Startac
Schroeder und Ruben Caldrogyn teleportieren in die unter dem
Transmitterportal von Yezzikan-Rimba gelegenen Anlagen. Diese sind
ansonsten völlig unzugänglich.
Dort begegnen sie der Portal-Rangeurin Leikene aus dem Volk der
Tayrobo. Die Tayrobo, wurmartige Wesen mit zahlreichen Fühlern,
steuern die Portale des Dommrathischen Transmitter-Netzes. Quasi
parallel zu den Transmitterstrecken existiert ein zweites
Transportnetz, der Portale Äther. Dieser dient den Tayrobo als
Reisemedium. Die Heimat der Tayrobo befindet sich auf dem Planeten
Crozeiro; dort befindet sich ihr Zentralbau, der "Catterstock".
Hierbei handelt es sich um eine in sich abgeschlossene Sektion in der
Sternenkammer der Ritter von Dommrath.
Auf der Flucht vor der Portal-Wächterin, die die Eindringlinge
festnehmen will, gelangen Startac Schroeder und Ruben Caldrogyn durch
das Äther-Tor von Yezzikan-Rimba schließlich nach Crozeiro
und in den Catterstock. Dort werden sie von den Tayrobo als Feinde
eingestuft und gejagt. Es gelingt ihnen, in das Äther-Herz
einzudringen, von dem aus sich das gesamte Dommrathische Netz
kontrollieren läßt. Ruben Caldrogyn erkennt, daß er
hier die Möglichkeit hat, das Netz zu zerstören oder doch
mindestens lahmzulegen. Er tut es jedoch nicht, weil ihm klar wird,
daß die Portale den Frieden und Wohlstand der Völker
Dommraths sichern und daß ihre Zerstörung unendlich viel
Not und Leid zur Folge hätte. Schließlich gelingen ihm und
Startac Schroeder mit knapper Not die Flucht und die Rückkehr
nach Yezzikan-Rimba.
Manchmal möchte man wirklich wissen, wer für diese
Untertitel verantwortlich ist... Der in diesem Band ist peinlich und
zudem völlig irreführend, hat er doch mit der Handlung so
gut wie nichts zu tun. Aber das nur nebenbei.
Uwe Anton ist ein interessanter und abwechslungsreicher Roman
gelungen, in dem zum erstenmal wirklich auf das zentrale Thema der
Dommrath-Galaxis eingegangen wird: das Transmitter-Netz. Es gelingt
dem Autor immer wieder, Stimmungen exakt einzufangen. Startac
Schroeder und Ruben Caldrogyn materialisieren in völliger
Dunkelheit; die beklemmende Atmosphäre dieser Situation wird
sofort deutlich. Auch die Schilderung der Hauptpersonen ist gelungen:
Dies gilt sowohl für Schroeder/Caldrogyn als auch (in besonderem
Maße) für die Tayrobo Leikene.
Die Lebensgeschichte Leikenes wird recht kurz abgehandelt. Zum
Glück, muß man schon fast sagen, denn hier haben wir schon
den dritten Werdegang eines Wesens aus dieser Galaxis, und das
innerhalb von sechs Heften. Nichts gegen bewährte Konzepte, aber
man kann es auch übertreiben.
Mit den Tayrobo haben wir dann die Nakken von Dommrath vor uns. Ein
Nakk! Das war der erste Gedanke nach dem Lesen des Prologs. Das
äußere Erscheinungsbild beider Völker ist
vergleichbar; beide haben ähnliche Sinnesorgane, fast identische
Aufgaben, und ihre Wahrnehmung reicht jeweils bis in das
hyperphysikalische Spektrum hinein. Nicht schlecht, aber irgendwie
hat man bei Rhodan als langjähriger Leser mittlerweile das
Gefühl: Alles war schon einmal da... Wieder ein
Déja-vu.
Die Bestimmung der Tayrobo ist eine multikulturelle Galaxis des
Friedens, die durch ihre Dienste reibungslos funktioniert. Auch eine
Aussage, seit wann das Netz existiert, wird gebracht (mit dem Aufbau
wurde danach vor etwa 23.350 Domm begonnen; das kann man leicht
umrechnen).
Nebenbei haben die Tayrobo noch eine weitere, nicht weniger wichtige
Funktion: Sie überwachen die Planeten und Völker Dommraths
für die Ritter. Es wird zwar ausgesagt, dieses Volk werde
weniger als Spitzel denn als Statistiker eingesetzt (Seite 29), doch
das ist die Aussage einer Tayrobo, die auch nicht viel über die
eigentlichen Mächtigen dieser Galaxis weiß. Die Tayrobo
sind denn auch (wie die Nakken in Estartu) nicht viel mehr als
kritiklose Werkzeuge, denn "Die Ritter würden schon wissen, was
zu tun war." (Seite 30).
Winy hatte es in seiner Rezension zu PR 2059 schon von sich gegeben:
Irgendwie klingt das alles nach einem Thoregon. Dazu würde auch
der Portale Äther passen: Demnach wären die Äther-Tore
so etwas wie die Verankerungspunkte einer Superintelligenz im
Standard-Raum. Das Äther-Herz ist leer (die Superintelligenz
wäre dann nicht mehr da; Parallelen zu Segafrendo tun sich auf).
Lassen wir uns überraschen.
Der erste Teil des Romans verläuft eher gemächlich, aber
dann dreht die Handlung voll auf. Ruben Caldrogyn und Startac
Schroeder machen quasi einen Ausflug ins Machtzentrum Dommraths (ohne
allerdings viel zu erfahren, denn eigentlich bleibt alles im
Dunkeln). Ruben Caldrogyn hat dann an dem Wissen, das ihm abrupt
vermittelt wird, einiges zu knabbern. Jedenfalls muß der
Revolutionsführer seine Überzeugung zu vielen Dingen noch
einmal grundsätzlich überdenken.
Der Roman vermag auch wegen seiner diversen humorigen Momente zu
gefallen. So kennen auch die Tayrobo Murphys Gesetz. Bei denen
heißt es zwar anders, aber letztlich bleibt es Murphys Gesetz
(Seite 28). Und wer sich im PR-Forum im Internet tummelt, wird
feststellen, daß Uwe Anton hier noch so nebenbei ein halbes
Dutzend Forums-Teilnehmer mit ihren Pseudonymen im Roman verewigt
hat.
Raum für weitere Spekulationen bleibt auch ansonsten recht viel:
Die Bewegung im Portalen Äther erinnert stark an diejenige im
Psionischen Netz, z. B. das bewußte Verfolgen von
Verbindungssträngen usw. Es gab in der Mächtigkeitsballung
von ESTARTU eine auf dem Psionischen Netz beruhende
Transmittertechnik: die Heraldischen Tore. Damit sind wir wieder bei
den Nakken... Zufall oder Absicht? Zudem fällt Startac Schroeder
eine starke Ähnlichkeit von Portaltechnik und Cappintechnik auf.
Cappins in Dommrath? Aber das wäre wohl zu viel verlangt. (*
Oh, Cappins! Warum nicht? Her mit den Cappins! (Werbeton: Iiiiich
wiiiiill Cappins!) ;-) Naja, wer weiß schon, wo die
überall hingekommen sein könnten? Heike)
Fazit:
Kurzweilig, interessant und mit vielen Andeutungen versehen.
12 Punkte
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Schon der Name des Autors läßt den Leser
hoffen - nicht zu unrecht, wie sich bei der Lektüre des
Romans herausstellt. |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |