In der
nordkanadischen Provinz Nanuvut erhält Agkahr, Anführer der
Tulis-Yon (dem Volk der Wolfsköpfigen), von Kuang-shi in einem
Traum die Order, eine Armee aufzurüsten, wie es sie schon einmal
gegeben hat. Die Tulis-Yon rekrutieren ihre Soldaten, indem sie
Menschen töten. Ist das Opfer blutleer, steht es als Tulis-Yon
wieder auf. Das Volk ist auch im Besitz des Huang Shi, eines
geheimnisvollen Steins.
Auf dem Weg dorthin befinden sich auch Zamorra und Gryf. Letzterer
hatte den Tip bekommen, daß sich der Vampir Fu Long und seine
Sippe dort aufhalten sollen; von den Tulis-Yon wissen sie nichts.
Nicole nimmt an der Vampirjagd nicht teil. Da Gryf den Vampir zu
töten beabsichtigt, Zamorra sich damit jedoch schwertut (und es
ihr außerdem wohl zu kalt im Norden Kanadas ist), besucht sie
stattdessen Monica und Uschi Peters, die kurz davor stehen, sich von
Ty Senaca zu trennen. Nicht nur ihnen gegenüber hat sich ihr
alter Freund verändert; nach dem Wiedereintritt von Rhet Riker
in die Firma forciert man die feindliche Übernahme des
schärfsten Konkurrenten von Zamorra-Kampfgefährte Carsten
Möbius. Der Versuch der Zwillinge, von einem geheimnisvollen
Informanten Daten über die Pläne von Tendyke Inc.
herunterzuladen, mißlingt.
Die beiden Dämonenjäger hören gleich nach ihrer
Ankunft von zwei verschwundenen Zivilisten. Natürlich fällt
ihr Verdacht auf den Vampir, doch in Wirklichkeit sind die Tulis-Yon
verantwortlich. Am Tatort setzt Zamorra Merlins Stern ein, doch
während der Zeitschau greifen die Tulis-Yon sie an, wobei auch
noch zwei Vampire in den Kampf eingreifen. Während Zamorra in
den Unterschlupf der Tulis-Yon verschleppt wird, wo er langsam aber
beständig Blut verliert, kann sich Gryf mit einem zeitlosen
Sprung in Sicherheit bringen.
Fu Long sucht natürlich nach dem Huang Shi, der seiner
Überzeugung nach einen Krieg unter Vampiren für ihn
entscheiden wird. Als er von Zamorras Entführung erfährt,
schickt er seine Sippe los, um ihn zu finden.
Zamorra kann sich aus seinen Fesseln befreien, den Stein an sich
nehmen und flüchten.
Fu Long findet jedoch zuerst Gryf, der bereits von zwei Polizisten
aufgegriffen wurde. Unter Hypnose erzählt einer von ihnen von
der gesuchten Höhle.
Der anschließende Kampf zwischen den beiden ist ziemlich kurz;
da Fu Long an seinem Leben hängt, zieht er einen taktischen
Rückzug vor. Dieser führt ihn zu Zamorra, der seine
blutenden Wunden mit dem geheimnisvollen Stein hatte
verschließen können.
Fu Long zeigt dem Meister des Übersinnlichen Bilder eines
kommenden Krieges unter den Vampiren. Dann will er den Huang Shi an
sich nehmen. Da jedoch Gryf naht, zieht er sich ohne diesen
zurück...
Am Anfang des Romans träumt Nicole davon, ihren Partner als
Vampir zu sehen. Auch wenn die Tulis-Yon keine Vampire sind, ihr Keim
andersartig ist, so dienen sie doch Kuang-shi, einem Vampir.
Die Darstellung dieses Gegners - obwohl er immer im Erwachen
begriffen ist! - ist um einiges bedrohlicher, imposanter und
beeindruckender beim Lesen als all die in den letzten Bänden
kurzzeitig aufgetauchten "Gegner". Kuang-shi hat was, ebenso wie Fu
Long.
Daß Gryfs Kräfte relativ schnell nachließen, ist
natürlich dramaturgisch wichtig, paßt aber nicht zu dem
Silbermond-Druiden, der sonst wie wild hin- und herspringt; wenn er
nun gerade von einem anderen "Einsatz" gekommen und ausgelaugt
gewesen wäre, okay - aber so...
Und einen Minuspunkt gibt's. ;-)
Zamorra und Nicole machen zweimal ansatzweise abfällige
Bemerkungen über Kylie Minogue. Bei Danni hätte ich's
verstanden, aber nicht bei der großen Schwester. <g>
13 Punkte.