Band 1: "Der Sohn des Kometen" von Hugh Walker
Mythor war nicht in Churkuuhl geboren, der hölzernen Stadt,
die auf den Rücken der Yarls gebaut worden war. Die Marn hatten
ihn gefunden, von einem Lichtschein umgeben; und sie hatten in seiner
Gegenwart den Schrei des Bitterwolfes gehört. Sie hatten ihn
Mythor genannt - nach Mythoron, dem mythischen Helden des Lichts.
Der Lichtbote hatte einst auf seinem Kometentier die Mächte der
Finsternis zurückgedrängt. Sie waren in die Schattenzone
geflüchtet, in einen Ring aus kosmischen Trümmern, der die
Welt in eine Nord- und eine Südhälfte teilte.
Die Yarls waren riesige Echsenwesen, die seit etwa 2 Generationen
nicht mehr von den Marn gelenkt werden konnten, sondern aus eigenem -
manche befürchteten, aus dunklem - Antrieb heraus ihren Weg
immer weiter nach Norden suchten. In den letzten 100 Tagen hatten sie
nicht einmal mehr angehalten, um zu fressen; und schließlich
brachen sie alle an der Küste des Meeres der Spinnen
zusammen.
Nach einer Nacht der Ruhe begann am nächsten Morgen der
Untergang. Ein Yarl nach dem anderen schrie kurz auf und stürzte
sich dann über die Klippen ins Meer. Die wenigen Yarls, die
Sturz überlebten und an die Wasseroberfläche
zurückkehrten, wurden von spinnenähnlichen Wesen wieder in
die Tiefe gezogen. Diese Wesen hausten in dem nassen Gefilde und
verhinderten sogar jegliche Schiffahrt.
Nur wenigen Marn, darunter Mythor, gelang noch rechtzeitig die
Flucht; es waren kaum mehr als 50 Menschen. Auf dem vermeintlich
sicheren Grund erwarteten sie tainnianische Reiter, die auf dem Weg
nach Elvinon waren, wo ein Krieg gegen die Eroberer der Caer
bevorstand. Die Tainnianer hatten Churkuuhl schon einige Tage lang
begleitet und die Vernichtung der Stadt mitangesehen.
Da jedoch nicht nur die Yarls, sondern auch viele der tainnianischen
Pferde Opfer des Wahnsinns geworden waren und sich mit und ohne
Reiter über die Klippen gestürzt hatten, wollte Fürst
Thorwill Rache an den Überlebenden üben. Er
verdächtigte sie der dunklen Magie, und es gelang ihm sogar,
Nyala, die schöne Tochter des Herzogs von Elvinon, zu
überzeugen.
Da die Marn keine Chance haben würden, entSchloßen sich
Mythor und Etro, der ehemalige Anführer der Versprengten, zu
Fuß zu den Tainnianern zu gehen, um eine Verständigung zu
erreichen. Doch Thorwill war auf Blut aus, nicht auf ein
Gespräch. Als er Etro erschlagen wollte, sprang Mythor
dazwischen, entriß dem Fürsten dessen Schwert und
verwundete ihn an der Schulter.
Dann begann das Gemetzel. Die Marn hatten keine Chance, auch wenn sie
sich überraschend gut hielten. Als Nyala bemerkte, daß
auch Frauen und Kinder erschlagen wurden, griff sie ein und stoppte
das Töten. Als sie auf Mythor traf, verschlug es ihr den Atem.
Dieser Mann sah aus wie einer, von dem die Legenden sprachen - der
Sohn des Kometen. Und hinter seinem rechten Ohr fand sie das
prophezeite Zeichen, eine kreisrunde Narbe. Nyala befahl ihren
Männern, Mythor nach Elvinon zu bringen. Ihn und Etro, die
einzigen Überlebenden der Marn.
In Elvinon machte sich inzwischen Herzog Krude Sorgen wegen der
erwarteten Invasion durch die Caer. Caer, vor wenigen Jahren noch
eine der sieben Provinzen Tainnias, war von den Priestern
übernommen worden. Mit ihrer Hilfe - und dadurch mit Hilfe der
Schattenmächte - gelang es den Caer bald, ihre Macht auf die
gesamte tainnianische Insel auszudehnen. Und nun strebten sie in
Richtung Elvinon, per Schiff über die Straße der Nebel,
die unmittelbar südlich des Meeres der Spinnen lag.
Als Nyala Mythor das nächste Mal traf, geschah dies kurz vor
Etros Tod. Dieser hatte von einem Becher Wein getrunken, der für
Mythor gedacht gewesen war und Gift enthalten hatte. Es stellte sich
bald heraus, daß Nyalas Gardehauptmann Felzt dafür
verantwortlich war - er hatte aus Eifersucht gehandelt. Deshalb wurde
er von der Herzogstochter unter Arrest gestellt, dem er jedoch schon
kurz darauf entfloh.
Die folgende Zeit verbrachten Mythor und Nyala zusammen. Sie
berichtete ihm von der Legende des Lichtboten:
Vor langer Zeit lag die Welt im Schatten des Bösen. Als der
Lichtbote kam, durchdrang er in Gestalt eines Kometen die Hülle
des Bösen. Was sein Licht berührte, das ward gereinigt an
Herzen und Gestalt. Doch es gab Orte, die sein Licht nicht fand, an
denen sich das Böse verkroch, um auf die Stunde zu warten, da er
weiterzog. Und als der Lichtbote unsere Welt verlassen mußte,
wußte er, daß das Böse des Schattenreichs erneut
hervorkriechen würde (so wie es gerade geschah, in den Herzen
und Hirnen der Caerpriester).
In seiner Weisheit gab der Lichtbote ein Versprechen oder eine
Prophezeiung, daß dann, wenn die Schatten des Bösen erneut
die Welt zu bezwingen drohten, ein Retter herabsteigen würde,
den er den Sohn des Kometen nannte: Mythoron. Man würde ihn
erkennen an seinem Mal, einer kreisrunden Narbe hinter dem rechten
Ohr.
Der Sohn des Kometen würde sich aber erst bewähren
müssen. Ihm würden schwere Prüfungen auferlegt. Erst
wenn dies geschehen sei, werde er die Macht besitzen, seine Aufgabe
zu beginnen. All dies müsse aber getan sein, bevor der Lichtbote
von seiner langen Reise zurückkehre, denn er werde sehr schwach
sein; und wenn sein Licht nicht auf eine klare Lichtwelt fiele,
würde es verlöschen, und die Welt würde
untergehen.
Nicht weit von Elvion lag eine Gruft, aus der der Legende nach
dereinst der Sohn des Kometen erscheinen sollte. Sie lag verborgen
hinter den Wasserfällen von Cythor. Bislang blieb jeder
verschwunden, der sie betreten hatte. Seither wurde sie von Kriegern
des Herzogs bewacht.
Auch Nyala war sich nicht sicher, ob Mythor der vorhergesagte Retter
sei. Aber sie hoffte darauf. Und die Hoffnung färbte auch ein
wenig auf Mythor ab. Deshalb beSchloßen sie, sich die
Höhle anzuschauen.
Als Mythor nach einer langen Audienz beim Herzog, die mit seiner
Ernennung zum Gardehauptmann endete, zu seiner Kammer
zurückging, wurde er aus dem Dunkeln heraus angegriffen. Der
Angreifer hatte gegen Mythors Fechtkünste keine Chance und starb
rasch. Es war ein Caer, der mit weiteren in das Schloß
eingedrungen war, um Nyala zu entführen. Nur Mythors
entSchloßenes Auftreten konnte dies verhindern. Nach einer
wilden Verfolgung gelang es ihm, die Frau zu befreien. Da aber
überall Caer lauerten, konnten sie nicht zurück. Deshalb
wählten sie den Weg nach Cythor.
Dort fanden sie die Leiche eines der Wächter. Er war
erwürgt worden. Nyala konnte nicht weiter, denn der Atem des
Todes wehte aus der Höhle und lähmte sie. Mythor nahm den
Atem des Todes nicht wahr. So ließ er Nyala vor der Höhle
zurück, während die Caer zum Angriff auf Elvinon
bliesen.
Als er eine Treppe erreichte und dort viele Knochen liegen sah,
wußte er, wie weit die anderen vor ihm gekommen waren.
Plötzlich tauchten riesige Bestien auf der Treppe auf und
griffen an. Mythor sah keine Chance zur Flucht und stellte sich.
Bevor er jedoch den ersten Hieb ansetzen konnte, zogen sich die
Bestien zurück und gaben den Weg frei.
Band 2: "Die Flotte der Caer" von Horst Hoffmann
Die riesigen Flotten der Caer, bestehend aus schwarzen Schiffen mit
schwarzen Segeln, lagen nun deutlich sichtbar vor den Küsten
Elvinons. Es waren so viele, daß mit einem Sieg der Verteidiger
kaum mehr zu rechnen war. Auf jedem der Schiffe war deutlich ein
Altar zu erkennen, hinter dem auf einigen Schiffen hagere Gestalten
mit silberroten Gesichtsmasken und langen schwarzen Mänteln
standen - die gefürchteten Priester der Caer.
An den meisten der Schiffe hingen lebende Galionsfiguren: Besatzungen
von Schiffen aus Elvinon, die in den letzten Wochen verschwunden
waren. Flottenchef der Caer war der Priester Drundyr. Im heimatlichen
Caer waren ihm nur noch der oberste Druide Drudin und dessen
12köpfiger Priesterrat vorgesetzt.
Drundyr wollte die Eroberung Elvinons mit so wenig eigenen Verlusten
wie möglich durchführen, denn schließlich gab es noch
viele weitere Länder, die auf die Herrschaft der Caer warteten.
Deshalb sollten der Herzog und seine Tochter lebend gefangengenommen
werden, um die Moral der gegnerischen Truppen zu brechen.
Die Parole der elvinonischen Flotte hieß Aufhalten - die Flotte
der Caer solange aufzuhalten, bis die Landtruppen stark genug waren.
Und dann begann eine der schrecklichsten Seeschlachten der
jüngeren Geschichte.
Inzwischen hatte Felzt Nyala vor der Gruft gefunden und versucht, sie
noch einmal von seiner Liebe zu überzeugen. Da der Versuch
fehlschlug, ließ er seine Maske fallen und rief die verborgenen
Caer-Krieger an seine Seite. Felzt hatte Elvinon verraten. Dafür
hatten ihm die Caerpriester 6 Jahre Liebesfreuden mit Nyala
versprochen, die sie entsprechend verzaubern wollten. Und nun wartete
Felzt auf die Rückkehr Mythors, den er dann töten
wollte.
Auf den Schiffen der Caer wurde einigen Gefangenen mittlerweile
deutlich vor Augen geführt, über welche Macht die
Caerpriester verfügten. Die Gefangenen wurden auf den
Altären geopfert, aber ihre Lebensenergie wurde aufgefangen und
in verwundete Caerkrieger geleitet, die sofort erstarkten, um sich
kraftstrotzend wieder an den Kämpfen zu beteiligen. Somit
verfügten die Aggressoren über eine niemals ermüdende
Armee.
Yorgst, Kapitän eines der gesunkenen Schiffe, wurde Zeuge dieser
Magie. Es gelang ihm, vor seiner eigenen Opferung von Bord des
Caerschiffes zu flüchten. Doch kaum zurück an Land geriet
er erneut in Gefangenschaft. Er war Drundyr persönlich in die
Hände gefallen, der sich hinter einer magisch geschaffenen
Nebelbank verborgen hatte.
Mythor war inzwischen in einer großen Höhle angelangt.
Dort fand er an den Wänden Darstellungen dieser Welt aus der
Zeit der Dunkelheit sowie den Wandel mit und nach dem Eintreffen des
Lichtboten. Aber alle Bilder, die er einmal betrachtet hatte,
verschwanden sodann. Und Mythor hatte den Eindruck, daß er die
wesentliche Information hinter den Bildern nicht verstanden
hatte.
In der Mitte des Raumes befand sich ein Schrein, in dem eine junge
Frau einbalsamiert lag. Plötzlich löste sich eine flirrende
Wolke und manifestierte sich in der Gestalt einer Frau über dem
Schrein.
Es war Gwasamee, die Kometenfee. Sie gab sich Mythor zu erkennen und
begrüßte ihn in dieser Insel des Lichts als möglichen
Sohn des Kometen, dessen Weg der Prüfungen in diesem Augenblick
beginnen würde. Um geläutert zu werden und die notwendige
Reife zu erlangen, damit er die Mächte der Finsternis in ihre
Schranken verweisen könne, seien diese unbedingt erforderlich.
Außerdem würde er dabei das notwendige Rüstzeug
erlangen.
Sieben Prüfungen seien zu bestehen; sieben Ziele seien es, deren
erstes Mythor jetzt bereits erreicht hatte. Als nächstes solle
Mythor das gläserne Schwert Alton aus Xanadas Lichtburg an sich
nehmen. Dann verschwand Gwasamee, und die Mumie zerfiel zu Staub. Das
gleiche geschah mit den Bildern in den Wänden. So blieb Mythor
nur noch der Weg zurück, zumal nun giftige Dämpfe aus den
Wänden entwichen.
Draußen traf er dann, durch die Dämpfe geschwächt,
auf Felzt. Doch bevor dieser Mythor töten konnte, tauchte
Drundyr auf und forderte Mythor für sich - er hatte sofort
erkannt, daß Mythor etwas Besonderes war. Nyala gelang es, sich
kurzzeitig zu befreien und Felzt zu töten, bevor sie und der
Sohn des Kometen endgültig von den Caer überwältigt
wurden.
Zurück auf seinem Schiff, der Durduune, widmete sich Drundyr
seinem dritten Gefangenen, Yorgst. Er sprach magische Formeln
über diesem aus und schickte ihn mit falschen Erinnerungen zu
seinem Herzog. Er berichtete diesem von "Erlebnissen" auf der
Durduune und empfahl dringend, dieses Schiff umgehend als erstes zu
versenken. Krude stimmte zu und lief sofort mit der Tannahier
aus.
In der Nacht war der Nebel wieder aufgezogen, so daß sich das
Schiff ungesehen weit nach Westen bewegen konnte. Doch plötzlich
war es von Caerschiffen eingekreist und wurde geentert. Sie
mußten nach hartem Kampf der Übermacht Tribut zollen. Alle
wurden getötet - alle bis auf Herzog Krude, der lebendig an
Drundyr übergeben wurde. Dieser machte sich zugleich auf den
Rückweg nach Caer, über das Meer der Spinnen, denn diese
Wesen konnten ihm und seiner Magie nichts anhaben.
Kurz darauf gelang der restlichen Caerflotte der Durchbruch. Die
Horden ließen den Verteidigern keine Chance. Zwei Tage
später endete die Schlacht mit dem uneingeschränkten Sieg
von Caer.
Band 2: "Die Goldene Galeere" von Paul Wolf
Die Reise auf der Durduune verlief anstrengend. Nicht nur, daß
sich Nebel bildete und ein Sturm aufzog. Drundyr wob irgendeinen
Zauber, der die Welt um das Schiff herum wie zähflüssigen
Honig erstarren ließ. Doch dieser Zauber half dem Schiff nichts
gegen das Monster, das sich dieses als Beute ausgesucht hatte: einer
der berüchtigten Vallsaven, um ein Vielfaches größer
als das Schiff und stachelüberzogen.
Selbst Drundyr konnte nichts mehr tun, und die Durduune wurde
versenkt. Den Gefangenen gelang in diesem Chaos die Flucht, mitten
hinein in den Sturm.
Stunden später trieb der Mast, auf den sie sich gerettet hatten,
gegen ein Hindernis. Es war ein leerer Rückenpanzer eines Yarl.
Auf diesem konnten sie verschnaufen, bis der Sturm so stark wurde,
daß der Panzer zu sinken drohte. Doch wieder griff das
Schicksal ein; ein Schiff erreichte den Panzer und rettete die
Schiffbrüchigen, bevor sie ertranken.
Als die Gefährten aus dem Erschöpfungsschlaf erwachten,
mußten sie feststellen, daß sie auf einem legendären
Geisterschiff gelandet waren, der Goldenen Galeere. Prinz Nigomir
hatte aus Eifersucht seine Stiefschwester Karen erdolcht und war von
deren Vater verflucht worden. Als Nigomir sich der Schattenzone zu
sehr genähert hatte, erfüllte sich der Fluch. Seither
konnte er den Weg zurück nicht mehr finden.
Nigomir und seine Mannschaft hatten sich im Lauf der Jahrzehnte auch
physisch verändert. Sie bestanden eigentlich nur noch aus
muskel- und sehnenumgebenem Gerippe. Die Mannschaft schien
darüber hinaus auch ihre Seelen verloren zu haben, denn sie
schienen alle unter einem unheilvollen Bann zu stehen.
Die drei Gefährten durften sich auf dem Schiff frei bewegen; es
war ihnen jedoch untersagt, unter Deck zu gehen. Ein Geheimnis, dem
Mythor natürlich nicht widerstehen konnte. Schon kurz darauf war
er unter Deck eingedrungen und fand dort die sterblichen
Überreste eines Caerpriesters. Er lag in einem Sarg aus Metall,
der unnatürlich kalt war. Es handelte sich um Drundyr.
Sein Körper schien tot, aber der Dämon in ihm lebte noch.
Und er nutzte Mythors Lebenskraft, um sich selbst zu stärken.
Dabei erfuhr Mythor, wie der Dämon die Besatzung der Goldenen
Galeere gezwungen hatte, Drundyr an Bord zu holen. Nur die sofortige
Flucht rettete Mythor.
Als er auf Nigomir traf, klärte dieser Mythor auf. Nigomir war
in der Schattenzone gewesen und dort in ein Wesen verwandelt worden,
das nicht sterben konnte und nicht leben durfte. Aber er mußte
gehorchen, wenn Diener des Bösen ihn beschworen. Deshalb konnte
er sich Drundyr nicht widersetzen.
Er bot Mythor jedoch an, ihn mit seiner Gefährtin bei Xanadas
Burg abzusetzen, wenn dafür Krude freiwillig an Bord bliebe.
Andernfalls würden alle drei für immer gezwungen,
hierzubleiben. Diesem Vorschlag konnte der Sohn des Kometen nicht
zustimmen, aber sie einigten sich darauf, daß Mythor sich
Nigomir freiwillig anschließen würde, sobald er seine
Aufgaben erfüllt hatte. Krude würde solange als Pfand an
Bord bleiben. Dafür sollte Mythor in der Nähe von Xanadas
Lichtburg abgesetzt werden, die auf einer der Bordkarten verzeichnet
war.
Daß ein lebendes Wesen dazu benötigt wurde, um die
Verfluchten mit seiner Lebenskraft zu stärken, wurde Mythor erst
später klar. Ebenso wie die Tatsache, daß damit auch die
Verwandlung in einen Seelenlosen verbunden war. Dies brachte ihm
nicht nur enorme Selbstvorwürfe, sondern auch den Haß
Nyalas ein. Und nach dem Motto: Wenn du einen Gegner nicht vernichten
kannst, verbünde dich mit dessen Feind, ging sie zu Drundyr und
schenkte diesem ihre Lebenskraft, was sie selbst zu einer Seelenlosen
machte.
Kurz darauf wurde Mythor von den Seelenlosen überwältigt.
Drundyr ließ ihn auf Nyalas Bitte hin fesseln und über
Bord werfen - kurz vor der Küste, wo barbarische Horden nur
darauf warteten, daß er lebend an Land käme. Mit viel
Glück gelang es ihm, die kleine Harpune, an die er gefesselt
war, zu lösen. So hatte er wenigstens eine kleine Chance gegen
die Übermacht am Ufer.
Steinmann Sadagar war ein Scharlatan, der von Dorf zu Dorf ritt und
der armen Bevölkerung mit wilden Prophezeiungen das Geld aus der
Tasche stahl. Zusammen mit seiner runenkundigen Begleiterin Fahrna
(die das EMPIR NILLUMEN enträtselt und übersetzt hatte und
nun auf der Suche nach der Runenbotschaft der Königstrolle war)
und seinem persönlichen Schutzgeist Nadomir (den er sich wohl
nur einbildete) war er dabei recht erfolgreich. Aber wie eigentlich
immer, mußten sie auch diesmal wieder mitten in der Nacht
überraschend aus einem Dorf fliehen. Als sie eingeholt wurden,
konnte Sadagar seine unglaublichen Künste mit dem Wurfmesser
zeigen und die Verfolger vertreiben.
Da Fahrna Hinweise erhalten hatte, daß es bezüglich der
Runenbotschaft neue Antworten in Xanadas Lichtburg geben würde,
machten sich die beiden auf den Weg dorthin.
Band 4: "Der wahnsinnige Xandor" von Paul Wolf"
Nottr, Anführer einer Horde Lorvaner aus dem Westen, war an die
Küste gekommen, weil er sich dort Beute versprach. Das Schiff
war ihm entkommen, aber ein Mann trieb noch im Wasser, und an diesem
könnten seine Männer ihre Enttäuschung auslassen,
daß die Beute entkommen war.
So begann das Fanchn, eine Art rituelles Spiel, bei dem immer wieder
ein anderer Krieger angriff, bis der Gegner erledigt war. Zuerst
wurde Mythor geschickt entwaffnet, dann waren seine Kleider an der
Reihe. Später sollten zunächst kleine Wunden, dann
gefährliche Wunden und schließlich der Todesstoß
folgen.
Doch Mythor gedachte nicht mitzuspielen. Immer wieder gelang es ihm
geschickt, den Angriffen auszuweichen. Bis sich die Chance bot: Eine
Barbarin, die die Peitsche gegen ihn schwang, war kurz unvorsichtig.
Er hielt die Peitsche fest, riß die Frau aus dem Sattel und
schlang ihr in die Peitsche um den Hals.
Dieses nie dagewesene Schauspiel bewog Nottr, sich den Gefangenen ein
letztes Mal genau anzusehen. Und plötzlich erinnerte er sich
daran, daß er dieses Gesicht kannte. Er ließ das Fanchn
unterbrechen und entrollte eine Schriftrolle. Auf dieser war eine
Frau abgebildet, die dem Mann im Sand zum Verwechseln ähnlich
sah. Aus abergläubischer Furcht ließen die Barbaren von
ihm ab und boten ihm an, mit ihnen zu ziehen.
Kurz darauf gerieten sie in einen Hinterhalt ugalischer Truppen, die
die Barbarenhorde verfolgten. Während die Horde aufgerieben
wurde, nahm man Mythor gefangen, der sich durch sein
Äußeres von den Lorvanern unterschied und sich auch sofort
ergab. Als er dann nach dem Kampf seine Geschichte und insbesondere
den Fall von Elvinon erzählte, war er bald wieder auf freiem
Fuß und auf dem Weg zu Xanadas Lichtburg, wo ihn nach
Informationen des Barden Lamir Sümpfe und ein wahnsinniger
Xandor erwarten sollten.
Es dauerte nicht lange, und er traf wieder auf Nottr. Dieser war in
einen Kampf mit Sadagar verwickelt, als Mythor auf ihn stieß.
Es gelang ihm, den Zwist zu schlichten. Nottr schloß sich
Mythor an, und die beiden anderen wollte sowieso zu Xanadas
Lichtburg. Fahrna erwies sich im Lauf der Zeit als wirklich gebildet;
sie sprach mehrere Sprachen und wußte offenbar sogar etwas
über das Bild, das Mythor von Nottr erhalten hatte.
Der Xandor Krüdelzuhr war kurz davor, sich aus seinem
Knochengerüst zu schälen, das ihm zu eng geworden war. Aber
noch war er darin zur Bewegungslosigkeit verurteilt. Er war der
unumschränkte Herrscher des Sumpfes und liebte die Jagd auf
Menschen. Selbst das Wasser und die Pflanzen folgten hier seinen
Befehlen. Als er von einem Schwarm Irrwische darüber informiert
wurde, daß Eindringlinge in sein Gebiet gekommen wären,
befahl er, Magnor de Freyn zu wecken.
Dieser war ehemals Xandors Herrscher gewesen - und seit langem tot.
Aber die Kraft des Schlamms hatte seinen Körper erhalten.
Würmer hielten ihn zusammen, und Abertausende von Irrwischen
verhalfen ihm zu magischem Leben. Einst hatte de Freyn einem Magier
befohlen, für ihn Dämonen zu beschwören. Doch diese
hatten den Magier in einen Xandor verwandelt und ihm zur Macht
verholfen.
Seit dieser Zeit rächte er sich an seinem ehemaligen Meister.
Die pure Existenz als lebender Leichnam war eine unerträgliche
Belastung für den Ritter, und nichts wünschte er sich mehr
als den Tod. Doch es gab eine magische Verbindung zwischen beiden,
und wenn dem Sumpftoten etwas zustieß, spürte
Krüdelzuhr dies an sich selbst.
Schließlich griff der Xandor die Gruppe an. Sein
Knochengerüst war nahezu undurchdringlich für ihre Waffen.
Außerdem wurde der Angreifer durch den Sumpf nicht behindert.
Als es Mythor gelang, den Knochenpanzer an einer Stelle am
Rücken zu sprengen, tauchte eine weitere Gestalt in
Knochenrüstung auf - und dann wurden es immer mehr, insgesamt
10. Es handelte sich um leere Hüllen, die von Irrlichtern
geführt wurden und sich deshalb nur langsam und ungelenk bewegen
konnten.
Aber alle hatte die schwache Stelle am Rücken, und so gelang es
den Freunden schließlich, die Angreifer zu vernichten. Da
wurden sie von fleischfressenden Sumpfrosen angegriffen und kamen nur
knapp davon. Ähnlich knapp überstanden sie weitere Fallen
wie Sumpflöcher oder Giftschlangen.
Da beauftragte Krüdelzuhr die Irrwische, den Eindringlingen
heimzuleuchten. Dies sollte geschehen, indem sie ihnen ihre
sehnlichsten Wünsche erfüllten. Bald darauf "sah" Sadagar
seinen Schutzgeist, den kleinen Nadomir, und trennte sich von der
Gruppe. Ähnlich erging es Fahrna, die einem Königstroll
folgte. Nottr hingegen ging seiner totgeglaubten Flankenschwester
Nada nach.
Mythor begann langsam, die Vorgänge zu durchschauen. Aber als er
seiner Göttin, der Frau auf dem Bild, leibhaftig
gegenüberstand, wurde er doch schwach. Er folgte ihr durch
Sumpflöcher hindurch und wehrte dabei nebenbei Angriffe von
Echsen und Spinnen ab. Als er sie erreichte, zersplitterte sie jedoch
in zahlreiche Irrwische.
