2508: Auf
der elterlichen Farm von Rhian und Quinlan trifft ein monströses
Gefährt ein. Der Fremde bittet die Eltern der Kinder um einen
Schutz vor der Nacht, auch, um seinen Wagen zu reparieren. Mitten in
der Nacht wird Rhian wach und bemerkt, daß Quinlan fort ist.
Offenbar ist er zu dem Fremden geschlichen. Rhian folgt ihm - und
tappt dabei in eine Falle. Der Fremde und ein hünenhaftes Wesen
ermorden ihre Eltern und entführen Quinlan und Rhian.
2517: Matt ist auf dem Weg nach Washington. Auf seinem Weg stolpert
er fast über eine Leiche - offensichtlich von einem Nosfera
umgebracht - und wird von einer Art Kaffernbüffel angegriffen.
Da ertönt eine beruhigende Melodie, die das Reittier des
Ermordeten beruhigt. Der Fremde, der die Melodie gepfiffen hat,
stellt sich Matt gegenüber als ein Trouveer mit Namen Jonpol
Sombriffe vor. Er hat von Matt in Nuu'ork gehört. Als er
erfährt, daß Matt auf dem Weg nach Washington ist,
schlägt er ihm vor, ihn bis Phillia zu begleiten. Zudem werden
dort in Kürze eine Reihe von Nosfera zusammentreffen, die dem
Ruf des Blutes folgen. Es gibt Gerüchte darüber, daß
die Nosfera sich zu einem Volk zusammenschließen wollen. Matt
beunruhigt das natürlich; so erklärt er sich mit Jonpols
Plan einverstanden.
2508: Rhian ist in ein ehemaliges Gefängnis gebracht worden.
Dort werden an ihr und an anderen Kindern Experimente veranstaltet.
Wofür diese gut sein sollen, weiß Rhian nicht. Erst als
einer der legendären Rev'rends das Prison erstürmt, kann
Rhian fliehen. Sie beschließt, gegen die Nosfera
vorzugehen.
2517: Jonpol und Matt erreichen Phillia und werden von Nosfera in
einen Hinterhalt gelockt. Doch eigentlich waren nicht sie das Ziel,
sondern die Gruppe um Rhian. Matt und sie dringen kurz darauf in eine
ehemalige Coca-Cola-Fabrik ein - dort soll das Treffen der Nosfera
stattfinden.
Mitten in der Nacht bricht Jonpol noch einmal zur Fabrik auf - und
erfährt dort, daß die Nosfera eine Art Blutersatz gefunden
haben, mit Hilfe von Bunkermenschen. Wenn das wahr wäre,
müßten die Nosfera nie mehr Menschen anfallen. Als Matt
Rhian mit der Geschichte konfrontiert, erfährt er ihre wahren
Beweggründe: Sie will Rache für das, was man ihr angetan
hat. Sie läßt den Trouveer und Matt fesseln und bricht in
die Fabrik auf. Die Nosfera sollen mit Hilfe von Schwarzpulver in die
Luft gesprengt werden. Es gelingt Matt und Jonpol, sich zu befreien,
aber sie können nicht mehr verhindern, daß Rhian die
Fabrik in die Luft sprengt. Der Trouveer und Matt können noch
rechtzeitig fliehen. Rhian aber geht zusammen mit den Nosfera
unter.
Dieser Roman ist wie eine sehr düstere Ballade - eine tragische
Sage, an deren Ende Matt wie der einsame Cowboy bedrückt in den
Sonnenuntergang geht. Schon mit den ersten Worten versteht es
Timothy, eine sehr bedrückende und dichte Atmosphäre zu
schaffen. Die quälenden Selbstzweifel Matts, die Frage, ob das,
was er tut, eigentlich sinnvoll ist - das zusammen mit der kargen
Eiswelt bringt eine Atmosphäre hervor, die im Lauf des Romans
noch düsterer und beinahe schon klamm wird. Ja, doch, klamm ist
das richtige Wort dafür. ;-) Rhian ist zudem eine tragische
Gestalt - und wie die Helden der klassischen Tragödie bezahlt
sie am Ende für ihren Haß. Wobei man ihre Motive und
Handlungen ja durchaus nachvollziehen kann.
Ein Gastspiel besonderer Art war natürlich der Auftritt des -
ähem, besser eines Rev'rend. Sein Auftritt läßt schon
mal Gutes für den Crossover-Band erahnen - na gut, der Rezensent
ist halt ein Fan dieses verbohrten Dämonenjägers.
Fazit:
Was soll man noch groß dazu sagen? Tolle Atmosphäre, ein
zweifelnder Held, eine Handlung, die abgeht wie eine Achterbahn -
kurz, ein absolutes Highlight.
13 Punkte