzt worden. Allein daraus läßt sich schon ersehen, daß dem Roman nicht gerade ein großer Erfolg in der Öffentlichkeit beschieden war, was aber der Qualität des Romans bestimmt nicht entspricht. Es ist kein einfaches Buch, nicht gerade actionlastig oder mit großen Horrorszenarien bestückt, oder besser gesagt, gibt es nur ein Horrorszenario, nämlich das, welches sich Peter Leland selber antut, als er sich in Minas Hände gibt. Fred Chappell führt uns in die Abgründe eines Menschen vor, in seinem Verfall durch den Verlust des Lebenswillens oder auch durch das Erkennen der Sinnlosigkeit des Lebens, aber Chappell läßt uns am Ende auch ein kleines bißchen Hoffnung. Fred Chappells Roman ist wirklich eines H. P. Lovecraft würdig.
13 Punkte
Bernd Krosta                    

Stephen R. Donaldson: "Der Spiegel ihrer Träume"

Fazit:
Finger weg! Dieser Fantasy-Roman hat alles, was einen Verriß rechtfertigt: Schlecht gezeichnete Charaktere, eine langweilige Handlung, die kaum in die Gänge kommt, und zudem einen derart aufgeblasenen Stil, daß man dem Autor gerne mal auf die Finger klopfen würde.
0 Punkte
Christian Spließ                    

Greg Egan: "Teranesia"

Fazit: Mit "Teranesia" ist Greg Egan ein weiteres kleines Meisterwerk gelungen; die Faszination und atmosphärische Dichte der ansonsten eher leisen Handlung ist beeindruckend. Fundierte Grundkenntnisse in der Genetik (sollte heutzutage eigentlich jeder SF-Fan haben) sollte der Leser zwar besitzen; ansonsten haben wir es hier mit einem hochklassigen SF-Roman zu tun, der im Gegensatz zu Werken ähnlicher Bedeutung für die SF im Allgemeinen ausnahmsweise einmal nicht relativ langweilig, sondern ganz im Gegensatz äußerst spannend ist, ohne sich irgendwelcher Action-Elemente zu bedienen. Spätestens mit "Teranesia" hat Greg Egan sich in die absolute Spitze der modernen SF-Autoren geschrieben. 14 Punkte Winfried Brand                    

Raymond Feist: "Im Labyrinth der Schatten"

Fazit:
Vor diesem Roman wird ausdrücklich gewarnt. Feist vermag weder eine anständige Geschichte zu erzählen noch ansprechende Charaktere zu erfinden.
0 Punkte
Christian Spließ                    

Barbara Jung: "Space Rovers"

Fazit: Barbara Jung verstrickt sich in diesem Teil des "Lost Planets"-Zyklus in unendliche Wiederholungen und teilweise sehr widersprüchliche Angaben. Als Heftroman wäre dies ein kristallklarer Füllroman ohne weitere Bedeutung. Als Taschenbuch/Paperback ist es eher eine Frechheit.
2 Punkte Winfried Brand                   

Melanie Rawn: "Das Band der Sterne"

Fazit:
Ein recht widersprüchliches Buch, das ein wenig zwischen Kitsch und Klasse schwebt. Alles in allem aber ein guter Roman.
10 Punkte
Alexander Haas                    

Manfred Weinland / Martin Kay: "Landru"

Neu: Co-Rezension:
Fazit:
Dadurch, daß das Ende des Romans dem Stammleser bereits im Voraus bekannt war, kann "Landru" leider kein besonderes Interesse hervorrufen. Einzelne Überraschungen rechtfertigen nun mal keine 340 Seiten. Auch bleiben die Charaktere seltsam blaß - allen voran der titelgebende "Landru" - hier muß man wohl weitere Bände abwarten, bis Martin Kay sich wirklich in die Serie eingefunden hat. Was am Ende bleibt, ist ein Roman, der zwar gut unterhält, die Spannung jedoch ein wenig vermissen läßt. Zwar nicht schlecht, jedoch auch nicht gut - halt "nett", zwar keine "Zeitverschwendung", aber auch kein "muß-man-gelesen-haben". 6 Punkte. Winfried Brand                    

Sergio Aragonés: "Groo #3 - Mächtiger als das Schwert"

Fazit: Groo scheint von Band zu Band besser zu werden. Für Fans des tumben Barbaren allemal zu empfehlen, bietet "Mächtiger als das Schwert" auch für alle anderen eine gute Gelegenheit, einmal in das irrsinnig komische, abstruse und abgefahrene Universum des Sergio Aragonés hineinzulesen. Absolut empfehlenswert. 15 Punkte Winfried Brand                    

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