Da teilte sich der Sumpf, und ihm entstieg ein von Verwesung
gezeichneter Leib - Magnor de Freyn. Er wollte Mythors Lebenskraft,
um sich selbst, einen Alptraumritter, zu stärken. Mythor war
diesem Wesen im Schwertkampf deutlich unterlegen, wie er sich bald
eingestehen mußte. Ein wohl unbesiegbarer Gegner, der sich
jedoch, als ihm der Sieg schon sicher war, in Mythors Schwert
stürzte, um endlich Frieden zu finden.
Danach war der Weg in die Burg frei. Mythor erreichte ohne Gegenwehr
der Raum, in dem der Xandor lebte, fand dort aber nur noch ein leeres
Knochengerüst vor. Krüdelzuhr war geschlüpft. Als
Mythor ihn in seiner neuen Gestalt aufstöberte, die noch nicht
über einen Knochenschutz verfügte, drohte er diesem den Tod
an. Doch Krüdelzuhr hatte Mythors Freunde in seiner Gewalt, und
sie vereinbarten freien Abzug für alle Beteiligten.
In der Nacht sahen sie dann das Leuchten von Xanadas Lichtburg.
Band 5: "Die Lichtburg" von Peter Terrid
Die Landschaft veränderte sich, wurde zu einer völlig
ausgedörrten Steppe. Die Gefährten trafen auf Skelette von
großen und kleinen Tieren, bekannten und unbekannten, sowie auf
Skelette von Menschen. Manchmal waren auf ihnen unbekannte Symbole
eingeritzt. Dann standen sie vor Xanadas Lichtburg.
Sie bestand aus riesigen Kristallen. Vor ihr lagen diese Kristalle
vereinzelt herum. In jedem von ihnen befand sich ein Mensch - wie
eingefroren, aber irgendwie nicht tot. Dies setzte sich auch mit den
eigentlichen Bausteinen der Lichtburg so fort.
Dann wurde es schlagartig dunkel, und aus der Lichtburg erschien ein
Lichtstrahl, hüllte die Gruppe ein und bannte sie auf der Stelle
fest. Wenig später setzten sich die vier in Bewegung, ohne
daß ihr eigener Wille damit etwas zu tun hatte. So wurden sie
in die Lichtburg geführt, die von nahem beschädigt wirkte.
Das Tor öffnete sich und zeigte einen verwüsteten
Innenhof.
Ehe der Bannstrahl wieder erlosch, wurden ihre Körper in
klebrige, schier unzerstörbare Netze gehüllt. Sie wurden
von zwergenhaften Zyklopen ergriffen und ins Innere gebracht - in ein
düsteres Halbdunkel, wo es erbärmlich stank. Zuerst wurde
Sadagar gepackt und zu einem durchscheinenden Schrein gebracht.
Durch Gesten und Gesang regten die Zyklopen das Netz an, sich zu
Klumpen zusammenzuziehen. Dann wurde es weggebracht. Sadagar blieb
gelähmt auf einem Altar liegen. Ihm folgte kurz darauf Fahrna.
Plötzlich wurde der Altar in schwarzes Licht gehüllt, in
das nach und nach die Zyklopen eintauchten und wie erneuert wieder
herauskamen. Dafür waren die beiden Gefährten nun
leichenblaß.
Nun waren Mythor und Nottr an der Reihe. Die Zeremonie endete damit,
daß die Gefährten völlig willenlos zu ihren
gläsernen Schreinen gebracht wurden. Diese waren nicht etwa
hohl: Menschen, die daraufgelegt wurden, sanken langsam hinein.
Mythor war der erste. Als seine Verzweiflung den Höhepunkt
erreichte, erinnerte er sich an das Bild der Frau, das er von Nottr
erhalten hatte.
Dies gab ihm ein letztes Mal Kraft, sich zu wehren. Und
tatsächlich, er versank nicht weiter, sondern wurde wieder nach
oben transportiert. Das Taubheitsgefühl ließ nach.
Der Zauber, der Mythor für alle Zeit zum Sklaven hätte
machen sollen, hatte nicht gewirkt. Die Zyklopen rasten in Panik
auseinander. Doch kaum hatte Mythor seinen Körper wieder
einigermaßen im Griff, kehrten die Zyklopen zurück - mit
den Klebenetzen. Und schon war Mythor wieder gefangen.
Kurz darauf erschien eine junge Frau, die sich als Kalathee
vorstellte, Xanadas Pflegerin. Sie wies die Zyklopen an, Mythor zum
Herrn der Burg zu bringen. Auf dem Weg erzählte sie etwas von
der Geschichte der Burg.
Berryl, der Königstroll, hatte vom Lichtboten den Auftrag
erhalten, Alton zu bewachen. Doch dem Dämon Xanada war es
gelungen, ihn zu töten und die Herrschaft über die
Lichtburg anzutreten. Und er war im Besitz des gläsernen
Schwertes. Oder besser gesagt, Berryl hatte es in dessen Brust
gestoßen, ohne den Dämon damit jedoch töten zu
können. Xanada war jedoch zumindest bewegungsunfähig.
Die kristallenen Särge waren dazu da, nach und nach die
Lebenskraft der innewohnenden Menschen an Xanada abzugeben, so
daß dieser weiterexistieren konnte. Die Menschen starben
entweder irgendwann oder verwandelten sich in die
schwarzhäutigen Zyklopen.
Dann befreite Kalathee Mythor von seinen Fesseln, damit er das
Schwert an sich nehmen und somit auch ihrer Qual ein Ende bereiten
konnte. Mythor sprang zu Xanada, ergriff Alton - konnte es jedoch
nicht aus Xanadas Körper lösen. Dafür begann die Burg
zu zittern. Der Nöffenwurm war erwacht.
Band 6: "Das Gläserne Schwert" von Peter Terrid
Xanadas Lichtburg schwankte, als der Nöffenwurm sich
schüttelte. Er war ein riesiges, unverwundbares Tier, auf dem
der Dämon Xanada zur Lichtburg geritten war. Nun war er dabei,
die Lichtburg zu zerreißen. Dabei zerbarsten auch einige der
Lichtschreine, und die darin eingeschlossenen lebenden Toten
stürzten sich sofort auf Mythor und seine Gefährten. Sie
befanden sich noch immer im Bann des Dämons.
Dennoch wurde jeder, der aus einem Sarg entkommen war, Xanada
entzogen, und dieser konnte ihnen keine Lebenskraft mehr entziehen,
was ihn bald merklich schwächte. Auch Xanada war sterblich.
Bräche die Burg zusammen, würde er im Licht der Sonne
vergehen. Wären alle Gefangenen tot, müßte er nach
und nach verhungern.
Vor diese Wahl gestellt, übergab er Mythor das Gläserne
Schwert, denn nur mit diesem konnte der Nöffenwurm gestoppt
werden - und Xanada verblieb eine kleine Chance, diesen Tag zu
überleben.
Mit dem Schwert in der Hand begann Mythor in strahlendem Licht zu
erscheinen, doch nur kurz. Eine Stimme - wohl die des
Königstrolls Berryl - teilte ihm mit, daß er nicht
völlig frei von Schuld sei und die Waffe damit verunreinigt
hätte. Ab sofort könnten auch böse Mächte sie
verwenden. Erst wenn Mythor seine Schuld durch Einsicht und Demut
gebüßt hätte, würde Alton wieder das sein, was
es gewesen war.
Dann erlosch das Licht um Mythor, und nur ein schwacher Abglanz davon
verblieb in der Klinge. Die nächste Aufgabe wurde ihm genannt.
Er solle in Althars Wolkenhorst den Helm der Gerechten finden.
Doch nun brach der Nöffenwurm durch. Allein der Kopf war
groß wie ein Ochsenkarren, mit riesigen Hauern und
schuppenbedeckt. Als es Nottr gelang, die Zunge des Tieres
abzutrennen, wuchs diese binnen weniger Augenblicke nach. Der
Nöffenwurm war zwar nicht ganz unverwundbar, aber seine Wunden
heilten fast augenblicklich.
Nun griff Mythor mit Alton ein. Es gelang ihm nach und nach, tiefe
Wunden zu schlagen, die allerdings von den Selbstheilungskräften
des Wurms bald wieder geschlossen wurden. Plötzlich bemerkte der
Sohn des Kometen, daß der Nöffenwurm seinen Körper um
die Halle geschlungen hatte, in der gekämpft wurde, und sich nun
langsam zusammenzog, um so alle Widersacher zu erdrücken. Es
gelang Mythor, über die Trümmer nach oben zu kommen und dem
Nöffenwurm auf den Nacken zu springen. Dann stieß er Alton
dem Wurm in den Nacken, wo er diesen tödlich verwundete.
Da erschien Xanada, dem die Blässe ins Gesicht geschrieben war.
Er stieg auf seinen Gefährten, und zusammen verließen sie
sterbend die Burg, hinein in die strahlende Mittagssonne.
Auf Alton selbst waren Runen eingeprägt, die, wie Fahrna
vermutete, einen Teil der oder zumindest einen Schlüssel zur
Runenbotschaft der Königstrolle enthielten. Um auch den Rest zu
finden, wurden die tiefen Keller der Burg untersucht, die von Xanada
angelegt worden waren.
Die Gefährten teilten sich in drei Gruppen auf. Fahrna fand bald
einen Raum, in dem sich, in einem der Kristallsärge verborgen,
ein Dutzend junger Nöffenwürmer befand. Da Fahrna das
Gläserne Schwert unbedingt in ihren Besitz bringen wollte, um
die Runen für sich allein studieren zu können, ließ
sie die Würmer frei. Schon bald trafen diese auf Mythor und
seine Gefährten.
Der Kampf war lang und blutig - zu gefährlich waren die jungen
Tiere, die bereits Armlänge hatten und von normalen Waffen fast
nicht zu töten waren. Als sich aber herausstellte, daß
Feuer die große Schwäche ihrer Gegner war, ging der Kampf
doch noch zu Gunsten der Verbündeten zu Ende. Kurz darauf trafen
sie jedoch auf weitere Jungwürmer. Es mußten hunderte
sein, die vor kurzem geschlüpft waren.
Dennoch gelang es den Gefährten, nicht nur Fahrna zu retten,
sondern in allen Räumen des Gewölbes das dortige
Gerümpel so in Brand zu stecken, daß keines der Ungeheuer
überleben konnte.
In der kommenden Nacht wurden die Gefährten von Vrod-Krähen
angegriffen, mannsgroßen Vögeln, die zu Hunderten in
Rudeln auf Jagd gingen und auch vor Menschen nicht
zurückschreckten. Sie waren von dunklen Mächten geschickt
worden, um Xanadas Tod zu rächen.
Wieder war der Kampf schrecklich, und insbesondere bei den aus den
Kristallen erwachten und irrsinnig gewordenen Menschen war der
Blutzoll erschreckend hoch. Den Gefährten gelang es im letzten
Moment, sich in eine Felsspalte zu retten, die für die
Vögel zu schmal war.
Die Felsspalte führte in eine Höhle, und der Marsch dauerte
Tage. Sie fanden die sterblichen Überreste des Königstrolls
Berryl und nahmen diese mit. Dann trafen sie auf eine riesige,
offenbar ewig tiefe Schlucht. Fahrna bezeichnete diese als den
Schlund zur mittleren Welt. Direkt über der Schlucht führte
verborgen ein Kamin nach oben.
Band 7: "Die Peststadt" von Hans Kneifel"
Nyrngor war das nächste Angriffsziel der Caer. Coerl O'Marn, der
legendäre Nachkomme der Alptraumritter, führte die
Streitkräfte an. Auf der Gegenseite versuchte die junge
Königin Elivara seit Wochen, den Angriff abzuwehren. Ihre Stadt
war durch Hunger, Pest und die andauernden Angriffe bereits deutlich
gezeichnet. Darüber hinaus ergriff man immer wieder
Verräter, die unter dem (magischen?) Einfluß der Caer
standen. So auch der Fürst-Richter Carbell. Er hatte den
größten Brunnen der Stadt vergiften lassen und plante nun
die Entführung der Königin.
Die bereits erfolgreich verlaufene Aktion wurde kurz vor Ende jedoch
noch von Mythor und dessen Gefährten vereitelt, die just in
diesem Moment den Schacht verließen und in der Stadt
auftauchten. Als Elivara Mythor die Situation der Stadt schilderte,
bot dieser seine Unterstützung an. Es gelang, einen weiteren
Angriff der Caer zurückzuwerfen.
Carbell war in dieser Zeit das merkwürdige Verhalten Fahrnas
aufgefallen. Bald schon kannte er ihre Motive und versprach ihr
Alton, wenn sie Mythor in eine Falle locken würde. Die
Runenkundige stimmte rasch zu. Beide bemerkten jedoch nicht,
daß sie von Steinmann Sadagar belauscht worden waren. Er
informierte Mythor sowie die Königin und wurde beauftragt,
Fahrna zu fangen. Diese starb jedoch bei dem Versuch, Sadagar zu
überwältigen.
Tags darauf begann der bislang mächtigste Angriff. Und diesmal
wurden Caers Armeen durch die Priester Aerinnen und Feithearn
unterstützt. Schauriges Heulen, das die Verteidiger ablenkte,
und wogende Nebelbänke unterstützen die Angreifer.
Dann trafen Coerl O'Marn und Mythor aufeinander. Mythor mußte
hier lernen, warum der Caer Alptraumritter genannt wurde. Er war ein
nahezu unbesiegbarer Kämpfer, stark, schnell, gewandt und schier
unerschöpflich. Und er wußte auch, daß seine
Anwesenheit andernorts wichtiger war. So trieb er Mythor vor sich
her, bis er ein wenig Luft verspürte, wendete dann abrupt und
ritt mit seinem Pferd Chelm davon.
Plötzlich wurde alles dunkel, und die Caer zogen sich
zurück. Als die Magie der Priester langsam wieder schwand,
hatten sich alle Angreifer zurückgezogen, und niemand in Nyrngor
wußte, was das bedeutete.
Carbell war von den Caer-Priestern beauftragt worden, zu seiner
Königin zurückzukehren, um Vergebung zu bitten und ihr ein
Geschenk zu überbringen - ein Geschenk, das entsprechend
präpariert worden war.
Inzwischen informierte Elivara Mythor darüber, daß drei
Tagesreisen entfernt auf dem Mammutfriedhof Sklutur, der Beinerne,
wohne. Er hatte mit Elivaras Vater einen Vertrag geschlossen, der
Stadt mit seinen magischen Fähigkeiten zu helfen, wenn diese
darum ersuchte.
Band 8: "Der Bestienhelm" von Hans Kneifel
Das Geschenk, das Carbell seiner Königin überbrachte, war
der Bestienhelm. Als Elivara ihn aufsetzte, wurde er aktiv. Als
Mythor auf ihr Schreien hin erschien, sah er seine Geliebte von einer
Schlange umwunden; ihr Kopf war halb im Maul des Reptils
verschwunden. In dieser Stellung war die Ausgeburt des Helms
erstarrt. Dennoch schienen die blinden Augen der Schlange Mythor zu
folgen, als er das Zimmer betrat.
Dort fand er auch Carbell, der im Sterben lag und ungeheure Schmerzen
erleiden mußte. Von ihm erfuhr Mythor von Aerinnen, dem
Caer-Priester, der den Fürst-Richter zu der Tat gezwungen hatte.
Auch erfuhr er, daß der Helm die Königin töten
würde, sollte jemand versuchen, ihn mit Gewalt zu entfernen.
Allerdings würde Elivara ohne einen solchen Versuch innerhalb
weniger Tage dem Wahnsinn verfallen und sterben.
Für Elivaras Rettung blieben nur zwei Auswege. Entweder konnte
Sklutur helfen, oder aber Aerinnen mußte es tun. Zunächst
sollte es zum Mammutfriedhof gehen. An einer Stelle, an der die Caer
den Einbruch in die Stadt geschafft hatten, gelang den Gefährten
der Ausbruch.
Bevor sie aber das Schiff der Königin erreichen konnten, trennte
sich Mythor von der Gruppe. Er sammelte Kleidungsstücke von
Gefallenen auf und verwandelte sich so in einen Caer. Und es gelang
ihm auch, sich unter die Angreifer zu mischen und so in deren Lager
zu gelangen. Es war im Prinzip ein ganz gewöhnliches Heerlager,
aber über und in ihm war deutlich eine Aura schwarzer Magie, die
Strahlung des Bösen, zu verspüren. Dort erfuhr er auch,
daß sich die Priester auf ihr Schiff zurückgezogen
hatten.
Es war nicht schwer, bis zu ihnen vorzudringen, denn niemand rechnete
mit einem solchen Vorstoß. Beide Priester schliefen, doch die
Dämonen in ihnen hatten Gewalt über ihre Körper, wenn
auch nur unzureichend. Es gelang Mythor rasch, Feithearn
endgültig schlafen zu schicken. Dann weckte er Aerinnen, dessen
Dämon durch Alton an seiner Kehle tief in den Hintergrund
gedrückt wurde.
Er zwang Aerinnen ins Wasser, in Richtung des Schiffes von Elivara,
da der Priester den Helm nur in dessen unmittelbarer Nähe
bezwingen konnte. Doch Feithearn erwachte rascher als erwartet und
schickte die Caer hinter Mythor her. Dennoch gelang es diesem, den
Häschern zu entkommen und die Gefährten zu erreichen.
Dort begann Aerinnen mit dem Ritual, das den Berserkerhelm von
Elivara lösen sollte. Keiner der Gefährten hatte jemals so
etwas gesehen. Keines der Rituale war für sich abstoßend,
aber auf eine besondere Art so fremdartig, daß sich die Freunde
schaudernd abwandten. Schließlich ließ die Schlange von
Elivara ab und sprang plötzlich auf Mythor zu. Doch Alton machte
mit ihr kurzen Prozeß.
Als Mythor Aerinnen zwingen wollte, mehr über die Pläne der
Caer und des Ober-Priesters Drudin preiszugeben, schritt der
Dämon des Caerpriesters ein und ließ den Mann einen
schrecklichen Tod sterben. Dann offenbarte sich das unheimliche Wesen
kurz in einem dunklen Nebel, bevor es verschwand und sich in die
Schattenzone zurückzog. Mit dem Schiff ging es nun weiter zum
Mammutfriedhof.
Inzwischen war es Coerl O'Marn mit seinen Caer gelungen, in die Stadt
und auch in den Palast einzudringen. Dort traf er aber nur auf den
geistig verwirrten Bruder der Königin, auf Hester. Dem Wunsch
Drudins folgend, daß ein Mitglied der Königsfamilie die
Stadt regieren solle, wurde der halbblinde Junge zum Regenten
ernannt.
Band 9: "Der Mammutfriedhof" von Hans W. Wiener
Als Mythor und seine Gefährten Urguth erreichten, die
Fischerstadt, die vom Mammutfriedhof umgeben war, wurde diese gerade
von Sasgen überfallen, wilden Plünderern aus den Eislanden.
Mythor konnte gegen die Übermacht kämpfend nichts
ausrichten, also versuchte er es mit List. Er schwamm allein zu den
Booten, überwältigte die Wachen und zündete 8 der 13
Schiffe an. Die restlichen Boote machte er aneinander fest, sprang
auf und ließ sie treiben.
Die wütenden Sasgen sprangen ihm hinterher, wurden jedoch von
ihren schweren Pelzen und Waffen daran gehindert, die rasch
treibenden Boote einzuholen. Nur der Anführer der Angreifer,
Keltur, entledigte sich aller überflüssigen Dinge und
erreichte die Reste seiner Flotte. Keltur war ein riesiger und
mächtiger Kämpfer, unterlag gegen Mythor mit Alton aber
schließlich doch. Es gelang ihm allerdings, von Bord zu
springen.
Mythor wechselte wieder auf die Kurnis über, das Schiff der
Königin, und ließ die Sasgen ihren Schiffen mühevoll
hinterherschwimmen. Die dann restlos überfüllten Boote
würden nun wohl nicht mehr angreifen.
Vom Fürsten der Stadt Urguth erfuhren sie dann, daß
Sklutur, der die Stadt in den letzten Jahrzehnten immer sicher vor
Gefahren geschützt hatte, sogar vor solchen wie den
Meeresspinnen oder gar Vallsaven, in letzter Zeit nicht mehr so
zuverlässig war. Seit einem halben Jahr hatte ihn niemand mehr
gesehen. Eine Suche war nicht möglich, da immer noch das Gebot
des Beinernen galt, daß jeder, der den Mammutfriedhof betrat,
sofort sterben mußte.
Nur einem Mann war es erlaubt, den Friedhof zu betreten - dem uralten
Greis Sanderholm. Doch als Mythor versuchte, mit diesem zu sprechen,
wurde er von Stadtbewohnern überwältigt, die Gefährten
unter Überwachung gestellt. Sanderholm half den Gefährten
jedoch, indem er den Wachen ein Schlafmittel verabreichte. Dann
führte er sie in den Mammutfriedhof, in dem Hunderte, ja
Tausende von riesigen Tieren ihren Tod gesucht hatten - und es noch
immer taten.
Bei Sklutur handelte es sich nach Aussagen des Fischers um einen sehr
gebildeten Mann, der sich hier niedergelassen hatte, um all sein
Wissen aufzuschreiben und die Welt auf die Bedrohung durch die
Mächte der Finsternis vorzubereiten. Da diese darin eine Gefahr
sahen, hatte ein Dämon versucht, in Sklutur einzudringen. Dies
war ihm zwar gelungen, aber Sklutur konnte ihn beherrschen. Seither
nutzte er die dämonische Macht für seine eigenen
Zwecke.
Doch diese Zeit war vorbei, denn Sklutur hatte die Macht über
den Dämon verloren. Als Mythor schließlich auf ihn traf,
ließ dieser ein Skelett auferstehen und ihn angreifen. In einem
letzten klaren Augenblick bat Sklutur Mythor um den Tod, damit er
nicht ein Werkzeug der dunklen Mächte werde. Der Sohn des
Kometen kam seiner Bitte nach.
Als der Dämon aus dem Körper entfloh, konnte der Beinerne
Mythor noch zwei Hinweise geben. Drudin, der oberste Caerpriester,
sei einer der schlimmsten Vertreter der dunklen Macht, sein
Dämon vielleicht sogar einer der Herrscher der Schattenzone. Und
Althars Wolkenhorst läge im Land Yortomen - in der Nähe der
Stadt Lockwergen.
Gleichzeitig mit Sklutur starb auch der Fischer, dessen Körper
in Sekunden um Jahrzehnte alterte. Da der Beinerne Elivara nicht
helfen konnte, trennten sich die Wege der Gefährten hier. Die
Königin ritt zurück zu ihrem Volk, während Mythor und
seine Freunde sich nach Lockwergen aufmachten.
Band 10: "Insel des Schreckens" von Hans W. Wiener
Am Himmel erschien plötzlich ein Regenbogen, der ähnlich
einem Tor über dem Wasser stand und eine riesige Wolke
einzuschließen schien. Ein heller Ton begleitete das
Phänomen, während die Ratten das Schiff verließen.
Mit einem lauten Knall begann der Sturm, der Mythor mit sich
riß; er endete genau in dem Augenblick, als der Sohn des
Kometen über Bord ging.
Es gelang den Gefährten jedoch, ihn wieder aus dem Wasser zu
fischen, wobei sie bemerkten, daß das Wasser die rote Farbe von
Blut hatte. Dann wurde der Regenbogen zu einem Kreis, und ohne
daß ein Lüftchen wehte, flogen alle Wolken des Himmels in
diesen Kreis hinein. Damit begann der Regensturm, ein magischer
Regen, denn er war voller glitschigem Schleim, der ein Bewegen auf
dem Boot lebensgefährlich machte.
In dem Schleim waren kleine Plasmastücke, die überall dort,
wo sie entlangkrochen, eine schleimige Spur hinterließen, die
wie Säure brannte. Als ein großer Plasmaklumpen die Kurnis
traf, begann sie dort zu brennen. Ganz allmählich zerfloß
der Klumpen, und seine Masse verteilte sich wie die Fangarme eines
Zyklopen, zäher als Leder.
Allein das Gläserne Schwert konnte diesem Wesen Einhalt
gebieten, und überall, wo Alton auf das Plasma traf, wurde
dieses geteilt. Aber nur, um sich sofort wieder zu verbinden. Die
Kurnis war mittlerweile ein halbes Wrack. Erst als sie bemerkten,
daß sich das Plasma in Salzwasser auflöste, wendete sich
das Glück zu Gunsten der Gefährten, und der Kampf war bald
vorbei - und auch der magische Regen endete. Dafür wurde jetzt
eine Insel gesichtet, auf die das Schiff unabänderlich
zutrieb.
Es handelte sich um Zuuk, eine sagenhafte Insel, auf welcher eine
Macht des Meeres den Sitz ihres Reiches haben sollte. Die Kurnis lief
in einen Hafen ein, in dem viele Schiffe vertäut waren, die seit
langem als vermißt galten. Die Menschen dort bewegten sich wie
unter einem Bann, immer hin und wieder zurück. Oberhalb der
kleinen Stadt befand sich ein düsteres Burgschloß.
Von diesem ging ein leises Sirren aus, das die Menschen der Insel zu
Sklaven werden ließ. Auch Mythors Gefährten waren diesem
Bann bald verfallen. Nur Mythor selbst schien gefeit - Alton schien
ihn vor der BeEinflußung zu bewahren, denn der Schwertgriff war
glühendheiß geworden.
Des Nachts wurden regelmäßig einige Menschen eingesammelt
und zur Burg gebracht. In dieser Nacht waren die Neuen dran - auch
Mythor, der sich ebenso lethargisch stellte wie die
BeEinflußten.
Drinnen setzte sich Mythor von den anderen ab, die von einem Zwerg in
die Tiefe der Gewölbe unter der Burg geführt wurden. Mythor
machte sich auf die Suche nach Ysider, dem Herrn von Zuuk. Bei seinen
Wanderungen wurde im Lauf der Stunden deutlich, daß es sich
hier um einen Stützpunkt der Dunkelmächte handelte.
Als er sich dann wieder auf die Suche nach seinen Freunden machte,
fand er im Keller einen riesigen Raum, der vor menschlichen Skeletten
schier überquoll. Er suchte weiter und fand schließlich
den Zwerg wieder. Von diesem erfuhr er mehr über die Burg.
