Frank hat einen merkwürdigen Traum. Er handelt von der Zeit,
in der er bei den Einwanderungsbehörden tätig war. Inmitten
einer großen Halle ist ein alter Mann einfach umgekippt. Frank
kümmert sich sofort um ihn, aber er hält nur noch eine
Leiche in seinen Armen. Ohne Zögern bringt er den Leichnam zu
einem großen Baum. Eine monströse Made verzehrt die
Leiche, und Frank erwacht.
Frank erzählt Jane, Jack und Donna seinen Traum und zum ersten
Mal auch etwas aus seiner Vergangenheit. Damals geschahen an Bord des
Frachters Tabun, der eigentlich Einwanderer aus Sibirien
transportieren sollte, sehr merkwürdige Vorfälle. Frank
gelang es, das Monster, das an Bord wütete, mit einem Amulett zu
vernichten. Daraufhin wurde er von einem Mr. Black für die UPO
angeworben.
Jetzt scheint ihn die Vergangenheit eingeholt zu haben. Frank fliegt
nach New York. Dort, so hofft er, wird er von seinem ehemaligen
Kollegen Jem Näheres erfahren. Jem lebt mit einer der
Einwanderinnen namens Taja zusammen. Diese hat die Ältesten
ihres Clans zusammengerufen. Frank erfährt, daß die
Einwanderer vor Urzeiten eine Auseinandersetzung mit einem
feindlichen Schamanen hatten, der den Clan verfluchte: Alle Kinder
von Schamanen werden zu Werwölfen. Plötzlich platzt Mr.
Black herein. Damals ist er vom Werwolf gebissen worden und geht nun
in Werwolfgestalt auf Taja los. Auch Taja ist eine Werwölfin,
und es kommt zum Endkampf. Mit Eoins Hilfe gelingt es Frank, Black zu
vernichten. Ob Eoin Taja auch vom Werwolf-Fluch befreit, ist nicht so
sicher.
Diesmal darf der Leser also einen Blick in Franks Vergangenheit
werfen. Hmm, ist es bei der Polizei von New York eigentlich
üblich, daß man nach der Ausbildung rolliert? (Rolliert?
Müßte das nicht rotiert heißen?) Auf jeden Fall hat
man so geschickt die Tür für weitere Vergangenheitsepisoden
offengehalten.
Warum der Roman allerdings so heißt, wie er heißt, ist
mir ein Rätsel. Schließlich meldet sich im Roman nicht ein
einziger Ahne zu Wort. Oder wird damit auf die Nebenhandlung
angespielt, bei der ein Schamane offensichtlich Frank hilft, ohne
daß er davon weiß? Who knows...
Nett ist auf jeden Fall Franks Gesangseinlage, der in seinem Traum
"Yellow Submarine" anstimmt, um den Alten aus der vollbesetzten Halle
zu schleppen. Der riesenhafte Baum dürfte eine Anspielung auf
die Weltenesche der Germanen sein. Da Schamanen eine nicht geringe
Rolle in dem Roman spielen, liegt diese Assoziation nahe. Und Mr.
Black erinnert doch sehr an eine gewisse Filmfigur. ;-)
Ansonsten haben wir diesmal einen sehr soliden Roman vor uns. Bis auf
diese rätselhafte Nebenhandlung, mit der der Rezensent jetzt
persönlich nicht so viel anfangen konnte, vermag der Roman doch
gut zu unterhalten. Einige Fragen bleiben zwar ungelöst - warum
weiß der Chinese, mit dem Frank verabredet war, mehr als er?
Und wer hat jetzt die Leitung der UPO in den Händen? - aber an
und für sich ist der Roman besser als die
Ägypten-Bände. :-) Und daß Werwölfe sich auch
ohne Vollmond verwandeln können, legen wir jetzt mal als
Serien-Eigenheit aus. *g*
Fazit:
Ein durchaus solider Roman, wie er öfters vorkommen könnte.
Die Story ist zwar nicht allzu originell, aber nett erzählt.
8 Punkte