Nach der
Rettung der Stadt durch Matt werden Colombs Männer zu einem
Festmahl eingeladen. Kurz zuvor entbindet Colomb sie von ihren Eiden
und ihren Pflichten, denn da die Santanna explodiert ist, ist eine
Heimkehr mehr als unwahrscheinlich. So will Colomb in den Süden
fahren, um Handelsbeziehungen für Nu'oork zu knüpfen.
Währenddessen tauchen mehr und mehr von den Würmern
befallene Menschen auf - die Frosen. Romeero und seine Clique,
allesamt junge Bergarbeiter, wollen ihnen eine Lehre erteilen und
dringen in die unterirdischen Bereiche der Subwajs vor. Samtha, die
junge Frau, die Matt gerettet hat, ist ebenfalls nach Hause
zurückgekehrt. Dort findet sie zunächst alles so vor, wie
sie es gewohnt ist, doch die Würmer haben längst die
Kontrolle über ihren Stamm erlangt. Und das Volk breitet sich
allmählich aus. Es beschließt, sich gegen die
Übergriffe zu wehren.
Nach dem Bankett sucht Matt nach den Spuren
seiner Frau, die damals in einem Bunker Zuflucht gefunden hat. Doch
er findet nichts. Als er an die Oberfläche zurückkommt,
kann er gerade noch eine Familie vor einem Frosen retten. Er will sie
zur Residenz des Maa'ors bringen, doch die Tochter des Mannes ist
längst infiziert. Kurz vor der Residenz wird er vom Wagen
geworfen. Samtha hat sich ebenfalls zum Maa'or gerettet und berichtet
von den Aufständen, die inzwischen in der Stadt ausgebrochen
sind. Auch Matt, Yuli und Pieroo flüchten sich zur Residenz, die
kurze Zeit später von den Frosen gestürmt wird. Matt
gelingt es kaum, sich selbst und die illustren Gäste des Maa'ors
zu retten. Unwillkürlich fragt er sich, ob es einen
Verräter unter ihnen gibt. Nachdem nur noch das Dach als letzte
Zuflucht bleibt, entwickelt Matt einen Plan. Der Verräter wird
von ihm entlarvt, und die Kameraden basteln sich einen Ballon
zusammen. In letzter Sekunde gelingt es Matt, sich dem Zugriff der
Frosen zu entziehen - allerdings ist er für den Ballon zu
schwer. So fahren Yuli und Pieroo ins Ungewisse, während Matt
sich auf den Weg in den Süden macht. Yuli allerdings ist von den
Würmern infiziert.
So macht das Lesen doch wirklich Spaß.
Man hat eine wohldurchdachte Handlung vor sich; die einzelnen
Abschnitte greifen wie Zahnräder ineinander und ergänzen
sich hervorragend. Es macht wirklich Spaß, beim Lesen zu
verfolgen, wie winzige Details die Handlung vorantreiben. So wirft
zum Beispiel Pieroo Trek ein Seil zu, um ihn in den Ballon zu hieven.
Leider sind die Frosen schneller. Einige Szenen weiter sieht Matt
dann das Seil und kann sich aus einer brenzligen Situation retten.
Das macht wirklich Laune. ;-) Zudem kann man an keiner Stelle ahnen,
wie die Handlung weitergehen wird. Sprich: Für
Überraschungen ist in Hülle und Fülle gesorgt.
Ab und an streut Claudia eine Prise Humor in
den Roman hinein, zeichnet liebevoll ironisch die
Flüchtlingsfamilie, die Matt letztendlich doch nicht retten
kann, und vor allem kann sie ihren Nebenfiguren so richtig Leben
einhauchen. Man denke nur an die resolute Wirtin in Paals Schenke,
die gleich klarstellt, daß ihr Mann schon seit etlichen Monaten
tot ist und eventuelle Gläubiger halt Pech haben. <g>
Ansonsten gibt es noch jede Menge Actionszenen und zwischendurch auch
einige nachdenkliche Töne, etwa als Matt nach eventuellen Spuren
seiner Frau sucht. Alles in allem ein wunderbares
Lesevergnügen.
Fazit:
Ein fabelhafter Roman, der den ersten Teil
locker hinter sich läßt. Spannung, Humor und Action - was
will man als Leser mehr?
14 Punkte