Ysider war ein Diener Drudins, der Menschen Lebenskraft abzapfte und
diese der Schattenzone spendete. Er war ein Nachfahre der
Königstrolle. Mythor erfuhr auch, wo seine Gefährten waren,
die in diesem Moment der Zeremonie unterzogen wurden.
Mythor kam im letzten Moment, um Kalathee noch zu retten. Ysider war
ein Zwerg, von der Lebenskraft seiner Opfer schier aufgebläht,
und stand kurz vor seiner nächsten Fahrt in die Schattenzone.
Der Sohn des Kometen hatte leichtes Spiel. Er zwang der Hexer, den
Bann von den Menschen zu nehmen. Doch dieser spielte falsch und
entzog den Gefährten noch mehr Lebenskraft. Dabei wuchs er auf
das Doppelte seines bisherigen Umfangs an. Dann platzte Ysider, und
unerträgliches Kreischen erfüllte den Raum.
Die Lebensenergie floß in die Gefährten zurück, doch
der Bann war noch nicht gebrochen. Als die Schergen der Burg Mythor
nachsetzten, floh er auf deren Zinnen. Dort stand das Gerät,
welches das leise Sirren auslöste. Als es zerstört war,
endete auch die dunkle Macht auf Zuuk.
Gemeinsam mit seinen Gefährten besiegte er die letzten Getreuen
des Bösen. Alle Überlebenden waren frei und fuhren auf
ihren Schiffen davon, so auch Mythor und seine Freunde. Kaum waren
sie abgelegt, erzitterte die Insel von Erdstößen und
versank schließlich. Die dunklen Mächte verwischten ihre
Spuren...
Band 11: "Die Peitschenbrüder" von Horst Hoffmann
Als Mythor und seine Gefährten Lockwergen erreichten, trafen sie
auf eine verlassene Geisterstadt. Nicht nur die Menschen, sondern
auch alle Tiere schienen verschwunden zu sein. Während sie die
Stadt durchsuchten, näherte sich von Süden unter der
Führung von Goltan eine zusammengewürfelte Horde, eine Spur
aus Tod und Vernichtung nach sich ziehend. Goltan war ein Riese unter
den Menschen, und seine Waffe war eine prächtige Peitsche, die,
weil nicht einmal durch ein Schwert zerstörbar, als magische
Waffe galt. Seine Hode, aus 50 Männern bestehend, wurde 'die
Peitschenbrüder' genannt. Und Goltan beherrschte sie
meisterhaft.
Sie zogen nach Lockwergen, da ein Gerücht besagte, daß die
Stadt verlassen sei. Die Caer hätten eine so schreckliche Waffe
eingesetzt, daß Drudin selbst den Einsatz dieser Waffe seitdem
verboten habe. Eine Wolke, wie sie noch nie jemand gesehen hatte, aus
der ein Licht drang, das nicht von dieser Welt war.
In der Stadt angelangt dauerte es nicht lange, bis sie auf Mythor
trafen. Die Gefährten hatten bei ihrer Suche nur ein paar Kinder
und Alte gefunden, die völlig apathisch waren. Mythor ahnte,
daß er den Schergen nur entgehen konnte, wenn er den
Anführer besiegte. So kam es zum Kampf zwischen den beiden.
Mythor wich den Peitschenhieben immer wieder aus, bis es ihm gelang,
den Riesen zu verwunden. Als dieser dann ungestüm angriff,
durchtrennte Mythor mit Alton die "magische" Peitsche. Immer wieder,
bis Goltan nur noch den Griff in der Hand hielt.
Mythor wollte den Bandenführer nicht töten. Dieser
schloß sich seiner Bande an, die angesichts der Niederlage
ihres Besten Hals über Kopf geflohen war. Erst dann bemerkte der
Sohn des Kometen, daß die Banditen seine Gefährten
überwältigt und entführt hatten.
Mythor begann die Verfolgung. Dabei traf er bald auf den
legendären Titanenpfad. Von diesem wurde berichtet, daß er
im Norden direkt aus dem Meer kommen und bis nach Gianton führen
sollte, der geheimnisvollen Titanenstadt der Caer, die aber nicht mit
dem Herzogssitz Caer identisch war. Der Pfad war von steinernen
Quadern gesäumt, die einen Hinweis auf die riesigen Wesen gaben,
welche früher einmal diesen Pfad angelegt haben mochten.
Sein Gefühl sagte ihm jedoch, daß er den Pfad tunlichst
wieder verlassen sollte. Da auch die Peitschenbrüder ihn
offensichtlich gemieden hatten, fiel Mythor der Entschluß
leicht. Dann brach ein Unwetter los. Mythor, der nur wenig Land
zwischen sich und den Titanenpfad gebracht hatte, bemerkte, daß
die Blitze wie magisch von den Steinquadern angezogen wurden und dann
von Quader zu Quader sprangen. Nur die sofortige Flucht rettete
ihn.
Goltan, der Nottrs Verzweiflung angesichts Kalathees Schicksal
bemerkt hatte, machte diesem das Angebot, beide leben zu lassen und
dem Barbaren die Frau zu schenken, wenn dieser sich Goltan
anschließen und einen Eid auf seine Treue schwören
würde. Nottr nahm in seiner Verzweiflung an. Als er dann
Kalathee in seine Hütte schleifte, wurde er von Mythor
beobachtet, der erkannte, was geschehen war.
Von Zorn erfüllt vergaß Mythor alle Vorsicht und
stürmte in das Lager der Peitschenbrüder, um Nottr für
seinen Verrat zu strafen. Doch dort unterlag er bald der
Übermacht. Nun wollte Goltan seinen Ruf als Unbezwingbarer
wiederherstellen und forderte Mythor zu einem erneuten Zweikampf.
Allerdings erst, nachdem er ihm einen Trank verabreicht hatte, der
ihm die Kräfte nahm.
In diesem Zustand hatte der Sohn des Kometen keine Chance. Goltan
spielte mit seinem Opfer, trat waffenlos gegen seinen Gegner an, der
das Gläserne Schwert hielt und ihm doch nichts tun konnte. Dann
griff Nottr in den Kampf ein. Er hatte Sadagar und Kalathee befreit,
sich ein Gegenmittel für Goltans Trank besorgt und half nun
Mythor gegen seine Mattheit. Im kommenden Gewimmel um sich
schlagender Leiber gelang den Gefährten die Flucht.
Die Freunde vergaben Nottr, nachdem dieser ihnen seine
Beweggründe erklärt hatte. Es ging wieder zurück nach
Lockwergen. Dort war inzwischen Drundyr eingetroffen - und mit ihm
auch Nyala, die sich fest in seinem Bann befand. Drundyr war hier, um
Lockwergen zu untersuchen und herauszufinden, was bei dem
gewaltigsten magischen Experiment, das in der jüngsten
Geschichte der Welt ohne Beispiel war, nicht nach Plan verlaufen sein
könnte. Insbesondere sollte er in Drudins Auftrag herausfinden,
was mit dem ebenfalls verschwundenen Caerpriester geschehen war.
Hierbei sollte ihm die Statue des Dämons Corchwll behilflich
sein.
Band 12: "Der Wolfsmann" von Horst Hoffmann
Mythor und seine Freunde hatten frühzeitig die Anwesenheit von
Caer in Lockwergen bemerkt. Sie schlichen in die Stadt und
beobachteten, wie Drundyr Corchwll beschwor, so daß dieser in
der Gestalt eines Wolfsmenschen aus der Statue trat. Mit dem
Dämon aus der Schattenzone kamen Dutzende riesiger, schwarzer
Wölfe - um künftig Lockwergen zu beherrschen und es in eine
Bastion der Finsternis zu verwandeln.
Sodann übergab Drundyr dem Dämon Nyala als Geschenk, um so
den Pakt zu besiegeln. Danach packten die Caer ihre Sachen, und
Drundyr verließ mit seinen Mannen die Stadt. Die Wölfe
begannen Lockwergen nach Überlebenden zu durchsuchen.
Mythor vermutete, daß sich der Dämon nur deshalb
manifestieren konnte, weil die Statue ihm Halt in der für ihn
ungeeigneten Umgebung bot. Hier gab es einen Ansatzpunkt, um mit ihm
fertigzuwerden. Zunächst jedoch mußten sie die ersten
Wölfe besiegen. Diese Tiere waren zwar riesig, aber es waren
keine Schattenwesen, und mit Hilfe Altons konnten die Gefährten
die ersten beiden Tiere nach hartem Ringen bezwingen.
Doch der Kampflärm und das Heulen hatten andere Tiere angelockt,
und schon bald war die ganze Meute hinter ihnen her. Die
Gefährten konnten diesem Ansturm nur kurz trotzen. Ohne den
Befehl von Corchwll, die Menschen zu verschonen, um sie eingehend
studieren zu können, wären die Gefährten schon bald
zerfetzt worden. So aber erschien der Wolfsmann selbst.
Die Menschen wurden gefesselt und zur Statue gebracht. Dort sollten
sie an der Verwandlung Nyalas in eine Wolfsfrau teilhaben, indem sie
ihre Lebenskraft hergaben. Anschließend begann das Ritual, bei
dem ein Dämon in Nyala einfahren sollte. Und sie war bereit.
Doch etwas ging schief. Als der Dämon kam, riß der Block
der BeEinflußung durch die Mächte des Dunkels kurz auf. In
dieser Zeitspanne erkannte die Frau, was geschah. Es gelang ihr,
Mythor ein Messer zuzuwerfen, mit dem dieser sich befreien konnte,
bevor sie wieder vollständig unter den Einfluß des
Dämons geriet.
Dieser hatte in seiner Trance nichts von der Befreiung mitbekommen.
Mythor durchschnitt auch die Fesseln seiner Freunde. Dann griffen sie
den Wolfsmann an. Doch dieser schien unüberwindlich, obwohl er
seine Trance noch nicht abgestreift hatte und der Gedanke, die
Wölfe zu rufen, noch nicht gekommen war. Also änderte
Mythor seine Taktik und rannte zu der Statue. Er stieß sie vom
Sockel.
Plötzlich war sie in Licht gehüllt, und ein schauriges
Kreischen erscholl. Das in ihr wütende Feuer brannte sich in den
Boden, und in einem riesigen Krater versank die Statue. Es klang, als
ob sie in einen riesigen Hohlraum unter der Stadt gefallen wäre.
Der Wolfsmann und auch die Meute waren wie erstarrt - noch. Dies
nutzten die Gefährten, um in das Loch zu springen und in den
Katakomben zu verschwinden. Nyala nahmen sie mit. Dann erwachte
Corchwll und nahm die Verfolgung auf. Die lebensspendenden Impulse
aus der Statue waren aber versiegt.
Drundyr hatte Lockwergen noch nicht sehr weit hinter sich gelassen.
Ihm wurde das Fehlen einiger seiner Leute gemeldet, und er wollte
sich nun davon überzeugen, ob die Lage in Lockwergen wirklich
unter Kontrolle war. Außerdem hatte er seinen Auftrag noch
nicht erfüllt, denn die Antwort auf die Frage, was bei dem
magischen Experiment schiefgegangen war, stand noch aus. Als er in
der Stadt den Krater sah, folgte er mit seinen Kriegern den
Wölfen.
Corchwll versagten mitten in der Verfolgung die Beine. Irgendetwas
geschah mit ihm, und er wußte nicht, was es war. Seine Kraft
schwand, und er begann, seine Macht über die Wölfe zu
verlieren. Auch der Dämon in ihm begann zu toben, denn Corchwll
war ebenfalls nur ein Mensch, den von einem Dämon besessen und
von diesem verändert worden war.
Der Dämon entwich aus dem Körper des Wolfsmanns; dieser
verwandelte sich in einen Menschen zurück - und die Wölfe
fielen über ihn her. So endete das Leben des Wesens, das selbst
nur ein Opfer war.
Die Flüchtenden rannten derweil durch die unterirdischen
Katakomben. Einzelne Hinweise ließen Mythor vermuten, daß
sie sich auf einem Teil des legendären Titanenpfades befanden.
Sie folgten diesem, bis er in einen See führte. Hinter sich die
Meute der Wölfe, blieb ihnen nur, dem Pfad in den See zu folgen.
Die Wölfe folgten ihnen jedoch weiterhin.
Niemand ahnte etwas von dem riesigen Lebewesen, das in der Mitte des
Sees auf neue Beute wartete. Mythor suchte und fand den unter Wasser
gelegenen Durchgang in eine weitere Höhle, wo der Titanenpfad
weiterführte. Dann griff der Räuber des Sees an. Ein Wolf
nach dem anderen wurde in die Tiefe gezogen, und auch Mythor wurde
von einem Fangarm erwischt. Mythor verlor bald das Bewußtsein;
nur Nottrs mutiger Einsatz rettete dem Sohn des Kometen das Leben.
Dabei gelang es dem Lorvaner, das Auge des Kraken zu
zerstören.
Dann brachten sich die Gefährten in der neuen Höhle vor der
Meute in Sicherheit. Schließlich führte der Pfad auch
wieder ins Freie; der Durchgang war jedoch verschüttet. Nur ein
schmaler Spalt führte in einen senkrechten Kamin. Als die
Gefährten dort herauszukommen versuchten, drangen von unten die
Caer sowie die Wölfe in die Höhle ein. Allerdings nicht
gemeinsam, sondern gegeneinander kämpfend.
Nyala, die Drundyr erkannte, riß sich los und sprang zu dem
Caer-Priester zurück in die Katakomben. Dann floh er mit den
restlichen Caer. Da an eine Verfolgung nicht zu denken war,
kletterten die Freunde ins Freie, wohin ihnen die Wölfe nun
wirklich nicht mehr folgen konnten.
Drundyr dachte jedoch nicht daran, jetzt zu fliehen. Er hatte
erkannt, daß Mythor überlebt und der Finsternis erneut
eine schwere Schlappe zugefügt hatte. Da er befürchtete,
von Drudin schwer bestraft zu werden, wollte er eigene Pläne
verfolgen, auch gegen den Willen des Dämons, der in ihm hauste.
Denn sein Plan war, die Seiten zu wechseln und zu Mythor
überzulaufen, so paradox dieser Entschluß auch sein
mochte.
Band 13: "Althars Wolkenhorst" von Horst Hoffmann
Althars Wolkenhorst war ein sehr hoher, aus Bronze errichteter Turm,
der mitten in einem Wald lag und dessen Spitze ständig von einer
dunklen Wolke umsäumt war. Jeder, der den Turm erreichte, verlor
seinen Verstand. Die wenigsten kehrten wieder zurück; keiner von
ihnen war noch bei Sinnen. Umgeben war der Turm von "entsetzlichem"
Leben - roten, säureführenden Strängen, die jeden
Zutritt verhinderten. Oder dornigen Lianen, die, wenn man sie
abschlug, so rasch nachwuchsen, daß man ihnen dabei zuschauen
konnte - und die sich, wenn man nicht schnell genug war, auch um die
Körper der Eindringlinge wickelten. Riesige Hornissen
ergänzten den Abwehrwall.
Außerdem ging vom Turm eine spürbare Ausstrahlung aus, die
zum einen die Pflanzen mutieren ließ, zum anderen die Menschen
in den Wahnsinn trieb. Während Mythor noch überlegte, wie
er in den Turm gelangen konnte, war auch Drundyr in der Nähe
angekommen. Die Ausstrahlung dieser Insel des Lichts war jedoch so
stark, daß Drundyr seinen Dämon nicht länger
bezwingen konnte. Seine Vorstellungen, zu Mythor überzulaufen,
waren wie weggeblasen. Und nun wußte er auch, wie er Drudin
freundlich stimmen konnte. Er würde ihm den Wolkenhorst
übergeben und somit das Licht weiter schwächen. So eilte er
davon, um Verstärkung zu holen.
Die Kämpfer des Lichts fällten inzwischen Bäume, die
auf die Lianen fielen, um diese dann anzuzünden und somit einen
Weg zum Turm zu schaffen. Die Ranken brannten wie Zunder. Dann
lösten sich Hornissen aus der Wolke um den Wolkenhorst und
griffen die Freunde an. Ihnen blieb nur die Flucht in die
unmittelbare Nähe des Feuers, denn andernorts wären sie
verloren gewesen.
Zurück in Lockwergen traf Drundyr auf Coerl O'Marn, den
Alptraumritter und gefürchtetsten Kämpfer und Strategen
Caers. Es gelang ihm, den Ritter von seinen Plänen zu
überzeugen und gegen den Wolkenhorst zu ziehen. Und nach
Drundyrs Beschreibungen erkannte O'Marn Mythor wieder.
Als das Feuer niedergebrannt war, waren neben den Lianen auch die
Hornissen verschwunden. Nur die roten Stränge waren noch da,
aber diese konnten Alton nicht lange widerstehen. Dann drangen sie in
Althars Wolkenhorst ein.
Die Wahnsinnsstrahlung schien ebenfalls verschwunden zu sein. Im Turm
hörte Mythor eine magische Stimme, die ihm mitteilte, daß
der Helm der Gerechten in der Spitze des Turms auf ihn warte - und
daß Mythor nur allein versuchen dürfe, dorthin zu
gelangen.
So ließ Mythor die Gefährten im untersten Raum zurück
und begann allein mit dem Aufstieg. Kurz darauf drangen die Caer in
den Turm ein und überwältigten die Gruppe. Dann warteten
die Caer auf Mythors Rückkehr, denn schließlich
mußten sie kein eigenes Leben opfern, wenn Mythor sich erst
einmal nach oben durchgekämpft hatte.
Band 14: "Der magische Turm" von Hugh Walker
Die ersten vier Menschen, denen es jemals gelungen war, in Althars
Wolkenhorst einzudringen, waren ein Edelmann, ein Abenteurer, ein
Mörder und ein Mann, der dem Mörder gefolgt war. Sie hatten
erfolglos versucht, in die oberste Kammer vorzustoßen, und
waren auf ewig im Turm gefangen. Ihre Körper waren längst
verwest, aber sie hatten gelernt, anderen ihre Gedanken zu rauben. So
waren alle anderen, denen es später gelungen war, den Turm zu
betreten, ihnen zum Opfer gefallen und als Geistlose vermodert.
Nun betrat Mythor ihren Raum. Schon nach kurzer Zeit blieb er stehen,
weil auch ihm alle Gedanken gestohlen worden waren. Doch die Geister
erkannten an seinen Erinnerungen, daß Mythor nicht
plündern, sondern die Welt retten wollte. Da sie so auch eine
Chance für sich selbst erkannten, gaben sie ihm zurück, was
sie ihm genommen hatten - alle bis auf die Gedanken, die der
Mörder genommen hatte und nicht wieder hergeben wollte. Da
Mythor sich an diese Gedanken jedoch nicht erinnern konnte,
vermißte er sie auch nicht.
Nachdem er eine Illusionswand überwunden hatte, stand er Fardus
und Lurdus gegenüber. Zwei titanischen Rittern ähnelnd,
waren sie von der Hüfte an abwärts zusammengewachsen. Es
handelte sich um Xandoren, die sich als Helmwächter sahen und
sich Mythor zum Kampf stellten. Nur mit Hilfe von Alton gelang es
ihm, den einen zu töten und somit den Dämon zu vertreiben,
der die beiden in Lurdus' Gestalt beseelte. Dabei fand auch Fardus
den erlösenden Tod.
Im nächsten Stock erwartete ihn die Versuchung - in Gestalt von
Nyla. Die Frau, die jede beliebige weibliche Gestalt einzunehmen
imstande war, bot Mythor für eine Nacht in ihrem Bett an, ihn
über einen Abgrund zu führen, in dem real gewordenen
Gestalten aus Alpträumen lebten. Mythor stimmte zu. Die Frau
verwandelte sich in die Gestalt der Frau, deren Bildnis Mythor bei
sich trug, und teilte so ihr Lager mit ihm.
Daß sie ihm dabei fast alle Kräfte raubte, um ihm
schließlich den Tod zu bringen, erkannte er zu spät. Doch
es gelang ihm, sie in letzter Sekunde zur Reue zu überreden. Sie
opferte ihr Leben, um seines zu retten und endlich auch sich selbst
zu befreien.
Nachdem er es geschafft hatte, den Raum der Welten hinter sich zu
bringen, wo ihn jeder Schritt in eine andere Klimazone führte,
meldeten sich die Geister aus dem Erdgeschoß wieder. Sie boten
Mythor an, seine Erinnerungen wieder vollständig an ihn
zurückzugeben, wenn sie ihn in seinem Körper auf dem Weg
durch die Etagen begleiten durften. Sie wollten endlich wieder etwas
Lebendiges erleben und waren bereit, jeden Preis dafür zu
zahlen. Da Mythor wußte, daß sie dies notfalls auch ohne
seine Einwilligung tun könnten, akzeptierte er den Handel.
Leider mußte er feststellen, daß über seine
Handlungen nun demokratisch abgestimmt wurde. Und wenn die Geister
anderer Meinung waren, konnten sie einfach seinen Körper
übernehmen. Es fiel Mythor schwer, sie davon zu überzeugen,
daß sie nur durch seinen Geist und nicht durch seinen
Körper ihr Ziel erreichen konnten.
So traf er auf Cyclom, den Wächter. In eine Statue gebannt
gelang es ihm, Mythor von jeglichem weiteren Vordringen abzuhalten.
Es gab nur einen Weg. Mythor mußte dem Wächter gestatten,
in seinen Geist zu blicken. Wenn dieser dort nicht das Bild
vorfände, das sein Meister ihm eingeprägt hatte, würde
er Mythors Geist zerstören. Doch als Mythor sich bereit
erklärte, offenbarte ihm Cyclom, daß er auf keinen Fall
einen Sterblichen prüfen wolle.
Als Mythor Cyclom aber bewies, daß auch er selbst sterblich
war, übernahmen die Geister wieder die Kontrolle. Ihr Versuch,
den Wächter mit Alton zu töten, endete mit dem Tod der
Geister und des Wächters.
Dann endlich erreichte der Sohn des Kometen den letzten Raum. Dort
lag Althar, ein Riese von Gestalt, in magischem Schlaf. Auf seiner
Brust: der Helm der Gerechten. Althar erwachte und gab sich als
Feldherr des Lichts zu erkennen, der diese vor Jahrtausenden
ebenfalls bekämpft hatte. Er half Mythor, ein bißchen mehr
vom ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten zu verstehen. Dann
übergab er Mythor den Helm der Gerechten, bevor er die Zeit in
den Turm einließ, damit diese Althar und seinen Wolkenhorst
nicht länger verschone.
Als Mythor in dem Turm wieder nach unten stieg, schienen dort
Jahrtausende vergangen zu sein. Mit jedem Schritt fühlte er sich
jedoch mehr gestärkt, und als er schließlich ganz unten
auf die Caer traf, war er wieder ganz der alte. Nachdem er die ersten
Krieger erschlagen hatte, traf er auf Coerl O'Marn. Dieser
beschäftigte ihn solange, bis Mythor von den übrigen
überwältigt werden konnte. Dann machte sich der
Alptraumritter auf, um seine Gefangenen nach Gianton zu bringen.
Band 15: "Stadt der Piraten" von Paul Wolf
Coerl O'Marn wählte den Titanenpfad, um auf dem schnellsten Weg
nach Gianton zu kommen. Dabei kam es, wie es sich an Althars
Wolkenhorst schon angedeutet hatte, immer wieder zu Spannungen
zwischen ihm und Drundyr. Insbesondere O'Marns offensichtliche
Zuneigung zu Nyala machte Drundyr zu schaffen, aber auch die
Tatsache, daß sich der Alptraumritter nicht um den Status des
Priesters scherte.
Als sie kurz vor der Elvenbrücke noch einmal direkt am Goldenen
See lagerten, eskalierte die Situation zwischen den beiden
Kontrahenten fast. Drundyr wollte unbedingt weiterziehen, da der
Goldene See noch von den Elven angelegt worden war, um den
Titanenpfad zu schützen. Deswegen hatte sie riesige
Drachenschlangen in ihm angesiedelt.
Drundyr hatte leider recht, und des Nachts wurde die Truppe
überfallen. Als O'Marn erkannte, daß seine Mannen keine
Chance hatten, ließ er Mythor und dessen Gefährten frei,
damit diese sich an der Schlacht beteiligen konnten. Dabei stellte er
sich eindeutig gegen den Druidenpriester und gab Mythor sogar die
Waffen des Lichtboten zurück. Daraufhin setzte sich Drundyr von
den Männern ab und ließ die Caer im Stich.
Die Schlacht wogte hin und her, und Coerl O'Marn rettete Mythor dabei
sogar einmal das Leben. Dann zogen sich die Menschen zurück und
suchten sich einen anderen Lagerplatz. Die Gefährten waren zwar
noch nicht frei, durften sich aber ungefesselt und mit ihren Waffen
bewegen - jetzt, da der Priester nicht mehr anwesend war.
Am kommenden Morgen wurde Drundyr entdeckt, als er versuchte, die
Elvenbrücke zu erklimmen. Verfolgt wurde er von mehreren
Drachenschlangen, die ihn schließlich erreichten und in den See
warfen. Noch bevor der Priester in das Wasser fiel, schlug ein
schwarzer Blitz aus seinem Körper und fuhr in den Himmel. Das
Schicksal des Priesters war besiegelt.
Nach und nach schwand auch dessen Bann über Nyala. O'Marn nahm
Nyala zu sich und verschwand mit seinen Mannen, ohne sich weiter um
Mythor und dessen Gefährten zu kümmern. Diese machten sich
dann sogleich auf den Weg, wenn sie auch kein rechtes Ziel mehr
hatten. Doch bald machte Mythor die Erfahrung, daß der Helm
einen bestimmten Weg einschlagen wollte. Immer dann, wenn Mythor die
Richtung änderte, hatte er ein zunehmendes Brummen im Kopf. Also
folgten sie der vom Helm gewünschten Richtung.
So erreichten sie Thormain, die Piratenstadt. Dort hörten sie
vom thormainischen Brunnen, der bis in die Tiefe der Schattenzone
reichen sollte. Genau dorthin wies der Helm. Bald schon fanden sie in
der Stadt unter der Stadt auch eine Möglichkeit, dort ungesehen
hinzukommen. Um in ihrer Verkleidung nicht aufzufallen, ließen
sie dort ihre Waffen zurück. Kurz darauf wurden sie jedoch vom
Herrn der Stadt, dem Scharfrichter Welleyn, als Spione verhaftet.
