Erneut hat Frank Träume, die von Eoin stammen. Der Dolch
enthüllt ein weiteres Detail aus seiner langen Geschichte.
Nachdem Eoin und Beagans Skelett von Rittern gefunden wurden, wird
der Dolch vom Earl of Blakeley verwahrt. Dieser wird ihn auch bald
benötigen. Denn das Böse macht sich in seinem Land
breit.
Zuerst werden die Abtei und das Kloster von einer geheimnisvollen
Feuersbrunst niedergebrannt. Das Banner eines schwarzen Drachen vor
grauem Grund kündet von den neuen Bewohnern, schwarzvermummten
Gestalten. Diese überfallen kurz darauf das nächste Dorf
und verschleppen Frauen und Kinder in die Klosterruine. Dort werden
grauenhafte Rituale vollzogen.
Edward, der Earl von Blakeley, hat von Gerüchten gehört und
Gottfried von Warsmound losgeschickt, um die Angelegenheit zu
untersuchen. Dabei trifft er auf einen Überlebenden, der von der
zerstörten Abtei erzählt. Edward läßt das
Nachtlager aufschlagen. Kurze Zeit danach führt er seinen Trupp
in eine Schlacht gegen die schwarzvermummten Gestalten, denen nur
Silber etwas anhaben kann.
Vorher jedoch muß sich Gottfried noch eines Werwolfes erwehren;
bei dem Kampf kommt sein Kreuz ihm zugute, als sich der Leichnam nach
dem Tod in den Flüchtling verwandelt, den Gottfried kurz zuvor
getroffen hat.
Edward, Earl von Blakeley, erfährt von den Vorgängen.
Sofort ordnet er Gegenmaßnahmen an und läßt die
Schwerter mit Silber beziehen. Offenbar ist es nicht das erste Mal,
daß er mit diesen Mächten zu tun hat. Es kommt zur finalen
Schlacht, bei der Eoin den Earl unterstützt. Schließlich
steht der Earl dem Meistermagier gegenüber. In der Ruine des
alten Klosters kommt es zum entscheidenden Zweikampf; sowohl der Earl
als auch der Schwarzmagier stürzen über die Klippen ins
Meer...
Frank erwacht und erkennt, daß Eoin seinen bisherigen Besitzern
stets den Tod gebracht hat.
Erneut gibt Eoin also etwas von seiner Vergangenheit preis. Die
Gründe dafür liegen im Dunklen - vielleicht verbindet Eoin
mit Frank eine gewisse Sympathie.
Wie dem auch sei, das Vergangenheitsabenteuer läßt auch
diesmal einige Fragen offen. Anscheinend hat das Banner, das die
vermummten Gestalten in die Klosterruine rammen, eine Bedeutung.
Diese scheint Edward auch gut zu kennen; der Hinweis auf ein
vergangenes Abenteuer läßt darauf schließen,
daß er schon einmal mit diesen Mächten
zusammengestoßen ist. Schade, es wird nicht näher
erläutert, was da passiert ist. Stoff für einen weiteren
Band? ;-)
Der Handlungsstrang um den Alten, der zum Werwolf wird, kommt dem
Rezensenten zwar etwas deplaziert vor - sprich: So ganz scheint er
nicht in die Handlung zu passen - aber er stört auch nicht
weiter. Ansonsten haben wir eine routiniert erzählte Handlung
vor uns, die sich zwar ohne große Überraschungen
entwickelt, abgesehen von dieser Werwolf-Geschichte, die aber doch zu
unterhalten weiß. Sonderliche Höhepunkte finden sich
nicht, doch immerhin plätschert die Handlung auch nicht nur vor
sich hin.
Fazit:
Das Vergangenheitsabenteuer bietet zwar keine besonderen
Höhepunkte, versteht aber routiniert zu unterhalten. Nett
halt.
8 Punkte