Yan
Tanafres wollte eigentlich nach der uralten Stadt Ur-Schuttariat
suchen. Zusammen mit Peyto und Teletha wird er allerdings
unfreiwillig in einen Krieg hineingezogen. Die Bregil,
affenähnliche Wesen, überrennen mit ihren Horden das Land
des Königs Shain. Teletha stellt sich in die Dienste des
Königs und arbeitet unter dem Kommando des Hauptmanns Janden.
Bald stellt sie fest, daß ihre anfängliche Antipathie
gegen ihren Chef nicht ganz unbegründet ist.
Als vom Hof des Kaisers ein Kampfmagier eintrifft, um Shain zu
unterstützen, hofft Yan, von diesem Magier zu lernen und
etliches über die Ursachen der Kämpfe von ihm zu erfahren.
Doch die Zusammenarbeit läuft nicht so, wie Yan es sich
vorgestellt hat. Zudem scheinen die Bregil nicht aus eigenen
Stücken anzugreifen. Als riesige Echsen gesichtet werden,
scheint der alte Feind, die Drakkenree, aus der Vergangenheit
einzugreifen.
Teletha genießt das Leben als Soldat, kann sie doch so eine
Ruhepause von Yan einlegen und sich fragen, warum sie ihn die ganze
Zeit begleitet. Ist es Liebe oder nur reine Freundschaft, die sie
für ihn empfindet?
Unterdessen kann Yan es nicht lassen - er muß herausfinden, ob
die Bücher und die Symbole in den Ruinen, die in der Nähe
des Schlachtfeldes sind, sich gleichen. So zieht er mitten in die
benachbarten Wälder und wird auch prompt von den Drakkenree
gefangengenommen. Endlich erfährt er, worum es diesen eigentlich
geht - sie suchen das Schlangenauge, ein Artefakt mit unendlicher
Macht...
Die Ereignisse des zweiten Bandes der Chronik von Aelwyn passieren
etliche Jahre nach dem ersten Band. Charrette hat die Hauptpersonen
wieder versammelt und schickt sie in ein neues Abenteuer.
Leider haben sich seine Helden gegenüber dem ersten Band
überhaupt nicht entwickelt. Im Grunde ist Yan immer noch ein
eher tolpatschiger Vertreter seiner Kunst, und Teletha ist immer noch
die loyale Soldatin. Man würde doch meinen, die Zeit hätte
die Hauptpersonen reifen lassen, aber davon ist keine Spur zu sehen.
Das ist nicht gerade die ideale Basis für eine Identifikation
des Lesers mit Charrettes Figuren.
Hinzu kommt noch eine sehr voraussehbare Handlung. Der Rezensent hat
ja nichts gegen Schlachtenbeschreibungen, aber derart gehäuft
und immer wieder gleich erzählt - nein, das ist definitiv kein
Lesegenuß. Zudem kommt die Handlung einfach nicht in die
Gänge. Die Personen reden zwar stundenlang miteinander, tun dann
mal was, reden dann wieder unendlich lange - man läuft Gefahr,
die interessanten Szenen wegen dieser doch arg langgestreckten und
zudem noch sehr unnatürlich wirkenden Dialoge zu verpassen. Und
der Schluß rettet den Roman nun auch nicht, obwohl dieser noch
einigermaßen passabel ist.
Fazit:
Wer beim Lesen nicht unnötig nachdenken möchte und zudem
über die schwachen Hauptfiguren hinwegsehen kann, wird diesen
Roman mögen. Bus- und Bahnlektüre halt.
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