Band 16: "Der Fall vonThormain" von Paul Wolf
Mit einer List gelang es Kalathee, Argur - den Herrscher von Thormain
- dazu zu bringen, die Gefährten zu begnadigen. Mythor zog es
sofort zum thormainischen Brunnen, wo sie abermals gefangengenommen
wurden. Dort wurden sie gefangenen Caer gegenübergestellt, die
sich als Coerl O'Marn und Nyala herausstellten. Die Piraten hatten
zwar ein Bündnis mit den Caer, aber nicht alle hielten sich
daran.
O'Marn war zu Recht erbost und verlangte eine Erklärung, gab
jedoch nicht zu erkennen, daß er Mythor und seine
Gefährten kannte. Das Gespräch verlief allerdings anders
als geplant, und der Alptraumritter wurde entwaffnet und an die
Folterknechte ausgeliefert. Mythor wurde in den thormainischen
Brunnen geworfen, in dem viele Geister und Ungeheuer hausen sollten,
so daß sich nicht einmal die Piraten in seine Nähe
wagten.
Nach kurzer Zeit wurde er von der Aurogaern gerettet. Dies waren aus
der Gemeinschaft ausgestoßene Menschen, die unterirdisch
hausten. Wamdon, ihr Anführer, erzählte, daß die
Aurogaer auch auf Yarls in den Norden gekommen waren. Sie waren hier
von den Piraten überfallen und ausgeplündert worden. Mythor
erfuhr auch, daß man ihn für den Sohn des Kometen
hielt.
Thormain war auf einer uralten Gigantenstadt erbaut worden, wo einst
Riesen gelebt hatten. Diese hatten auch eine Wehr um den
thormainischen Brunnen gebaut, der viel älter war als selbst die
erste Stadt. In dieser hatte Wamdon alte Schriften gefunden. Daraus
ging hervor, daß der Wall um den Brunnen einst errichtet worden
war, um zu verhindern, daß der Sohn des Kometen ihn erreichen
konnte. Tief im Brunnen sei ein Himmelsstein und in diesem ein
Geheimnis verborgen, das nur der Sohn des Kometen enträtseln
könne.
Da der Brunnen zu tief war, um auf den Grund tauchen zu können,
hatte Wamdon eine Glocke gebaut, in der ein Mensch Platz hatte. Er
selbst hatte den Weg nie geschafft, aber Mythor war dankbar für
dieses Gerät. Auf halbem Weg nach unten wurde jedoch das
Halteseil durchtrennt, und die Glocke sank ungebremst weiter.
Zur gleichen Zeit begannen die Caer mit ihrem Angriff auf Thormain.
Sie waren zwar nur sieben Flöße gegen 120 Kriegsschiffe,
aber ihnen stand die Magie zur Seite - und mächtige Seedrachen,
gegen die die Schiffe machtlos waren. Bald war auch Thormain fest in
der Hand der Caer.
Als Mythor auf dem Weg nach unten einen seitlichen Stollen bemerkte,
verließ er rasch die Glocke und tauchte dort hinein. Er
führte zu einer uralten Kultstätte, die für Riesen
angelegt war. Dort fand er den Himmelsstein. In einer Vision sah er
ein schwarzes Einhorn, einen Bitterwolf und einen Schneefalken, die
ihm sehr vertraut vorkamen. Diese Tiere würde er nun finden
müssen.
Auf dem Rückweg traf er auf seine Gefährten und den
Alptraumritter, die sich hatten befreien können. Auch hatte
Nyala wieder zu sich selbst gefunden. Sie Schloßen sich Mythor
auf seinem weiteren Weg an.
Band 17: "Die Ebene der Krieger" von W.K. Giesa
Coerl O'Marn führte Mythor zur Ebene der Krieger, um diesem
deutlich zu machen, wie mächtig die Caer seien. In der Ebene
versammelten sich die Armeen, hunderttausende von Kriegern. Dabei war
dies nicht mehr als ein Schulungslager, und die Krieger machten sich
bereit, um am Drudin-Turnier teilzunehmen. Hier wurden die Besten der
Besten ermittelt, um künftige Heerführer zu werden. Dem
Sieger würde von Drudin persönlich der
Dämonenkuß verliehen. Und Mythor wollte sofort die Chance
nutzen, dem obersten Priester der Caer persönlich
gegenüberzutreten. Er mußte nur noch das Turnier
gewinnen.
Zusammen mit Nottr ging der Sohn des Kometen ins Tal, um sich
für das Turnier anzumelden. Es war leicht, sich als Caer
auszugeben, und auch die Aufnahmeprüfung war bald geschafft, mit
der Mythor seine Fähigkeit unter Beweis stellte, einer der 336
Teilnehmer des Turniers zu werden. In dieser Zeit Schloßen sie
mit dem einen oder anderen Caer Freundschaft, unter anderem mit
Padrig YeCairn, einem Mann, der von vielen wegen seiner Kraft und
Kampfstärke gefürchtet war - und das Aussehen von Gevatter
Tod hatte.
In der Mitte des Lagers befand sich das Schwarze Zelt. Niemand konnte
sich seiner düsteren Ausstrahlung entziehen, die es scheinbar
über das ganze Lager ausbreitete.
In den ersten Kampf ging es mit Schild und Morgenstern zu Pferd.
Gleich zu Beginn errang Mythor die gesamte Aufmerksamkeit von
Prinzessin Lydia von Ambor, einer wunderschönen Frau aus
höchsten Adelskreisen. Damit zog er sich jedoch die Feindschaft
der vermeintlichen anderen Günstlinge der Frau zu.
Der Sohn des Kometen war weder im Reiten noch im Kampf mit der
Stachelkugel sonderlich geübt und überstand die Auslese nur
mit Glück.
Band 18: "Das Turnier der Caer" von W.K. Giesa
Auch in den weiteren Kämpfen war Mythor siegreich. Es war nicht
notwendig, jeden Kampf zu gewinnen, denn für die
persönliche Leistung wurden Punkte vergeben, die dann über
das Spitzenteam der Krieger entschied. Die Avancen der Prinzessin
hingegen brachten den Sohn des Kometen langsam in Schwierigkeiten.
Nicht nur, daß er nun nicht mehr unauffällig durch das
Lager wandern konnte. Zunehmend mußte er Anfeindungen von
Kriegern erdulden, die sich selbst Hoffnungen auf die Prinzessin
gemacht hatten.
Mit seinen Erfolgen zog er auch die Aufmerksamkeit der Priester auf
sich, insbesondere die von Parthan, dem obersten Priester des Lagers
und Mitglied des höchsten Priesterrats. Dies ging soweit,
daß Parthan Mythor aufsuchte und diesen vor einem Sieg im
Turnier warnte - damit die unbekannte Macht, die er hinter Mythor
vermutete, beim Dämonenkuß nicht mit der der Priester
kollidiere und zu einer Katastrophe führe.
Als sich das Turnier schließlich dem Ende näherte, waren
zwei Teilnehmer so weit vorne, daß sie im Finale gegeneinander
antreten mußten. Der eine war Mythor, der andere Taine - ein
mächtiger Mann, von dem niemand wußte, wer er wirklich
war. Er hatte seit Beginn des Turniers den Helm nicht abgenommen.
Die beiden Recken waren fast gleichwertig, Mythor wendiger, Taine
stärker und erfahrener. Aber obwohl Mythor Alton und den Helm
des Gerechten trug, schien Taine überlegen. Der Helm ließ
Mythor zwar selbst die schwersten Kopftreffer nicht fühlen, aber
schließlich gelang es Taine, Alton aus Mythors Hand zu wirbeln.
Doch Mythor erlangte es noch einmal zurück und war
plötzlich im Vorteil. Da öffnete Taine sein Visier und
zeigte Mythor, wer er war: Coerl O'Marn. Mythor war überrascht,
und der Alptraumritter nutzte das kurze Zögern, um den Kampf zu
beenden.
O'Marn hatte gewonnen - um Mythor zu retten. Denn selbst der Sohn des
Kometen war noch nicht bereit, den Dämonenkuß zu
überstehen. Der Ritter wurde zum Schwarzen Zelt gebracht, und
plötzlich breitete sich eine schwarze Wolke im Lager aus, die
nach den Hirnen der Krieger griff. Eine Macht aus der Schattenzone
manifestierte sich - und Drudin kam. Eine Zone des Grauens legte sich
um das Schwarze Zelt.
O'Marn sah sich plötzlich einem echten Dämon
gegenüber, der dessen Verrat sofort erkannte und den Ritter
bestrafte. O'Marn war nun von einem Dämonen besessen; sein
Gesicht war von einer gläsernen Schicht überzogen wie bei
den Priestern. Mythor und Nottr gelang gerade noch die Flucht. Nyala
trennte sich von den Gefährten, als sie von Coerls Schicksal
erfuhr, und ging zu ihm ins Lager.
Band 19: "Das verwunschene Tal" von Hans Kneifel
Nach einer gefährlichen Überfahrt erreichten Mythor und
seine Gefährten endlich das Festland von Nyrngor, in dessen
Richtung der Helm der Gerechten wies. Dort hatte Königin Elivara
zwar mit dem Untergrundkampf gegen die Caer begonnen, aber noch
keinen wirklichen Erfolg, geschweige denn Durchbruch erzielt. Ihr
halbblinder und geistig verwirrter Bruder Hester war
Marionettenkönig unter dem Caer-Priester Feithearn und hatte das
Schloß seit der Schlacht nicht mehr verlassen.
Feithearn hatte eine magische Stele vor dem Schloß aufbauen
lassen. Vor ihr sollten sich alle Bewohner der Stadt täglich
verbeugen - dies sollte ihre Bindung zu den dunklen Mächten
stärken. Doch niemand hatte mit Hester gerechnet. Der junge Mann
verstand es, mit Tieren umzugehen. So rief er die Vögel, Ratten,
Katzen und Hunde zu sich - und diese fielen kurz vor Beginn der
Prozession über die Caer her.
Die Verwirrung nutzend gelang es Elivaras Männern, die Stele zu
stürzen. Als sie den Boden berührte, brannte sie ein tiefes
Loch hinein, und eine magische Schockwelle lief über Nyrngor.
Hester gelang es in dieser Zeit, verborgen hinter den Tieren zu
flüchten. Er war nicht mehr der schwachsinnige Junge, sondern
strahlte die Autorität seines Vaters aus.
Auf seinem Weg, von dem er wohl selbst nicht genau wußte, wohin
er führte, traf Mythor auf ihn und seine tierische Armee. Da er
in die gleiche Richtung zog wie der Sohn des Kometen, entschloß
dieser sich, dem ungewöhnlichen Heerzug zu folgen. Insgeheim
befürchtete Mythor, daß sein und Hesters Ziel das gleiche
sein würde - die drei Tiere aus seiner Vision.
So erreichten beide Gruppen schließlich ein verborgenes Tal,
dessen Eingang scheinbar unüberwindlich von Dornenhecken
gesichert war. Zwischen den Hecken waren Reste einer uralten,
riesigen Mauer zu erkennen. Nottr vermutete, daß es sich um das
verwunschene Tal aus den Legenden der Lorvaner handelte. Hier sollte
der letzte Stamm der Königstrolle gelebt haben.
Nach einem gefährlichen Abstieg erreichten auch die
Gefährten das Tal, das Hester und seine Armee schon zuvor
betreten hatten. Nur wenige Stunden später folgte ihnen
Feithearn und eine Abteilung Caer. Doch diese wurden sofort von
Hesters Armee attackiert. Die Verluste auf beiden Seiten waren
immens. Aber als Mythor und seine Gefährten eingriffen, wurden
diese plötzlich von Falke, Wolf und Einhorn begleitet. Auf dem
Einhorn ritt Hester, nicht länger schwachsinnig, sondern als
strahlender Held.
Diesem geballten Ansturm weißer Magie war Feithearns Dämon
nicht gewachsen. Der Priester und dessen Mannen flohen panisch.
Hester jedoch verschwand mit den Tieren des Kometen. Niedergeschlagen
begaben sich die Gefährten ins Innere der Ruinen. Dort fanden
sie unter anderem ein in Stein gemeißeltes, 3 m hohes Gesicht.
Sadagar erkannte es als ein Abbild des Lords des Hasses, über
den Fahrna ihm aus dem EMPIR NILLUMEN vorgelesen hatte.
Schließlich fanden sie auch die nun leeren, steinernen Kokons,
in denen die magischen Tiere die lange Zeit überdauert hatten,
bevor Hester sie erweckt hatte.
Dann sprach der Helm zu Mythor und wies ihm ein neues Ziel, das er
ohne seine Gefährten erreichen müsse. Er fand ein
versprengtes Pferd der Caer und machte sich auf den Weg; die
Gefährten gingen zum vereinbarten Treffpunkt, um auf Mythors
Rückkehr zu warten.
Band 20: "Der Mann auf dem Einhorn" von Hans Kneifel
Tag für Tag kehrte Hester mit den Tieren des Kometen nach
Nyrngor zurück und versetzte die Caer-Truppen in Angst und
Schrecken. Weder Waffen noch Magie konnten ihm trotzen, und Nyrngors
Einwohner schöpften Hoffnung. Hester tötete jedesmal ein
paar Krieger, und der Mythos um ihn wuchs und wuchs. Also
beschloß Feithearn, einen Gegenreiter zu erschaffen. Ein Pferd
wurde als Einhorn präpariert, sein Reiter durch Feithearns
Dämon Duldamuur mit magischen Kräften ausgestattet.
Die ersten Begegnungen endeten unentschieden, und Hester verschwand
in der Dunkelheit. Der Gegenreiter jedoch begann, die Nyrngorner zu
terrorisieren, und setzte dabei auch schwarze Magie ein.
Auch Mythor traf auf ein Gebilde, dessen weitreichende Konsequenzen
ihm rasch klar wurden. Am Berg der Gesichter waren viele
Wildländer dabei, im Angedenken des Lichtboten riesige Gesichter
in den Feld zu meißeln. Die Männer unter dem verwirrten
Steinmetzmeister Urzuguhr konnten dabei jedoch nicht erkennen,
daß die Steingebilde mehr Drudin und seine Dämonen denn
Lichtwesen darstellten. Hier waren die dunklen Mächte dabei,
nahe dem Stützpunkt der Weißen Magie einen Gegenpol zu
schaffen.
Des Nachts kletterte Mythor auf den Berg und zerschlug mit Alton die
Gesichter. Dabei wurde ihm klar, wie schrecklich die Wirkung
hätte werden können, wenn die Arbeiten vollendet worden
wären. Dann griffen ihn die wütenden Wildländer an.
Erst das Auftauchen Hesters und der Tiere beendete den Kampf. Die
BeEinflußung der Wildländer durch die Gesichter wurde
durch die weiße Magie der Tiere beendet.
Die Wildländer akzeptierten Hester als ihren neuen Herrn, und
dieser begann, die Gesichter im Sinne des Kometen neu zu erschaffen.
Die Fabeltiere überließ er Mythor, und Alton erstrahlte in
neuem Licht, weil er der Versuchung widerstanden hatte, sie Hester
einfach wegzunehmen. Ein großer Teil seiner Schuld war
getilgt.
Den Schneefalken nannte Mythor Horus, den Bitterwolf Hark, und das
Einhorn sollte von nun an Pandor heißen. Zurück im
verborgenen Tal mußte Mythor jedoch feststellen, daß
seine Kameraden entführt worden waren.
Band 21: "Der Schwefelfluß" von Hubert Haensel
Meister Duprel Selamy war der berühmteste Waffenschmied von ganz
Ugalien. Seit er aber einen Harnisch für den Erzmagier Vassander
hatte schmieden sollen, war er verschwunden. Kurz darauf hatte sich
der Fluß Lorana in eine Schwefelbrühe verwandelt. Eine
Welle von gelben Fieber durchlief die Stadt und wütete
ähnlich der Pest unter den Menschen. Die abergläubischen
Ugalier, wozu letztendlich auch die Magier gehörten,
Schloßen daraus, daß die Caer-Priester nun auch nach
Ugalien greifen wollten.
Vassander hatte dem L'umeyn, dem Lichtkönig von Ugalien,
geraten, einen Präventivschlag gegen die caerischen Armeen zu
führen, und dieser hatte bereits begonnen, eine Armee
aufzustellen; außerdem hatte er die Nachbarreiche um
Unterstützung gebeten. Graf Corian war zum Heerführer
bestimmt worden. Da Graf Laffeur mit dieser Ehre gerechnet hatte, war
auch schon ein Neider vorhanden, der Corian wann immer möglich
Schwierigkeiten bereitete.
Duprel hatte mittlerweile die Rüstung für den Erzmagier
fertiggestellt. Jedes einzelne Teil war magisch durch den neuen
Träger beschworen worden, bevor Duprel es eingesetzt hatte. So
war sie nun gegen Waffeneinwirkung gefeit. Als Lohn hatte er jedoch
nur den Tod zu erwarten. Wasser strömte in seine Zelle, das ihn
ertränken sollte. Duprel zog sich rasch den magischen Harnisch
an. Derart vor dem Wasser geschützt verschwand er durch die
Öffnung, durch die das nasse Element abfloß.
Mythor befand sich auf der Verfolgung seiner Gefährten und deren
Entführer. Dabei traf er auf ein Kind, das ihn in einen alten
Tempel lockte. Dort wartete Syrina auf ihn.
Band 22: "Das Nest der Nadelschlange" von Hubert
Hansel
Mythor verfiel einem Reiz, der ihm bislang unbekannt war. Er
wußte, daß er hier in diesem Tempel auf die Frau treffen
würde, die das Bild auf seiner Brust darstellte. Als er in einem
Prunkgemach einen leeren Bilderrahmen fand und das Pergament mit dem
Bild dort anbrachte, löste sich aus ihm ein weibliches Wesen von
unbeschreiblicher Schönheit, das sich als Syrina, eine
Kometenfee, vorstellte.
Nach einer rauschenden Liebesnacht wurde Mythor jedoch rasch
ernüchtert, als sich die Frau seiner Träume in eine riesige
Schlange verwandelte, die ihn verschlingen wollte. Dennoch stand er
weiter unter dem Bann des teuflischen Wesens. Erst als Hark die
Schlange angriff, fiel der Bann. Der Angriff des Schneefalken brachte
Mythor nun soviel Spielraum, daß er seinerseits angreifen
konnte.
Doch die Schuppen der Riesenschlange widerstanden häufig selbst
Alton, und nur präzise, mit äußerster Kraft
ausgeführte Hiebe vermochten den natürlichen Panzer zu
durchdringen. Als die Schlange jedoch schneller erschöpfte als
der Sohn des Kometen, endete der Kampf schließlich. Auch die
Brut der Echse fiel Alton zum Opfer. Zusammen mit dem Jungen, der ihn
hereingeführt hatte, verließ Mythor den zusammenbrechenden
Tempel.
Der Junge, der sich Samed nannte, gehörte bis vor kurzem den
Entführern von Mythors Gefährten an, deren Anführer
Gomhel hieß. So erfuhr er, daß Kalathee nicht
entführt worden war und daß das Ziel der Sklavenmarkt in
Sarphand im Süden sei.
Der L'umeyn hatte inzwischen Graf Corian befohlen, Vassander zu
überwachen, da dieser sich in letzter Zeit verdächtig
verhielt. So gelang es Corian, das Flußgefängnis zu
entdecken, in dem Duprel gefangengehalten wurde. Auch der Gehilfe von
Duprel war Vassander gefolgt, wurde jedoch entdeckt und durch die
Falle getötet, der auch Duprel beinahe zum Opfer gefallen
wäre.
Als Vassander schließlich aufgrund von Corians Bericht dem
L'umeyn Rede und Antwort stehen mußte, log er diesem vor, der
magische Harnisch sei für ihn gewesen. Von diesem geplanten
Geschenk beeindruckt überließ er Vassander die
Entscheidungsgewalt in der kommenden Schlacht gegen die Caer und
machte Corian faktisch zum Befehlsempfänger.
Corian und Vassander reisten unverzüglich zur Burg Anbur, wo
sich die Heerführer versammelten. Dorthin waren mittlerweile
auch Sadagar und Nottr gebracht worden.
Duprel war mittlerweile den gelben Strom entlanggewandert und auf
Caer und den Caer-Priester Oghan getroffen, der Wildländer damit
beauftragt hatte, in einen Himmelsstein ein Dämonengesicht zu
meißeln. Der Himmelsstein war auch die für die Verseuchung
des Flußes verantwortlich. Als der Priester Duprel mit
Vassander ansprach, da er den Schmied im Harnisch nicht erkennen
konnte, wurde diesem klar, daß der Erzmagier mit den Caer
gemeinsame Sache machte.
Es gelang Duprel, den Caer-Priester zu überwältigen. Und
als der Schmied die Stützen unter dem Himmelsstein wegschlug,
stürzte dieser auf Oghan und begrub den Priester sowie Duprel
unter sich. Die Rüstung schützte den Schmied zwar, wurde
aber zerstört. Der Schwefelquell wurde dabei zugeschüttet,
so daß sich der Fluß wieder erholen konnte.
Zur gleichen Zeit wurde Mythor von Ugaliern überfallen, und ihm
wurde klar, daß Samed ihn in eine Falle gelockt hatte. Mit den
Worten "Luxon läßt grüßen" verschwand der Junge
im Wald. Die Ugalier trieben ihn jedoch nur über den Fluß,
ohne weiter nachzusetzen.
Dort gelang es Mythor, einen Grafen vor einem riesigen Eber zu
retten. Der Graf war mit dem L'umeyn auf der Jagd, und hier traf
Mythor Corian wieder, der ihm schon einmal begegnet war und mit dem
er Freundschaft geschlossen hatte.
Samed war inzwischen wieder mit Gomhel zusammengetroffen. Zusammen
trafen sie kurz darauf auf Luxon, ihren Auftraggeber. Diesem
berichteten sie von ihrem Plan, und Luxon und Kalathee waren sehr
zufrieden.
Band 23: "Befehle aus der Schattenzone" von Peter Terrid
Nyala und der unter dem Einfluß seines Dämons stehende
Coerl O'Marn wurden nach Gianton gebracht, das zu einer riesigen
Feste der Dunkelheit ausgebaut worden war. Hier traf Nyala auch auf
ihren Vater. Alle drei wurden schließlich in einem
schlangenhautähnlichem Büßergewand zu Drudin
geführt.
Auch Mythor war inzwischen an einer Feste angelangt, nämlich der
Bug Anbur, wo er bald die Bekanntschaft von Essander, dem Erzmagier,
Thonensen, Corians Leibmagier, und dem Gros der Grafen machte, die
die Schlacht gegen die Caer planten. Ihm wurde die bezaubernde Frau
Buruna zu Seite gestellt, die schnell mehr wurde als nur eine
Freundin. Von ihr erfuhr Mythor auch bald, daß Nottr auf dem
Scheiterhaufen verbrannt werden sollte.
In einem ersten Gelage, das Mythor mitbekam, hatte Vassander seinen
großen Auftritt. Er prophezeite einen überragenden Sieg
der Lichtkräfte, wenn die Schlacht gegen die Caer am Tag der
Wintersonnenwende im Hochmoor von Dhuannin stattfinden würde.
Thonensen widersprach sofort vehement und prophezeite den Sieg der
Caer, wenn Ort und Zeit der Schlacht nicht verlegt würden.
Als Mythor Thonensen später aufsuchte, traf er dort auch auf
Sadagar. Lamir, ein Sängerknabe, der die Gefährten schon
früher einmal getroffen hatte, war diesem über den Weg
gelaufen. Da er sich auf der Burg auskannte, konnte er Sadagar viel
über Graf Corian erzählen. Als Sadagar mit diesem Wissen,
das er vom kleinen Nadomir zu haben vorgab, gegenüber dem Grafen
protzte (der die beiden den Sklavenhändlen abgekauft hatte),
ließ dieser ihn laufen und machte ihn zum Gehilfen des
Sterndeuters Thonensens.
Nottr hatte jedoch keine Chance gehabt, da er hier mit seiner Horde
vor Jahren schwer gehaust hatte. Er war gefoltert worden und erkannte
nicht einmal Mythor wieder, als dieser ihn besuchte.
Mythor kam mit dem weisen Thonensen prächtig zurecht, der
offenbar mehr über den Kometensohn wußte als dieser
selbst. Die beiden versprachen, gemeinsam gegen Vassander vorzugehen.
Und es war auch der Sterndeuter, der es schaffte, Nottr zu retten. Er
gab einem anderen Gefangenen, der kurz zuvor gestorben war, Nottrs
Gestalt und belebte ihn kurzfristig wieder. So wurde ein Toter
verbrannt, ohne daß es einer der Zuschauer bemerkte.
Band 24: "Zweikampf der Zauberer" von Peter Terrid
Als Nyala, ihr Vater und Coerl in eine riesige und auch neblige Halle
geführt wurden, konnten sie Drudin sehen. Dieser ließ
seine Kapuze sinken, und die drei sahen... nichts. Und dann
plötzlich doch ein Gesicht - und noch eins. Drudin war ein Mann
ohne Gesicht - und mit tausend Gesichtern gleichzeitig.
Sie mußten mitansehen, wie aus Drudins Gesicht ein schwarzer
Schatten hervorkam und blitzartig in das Gesicht eines anderen
Gefangenen - Oboron - einschlug; sie wurden Zeuge, wie Drudin den
Dämonenkuß vergab.
Dann erzählte Drudin von der bevorstehenden, in seinen Augen
bereits gewonnenen Schlacht und erläuterte ihnen, welche Aufgabe
er ihnen zugedacht hatte. Sie sollten als Drudins Todesreiter Mythor
aufspüren und ihn unverzüglich töten oder
gefangennehmen. Dann erhielt auch Nyalas Vater Krude den Kuß
Drudins. Nyala selbst blieb zunächst verschont, da sie so
nützlicher für Drudin war. Drudin versprach ihr für
ihre Hilfe, Coerl und Krude wieder zu befreien.
Mythor, der sich mittlerweile schon offen gegen Vassander stellte,
hatte es auch mit Neidern und Rachsüchtigen zu tun. Ein ums
andere Mal mußte er sich seiner Haut erwehren, wobei er sich
wegen Sadagar der Hilfe der Schausteller sicher sein konnte. Bei den
Vorbereitungen, etwas gegen Vassander zu unternehmen, verriet
Thonensen ihm den Namen der Frau auf dem Bild, das er schon so lange
mit sich herumtrug - Fronja. Und er teilte ihm mit, daß nur das
Orakel von Theran ihm mehr über Fronja erzählen
könne.
Auf dem nächsten Treffen der Grafen, auf dem ein
Bündnispakt unter allen geschlossen werden sollte, platzte
Vassander mit der Meldung herein, es wäre Herzog Krude von
Elvinon gelungen, den dunklen Mächten zu entkommen, und dies
wäre ein Wendepunkt für die Caer.
Während des nun folgenden Durcheinanders verließen Mythor
und Sadagar den Raum, um Vassanders Turmstube nach Beweisen für
sein Bündnis mit den Dunklen Mächten zu suchen. Es gelang
ihnen rasch, die magischen Fallen zu überwinden, da es sich
ausschließlich um Illusionen handelte.
In der Kemenate fanden sie dann noch eine von Fahrna erstellte
Teilabschrift des EMPIR NILLUMEN sowie eine Schriftrolle, in der
stand, daß sich Vassander mit einem Dämon eingelassen
hatte, dieser ihn jedoch noch nicht völlig beherrschte.
Mit diesem Wissen und dem Namen des Dämons kehrte Mythor zur
Versammlung zurück. Dort war ein heftiger Disput zwischen den
beiden Magiern entbrannt, der darin endete, daß Vassander
Thonensen zum magischen Duell forderte. Dennoch hatten zuvor alle
Vassanders Vorschlägen zugestimmt. Noch vor dem magischen Duell
reisten die Grafen ab, um die Truppen zur rechten Zeit an den rechten
Ort zu bringen.
Das Duell der Kontrahenten war schlimmer, als viele erwartet hatten.
Obwohl es außerhalb der Burg stattfand, wurde diese durch die
magisch erzeugten Riesenwesen bis in die Grundfesten
erschüttert. Nur das Wissen über den Namen von Vassanders
Dämons rettete Thonensen und brachte ihm schließlich auch
den Sieg. Aber Vassander war dabei zum Xandor geworden - ein
Zwitterwesen aus zwei Welten, aus Mensch und Dämon.
Die Ugalier wollten die Wahrheit aber nicht sehen. Sie sahen in
Vassander ein Wesen, das mutig gegen die Mächte der Dunkelheit
gekämpft hatte und leider unterlegen war. Deshalb wurden Ort und
Zeit der Entscheidungsschlacht nicht angezweifelt.
Nottr, der geistig und körperlich noch nicht wieder genesen war,
konnte Mythor mit Thonensens Hilfe jedoch verraten, daß er
Fronjas Bild vom Koloß von Tillorn hatte. Mythor machte sich
mit Buruna, Lamir und den mit ihm befreundeten Grafen Capolo de
Chianez auf den Weg, während Sadagar Nottr pflegte und
später mit diesem nachkommen wollte.
Band 25: "Die Kundschafter" von Hans Kneifel
Schon nach wenigen Tagen führte der Weg Mythor und seine
Gefährten wieder zu Graf Corian, der in der Nähe des
Hochmoors von Dhuannin auf dem Eulenberg sein Hauptquartier
aufgeschlagen hatte. Dort erhielten Mythor und Capolo den Auftrag,
hinter den feindlichen Linien zu erkunden - Buruna und Lamir
begleiteten sie. Dort sollten sich fast so viele Priester wie Krieger
aufhalten.
Auf ihrem Weg trafen sie immer wieder auf eine Gruppe Pilger, die an
dem gefürchteten gelben Fieber litt und - sich selbst
geißelnd - zu den Caer unterwegs war, um diesen ihre Krankheit
zu bringen. Eine seltsame Aura umgab die Gruppe, denn in weitem
Umkreis um sie herum flohen alle Tiere. Diese Gruppe wurde so stark
von Dritten gemieden, daß Mythor sich entschloß, sich
dort mit seinem Gefährten zu verbergen, um ungesehen in
Feindesland zu gelangen.
Da sie sich in solcher Tarnung zu Fuß bewegen mußten,
blieben die Reit- sowie die Fabeltiere bei einer Mühle
zurück. Bald trafen sie auf die Yarl-Linie. Diese war wie eine
breite Zone der Verwüstung durch das Land getrieben worden.
Jetzt tummelten sich Milliarden Kleinstlebewesen darin, wild tobend
und alles anfressend, was sich dort hineinbegab.
Die Caer-Priester errichteten einen magischen Zaun aus Menhires,
großen Obelisk-ähnlichen Steinen, am Rand der Yarl-Linie,
der die Tiere toll werden ließ und ein ungeschütztes
Überqueren der Linie ziemlich gefährlich machte. Dazu kam
noch eine schwarzmagische Ausstrahlung, die allen Menschen, die den
Versuch der Überquerung machten, schlimme Visionen und
Alpträume bescherte. Wer diesen erlag, konnte sich nicht mehr
bewegen und wurde aufgefressen.
Von den Geißlern kamen nur wenige herüber. Mythor und
seine Gefährten erreichten einigermaßen ungeschoren die
rettende Seite. Dort wurden sie von Caer-Kriegern erwartet, die
jedoch beim Anblick der Krankheit zurückwichen. So sprach sich
die Meldung unter den Caer herum, daß Geißler mit dem
gelben Fieber in der Nähe waren, und ab sofort wurde die Gruppe
noch stärker gemieden als zuvor. Deshalb trennten sich die
Gefährten von den Pilgern, denn die Kutten waren nun Schutz
genug. Bald schon trafen sie auf erste Widerständler.
Band 26: "Im Niemandsland" von Hans Kneifel
Zusammen mit den Widerstandskämpfern, die - als Caer verkleidet
- sogar ohne aufzufallen in feindliche Feldlager eindringen konnten,
machten sich Mythor und seine Gefährten auf den Weg. Dabei
stießen sie vermehrt auf Wagentransporte, die Runengabeln
beförderten, deren Zweck nicht bekannt war.
Im ersten Lager der Caer erlebten die Gefährten dann die
Kriegserklärung der Alliierten durch Graf Codgin an Herzog
Murdon von Caer mit. Den Caer-Priestern gelang es rasch, Graf Codgin
unter ihren Einfluß zu bringen. So zwangen sie ihn,
während des diplomatischen Zeremoniells Herzog Murdon zu
erdolchen.
Der Ehrverlust für die Verbündeten war unermeßlich
und stellte einen nicht bezifferbaren Nachteil in der kommenden
Schlacht dar. Um so wichtiger für die Lichtkrieger war nun das
Erscheinen von Herzog Krude, der bald kommen sollte. Mythor, seine
Gefährten und zwei Dutzend Widerständler ritten ihm
entgegen.
Als sie schließlich aufeinandertrafen, mußte Mythor
erkennen, daß Krude von einem Dämon besessen war und
daß er und seine drei vermummten Begleiter die
Widerstandskämpfer schon fast nebenbei erschlugen. Mythor und
seine Gefährten, die sich verborgen hatten, konnten
entkommen.
Auf dem Weg zurück, um ihre schreckliche Nachricht zu
überbringen, trafen sie auf der Lorana auf tief im Wasser
liegende Caer-Schiffe. Diese transportierten jene Steinpfähle,
die sie bereits entlang der Yarl-Linie gesehen hatten. Sie wurden nun
mit Hilfe von riesigen Mammuts entlang der Lorana aufgebaut.
Hier trennte sich Mythor von den Getreuen, da er ihr Leben nicht
weiter gefährden wollte. Er schlich an Bord eines der Schiffe
und traf dort auf Arruf, der sich als Arbeitssklave vorstellte, dem
die schutzbefohlene Prinzessin abhanden gekommen war und der nun die
Flucht plante. Mythor merkte jedoch rasch, daß Arruf nur selten
Wert auf die Wahrheit legte, wenn er auch so übertrieben log,
daß man ihm einfach nicht böse sein konnte.
Die beiden waren einander sofort sympathisch und beschlossen, den
Kampf gegen die dunklen Mächte gemeinsam anzugehen. Als sie
jedoch kurz vor Erreichen der Mühle, wo die Fabeltiere
zurückgelassen worden waren, vom Schiff flüchteten,
versuchte Arruf, Mythors Waffen zu entwenden. Das konnte Mythor im
letzten Moment verhindern, doch Arruf verschwand in der
Dunkelheit.
Kurz darauf waren Hark, Horus und Pandor wieder bei ihm, die in Nacht
und Nebel Jagd auf Caer gemacht hatten. Mythor erfuhr, daß die
Priester die Mühle "entweiht" hatten, indem sie dort
Wagenladungen von menschlichen Knochen zu Mehl mahlen
ließen.
Wenig später hörte der Sohn des Kometen ein lautes
Kreischen. Draußen sah er einen Stern vom Himmel fallen. Immer
größer wurde er, sandte Wellen des Wahnsinns aus und traf
dann zielgenau die Mühle. Nur ein Krater blieb übrig.
Schwarze Magie hatte zugeschlagen, und nicht einmal die Säcke
mit Knochenmehl hatten überstanden.
Band 27: "Kämpfer der Lichtwelt" von Paul Wolf
Während Mythor den Rückweg zur Armee des Lichts suchte, war
Drudin im Zentrum der Macht der Dunkelheit in der Lichtwelt
eingetroffen. Im stong-nil-lumen, einem doppelten Steinkreis aus
runenbesetzten Obelisken, die das vollständige EMPIR NILLUMEN
enthielten, traf er auf seine Magie- und Heerführer. Hier waren
alle magischen Gesetze, sämtliche Zauberformeln und
Beschwörungszeichen eingemeißelt, die die schwarze Magie
kannte. Es gab nur ein stong-nil-lumen; es stand schon seit
undenklicher Zeit hier und war das Original des EMPIR NILLUMEN.
Auf dem Weg zu Graf Corian mußte Mythor feststellen, daß
die Vorbereitungen der Caer weiter gediehen waren und andere Formen
annahmen, als er erwartet hatte. Das Hochmoor von Dhuannin war
weiträumig umstellt worden, und niemand, der es einmal betreten
hatte, durfte es wieder verlassen. Im Hochmoor selbst wurden magische
Figuren aus Runengabeln aufgestellt, die Vogelscheuchen
ähnelten, und das in der Mühle gewonnene Mehl aus
Menschenknochen war dort von Caer-Priester unter Beschwörungen
verteilt worden.
Darüber hinaus hatte schwarze Magie ein Dach aus Frost und Nebel
über das Moor gelegt, das für die Lichtkämpfer
völlig überraschend kam. Als er endlich Graf Corian
erreichte, glaubte dieser ihm jedes Wort. Allerdings war er dennoch
nicht gewillt, die Schlacht abzusagen, weil er nur einen Bruchteil
der Armee rechtzeitig informieren könnte. Die restlichen
würden dann geschwächt in die Schlacht ziehen und eine noch
geringere Chance haben.
Als Mythor nicht gewillt war, die Soldaten einfach in den Tod zu
schicken, wurde er hinterrücks von Corian niedergestreckt. Als
vermeintlich Besessener wurde er gebunden und geknebelt, um mit
seinem Wissen die Armee nicht zu verunsichern.
Dann begann die größte Entscheidungsschlacht der
jüngeren Geschichte. 150.000 Krieger des Lichts gegen ein paar
hundert Caer und deren Dämonenpriester. Und die Schlacht begann
mit einem riesigen Feuerwerk, das den Sonnenaufgang begleitete und
die Armeen des Lichts in Angst und Schrecken versetzte. Hunderte von
Sternschnuppen erschienen am Himmel, und die Himmelssteine brachten
auch Tod und Vernichtung über die Heere.
Den ersten 10.000 Kriegern wurde bald jeder Kampfgeist genommen, als
ihr ersehnter Anführer Herzog Krude erschien und sie seiner
Besessenheit ansichtig wurden. Der Rest traf im Hochmoor dann auf die
ersten Gegner. Es waren die Scheuchen, aus 2 oder 3 Runengabeln
zusammengesetzte Figuren, die zum Leben erweckt worden waren. Sie
waren zwar fest im Boden verankert, aber jeder, der in die Reichweite
der Runengabelarme gelangte, wurde niedergemacht, wenn er sich nicht
zu wehren wußte. Und Pferde, die eine gewisse Grenze
überschritten, konnten nicht mehr davon abgebracht werden, wie
wild auf die Scheuchen zuzugaloppieren.
Dann kam der nächste Schrecken. Ganze Reitereinheiten, die sich
geschlossen über das Eis des Hochmoors im Nebel
vorwärtsbewegten, verschwanden urplötzlich, lösten
sich zu Geisterarmeen auf, und nur ihr Spiegelbild war noch im Eis zu
sehen, nur das Hufgedonner der Pferde noch zu hören. Vielleicht
war damals in Lockwergen eine ähnliche Waffe erprobt worden, der
alle Einwohner zum Opfer gefallen waren.
Schließlich kam die 3. Waffe der Dunkelheit. Überall brach
das Eis auf, und Tausende und Abertausende von Unglücklichen,
die im Lauf der Jahrhunderte im Moor ihr Leben gelassen hatten,
wurden wiedererweckt, um nun auf der Seite der Dunkelheit zu
kämpfen. Sie waren zwar keine guten Kämpfer und relativ
leicht zu töten, aber ihre Zahl war Legion.
Ob die Krieger durch die Lichterspiele geistig verwirrt wurden, im
Moor versanken, durch Runenscheuchen oder Moortote umgebracht oder
durch Himmelssteine erschlagen wurden, blieb letztendlich gleich. Die
Armee des Lichts hatte keine Chance. Den letzten Überlebenden
wurde magisch eine Scheinwelt vorgegaukelt, die sie dazu bewog, sich
gegenseitig niederzumachen.
Die Schlacht war geschlagen, die Mächte der Lichtwelt besiegt.
Es war Mythor zwar gelungen, sich im Chaos der letzten Stunden zu
befreien, aber ein Wende konnte er nicht herbeiführen. Auch ihm
blieb letztlich nur die Flucht.
Drudin und somit sein Dämon Cherzoon, der in dem mitten im
stong-nil-lumen gelegenen Altar der Finsternis seinen Anker und
Ruheort gefunden hatte, waren die Sieger der Schlacht.
Band 28: "Der Kleine Nadomir" von Neal Davenport
Nottr und Sadagar hatten sich, wie mit Mythor vereinbart,
mittlerweile auf den Weg zum Koloß von Tillorn gemacht. Nottr
war zwar physisch wieder geheilt, aber sein Geist hatte Schaden
erlitten. Er schien überhaupt keinen eigenen Willen mehr zu
besitzen - vielmehr tat er genau das, was Sadagar ihm auftrug.
Deshalb war Nottr auch keine Hilfe, als die beiden von Jägern
eines Bergstammes überfallen wurden. Nur einigen magischen
Tricks Sadagars war es zu verdanken, daß sie gefangengenommen
und nicht etwa getötet wurden.
Im Lager der Chereber, wie sich die Krieger selbst nannten, trafen
sie auf einen anderen Gefangenen: Duprel Selamy, den besten Schmied
Ugaliens. Die Chereber erwarteten vom großen Magier Sadagar,
daß er ihren sterbenden Shamanen Chwum heilen sollte. Es gelang
Sadagar, dessen Zustand zu verbessern, aber langfristig war gegen
Altersschwäche kein Mittel vorhanden.
Als sich Chwums Zustand wieder verschlechterte, wurde Sadagar erneut
gerufen. Diesmal erwachte der Shamane sogar, und als Sadagar dem
kleinen Nadomir, seinem Schutzpatron, für dessen Hilfe dankte,
erschien dieser zu des Steinmanns großer Verblüffung
tatsächlich. Es gab ihn also wahrhaftig, und es war in
Wirklichkeit ein Troll.
Chwum nutzte seine momentane Stärke dazu, sich selbst unter
Anrufung des Großen Albs ein Messer in die Brust zu
stoßen. Dafür wurden Sadagar und Nottr zum Tod verurteilt.
Auf dem Weg zum Großen Alb, dem sie geopfert werden sollten,
begrub eine Lawine die Gruppe unter sich. Dabei wurden bis auf
fünf alle Chereber getötet.
Diesen Überlebenden bot der kleine Nadomir Hilfe durch den sonst
mit ihnen verfeindeten Stamm der Heusen an. Der verschüttete
Sadagar wurde durch die Hilfe des Trolls gerade noch rechtzeitig
gerettet. Und er schien auch nicht ganz unschuldig daran zu sein,
daß sich Nottr mehr und mehr erholte. Dann bat Nadomir die
Freunde, ihn bei seinem Kampf gegen den Großen Alb, einen
Vertreter der Rasse der Riesen, zu unterstützen.
Dieser war seit Jahrhunderten dabei, eine Straße der
Götter zu den Grabstätten der Riesen errichten zu lassen.
Sobald diese fertiggestellt wäre - nach drei weiteren
Generationen sollte dies wohl vollbracht sein - sollten nach der
alten Legende die toten Riesen erwachen und die Welt vernichten. Dies
wollte der kleine Nadomir verhindern.
Im Tal der Riesen gelang es der Gruppe, den Großen Alb zu
stellen. Es handelte sich um ein rund 8m hohes Zwitterwesen: ein
mammutähnlicher Kopf auf einem menschenähnlichen
Körper. Doch so schaurig das riesige Wesen auch aussah, viele
Hunde sind des Hasen Tod. Insbesondere Nottr schlug ihm viele schwere
Wunden, und Nadomirs Magie brachte schließlich die
Entscheidung.
Dann merkten sie, wie weit der Alb mit seinen Vorbereitungen schon
vorangeschritten war und daß es nur noch wenige Tage gedauert
hätte, bis die restlichen Alben erwacht wären.
Zur Belohnung brachte der Troll, der Sadagar gestanden hatte,
daß er eigentlich doch nicht Nadomir war, die beiden
Gefährten auf den Weg zum Koloß von Tillorn.
Band 29: "Die Straße des Bösen" von Horst
Hoffmann
In den Wirren nach der Schlacht mit immer dichter werdendem
Schneefall traf Mythor zufällig auf seine Gefährten Capolo
de Chianez, Buruna und Lamir sowie ein paar weitere Versprengte. Sie
mußten die Erfahrung machen, daß die Anführer des
ehemaligen Lichtheeres und der Sohn des Kometen von den besiegten
Truppen für die Niederlage verantwortlich gemacht wurden. Und
immer wieder mußten sich die Freunde gegen ihre ehemaligen
Kampfgefährten zur Wehr setzen.
Dabei trafen sie auch einen früheren Weggefährten von
Arruf, der diesen Luxon nannte, von dem sie erfuhren, daß er
mit Kalathee und dem Knaben Samed nach Süden gezogen war. Da
dort auch der Helm hinwies, war der weitere Weg klar. Und sie trafen
auch weiterhin auf Caer-Truppen und Priester, die entlang der
Yarl-Linie Steinsäulen aufbauten.
Eigentlich wollten die Gefährten nahe der Yarl-Linie weiter nach
Süden vordringen, aber die schwarzmagischen Auswirkungen der
Steinsäulen waren so tödlich, daß sie einen anderen
Weg wählten. Nicht einmal der Helm der Gerechten vermochte die
Einflüsse vollständig zu verhindern.
Es sah so aus, als ob der Einfluß durch die magischen Steine
nur verstärkt, nicht aber erzeugt wurde. Die Yarl-Linie für
sich allein brachte schon Schrecken genug. Und je älter sie war,
desto größer wurde der Schrecken. Es fanden sich sowohl
auf der Straße als auch weiträumig um diese herum neue
Sumpfgebiete, Lava-Ausbrüche, Dschungelzonen - und am
schlimmsten waren die Verschiebungen, die einen in andere Welten
verschlugen.
Ob dieser unabschätzbaren Gefahren trennte sich Mythor
vorübergehend von den Weggefährten und reiste allein mit
seinen Tieren und dem Fürsten Capolo weiter. Immer häufiger
trafen sie auf Gebiete derselben Mörderpflanzen, denen sich
Mythor schon an Althars Wolkenhorst hatte stellen müssen. Nach
und nach schienen sie sich über den ganzen Süden
auszubreiten, und es gab kein dauerhaftes Mittel, das ihnen Einhalt
bieten konnte.
Capolo führte den Sohn des Kometen schließlich zum
Lilienberg. Hierher kamen die Heroen, die ihre Lebensaufgabe
erfüllt hatten und nun in einer Art Harakiri in ein besseres
Leben überwechseln wollten. Capolo wollte diesen Weg auch gehen
und Mythor als seinen besten Freund mit sich nehmen. Es gelang Mythor
zwar nicht, seinen Freund umzustimmen, aber ihm selbst gelang die
Flucht vor den Wächtern, die niemanden, der den Hügel
betreten hatte, wieder weglassen wollten.
So erreichte Mythor schließlich die freie Stadt Leone. Die
Bewohner stellten sich völlig überraschend zwischen Mythor
und dessen Verfolger und beschützten den Sohn des Kometen, der
ihnen als ihr neuer König prophezeit worden war.
Band 30: "König Mythor" von Horst Hoffmann
Kaum war Mythors triumphaler Einzug als neuer König von Leone im
Gange, als plötzlich die gefürchteten Dornenpflanzen
angriffen. Dutzende bohrten sich aus dem Boden und brachten ganze
Häuserzeilen zum Einsturz. Sie hieben mit scharfen Ästen um
sich, schossen tödliche rote Speere ab und waren nur durch Alton
oder mit Feuer erfolgreich zu bekämpfen. Abgetrennte Äste
schleuderten Säurestrahlen durch die Gegend. Aus den
Stümpfen sprossen Knospen, die binnen weniger Augenblicke
tierisch-pflanzliche Chimären in der Größe von
Kälbern gebaren, die sofort angriffen. Sie wuchsen mit
kräftigen Wurzeln und brachten selbst Mauern zum Bersten.
Überall dort, wo die abgeschossenen pflanzlichen Speerspitzen
auf freien Boden trafen, schossen nach wenigen Minuten neue
Dornengewächse aus der Erde. Erst als das ganze Viertel in Brand
gesteckt wurde, konnten die dämonischen Wesen besiegt
werden.
Kurz darauf erfuhr Mythor, daß sein königlicher
Vorgänger bei der Schlacht von Dhuannin zum Geisterreiter
geworden war. In Leone war es Brauch, daß nach dem Tod eines
Königs der nächste würdige Edelmann, der des Weges
kam, zu dessen Nachfolger wurde. Es war niemand anders als Lamir, der
Mythor als solchen gepriesen hatte. Und auch Buruna war inzwischen in
Leone angekommen.
Doch die Mörderpflanzen ließen keine Ruhe und griffen in
der folgenden Nacht in noch größerer Zahl an. Selbst ein
erneutes Anzünden der gefährdeten Stadtteile brachte keine
Linderung. Es schien, als wäre dies der endgültige Angriff
der Caer-Mächte auf Leone und den Baum des Lebens, den zu
erobern sie schon mehrfach versucht hatten.
An diesem Baum des Lebens - gehütet von Hapsusch, dem
Lebensgärtner von Leone, der als einziger bis zu ihm vordringen
konnte - sollten der Sage nach alle Fäden der Lichtwelt
zusammenlaufen. Der Baum wurde durch Dornenhecken und wilde Bewohner,
die Januffen, geschützt, und seine Früchte sollten in der
Lage sein, die Mächte der Finsternis in den Bann zu schlagen -
was aber bei den Dornengewächsen nicht passierte.
Also machte sich Mythor zu dem geheimnisvollen Fixpunkt des
Lichtboten auf, denn er war das Ziel der Angriffe, und nur dort
konnte die Schlacht gewonnen werden.
Inzwischen waren auch Luxon und Kalathee heimlich in Leone
angekommen. Buruna konnte sie belauschen, als sie von ihren
Plänen sprachen, den Baum des Lebens seiner Schätze zu
berauben.
Kaum war Mythor im Tempel angekommen, wenige Reitminuten vor dem
eigentlichen Baum, brach auch schon die Nacht herein, und die
Dornengewächse fingen erneut damit an, die Festung Lichtgarten
zu berennen. Der Feind war diesmal übermächtig, aber
dennoch konnte eine letzte Grenze noch nicht überwunden werden -
eine Grenze, die der Baum des Lebens setzte. Überall, wo die
Dornengewächse die giftige Hecke erreichten, starben die
Angreifer ab.
Doch der Baum des Lebens wurde ebenfalls schwächer, und es wurde
klar, daß er nur überleben würde, wenn es einem
Menschen gelang, die in ihm eingeschlossenen Kräfte des Lichtes
zu wecken. Also führte Hapsusch Mythor durch die Hecke, die sich
vor ihm teilte und hinter ihm wieder schloß. Dann kehrte
Hapsusch wieder zurück, um die letzten Beschwörungen
vorzunehmen.
Hinter der Hecke traf er dann auf Kalathee. Sie erzählte Mythor
eine Geschichte von Luxon, daß er ihr eingeredet habe, selbst
der Sohn des Kometen zu sein und sie dann im Stich gelassen habe -
und sie nun reumütig zurückkommen wolle.
Als Hapsusch nicht wiederkam, kehrte Mythor mit Kalathee zum Tempel
zurück. Dort wurde er von Kriegern aufgehalten, die ihn einen
Betrüger nannten und erklärten, Hapsusch wäre mit dem
wahren König bereits zum Baum des Lebens unterwegs. Luxon hatte
ihn erneut überlistet. Kalathee war Luxons Verbündete, und
sie war auch schon verschwunden, bevor Mythor sie zur Rede stellen
konnte. Erst Burunas Auftauchen klärte die
Mißverständnisse auf.
Dann machte sich Mythor auf, Luxon zu verfolgen und allein den Baum
zu besteigen. Unterwegs fand er Hapsusch ohnmächtig hinter einer
Hecke liegen.
Der Baum war eine phantastische Welt für sich. Wohl über
200 Mannslängen hoch und schier unendlich verzweigt bot sich
Mythor ein Anblick voller Ehrfurcht. Mythor spürte keinerlei
Anstrengung, als er zunächst an Luftwurzeln und später an
Ästen immer höher kletterte.
Dann griffen plötzlich die affenähnlichen Januffen an. Sie
hatten zwei Gesichter, und der Blick in das hintere der beiden
ließ einen sofort den eigenen Willen verlieren. Nur der Duft,
den Mythor von Hapsusch bekommen hatte, verschonte ihn, und bald
hatten sich die Angreifer beruhigt. Sie begleiteten ihn weiter auf
seinem Weg, ließen aber nicht zu, daß er den eigentlichen
Stamm des Baumes erreichte. Vielmehr geleiteten sie ihn auf einem
ganz eigenen Weg weiter nach oben.
So gelangte er schließlich zu einer Plattform, auf der er zum
ersten Mal auf die mysteriösen Früchte des Baumes
stieß. Die Januffen machten ihm klar, daß er 6 der
Früchte pflücken und mitnehmen solle. Dann verfielen die
Affen in eine ungeheure Freßsucht und machten sich über
die verbleibenden Früchte her, wobei sie viele auf die Erde
fallen ließen. Mythor nutzte die Gelegenheit, um an den Stamm
heranzukommen. Bald gelangt er an eine natürliche Höhle im
Holz, wo ihn eine Vision befiel.
Er sah, wie der Baum des Lebens vom Licht gepflanzt wurde und gedieh,
aber auch, wie das Licht später die Wächter brachte. Diese
fraßen die Früchte des Baumes und verhinderten so,
daß der Samen sich über die Welt verteilen und somit der
Finsternis Einhalt gebieten konnte. Und er sah, daß ein Mann
mit den Waffen des Lichtes die Wächter zur Besinnung brachte. Er
sah, daß er selbst es war, der wieder den Flug des Samens zur
Erde ermöglicht hatte. Somit hatte er für eine Chance
gesorgt, doch noch gegen die Dornengewächse siegen zu
können.
Dann traf er auf Luxon. Dieser hatte den Bogen und den Köcher
des Lichtboten an sich genommen. Es gelang ihm auch, Mythor zu
überlisten. Er stürzte den Sohn des Kometen von einem Ast
und flüchtete. Die Samen des Lebensbaumes begannen
währenddessen am Boden zu sprießen. Und überall, wo
Dornengewächse in der Nähe waren, starben diese ab.
Die Januffen rieben Mythors Wunde mit Baumharz ein, und diese
schloß sich sofort. Er füllte ein Säckchen mit dem
wertvollen Harz und machte sich dann an den Abstieg. Mit der
Begründung, seine Waffen zu suchen und deshalb Luxon verfolgen
zu müssen, konnte sich der Sohn des Kometen auch von der
Königsbürde befreien. Buruna und Lamir jedoch ließ er
zurück.
Band 31: "Der Glücksritter" von Hans Kneifel
Mit Sternenbogen und Mondköcher waren Luxon, Kalathee und Samed
in die Wüste geflohen, um Mythor und der Garde Leones zu
entgehen. Doch diese verfolgten die Flüchtenden gnadenlos. Es
gelang Luxon, ein paar Salamiter zu überreden, daß sie
Mythor eine Falle stellten. Schließlich verfolgten diese den
Sohn des Kometen ja noch immer wegen seiner Entweihung der
salamitischen Grabstätte.
Als es schließlich zum Kampf kam, verwundete Luxon Horus mit
dem Sternenbogen schwer. Die leonitischen Reiter gewannen den Kampf
rasch, doch erneut gelang es Luxon, sich mit seinen beiden Begleitern
rechtzeitig abzusetzen. Mit Hilfe des Harzes vom Baum des Lebens
gelang es, Horus' Leben zu retten.
Luxon, der sich früher in Sarphand zum König der Diebe
hochgearbeitet hatte und in dem Kalathee den wirklichen Sohn des
Kometen sah, ritt unterdessen in die gefürchtete
Vulkanwüste. Giftige Gase, geflügelte Ungeheurer und
kriechende Schrecken sollten sie hier in der Wüste erwarten.
Leider traf er dort auf eine Karawane, deren Anführer er einmal
aufs Schändlichste betrogen hatte. Kalathee und der Junge wurden
den Sklaven zugeteilt, und gerade, als Luxon entwaffnet werden
sollte, spie einer der Vulkane Feuer und ermöglichte ihn erneut
die Flucht. Mythor, der kurz darauf ebenfalls auf die Karawane traf,
beließ die Gefangenen dort, um keinen Kampf zu provozieren.
So folgten Mythor und seine Garde Luxon in die Vulkanwüste.
Riesige Echsen, Dornenbüsche, die die Reiter anfielen, und
korallenähnliche Wesen, die die Pferde zerrissen und das Blut
aufsaugten, säumten den Weg der Truppe. Doch insbesondere durch
die Hilfe von Hark gelang es vielen Kriegern, unbeschadet
voranzukommen. Die Landschaft verwandelte sich immer mehr in eine
Zone des Schreckens - ein Anblick, der daran erinnerte, wie es wohl
gewesen war, bevor der Lichtbote die Welt vor den Dunkelmächten
gerettet hatte.
Schließlich trafen sie auf Luxon, der gerade von einer riesigen
Pflanze verspeist werden sollte. Als sich die Pflanze als zu zäh
erwies, warf Mythor seine Zapfen vom Baum des Lebens. Mit deren Hilfe
konnte das Monster schließlich besiegt werden. Allerdings waren
Mythor und Luxon die einzigen überlebenden Männer.
Notgedrungen schlossen die beiden vorübergehend einen
Friedenspakt, um wieder aus der Zone des Todes herauszukommen. Luxon
erzählte Mythor etwas von seiner Mission. Drei Männer
hatten ihm vor 6 Monaten berichtet, daß seine wahre Heimatstadt
Logghard war und er der wahre Sohn des Kometen sei. Sie hatten ihm
ein Amulett und eine Karte gegeben, auf der alle Punkte des
Lichtboten eingezeichnet gewesen waren. Von diesen hatte er auch
seinen neuen Namen Luxon erhalten Nun wollte er die
Hinterlassenschaften des Lichtboten aufsammeln und nach Logghard
ziehen, um dort das Böse zu besiegen.
Luxon schlug vor, das Orakel von Theran entscheiden zu lassen, wer
von beiden der wahre Sohn des Kometen sei. Als sie endlich die
Todeszone hinter sich gelassen hatten und Mythor sich gerade um den
verwundeten Horus bemühte, schlug Luxon ihn mit einem Stein
nieder. Bevor Mythor völlig das Bewußtsein verlor, sah er
noch, wie Luxon Pandor bestieg und mit ihm davon ritt. Hark folgt ihm
mit Horus im Maul, als ob er Luxon als neuen Herrn anerkannt
hätte.
Als Mythor wieder erwachte, fand er sich inmitten tätowierter
Wilder wieder, die ihn geborgen hatten. Sie hatten das Bild Fronjas
auf seine Brust tätowiert. Als er sich erhob und aus der
Höhle kletterte, traf er auf seine Tiere, die Alton und den Helm
der Gerechten für ihn bewacht hatten. Ob sie überhaupt mit
Luxon gegangen waren oder ob es ein Traum gewesen war, wußte
Mythor nicht.
Jedenfalls waren alle erholt und zogen Luxon gemeinsam hinterher -
zum Orakel von Theran.
Luxon selbst war nach kurzem Ritt von Pandor abgeworfen worden. Schon
wenig später traf er auf vier vermummte Reiter. Diese hatten
keine Probleme damit, Luxon seines Willens zu berauben und von ihm
alles über Mythor und sein nächstes Ziel zu erfahren. So
ritten auch die vier Todesreiter zum Orakel.
Band 32: "Das Orakel von Theran" von Paul Wolf
Kaum hatte Mythor auf dem Weg nach Theran die erste Oase erreicht,
wurde er von Reitern überfallen, die riesige
straußenähnliche Tiere als Reittiere verwendeten, die
Orhaken genannt wurden. Mythor hatte gegen die Übermacht keine
Chance und ergab sich. Die Reiter waren von Pandor so beeindruckt,
daß sie des Kometen Sohn zu einem Wettrennen aufforderten - es
ging um Mythors Leben.
Die Reiter gaben Mythor einen Vorsprung. Ziel war das Orakel. Wenn er
es erreichte, würde ihm von den Reitern kein Leid geschehen.
Obwohl Pandor über schier übernatürliche Kräfte
verfügte, war er im tiefen Sand den Orhaken nicht gewachsen.
Deshalb stellte sich Mythor den ersten Gegnern zum Kampf. Die erste
Gruppe aus drei Reitern war kein großartiger Gegner, zumal
Pandor und Hark aktiv eingriffen. Die anderen war noch weiter
entfernt, da sich die Horde weit geteilt hatte, um Mythor auch eine
seitwärts gerichtete Flucht zu verwehren.
Als ihn die nächste Gruppe fast erreicht hatte, schlug Mythor
den Weg auf die Yarl-Straße ein, damit ihm die dortigen
Dämonen beistanden. Wie er gehofft hatte, verwirrten sich die
Geister der Vögel, und sie fingen an, sich gegenseitig
anzugreifen. Durch den Helm der Gerechten war Mythor vor
Einflüsterungen geschützt, und seine Tiere waren von Natur
aus immun.
Durch einen Sandsturm konnte Mythor sich weitere Stunden vor seinen
Verfolgern verbergen. Doch dann, als Pandor in vollem Galopp
strauchelte, war Hrobon, der Anführer, schließlich heran.
In einem Anfall von Fairneß ließ er jedoch nicht den
Orhaken angreifen, sondern stieg ab und stellte sich zum Kampf Mann
gegen Mann.
Hrobon war der bessere und geschultere Kämpfer, und hätte
Alton nicht Mythors Hand geführt, wäre er wohl unterlegen.
So aber gelang es dem Sohn des Kometen nach hartem Kampf, seinen
Gegner zu entwaffnen. Mythor bot an, Hrobon das Leben zu schenken,
wenn er ihn wohlbehalten zum Orakel brachte. Hrobon schlug ein, und
so gelangte der Sohn des Kometen nach Theran. Doch als dieser Hrobon
den Grund für sein Hiersein eröffnete, beging er ihn den
Augen des Heymal ein unverzeihliches Sakrileg - denn nur ihr
Gottkönig Hadamur konnte der rechtmäßige Nachfolger
des Lichtboten sein.
Um zum Orakel zu kommen, mußte Mythor zunächst alle
weltlichen Güter abgeben und dann die Prüfer
überzeugen, daß sein Anliegen wichtig genug sei. Dabei
traf er immer wieder auf den Mönch Gorel, der ihm davon abriet,
zum Orakel zu gehen, da dies eine schreckliche Gefahr beschwören
und das Ende bedeuten würde. Dessen Gegenspieler war Lassat, der
Mythor aus dem Geheimen dazu drängte, sich dem Orakel
anzuvertrauen. Und im Garten des Orakels, wo alle Bittsteller darauf
warten mußten, zum Orakel vorgelassen zu werden, traf er eines
Nachts auf Nyala.
Diese bat ihn, sie zum Orakel mitzunehmen, um zu erfahren, wie sie
ihrem Vater und Coerl O'Marn helfen konnte. Mythor versprach, sie als
Zeugin für seinen Status rufen zu lassen. Schließlich
wurde Mythor zum Orakel gebracht. Er stellte seine Frage und erhielt
erschöpfend Auskunft. Als er wieder ging, hatte er jedoch alle
Aussagen des Orakels wieder vergessen.
Dann traf er auf Luxon, der ihn in die Katakomben unter dem Orakel
führte und Mythor darlegte, daß dieser hereingelegt worden
war. Man hatte ihn mit Düften benebelt, und Mythor glaubte nur,
beim Orakel gewesen zu sein. So konnte man ihn abschieben. Luxon
wußte aber, wie man zum echten Orakel kommen konnte.
Unterwegs trafen sie auf Nyala, wobei Mythor erfuhr, daß sie
zusammen mit Luxon nach Theran gekommen war. Dieses Zusammentreffen
schürte Mythors Mißtrauen erneut, und er nahm sich vor,
noch viel wachsamer zu sein als bisher. Am Eingang zum Orakel trafen
sie schließlich wieder auf Gorel, der einen letzten Versuch
unternahm, Mythor vom Weitergehen abzuhalten. Er befürchtete,
daß Mythor nicht nur sich, sondern auch das Orakel, ja die
Lichtwelt selbst gefährden würde. Doch Mythor ließ
sich nicht mehr bremsen.
Sodann traf er auf das Orakel - 12 kleine, runzelige, blinde Trolle,
die sich wie Säuglinge gebärdeten. Auf die Frage nach
seiner Herkunft antworteten die Gnome, daß ein Stein vom
Weltendach auf diese Welt gefallen sei und sich beim Aufschlag in
Licht und Schatten geteilt hätte. Mythor solle sich vor dem
Stein hüten. Als diese Warnung in ihrer Eindringlichkeit immer
mehr zunahm, fielen die Gnome schließlich über einander
her. Die Mönche konnten sie kaum bändigen.
Mythor hatte jedoch seine eigentliche Frage noch nicht gestellt - ob
er der Sohn des Kometen sei. Gorel bat ihn inständig, die Gnome
nicht länger zu quälen, da das Böse mithören
würde. Da kam Lassat herbei und forderte Mythor auf, seine Frage
zu stellen. Mythor erhaschte einen kurzen Blick unter die Kapuze und
erkannte, daß Lassat von einem Dämon besessen war. Die
Dämonenpriester der Caer hatten nach dem Orakel von Theran
gegriffen und hielten es im Würgegriff der Dunklen
Mächte.
Plötzlich wurde Lassats gläsernes Gesicht spröde,
zeigte Risse, und sein Körper zerfiel. Gorel bat Mythor nun
eindringlich, wieder zu gehen, da das Orakel sonst nicht mehr zu
retten sei. Doch als er gerade gehen wollte, rief Nyala ihn an.
Nachdem Lassat versagt hatte und Mythor nicht dazu bewegen konnte,
die eigentliche Frage zu stellen, war Nyala dazu aufgefordert worden,
Mythor den Dämonenkuß zu geben, damit er die Frage
nachholte. Dann würden ihr Vater und O'Marn befreit sein.
Doch Nyala vertraute sich Mythor an und erzählte ihm von den
vier Dämonenreitern, die auf seiner Fährte waren und zu
denen sie gehörte. Kaum hatte sie geendet, rächte sich
Drudin für den Verrat. Die Schlangenhaut auf ihrem Körper
zog sich zusammen, ihr Gesicht verfiel, und schließlich blieb
nur ein Totenschädel zurück.
Mit Gorels Hilfe konnte Mythor aus dem Tempel fliehen. Der Priester
übergab Mythor eine Haut, auf der das Orakel eine Mitteilung
gemacht hatte. Luxon war verschwunden.
Anderswo:
Die vielen Toten bei der Schlacht im Hochmoor von Dhuannin hatten
Etwas dabei geholfen, zu entstehen. Wo es war, wußte Etwas
nicht - auch nicht, was es war. Aber es fühlte, daß es
sich einen Körper beschaffen mußte. Es hatte viele
untersucht, aber keiner war ihm recht gewesen. Doch dann hatte es den
einen gefunden. Dieser hatte sich ihm allerdings schon mehrfach
entzogen. Etwas war enttäuscht, aber es gab nicht auf. Es
würde bekommen, was es wollte.
Band 33: "Stein der Dämonen" von Hubert Haensel
Nach seinen Erlebnissen beim Orakel von Theran drängte es Mythor
immer mehr, dem Geheimnis seiner Herkunft auf die Spur zu kommen.
Deshalb begab er sich entlang der Yarl-Linie auf die Suche nach dem
Himmelsstein - zu dem Ort, an dem die Marn ihn gefunden hatten.
Unterwegs betrachtete er das Leder genauer, das er von Gorel bekommen
hatte. Einige Zeichen waren bekannt, die meisten aber kannte er
nicht. Mythor glaubte jedoch, in einigen der Symbole die sieben
Fixpunkte oder die Waffen des Lichtboten zu erkennen.
Dann stieß Mythor auf einen Landschaftsabschnitt, der aussah,
als ob Steine und versteinerte Pflanzen aus dem Boden wuchsen. Er war
durch eine breite Schlucht in zwei Teile getrennt. Dort traf er auf
den Fischer Rochad und seine Tochter Mistra. Die Fischer sammelten am
Grund der Schlucht wertvolle Gebilde auf und verkauften sie. In der
Schlucht selbst lebten elefantengroße Schnecken, die die
Fischer als gutschmeckende Beute ansahen. Außerdem wuchsen dort
gefährliche Pflanzen, die immer wieder versuchten, aus der
Schlucht zu entkommen. Und schließlich wuchsen auch die Felsen
selbst immer weiter in die Ebenen hinein. Eine neue Form des
Schreckens, die von der Straße des Todes ausging.
Mythor traf gerade ein, als ein Dutzend Schnecken die Schlucht
verlassen hatte und auf die Menschen Jagd machte. Doch Alton hatten
sie nicht viel entgegenzusetzen, und Mythors Erscheinen beendete die
Schlacht. In der Nacht, die Mythor bei den Fischern verbrachte, wurde
ein Giftanschlag durch einen Dämonisierten auf ihn verübt,
der selbst Opfer der Dunkelheit geworden war und mittels Magie rasch
wieder verschwand.
In dieser Nacht wurde das Dorf von Vogelreitern überfallen, und
Mythor mußte sich Hrobon ein zweites Mal im Kampf stellen.
Diesmal war es noch schwieriger, doch erneut blieb der Sohn des
Kometen Sieger. Dann aber wurde er von Rachad rücklings
niedergeschlagen. Dieser wollte Mythor unbedingt als "Freiwilligen",
um für ihn in der Schlucht nach Schwarzperlen zu suchen -
schwarzmagischen Hinterlassenschaften der Riesenschnecken. So wachte
der Sohn des Kometen an einem Seil hängend auf dem Weg in den
Abgrund auf, ohne die Waffen des Lichts, sondern nur mit einer
Eisenstange bewaffnet.
Die Waffen des Lichtboten sowie Pandor hatte Hrobon mitgenommen; Hark
und Horus wurden verjagt. Als Mythor in einen aussichtslosen Kampf
mit den Geschöpfen der Schlucht verwickelt war, kam Mistra ihm
zu Hilfe und rettete ihn.
In der Schlucht gab es eine weitere, noch tiefer gelegene Schlucht.
Dort sah Mythor die drei Todesreiter, die sich ihm näherten.
Doch bevor sie ihn erreichen konnten, wurden er und die schwer
verwundete Mistra wieder hinaufgezogen. Aber nicht von den Fischern,
sondern von vermummten und stummen Gestalten, die ihm wohlgesonnen
waren. Zusammen verließen sie die Korallenfelsen und ritten
nach Süden.
Auf ihrem Weg stießen sie auf die Vogelreiter von letzter
Nacht, die mit ihren Tieren dahingemetzelt worden waren. Allerdings
fehlten Hrobon und Mythors. Es wurde Mythor bald klar, daß
seine vermummten Retter hierfür verantwortlich waren. Kurz
darauf traf die Truppe auf Mythors drei Tiere - Pandor schien sich
losgerissen zu haben.
Im Lager der Vermummten wurden ihm dann vom Anführer namens
Vierfaust, der auch der Stumme Große genannt wurde, der Rest
seines Besitzes wiedergegeben. Sofort nahm er sich den Rest des
Baumharzes und heilte damit Mistras Wunden, obwohl die Vermummten ihn
davon abhalten wollten.
Mit Gesten und Pfiffen fragten die Stummen Mythor über die
Waffen und Tiere aus. Sie waren bei seiner Schilderung über
Sternbogen und Mondköcher sichtlich erregt. Vierfaust zeigt
Mythor sein Gesicht. Er sah, daß dessen Mund schon vor langer
Zeit vernäht und mittlerweile zusammengewachsen war. Mythor fiel
auf, daß sie ihm in Hautfarbe und Gesichtsmerkmalen sehr
ähnlich waren. Doch Vierfaust wollte es genauer wissen. Mittels
berauschender Dämpfe wollte er seinen und Mythors Geist
verbinden, sich mit ihm im Stummen Wort unterhalten. Als dies nicht
gelang, war sich der Stumme sicher, daß Mythor nicht derjenige
war, auf den sie schon so lange warteten.
Wenig später wurde gemeldet, daß sich viele Vogelreiter
versammelt hätten, die Rache für ihre toten Kameraden nehen
wollten. Mythor band jedoch bei Einbruch der Nacht eine Puppe auf
Pandor und schickte ihn weg. So wurden die Vogelreiter abgelenkt, und
Mythor nutzte die Gelegenheit, zusammen mit Mistra zu fliehen. Mistra
wußte von den Vermummten, wo sich der Ort befand, an dem Mythor
als Kind gefunden worden war. Dorthin ritt er nun.
Plötzlich wurden sie von Vermummten überfallen und
mitgerissen - die Stummen nannten sie die Besessenen. Da sie dem Ruf
des Bitterwolfs folgten, wehrte Mythor sich auch nicht. Erst als sie
an einer Höhle angekommen waren, aus der der Ruf erscholl, und
Mythor Hark gleichzeitig hinter sich heulen hörte, bemerkte er,
daß jemand ihn in eine Falle gelockt hatte. Doch er wurde von
den Vermummten immer tiefer in die Höhle getrieben.
Dort traf er auf einen entsetzlich entstellten Stummen, der ihm mit
Gesten eine Geschichte erzählte. Vor 17 Jahren war ein Stein vom
Himmel gefallen, der in zwei Hälften auseinanderbrach. Ein Knabe
entstieg der schützenden Hülle. Doch die Mächte der
Finsternis wußten um das vom Licht umspielte Kind, das ihnen
entgegengeschickt wurde. Sie lenkten eine Nomadenstadt nach Salamos,
deren Bewohner den Knaben an sich nahmen und ihn vom Ort seiner
Bestimmung fortbrachten. Seit dieser Zeit warteten die Vermummten,
die sich selbst Diener des Kometen nannten, auf dessen Rückkehr.
Nun wurde Mythor zum Ort seiner Herkunft gebracht.
Obwohl Harks warnendes Heulen ihn immer deutlicher erreichte,
vermochte Mythor den Blick nicht mehr von dem Stein abzuwenden, der
ihn einst geborgen hatte. Scheinbar - denn dem Sohn des Kometen wurde
langsam bewußt, daß er sich nicht mehr bewegen konnte.
Irgendetwas versuchte, von seinem Geist Besitz zu ergreifen. Nicht er
war mit diesem Stein vom Himmel gefallen, sondern ein Sendbote des
Bösen. Dieser griff Mythor nun gnadenlos an.
Etwas hatte nun bald einen Körper, wie es sich ihn
gewünscht hatte. Mythor mußte nun nur noch den
Himmelsstein berühren. Da tauchten die Reiter des Todes auf und
vertrieben die Vermummten. Oboron stieg von seinem Pferd und brach
einen Splitter des Himmelssteins ab. Als er Mythor gerade damit
berühren wollte, kamen die nicht besessenen Vermummten
angeritten und griffen an. O'Marn und Herzog Krude konnten
flüchten.
Vierfaust warf den letzten Zapfen des Baums des Lebens auf den
Meteor, der aufglühte und vernichtet wurde. Oboron, der um das
letzte Bruchstück bangte, verschwand im Dunkel des
Höhlensystems. Mythor lag leblos am Boden.
Band 34: "Drachenflug" von W.K. Giesa
Vierfaust hatte entschieden, Mythor, in den am Meteorstein ein
Schatten gefahren war, zur Speicherburg der Schurketen zu bringen.
Vielleicht konnte ja der Weiße Große noch etwas für
Mythor tun. Der Speicherburg sagte man nach, daß unter ihr ein
riesiger, bösartiger Drache schlief, der einst von einem
Nachfolger des Lichtboten dorthin verbannt worden war.
Die Gegenspieler der Schurketen waren die Berker, ein Volk, das sich
aufs Räubern spezialisiert hatte. Ihr Anführer war
Moushard, der es geschafft hatte, sich einen kleinen Dämon
untertan zu machen. Eines Tages kamen drei dämonisierte Fremde
zu ihm und boten Moushard an, ihm bei der Eroberung der Speicherburg
zu helfen. Der Räuberhauptmann wollte aber zunächst einen
Beweis ihrer Macht und forderte von den drei Todesreitern, den
Drachen zu erwecken.
Die drei Todesreiter stimmten zu, da ihnen ein solcher Drache
sympathisch war. Cherzoon sollte es ermöglichen. Nebenbei gaben
sie Moushard den Dämonenkuß. Es dauerte auch nicht lange,
da begann der Drache sich zu rühren. Die Speicherburg fiel
Stück um Stück in sich zusammen.
Mythor ging es inzwischen immer schlechter, und es war abzusehen,
daß er den Kampf gegen seinen Schatten verlieren würde.
Der Weise Große wußte nur einen Weg, um dem Sohn des
Kometen zu helfen. Er entzündete mit Vierfaust wieder die
berauschenden Dämpfe und verband sich im Stummen Wort mit ihm.
Dabei weckten sie Kräfte, die tief in jedem Menschen verborgen
lagen. Sodann gab Mistra Mythor den durch die Magie der Stummen
ermöglichten Lebenskuß.
Plötzlich umwob Schwärze die beiden Menschen, quoll aus
Mythor hervor und erzeugte einen Riß, der die Welt teilte. Dann
schloß sich dieser Riß wieder und der Schatten tauchte in
Mistra ein - sie floh schreiend aus dem Raum. Gleichzeitig verschwand
Mythors Tätowierung, und Fronjas Bild war vollständig
verschwunden. Mythor war gerettet, doch der Preis, Mistras Leben, war
hoch.
Die Magie der Todesreiter war nur leicht angewendet worden, um den
Drachen nicht wirklich zu wecken. Sie reichte nur für ein paar
Zuckungen aus, und das war auch so geplant. Die Speicherburg
würde so zerstört werden, eine leichte Beute für die
Berker, und sie selbst würden Mythor zu Drudin bringen. Doch sie
hatten nicht mit dem Schatten in Mistra gerechnet. Dieser spürte
das mächtige Wesen unter der Burg und führte Mistra direkt
zu ihm - in sein Maul. Dort wechselte er erneut den Körper.
Der Drache erwachte. Er war Dutzende Mannslängen hoch und
zerstörte die Speicherburg völlig. Der Weise Stumme hatte
zuvor Mythor und seine Ausrüstung sowie die Tiere zusammenholen
lassen und sie genau über dem Rücken des aufwachenden
Drachen plaziert. Er entzündete wieder den Duft der Stummen
Sprache und erzeugte kurz darauf eine Sphäre des Lichtes um die
Gruppe, die nichts von außen zu durchdringen vermochte. Dann
erhob sich der riesige Drache mit seiner für ihn unbemerkten
Last in die Luft und flog davon.
Stunden vergingen, und die Reisenden bemerkten, daß der Drache
immer schwächer wurde. Seine Zeit war vorbei, und die dunklen
Mächte konnten ihn auch nicht auf Dauer beleben. Zu lange war er
im Bann der Weißen Magie gefangen gewesen - und er war noch
nicht stark genug, die lebensverzehrende Kraft des Schattens in sich
zu ertragen. Schließlich landete das riesige Wesen und starb
kurz darauf. Bevor der Schatten erneut den Körper wechseln
konnte, flohen die Gefährten.
Auch der Weise Stumme erlag der Anstrengung kurze Zeit später.
Zuvor beauftragte er Vierfaust, Mythor nach Sarphand zu bringen, um
ihn in die Geheimnisse einzuweihen und für den Gang zu den
letzten beiden Fixpunkten des Lichtboten zu wappnen. Als Mythor dann
jedoch bemerkte, daß Fronjas Bildnis verschwunden war,
beschuldigte er Vierfaust, hieran schuld zu sein. In seiner
Verzweiflung über den Verlust, die wegen der Schwäche
seines Körpers noch größer ausfiel, wollte er mit dem
vermeintlich Schuldigen nichts mehr zu tun haben und verließ
Vierfaust, um sich allein auf den Weg zum Koloß von Thillorn zu
machen.
Band 35: "Tor des Südens" von Neal Davenport
Bevor Sadagar und Nottr weiter nach Süden zogen, bat der
Königstroll Nadomir den Steinmann noch, einen Becher der
Bruderschaft mit ihm zu trinken. Der Wein war magisch behandelt, und
der Troll übergab Sadagar wichtige Geschenke. Er nannte dem
Steinmann dessen wahren Namen: Feged; er nannte auch seinen eigenen
wahren Namen: Nexapottel; und schließlich schenke er Sadagar
drei goldene Ringe. Wenn er einmal Hilfe brauchte, müsse er
diese aneinander reiben, und Nadomir würde helfen.
Nadomir sprach auch noch einen kleinen Zauber auf die Waffen der
beiden Freunde. Mit einzelnen Worten konnten sie sie nun
erglühen lassen oder wieder abkühlen. Rund eine Woche lang
würde der Zauber halten. Dann ging es los. Die beiden Freunde
wurden von drei Karsh-Kriegern und auch von Olinga begleitet, die
sich Nottr angeschlossen hatte.
Schließlich verriet der Troll Sadagar noch etwas von Mythors
Geschichte. Daß die dunklen Mächte den Sohn des Kometen
und den Stummen Großen entführt hatten - Wesen, die
für die Lichtwelt eine ähnliche Aufgabe erfüllten wie
die Caer-Priester für die Dunklen Mächte - um ihn dann zu
den Marn zu bringen.
Schon nach kurzer Zeit betraten sie die Gletscherlandschaft, in der
der Sage nach die Eisgötter wohnten. Nach einer Nacht in einer
Höhle sahen sich die Gefährten morgens unwirklichem Leben
gegenüber. Die Eisebene hatte sich in einen Eisdschungel
verwandelt, und die Eispflanzen griffen die Gefährten an. Die
Stellen, die nicht von Pflanzen bedeckt waren, verwandelten sich in
Eisspalten. Nottrs Feuerklinge leistete hier gute Dienste. Doch nach
und nach stürzten die Freunde in plötzlich auftauchende
Spalten.
Die Gruppe mit Sadagar, Olinga und zwei Kriegern wurde in der Tiefe
nach kurzer Zeit von Eismonstern überwältigt. Sadagar
gelang es gerade noch, die drei Ringe von Nadomir zu reiben. Nottr
und Dardo gelang es, sich vor den Monstern zu verbergen. Sie
erreichten bald darauf ein riesiges Eisschloß. Mit Hilfe des
Feuerschwertes brannten sie sich einen Weg hinein und befreiten die
beiden anderen Karsh-Krieger.
Doch nun wurden sie dem Eisgott lästig, und er setzte sie durch
einen Schauer aus Eisbrocken außer Gefecht. In Eisbrocken
gefesselt trafen sich nun alle beim Eisgott. Doch als sich dieser
Olinga zuwandte, setzte Sadagar einen Zauber ein, den Nadomir ihm
verraten hatte. Armdicke Blitze durchzuckten plötzlich die
Höhle und trafen die Eismonster. Ein weiterer Zauber ließ
Nottrs Schwert zu ihm fliegen, und zusammen mit Sadagars Feuerdolchen
und den Blitzen stand bald keines der Eismonster mehr.
In einem der Nachbarräume trafen sie dann auf den Eisgott, ein
Gehirn mit einem Durchmesser von etwa 3m. Seiner Eisarmeen beraubt
war dieses jedoch kaum noch ein Gegner. Schon bald darauf gab es
keinen Eisgott mehr.
Nach dem Sieg trennten sich die Karsh-Krieger von der Gruppe, und
Nottr, Sadagar und Olinga reisten allein weiter. Auf einer Eisscholle
versuchten sie, den See Dorch zu überwinden. Unterwegs wurden
sie jedoch von Gestalten aus ihren eigenen Alpträumen
überfallen. Der glatte See mit den ihn trichterförmig
umgebenden Wänden wirkte wie ein magischer Spiegel, der die
eigenen Ängste verstärkte.
Doch Thonensen war Sadagar ein guter Lehrer gewesen und hatte ihm
gelehrt, wie man die eigenen Ängste bekämpft. Der magische
Spiegel wirkte nämlich auch auf glückliche Gedanken. Er gab
Olinga und Nottr die entsprechenden Anweisungen, und es gelang der
Gruppe schließlich, den See zu überwinden. Doch die
Strömung wurde zu stark, so daß sie nicht das Ufer
erreichten, sondern den Fluß hinuntergespült wurden. Erst
viel später kamen sie an eine genügend sichere Stelle, um
ans Ufer zu gelangen.
Schließlich erreichten sie das Tor des Südens, einen
mächtigen Steinbogen auf der Spitze eines Hügels. Diesem
folgte ein weiterer solcher Bogen auf dem nächsten Hügel.
Die Bögen führten an ihrem Ende zum Koloß von
Thillorn. Als sie von Wegelagerern überfallen wurden, flohen
diese nach kurzer Zeit, als sie Nottrs Schwert sahen. Dieser
erzählte seinen Gefährten, daß er es im Süden
einem sogenannten Stummen Großen abgenommen habe, als dieser
das Bild von Fronja zurückforderte. Sadagar erinnerte sich,
daß Nadomir die Stummen Großen als Behüter Mythors
bezeichnet hatte.
Kurz bevor sie die thillornische Hauptstadt erreichten, trafen sie
auf einen rotbärtigen Riesen, der bei der Schlacht von Dhuannin
sein Gedächtnis verloren hatte und nun in Süden umherirrte.
Er schloß sich den Gefährten an. Ein kurzes
Scharmützel mit Reitern der Cirymer - Erbfeinden der Lorvaner -
endete mit dem ungefährdeten Sieg der Gefährten.
Dann überquerten sie bei Ebbe den Meeresarm und erreichten so
die Inseln um Thillorn in der Strudelsee. Dort erinnerte sich Rotbart
wieder an seine Vergangenheit: Er war Lerreigen, König von
Leone.
Band 36: "Die Inseln der Verfemten" von Peter Terrid
Auf seinem Weg nach Thillorn traf Mythor auf den Gnom Kalahar, den
Meister der Illusionen. Er war dem Sohn des Kometen dabei behilflich,
eine Horde Wegelagerer in die Flucht zu schlagen. Kalahar stellte
sich als Leibmagier des Coroman Hassif vor, des wichtigsten
Räuberhauptmanns von Thillorn.
Es stellte sich jedoch bald heraus, daß der mächtige
Räuberhauptmann in Wirklichkeit der Gnom Kalahar selbst war, der
sich den Räubern durch seine Illusionskräfte als 2m-Riese
präsentierte. Es war wohl die einzige Möglichkeit für
den Verwachsenen, in diesem Land ein würdiges Leben zu
führen. Kalahar bat ihn darum, ihm dabei zu helfen, einen
Widersacher am Splitter des Lichts - einem Felsen im Meer in der
Nähe des Kolosses von Thillorn - zu überwinden, der sich
der Schreckliche nannte. Da er so die Reise mit deutlich weniger
Belästigungen bewältigen konnte, willigte der Sohn des
Kometen ein.
Bald trafen sie auf Cirymer, die Mythor für Lorvaner hielt und
die ihnen den Weg versperrten. Als er seine Freundschaft zu Nottr als
Verhandlungsargument gebrauchte, endeten diese mit gegenseitigen
Drohungen. Die Barbaren versuchten, Mythors Truppe des Nachts zu
überfallen, doch der Sohn des Kometen hatte vorgebaut und konnte
den Angriff der überlegenen Cirymer abfangen.
Am kommenden Tag bot Mythor den Cirymern erneut Verhandlungen an.
Diese verlangten Verpflegung, Schnaps und Tänzerinnen. Mythor
sagte zu und lieferte. Daß es sich dabei um Illusionen Kalahars
handelte, bemerkten die Barbaren erst, als die Mythor und ein
Spähtrupp der Coromanen bereits im Dunkel verschwunden
waren.
Schließlich erreichten sie die Splitter des Lichts, die letzten
Überreste einer in der Strudelsee versunkenen Halbinsel. Hier
schienen die Gewässer noch unberechenbarer zu sein als in der
Strudelsee selbst; offenbar waren magische Kräfte am Werk.
Jedenfalls waren die Strömungen mit ihren Wirbeln zwischen den
scharfkantigen Felsen schwimmend nicht zu überqueren. Einzig
eine morsche Hängebrücke führte über das Wasser.
Da die Barbaren ihnen auf den Fersen waren, blieb keine andere
Wahl.
Unterwegs wurden sie von furchtbaren Wesen attackiert, was einige der
Männer das Leben kostete, aber schließlich erreichten
Mythor und zwei Mann die erste Insel, bevor die Barbaren die
Brücke zusammenbrechen ließen. Hinter dieser Insel wurden
die Strömungen des Wasser durch Magie von einem schmalen Weg
verbannt, der zur nächsten Insel führte. Doch kaum hatten
die drei diesen betreten, schloß sich der Weg hinter ihnen und
versperrte endgültig den Rückweg. Die beiden Coromanen
verfielen in Panik und rannten fort. Kurz darauf wurde der Weg
breiter, und ein Dschungel voller unnatürlicher Pflanzen tat
sich auf.
Später traf Mythor dann auf Lerreigen, den König von Leone,
und den Händler Garaschi, dessen Schiff von Piraten auf ein Riff
getrieben worden war. Lerreigen erzählte Mythor von Nottr und
Sadagar, die nacheinander plötzlich verschwunden waren. Er
selbst war zufällig zu den Splittern gekommen und hatte sich,
wie Garaschi auch, offensichtlich verirrt.
Band 37: "Der Koloß von Tillorn" von Peter Terrid
Mythor und seine Gefährten kämpften sich bis zu Garaschis
Schiff durch. Dort gelang es ihnen, die wenigen Wachen zu
überwältigen. Im Bauch des Schiffes fanden sie 6 Gefangene,
darunter auch Olinga. Diese hatte den Schrecklichen persönlich
gesehen, und aus ihrer Beschreibung erkannte Mythor in ihm Luxon
wieder. Dieser trug auch die Schuld am Verschwinden von Nottr und
Sadagar.
Mythor verhalf einem der Gefangenen unauffällig zur Flucht und
heftete sich mit Lerreigen und Olinga an dessen Fersen. So gelangten
sie auf direktem Weg zum Koloß von Thillorn, wo es den
Sonnenschild zu gewinnen galt. Die mächtige Statue lag wie
gefällt in einer scheinbar unzugänglichen, tiefen
Schlucht
Schon bald fiel Mythor etwas auf. Der Koloß trug einen
mächtigen Schild, an dem sich das Mondlicht spiegelte. Jeder
Mensch, der sich ins Zentrum dieser Spiegelung begab, verschwand
spurlos. So auch die Wachen Luxons, denn durch die Wanderung des
Mondes am Himmel wandert auch das Zentrum langsam umher. Auch Olinga
fiel dieser Magie zum Opfer, noch bevor Mythor die Gesetze
enträtselt hatte.
Genau an der Stelle, an der die Spiegelung um Mitternacht ihr Zentrum
haben würde, fanden die beiden einen Eingang, der in die Tiefe
führte. Dort fanden sie dann neben Nottr und Sadagar noch
weitere Gefangene, die sie befreien konnten. Hier waren auch alle,
die durch das Mondlicht verschwunden waren.
Nottr hatte früher in diesen Höhlen Fronjas Pergament
gefunden, und Mythor stellte fest, daß er in jedem Spiegel ihr
Abbild sah. Dann trafen sie auf den Magier Vangard, der Fronjas Bild
zurückforderte. Er nannte sie die Tochter des Kometen. Doch als
sich Mythor als Sohn des Kometen vorstellte, ergab sich rasch ein
vertiefendes Gespräch zu diesem Thema, und Vangard schien sehr
viel hierüber zu wissen.
Offenbar wurde man nicht zum Sohn des Kometen geboren, sondern man
mußte dazu werden. Es kam nicht auf die Waffen und das Wissen
an, sondern darauf, wie man die Waffen erlangte und dann einsetzte.
Von Vangard erfuhr Mythor auch, daß seine nächste
Prüfung im Inneren des Kolosses auf ihn wartete und er diesen
bei Vollmond erreichen könnte.
Inzwischen war es Kalahar gelungen, die Gestalt von Kaschkas, dem
Anführer der Cirymer, zu übernehmen; in dieser Gestalt
tötete er die Scheingestalt Coroman Hassifs. Somit war er zum
Anführer über beide Horden geworden. Nun machte er sich mit
allen Männern auf, um gegen den Schrecklichen zu ziehen.
Vangard erzählte unterdessen seine Geschichte. Er war im
Süden der Welt aufgewachsen. Als Magier hatte er dort
erfolgreich gegen die dunklen Mächte gekämpft. Man hatte
jedoch gemerkt, daß mit jedem Erfolg des Lichts im Süden
die Macht der dunklen Mächte im Norden wuchs. Also schickte man
eine Expedition in den Norden, der auch Vangard angehörte. Sie
erlitten Schiffbruch; Vangard verlor alle Ausrüstung, und auch
seine magischen Fähigkeiten schrumpften. Es war ihm gelungen,
sich den Schild des Kolosses dienstbar zu machen. Und nun hatte sich
all seine Hoffnung auf das Erscheinen des Sohns des Kometen
gerichtet.
Dann machte sich Mythor allein auf den Weg, um sein Ziel zu
erreichen. Er mußte gegen eine Meeresspinne kämpfen, gegen
eine Nesselgift verspritzende Schleimkreatur und gegen andere
Monster. Er traf auch auf Kadaver, in denen noch Pfeile aus dem
Mondköcher steckten - Luxon hatte also schon wieder einen
Vorsprung.
Endlich im Inneren angelangt stellte er fest, daß hier ein
weiterer Koloß lag, darin noch einer, und darin wieder einer.
Insgesamt waren es sechs Monumente. Die Anordnung der nicht mehr
sinnvoll zu nutzenden Treppen (schließlich lag der Koloß
jetzt ja auf der Seite) führte zu den Füßen. Also
machte sich Mythor in diese Richtung auf den Weg. Wieder stand er
verschiedenen Fallen und Monstern gegenüber, die er aber
schließlich alle überwand. Immer wieder stieß er
dabei auf die Skelette derer, die eine der Hürden nicht genommen
hatten. Aber auch Luxons Hinterlassenschaften waren oft
erkennbar.
Immer war entweder an den Füßen oder am Kopf der Durchgang
ins Innere möglich. Dann stand er plötzlich vor Luxon, der
genau in diesem Moment einen Pfeil auf ihn abschoß. Zu Mythors
Glück befanden sie sich jedoch in einem Raum, der Kampf nicht
zuließ. Der Pfeil flog lächerlich langsam an Mythor
vorbei, und Luxons zum Schlag erhobenes Schwert zerbarst. Luxon
schien die besonderen Spielregeln nicht zu verstehen und griff Mythor
mit den Händen an, konnte ihn aber nicht greifen.
Daraufhin ließ der Sohn des Kometen ihn einfach stehen und ging
weiter. Im 6. Koloß traf er auf den Heroen Rokkun, dessen Ruf
selbst den von Althar noch übertraf und dessen Charisma
überwältigend war. Er wollte sich mit Mythor im Kampf
messen. Rokkun war rund 2,5 m groß und zu Stein verwandelt. Da
Mythor die Waffen des Lichtboten nicht gegen einen Streiter des
Lichts einsetzen wollte, blieb ihm nur der Faustkampf. Doch damit
hatte er keine Chance.
Rokkun war unendlich überlegen, und als dieser mit dem Spiel
endlich Schluß machen wollte, gelang es dem Sohn des Kometen,
den Sonnenschild zu berühren. Im gleichen Moment gab sich Rokkun
geschlagen und verschwand. Es schien Mythor, als ob Rokkuns Kraft auf
ihn überginge. Und auf der Waffe des Lichtboten fanden sich die
gleichen Zeichen wie auf dem Orakelleder.
Hinter dem Sonnenschild war eine Öffnung in der Wand, die nach
draußen führte. Dort erkannte Mythor, daß der
Sonnenschild genau im Zentrum des Schildes vom Koloß von
Thillorn gewesen war und somit auch das Verschwinden von Menschen
durch Mondlicht verursacht hatte.
Dann trat auch Luxon durch die Öffnung, sah den Sonnenschild und
erkannte Mythor als den Sieger an. Deshalb übergab er auch Bogen
und Köcher an Mythor und schloß sich diesem als Freund und
Gefolgsmann an.
Mit Vangards Hilfe überwanden sie die gefährlichen
Stromschnellen und trafen dann auf Kalahars Horde. Als diese mit
Pfeilen angriffen, lenkte der Schild alle Geschosse auf die
Schützen zurück. Aber nicht nur die Geschosse, sondern auch
die Gefühle Haß und Wut wurden auf die Horde
zurückgeschleudert und versetzten sie in Panik. Der Schild
allein entschied die Schlacht, ohne daß die Verbündeten
ihre Waffen auch nur ziehen mußten.
Nottr nutzte die Gelegenheit, den echten Kaschkas herauszufordern. Er
gewann und war damit automatisch Häuptling der Cirymer. Nun ging
es zum letzten Fixpunkt des Lichtboten - nach Logghard, der Ewigen
Stadt. Nottr war kein Stadtmensch. Deshalb nahm der Barbar zusammen
mit Olinga und seinem neuen Stamm Abschied von den Gefährten, da
es ihn zurück in den Norden zog.
Lerreigen zog es zurück nach Leone, deren König er ja war.
Mythor gab ihm die Tiere des Lichtboten mit, damit er sie ins
verwunschene Tal zurückbringe. Auch sie gehörten nicht in
eine Stadt wie Logghard, und Mythor wollte sie sicher aufgehoben
wissen.
Zusammen mit Sadagar und Luxon ging es nun auf zur Ewigen Stadt, die
tief in der Düsterzone lag und dort seit Äonen gegen die
Mächte der Finsternis verteidigt wurde. Mit Garaschis Schiff
ging es auf zur ersten Zwischenstation - nach Sarphand.
Band 38: "Der Meisterdieb" von Hans Kneifel
In Sarphand gelang es Luxon im letzten Augenblick, in seiner Maske
als Croesus die am Sklavenmarkt angebotenen Kalathee und Samed zu
ersteigern. Croesus galt als Mann ohne Gesicht, denn sein Gesicht
hatte noch nie jemand gesehen. Aber er war unvorstellbar reich.
Luxon war in Sarphand als Arruf, ein Sklavenjunge, beim reichen, aber
gerechten Shakar aufgewachsen. Bald erfuhr er, daß
geheimnisvolle Männer versuchten, ihn zu töten und Shakar
es sich zur Aufgabe gemacht hatte, dies zu verhindern. Deshalb begann
für den 5jährigen ein Leben auf der Flucht - in den
dunkelsten und finstersten Winkeln der Stadt. Dennoch wurde er im
Alter von 7 Jahren überwältigt und auf dem Sklavenmarkt an
den Bettler Alaid Gur verkauft.
Für diesen mußte er abgemagert, krank und schmutzig fast
zwei Jahre lang betteln. Dann wurde Gur Opfer eines
Raubüberfalls, und Arruf gelangte zum König der Diebe - zu
Aagolf. Hier wurde der Junge zu einem der besten Diebe der Stadt.
Auch Betrügen gehörte zu seinem Repertoire.
Bei einem Einbruch in den Palast wurde er von der Prinzessin
erwischt. Da er eine rührige Geschichte erzählte, bestrafte
sie ihn nicht, sondern behielt ihn dort, um ihm eine angemessene
Erziehung angedeihen zu lassen. Nach einigen Monaten gelang ihm die
Flucht. Nun war er 13 Jahre alt und stand wieder mittellos auf der
Straße, denn bei den Dieben konnte er sich nicht mehr sehen
lassen.
Also gründete er eine Bande Gleichaltriger, und schon bald war
er als König Arruf bekannt. Das paßte Aagolf gar nicht,
und er stellte den Jungen eine Falle, aus der Arruf nur entkam, weil
einer der Wilden Fänger, die ab 4 Uhr früh Menschen
für den Abwehrkampf in Logghard fangen durften, ein ehemaliger
Diener Shakars war und ihm half. Er riet Arruf, den Shallad Hadamur
zu meiden und den Magier Echtamor aufzusuchen.
Echtamor erwies sich als alter, ehemals mächtiger Magier, der
mit Arrufs Hilfe versuchen wollte, einen Dämon zu
beschwören. Erst nach Monaten gelang es dem jungen Mann, sich
aus den Fängen des Magiers zu befreien. Danach wandte er sich
wieder seiner Diebesbande zu. Im Lauf der Jahre wurden sie die
mächtigste Gilde der Stadt, und Luxon begann, den Armen mit den
Diebesgütern zu helfen. Auch drehte er seine Raubzüge immer
so, daß die Bestohlenen sich gar nicht bestohlen vorkamen. Er
'gewann' im Spiel, betrog beim Handel und verschaffte sich
ungezählte Vorteile. So wurde er zu einem der reichsten und
mächtigsten Männer Sarphands.
Jahre später gelang es ihm, die Großen Stummen in ihrem
Tempel zu "belauschen", die in großer Aufregung über den
Auftritt des Sohnes des Kometen sprachen - in Zeichensprache. Um
genaueres zu erfahren, schlich er mehrfach des Nachts in den Tempel.
Dabei entdeckte er eine Karte mit den Fixpunkten, an denen sich der
Lichtbote manifestiert hatte. So gab er sich den Namen Luxon und
machte sich auf, um zum Sohn des Kometen zu werden.
Warum machte der Shallad Hadamur wohl sonst Jagd auf den
Bettelknaben, der später Arruf genannt wurde, wenn dieser als
Sohn des Kometen nicht die einzige wirkliche Bedrohung für die
selbsternannte Inkarnation des Lichtboten war? Deshalb gab er den
Befehl, den besagten Knaben in der Wüste auszusetzen, damit
dieser von den Klauen der Nomadenstadt der Marn zermalmt werden
sollte. Doch irgendwie wurde nicht Arruf, sondern Mythor ausgesetzt.
Dieses Rätsel blieb weiterhin ungelöst.
Mythor und Luxon einigten sich, die Sachen endgültig von den
Stummen entscheiden zu lassen.
Band 39: "Die drei Dämonischen" von Hans Kneifel
Mythor, Luxon und Sadagar besuchten Echtamor, von dem sie sich
weitere Informationen erhofften. Dieser gestand ihnen, daß er
den falschen Jungen in der Wüste ausgesetzt hatte, und zwar
einen Jungen, den die Dämonen der Schattenzone bestimmt hatten.
Kaum hatte er geendet, töteten ihn die noch immer mächtigen
Dämonen auf eine ganz eigene, schreckliche Art.
Soann machten sich Mythor und Luxon auf, um ihre Geheimnisse direkt
durch die Großen lüften zu lassen. Kaum waren sie durch
einen Geheimgang dort eingedrungen, wurden sie auch schon von den
Großen aufgespürt. Zu Mythors Verblüffung wurden sie
zu Vierfaust gebracht. Mit diesem zusammen erreichten sie
schließlich den Erhabenen Großen.
Von diesem erfuhren sie nun, daß Mythor der wahre Sohn des
Kometen sei. Er war von den Großen ausgewählt und durch
ein Mal hinter dem Ohr für alle Zeiten unaustauschbar
gekennzeichnet worden. Daß Mythor anstelle von Luxon ausgesetzt
worden war, sei ein Versuch der Dämonen gewesen, Mythor zu
schaden.
Luxon konnte sich nicht beherrschen und wurde aus dem Tempel
hinausgeworfen. Mythor, der mittels des Hohen Rufes (einer Technik,
bei der ähnlich wie bei der Stummen Sprache mit Hilfe des Rauchs
der Mondblume diesmal Menschen rasch an andere Orte gezaubert werden
können) rasch nach Logghard reisen sollte, nutzte die
Meditationsphase der Großen, um zu entkommen. Er wollte nicht
ohne seine Waffen reisen.
Er und Sadagar folgten Luxon, der Shakar ausfindig gemacht hatte. Von
diesem erfuhr Luxon, daß er der wahre Erbe des Throns von
Logghard war und daß der Shallad Hadamur sein Onkel sei, der
ihn ebenso wie seinen Vater Rhiad töten lassen wollte.
Als Mythor und Sadagar schließlich in ihre Unterkunft
zurückkehrten, hatte Luxon die Waffen des Kometen erneut
entwendet. In einem Schreiben hatte er angekündigt, daß er
sie für die Wiedereroberung seines Thrones benötige. So
blieb nichts anders übrig, als ihm nach Logghard zu folgen, dem
7. und wichtigsten Fixpunkt des Lichtboten.
Kaum auf den Straßen wurden sie jedoch von drei Wilden
Fängern überwältigt. Bei diesen Dreien handelte es
sich um die Todesreiter. Bevor Oboron Mythor aber mit dem
Himmelsstein berühren konnte, tauchten einige Stumme Große
und andere Fänger auf. Die Gefährten wurden als
Legionäre auf eine Lichtfähre gebracht, die bald darauf in
Richtung Logghard aufbrach.
Band 40: "Treibgut der Strudelsee" von Horst Hoffmann
Als Rudersklaven und Legionäre auf der Lichtfähre Gasihara
begann der erste Teil der Reise für die Gefährten. Gleich
zu Beginn der Fahrt stürzte mit Oblak einer der brutalsten
Aufseher über Bord und versank. Stunden später gelang es
ihm jedoch, sich wieder an Deck zu ziehen. Er gab vor, sich am Kiel
festgehalten zu haben. Doch der Seemagier Rachamon, der für eine
sichere Überfahrt der Gasihara sorgen sollte, teilte dem
Kapitän Jejed mit, daß Oblak nun von den dunklen
Mächten besessen war. Jejed glaubte ihm allerdings nicht.
Als dann plötzlich das Wetter umschlug und die Siebenläufer
Rachamons, die jegliches Unheil frühzeitig aufspürten und
somit wesentlicher Bestandteil der Macht des Magiers waren, über
Bord sprangen, begann der Schrecken auf der Geleere. Rachamon
meuterte, und viele der Besatzung waren auf seiner Seite. Es gelang
Mythor und einigen Freunden, diese Zeit zu nutzen und sich an Deck zu
schleichen.
Genau in diesem Moment wurde der Kapitän niedergeschlagen, der
Steuermann fiel über Bord, und die Gasihara trieb in die
Ismina-Strömung, die das Schiff bald direkt in den
Samara-Strudel ziehen würde. Irgendwie schien Oblak mit den
Seelen der Toten der Strudelsee verbunden zu sein und lieferte nun
weitere Opfer.
Es gelang Mythor, sich Oblak zu nähern und ihn trotz seiner
übermenschlichen Kräfte über Bord zu hebeln. Doch
damit war es nicht vorbei. Irgendwo in der Nähe des Schiffes
wartete das wahre Böse. Nun Rachamon spürte es, und er
bemerkte auch, daß es nicht hinter Oblak, sondern hinter dem
dunkelhaarigen Hünen - Mythor - her war. Deshalb befahl er der
Mannschaft, Mythor in einen Sack zu stecken und über Bord zu
werfen, auf daß das Böse ihm und nicht der Lichtfähre
folgen solle. Und so geschah es.
Im Wasser wurde Mythor sofort von dem Schatten angegriffen. Doch
Sadagar hatte Nadomir angerufen, und diesem gelang es, den Schatten
von Mythor abzulenken. Kurz erklärte er dem Sohn des Kometen,
daß der Deddeth, wie er den Schatten nannte, derselbe war, den
er besiegt zu haben glaubte. Er würde seine Spur wieder
aufnehmen und ihn weiterhin jagen, und je länger es dauert,
desto mächtiger würde er werden. Dann überließ
der Troll den Sohn des Kometen seinem Schicksal, von dem Nadomir
wußte, daß es Mythor als Treibgut an eine Küste
führen würde, ins Land Samara.
Es gelang Jejed, mit Hilfe einiger Legionäre den Aufstand zu
beenden, wobei Rachamon und auch der Kapitän über Bord
gingen. Die Lichtfähre jedoch war nicht zu retten. Und doch
hatte sie noch einmal Glück, denn die Ismina-Strömung trug
sie nicht in den Samara-Strudel, sondern ließ sie an einer
Insel stranden - an Samara. Hier trafen sie auch Mythor wieder - im
Kreis friedlicher Einwohner dieser Insel der Glücklichen.
Band 41: "Insel der Träumer" von Horst Hoffmann
Die Inselbewohner auf Samara lebten ohne jegliche Arbeit in Saus und
Braus. Irgendwie war alles vorhanden, was sie sich wünschten.
Häuser erstanden über Nacht, schöne Frauen versorgten
die Männer, und Essen gab es reichlich. Es gab keinerlei
Konflikt, und selbst gegen die Sklaventreiber hegte niemand mehr
einen Groll. Zu jedem Vollmond wurde dann ein riesiges Fest
veranstaltet.
Mythor traute dem Braten jedoch nicht. Bald schon erkannte er einen
Haken. Alle Inselbewohner wünschten sich, den Ruf zu einer
Traumreise zu erhören. Und vor und auch nach dem Vollmondfest
verschwanden ein paar der Bewohner, die der Ruf erreicht hatte -
niemand wußte wohin.
Als Mythor nach ihnen suchte, traf er auf Rachamon, der sich
ebenfalls auf die Insel hatte retten können und der nun
erkannte, daß Mythor von keinem Schatten mehr besessen war. Der
Magier hatte das Böse auf der Insel entdeckt und mit Hilfe
magischer Schutzzauber erkannt, daß alles Schöne nur
Illusion war. Als Mythor einen solchen Schutz erhielt, erkannte auch
er, daß nur widerliches Leben auf der Insel existierte und die
Menschen wie Schlachtvieh gemästet wurden. Er machte sich auf,
das Böse zu suchen - ohne Rachamon, der sich nach dem Verlust
des größten Teils seiner magischen Fähigkeiten nicht
mehr traute.
Als der Ruf in der kommenden Nacht Golad und Farina ereilte, folgte
der Sohn des Kometen ihnen. Obwohl er immer stärker durch die
Illusionen beeinflußt wurde, erreichte er kurz nach den beiden
die südlichen Klippen. Dort ging es hinab zu einem unglaublich
prächtigen Schloß. Nur unter Einsatz seiner gesamten
Willenskraft erkannte Mythor hinter dem Trugbild eine riesige Grotte
- und seine Gefährten, die vor einem riesigen,
krakenähnlichen Monster standen, das sie verschlingen
wollte.
Im letzten Moment gelang es Mythor, die beiden Opfer zur Seite zu
stoßen und somit von der magischen Beeinflussung zu befreien.
Zusammen flüchteten sie, da sie waffenlos keine Chance gegen das
dämonische Monster hatten. Für die beiden war der Bann ein
für alle Mal gebrochen, und beim Anblick der realen Insel
brachen sie zusammen.
Da sie von den anderen Inselbewohnern keine Hilfe erwarten durften -
vielmehr mußten sie befürchten, jetzt Gejagte zu sein -
machten sich die drei auf, Rachamon aufzusuchen. Mit Hilfe von
Chrandors "Händen" Aß und Baß (zwei kleinen, aber
hochintelligenten Oktopanden) gelang es ihnen, sich vor den
Verfolgern zu verstecken und sogar Sadagar und Chrandor von den
Illusionen zu befreien. Rachamon war jedoch schon unterwegs in die
Grotte.
Aber es gelang den Gefährten erneut, den Bedrohten im letzten
Moment zu retten. Nun begaben sie sich zum Schiffswrack, um sich dort
mit Waffen zu versorgen. In einem geheimen Laderaum entdeckten sie
schweres Belagerungsgerät. Mit dessen Hilfe gelang es ihnen
schließlich, die dämonische Krake zu besiegen, als sie das
Wrack angriff. Dabei fand Rachamon endgültig den Tod.
Zuvor hatte er jedoch berechnet, daß sich die Strömung um
die Insel der Träumer herum heute für kurze Zeit umkehren
würde. Deshalb bauten Mythor und seine Kameraden ein Floß
und wagten die Flucht. Die meisten der Inselbewohner entschieden sich
jedoch, hierzubleiben und aus der Insel eine Stätte des Lichts
zu machen.
Das Floß war den Strömungen und der schweren See nicht
lange gewachsen und zerbrach. Nur Mythor und Sadagar überlebten
nach mehrtägigem Ausharren an einzelnen Planken, bevor sie von
einer Lichtfähre gerettet wurde. Der Kapitän war froh, auf
diese Art zwei weitere Kämpfer für Logghard zu
gewinnen.
Band 42: "Schattenjagd" von Paul Wolf
In der Hafenstadt Tambuk wurden Mythor und Sadagar von Ganif, dem
Beauftragten des Shallad Hadamur, ausgewählt, um gegen
aufständische Bergvölker zu kämpfen. Sie wußten
jedoch nicht, daß der Deddeth Ganif übernommen hatte und
nun auf eine Gelegenheit wartete, sich endlich Mythors Körper
anzueignen.
Die Gelegenheit sollte bald kommen, als Mythor dem Gefangenen
No-Ango, einem Angehörigen der gesuchten Bergvölker, Wasser
zu trinken gab und deshalb festgesetzt wurde. Mit der Hilfe des
Deddeth und eines von diesem besessenen Aufsehers gelang den beiden
Freunden die Flucht, wobei sie auch No-Ango mitnahmen.
Den Angriff des Deddeth im karsten Land überstanden die Freunde
nur mit Glück, da No-Ango sie auf einen Hügel führte,
von dem eine Springflut Ganif und die restlichen Vogelreiter, die die
Flüchtenden verfolgten, in den Tod riß. Dabei wechselte
der Deddeth jedoch auf Sadagar über, und erneut war es No-Ango,
der dies bemerkte und Mythor die Flucht ermöglichte. In Sadagars
Gestalt gelang es dem Schatten jedoch, den wahren Namen des kleinen
Nadomir zu erfahren.
No-Ango führte Mythor schließlich in die geheime Stadt
Lo-Nunga, wo das Volk der Rafher, No-Angos Volk, sich dazu
entschlossen hatte, den Endgültigen Weg zu gehen. Es wollte
gemeinsam den Freitod wählen und versuchen, ein Deddeth der
weißen Magie zu werden, um somit die dunklen Mächte besser
bekämpfen zu können. Mythor versucht, die Menschen von
ihrem gefährlichen Vorhaben abzubringen, als die verbleibenden
Vogelreiter Lo-Nunga überfielen - unter ihnen auch Sadagar.
Die Rafher zogen sich in ihre Häuser zurück, und No-Ango
zeigte Mythor einen Waffenraum, bevor er diesen ebenfalls
verließ. Kurz darauf waren alle Rafher eingeschlafen - tot. Bis
auf No-Ango, der zu spät gekommen war. Dafür versuchte er
nun, Mythor zu helfen. Er zeigte diesem den Spiegelraum, wo die
Rafher ihre dunklen Gedanken abluden. Mythor sollte versuchen, den
Deddeth in die Spiegelwelt zu locken.
Als der Schatten schließlich über Mythors Spiegelbild
herfiel, bemerkte er rasch die Täuschung und machte sich an den
echten Mythor heran. Doch da erschien der weiße Deddeth und
vertrieb den Schatten in irgendwelche unergründlichen
Abgründe. Mythor blieb zurück - er hatte überlebt, nur
Fronjas Bild hatte der Deddeth mitgenommen.
Zusammen mit No-Ango und dem befreiten Sadagar machte sich der Sohn
des Kometen durch einen geheimen Gang auf, um über die Berge
schließlich doch noch Logghard zu erreichen.
Der Deddeth war von dem Angriff völlig überrascht und
beinahe zerstört worden. Erst im letzten Moment gelang es ihm,
irgendwo auf der Welt einen Anker zu finden und sich festzuhalten -
in einem Menschen. Noch war er nicht bezwungen.
Band 43: "Am Kreuzweg der Lichtwelt" von W.K. Gisa
Auf dem Weg nach Süden trafen Mythor und seine Gefährten
auf eine Schar Vogelreiter unter dem Anführer Jassam, von denen
sie mehr oder weniger gezwungen wurden, mitzureiten. Da beide Gruppen
den gleichen Weg hatten, ging Mythor darauf ein. In Horai gelang
ihnen die Flucht.
Zuvor waren sie auf das Haus des Stummen Großen Daumenlos
gestoßen, der nur wenige Minuten zuvor von den drei
Todesreitern umgebracht worden war.
Horai selbst lag direkt am Salzspiegel, einen riesigen Salzsee, der
von Seglern befahren wurde. Von der Stadt aus konnte man auch zum
ersten Mal die Düsterzone sehen, die der Schattenzone
vorgelagert war und die sich ständig nach Norden
ausbreitete.
In Horai selbst war vor kurzem die Prinzessin Shezad angekommen -
eine der vielen Töchter des Shallad Hadamur - um die Hinrichtung
des Piraten Tashan zu überwachen. Im selben Palast lebte im
Verborgenen ein weiterer Großer. Als Mythor diesen aufsuchte,
mußte er feststellen, daß auch hier die Todesreiter
schneller gewesen waren.
Auf dem Rückweg wurde er entdeckt und verfolgt. Diese Aufregung
nutzte Jassam, um Shezad zu entführen, die er gegen seinen Chef
Tashan eintauschen wollte. Mythor und seine Kameraden wurde gleich
mitgekidnappt. Sie erreichten knapp vor den Verfolgern die
Wüstensegler und konnten entkommen. Chef der Verfolger war
Mythors alter Gegner Hrobon, der mit Shezans Sicherheit beauftragt
worden war. Beide hatten sich am Hafen gegenseitig erkannt.
Nach kurzer Fahrt ließ Jassam Sadagar über Bord werfen,
damit dieser Hrobon die Übergabebedingungen mitteilen konnte.
Ort der Übergabe sollte die Warze des Haghalon sein, ein Ort
mitten im Salzspiegel.
Band 44: "Piraten der Wüste" von W.K. Giesa
Wenige Tage nach ihrem Aufbruch aus Horai erreichten die Piraten
schließlich die Warze des Haghalon. Warzen an sich waren
relativ häufig auf dem Salzspiegel. Es handelte sich um
pflanzliches Leben, das über den Spiegel wanderte und mit
giftigen Dornen übersät war. Es reagierte auf Lebewesen wie
fleischfressende Pflanzen und stieß mit seinen Stacheln
danach.
Die Warze des Haghalon war besonders gefürchtet. Der Magier
Haghalon hatte versucht, die Stacheln zu sammeln, und war dabei
getötet worden. Er hatte vor seinem Tod eine Beschwörung
versucht und diese nicht mehr beenden können. Seitdem war er
dort als Geist zur Verdammnis verurteilt.
Hrobon hatte mittlerweile ebenfalls die Reise zur Warze des Haghalon
angetreten. Ihn begleiteten neben Tashan und Sadagar noch rund 200
Vogelreiter. Da Tashan ein zum Tod Verurteilter war, trug er
ständig eine schwarze Kapuze. Sadagar konnte unterwegs jedoch
nicht widerstehen und zog dem Gefangenen die Kapuze vom Kopf.
Darunter kam ein Dämonisierter zum Vorschein.
Da Tashan bei seiner Gefangennahme noch menschlich gewesen war,
konnten nur die Todesreiter dafür verantwortlich sein. Die
Anwesenheit eines solchen Wesens verschlimmerte die Stimmung unter
den Soldaten deutlich. Und ob die Piraten so jemanden wiederhaben
wollten, war mehr als ungewiß. Sadagar versuchte, den kleinen
Nadomir zu rufen, aber dieser bat diesmal Sadagar dringend um Hilfe,
da er selbst durch die Caer-Priester bedroht war.
Als die beiden Gruppen sich schließlich trafen, trat das ein,
was zu befürchten war. Die Piraten hatten keinerlei Interesse
daran, unter einem Dämonisierten zu dienen, und ergriffen die
Flucht, während die Vogelreiter die Verfolgung aufnahmen. Den
Vögeln und den Bogenschützen mit ihren Brandpfeilen hatten
die Piraten wenig entgegenzusetzen.
Im Kampfgetümmel gelang es Mythor und No-Ango, das Schiff mit
der Prinzessin zu kapern und schließlich den Vogelreitern unter
Hrobon zu übergeben. Dieser hatte Tashan getötet und wollte
nun seines Amtes gegenüber Mythor walten. Doch Shezad untersagte
ihm, ihren Befreier zu richten. So ging es auf nach Hadam, der Stadt,
die Hadamur gebaut hatte, um in Logghard nicht in Gefahr zu sein.
Band 45: "Die Eiskrieger" von Hubert Haensel
König Lerreigen war mittlerweile nach Leone zurückgekehrt
und überbrachte Buruna und Lamir Kunde von Mythors
Schicksalsweg. Die beiden konnten es kaum erwarten und machten sich
bald darauf mit einem Schiff des Königs auf, um Mythor zu
folgen.
Auch Cherzoon hatte sich entschlossen, nach der gewonnenen Schlacht
im Hochmoor von Dhuannin endlich einen weiteren Schritt zu
unternehmen. Drudin nahm ihn mit seinem schwarzen Opferstein aus dem
stong-nil-lumen und begab sich ebenfalls nach Süden. Sein Ziel
war Logghard, die Ewige Stadt.
Buruna und Lamir waren den Sarro hinauf zur Küste unterwegs und
mußten sich Angriffen von Meeresspinnen erwehren, die noch nie
soweit südlich gesehen worden waren. Als sie schließlich
die Küste des Meeres des Blutes erreichten, trafen sie auf eine
Caer-Flotte. Auf der Flucht lief das Schiff auf Grund, die
leonitischen Truppen wurden niedergemacht, und Buruna rettete sich
und Lamir nur dadurch, daß sie sich als Tochter des Shallad
ausgab.
Der Weg führte zunächst nach Mardios. Dort hatte König
Elodard von Rukor - auf Anraten seiner Vertrauten - die Caer-Priester
um Hilfe gegen die Flüchtlingsströme aus dem Norden
gebeten. Diese willigten ein, aber Elodard sollte für jeden
vertriebenen Flüchtling einen Söldner an die Caer
übergeben, damit dieser im Kampf gegen Logghard eingesetzt
werden könnte.
So reihte sich ein weiteres Heer ins Gefolge der Caer ein. Endlich am
Meer des Blutes angekommen trafen sie dann auf eine riesige
Eisscholle, die sich um unglaublich viele Krieger herum gebildet zu
haben schien. Und tatsächlich - kaum betraten die rukorischen
Söldner die Scholle, wurden sie augenblicklich von Eiskristallen
umschlossen.
Nur Buruna und Lamir wurden verschont, aber sie genossen die
besondere Aufmerksamkeit der Priester.
Band 46: "Prinz der Düsternis" von Horst Hoffmann
Nach und nach mußte Hrobon eingestehen, daß der Weg der
Karawane zunächst einmal zu einem anderen Treffpunkt gehen
sollte, wo sie auf 200 weitere Vogelreiter treffen sollten. Auf
Drängen der Prinzessin hin nannte Hrobon als Treffpunkt den
Schattenturm.
Dieser Turm und das Gebiet um ihn herum waren gefürchtet, denn
es wurde von Odam, dem Prinzen der Düsternis, beherrscht.
Über Odam war nahezu nichts bekannt, aber jede Armee und jeder
Magier, der bislang versucht hatte, ihn zu besiegen, war auf immer
verschwunden. Der Schattenturm galt als ehemalige Bastion des Lichts,
bis Odam gekommen war und ihn erobert hatte. Was genau geschehen war,
konnte niemand berichten, denn es war niemand aus der Schlacht
zurückgekehrt.
Hadamur hatte schon häufiger versucht, den Prinzen zu besiegen,
war aber immer gescheitert. Deshalb war Garram von Hadamur
vorausgeschickt worden, um zu verhandeln. Shezad bat Mythor, zu
erkunden und nach einem Vogelreiter Ausschau zu halten, der ihr
ergeben war. Mythor brach deshalb mit Sadagar und No-Ango auf einem
Diromo aus und ritt nach vorne, mitten hinein in einen Wald aus
riesigen Pilzen.
Bald trafen sie auf einen Mann, der gerade von einer riesigen Spinne
verspeist werden sollte. Es gelang den Freunden im letzten Moment,
das Untier zu töten. Der Mann trug die zerrissene Kleidung eines
Vogelreiters. Über dem Kopf war eine Art steinerner Helm
gewachsen, der nur Augen und Mund freiließ.
Zurück bei der Karawane wurde dem sterbenden Mann der Steinhelm
abgebrochen. Es gelang ihm nun, die Gruppe vor dem goldenen Staub zu
warnen, der alle Vogelreiter am Schattenturm überwältigt
hatte. Außerdem warnte er vor Odam, mit dem sich Garram
verbündet habe.
Trotz der Warnung entschloß sich Shezad, zum Schattenturm
weiterzureiten. Schließlich war es unglaublich wichtig, jetzt
zu erfahren, was Odam plante, der es gab auch Gerüchte,
daß dieser gegen Logghard ziehen wollte. So erreichten sie den
Schattenturm.
Der goldene Staub hatte mittlerweile begonnen, sich auf die Gesichter
der Männer zu legen. Schlacke wuchs aus ihm hervor und bildete
erste Teile der gefürchteten Steinhelme. Im Turm trafen sie auf
Garram, der Hrobon nun darlegte, daß sich Hadamur einen Pakt
mit den Mächten der Finsternis erkaufen wollte, indem er seine
Tochter opferte. Hrobons Glaube an die Richtigkeit seines Handelns
kam ins Wanken, und er weigerte sich, Shezad der Finsternis zu
übergeben.
Im folgenden Kampf tötete er Garram. Als er zur Prinzessin
zurückeilte, war diese bereits verschwunden. Odam war mit seinem
riesigen Heer und den mächtigen Yarls erschienen und hatte sie
zu sich genommen. Sein Heer bestand aus Männern mit
versteinerten Gesichtern und auch versteinerten Schwertern. Die
Städte auf den Rücken der Echsen waren aus dem gleichen
Stein gewachsen.
Der Übermacht waren auch Mythor und seine Gefährten nicht
gewachsen, weshalb sie sich ergaben. Die Krieger Odams behandelten
sie nicht unhöflich; sie brachten die Gruppe in ein Verlies auf
einem Yarl. Von dort gelang ihnen aber bald die Flucht. Als sie Odams
Palast erreichten, stellten sie fest, daß es hier
überhaupt keine Krieger gab. Bald trafen sie auf den Prinzen der
Düsternis und die Prinzessin Shezam. Aus den Augen des Prinzen
sprach all das Leid der Welt.
Shezam, die sich entschlossen hatte, bei Odam zu bleiben,
erzählte dessen Geschichte. Dieser Mann war früher Bodan,
der Anführer über die Bastion der Lichtwelt, gewesen, die
heute Schattenturm genannt wird. Sein Gegenspieler der
Dunkelmächte war Odam gewesen, der von einem Dämon besessen
war. Im Kampf besiegte Bodan Odam, doch dessen Dämon griff nach
seiner Seele. Es gelang dem Helden zwar, den Dämon
zurückzudrängen, doch ihm blieb keine Wahl, als die
Herrschaft über die schrecklichen Horden zu übernehmen.
Auch heute noch nagte der Dämon an seiner Seele, aber mit Hilfe
der Prinzessin würde es ihm gelingen, auch weiterhin zu
obsiegen. Logghard war durch Odam nicht bedroht.
Von Odam bekamen die Gefährten noch zwei Dinge. Einen kleinen
Yarl, der sie zu den Ruinen von Erham bringen würde, und einen
schwarzen Kristall, der nach kurzer Zeit alle Reste des Goldenen
Staubs von ihren Gesichtern verschwinden ließ.
Band 47: "Unter dem Schwertmond" von Hans Kneifel
Mit Hilfe seiner Reichtümer als Croesus hatte Luxon eine
Karawane ausgestattet und war nun mit seinen Gefährten Kalathee
und Samed auf dem Weg nach Süden. Es gelang ihm unterwegs mit
Hilfe der Waffen des Lichtboten, einen Überfall des
berüchtigten Banditen Hodjaf auf eine Karawane des Shallad unter
Algajar zu vereiteln, wobei er Nohji, die Tochter des Hadamur,
rettete.
Was er nicht wußte, war, daß Hadamur diese Karawane als
Köder für seinen ehemaligen Verbündeten Hodjaf
aufgestellt hatte, der bei der Ermordung von Luxons Vater behilflich
gewesen war. Der Bandit sollte Nohji bekommen und sich daraufhin von
den Karawanen des Shallad fernhalten. Luxon aber hatte diesen Plan
vereitelt, und Algajar mußte sich nun Alternativen
überlegen. Da sich die beiden Karawanen zusammenschlossen,
zeichneten sich hier auch bald Möglichkeiten ab.
Zu Luxons Gefolge zählte auch Shakar, dessen ehemaliger Mentor.
Er hatte in Algajar ebenfalls einen Verschwörer gegen den alten
Shallad Rhiad erkannt. Deshalb ließ Luxon diesen beobachten.
Als sich dieser eines Nachts aus dem Lager schlich, folgte Luxon ihm.
Er konnte belauschen, wie Algajar auf Hodjaf traf und ihm vorschlug,
die Karawane in die Geisterstadt Daneba ziehen zu lassen, wo alle vom
dem dort lebenden Xandor getötet werden sollten. Nohji
würde kurz zuvor an den Banditen ausgeliefert werden. Wovon
sonst niemand wußte, war die Freundschaft zwischen Algajar und
dem Xandor Aszorg, der ihm verpflichtet war.
Deshalb befahl Luxon einer Gruppe Reiter seiner Karawane, nach Daneba
vorauszureiten, ohne daß Algajar dies mitbekam. Kurz vor der
Stadt griffen die Banditen an, gaben aber dann der Karawane
Gelegenheit, sich zu ergeben. Daraufhin kam Luxons Spähtrupp
angeritten - und mit ihm Shakar, der wie ein Geist aus der
Vergangenheit daherkam. Dieser beschuldigte Algajar nun
öffentlich, den Shallad Rhiad ermordet zu haben und auch
versucht zu haben, dessen Sohn ebenfalls zu töten. Als Luxon
sich zu erkennen gab, verplapperte sich der Krieger des Hadamur und
gab dabei seine Tat zu.
Dann fiel Shakar tot vom Pferd. Diese Gelegenheit nutzte Algajar zur
Flucht in die Stadt, wobei er die Prinzessin mit sich nahm. Auf
seiner Verfolgung traf Luxon mit seinen Männern auf Hodjaf, der
ihn als rechtmäßigen Shallad anerkannte. Er war Rebell
geworden, weil er Hadamur nicht anerkennen wollte.
In der Stadt wurde die Gruppe von Schimären überfallen,
Wesen, die einst Menschen gewesen, dann aber von der Strahlung des
Himmelssteins, der hier vor Jahren eingeschlagen war, verändert
worden waren. Diese Strahlung schlug sich auch langsam auf die
Männer nieder, indem sie willenlos wurden. Nur der Helm der
Gerechten schützte Luxon, aber dessen Kraft schien
nachzulassen.
So erreichte er schließlich das Zentrum der Stadt, den
Himmelsstein. Aus zahlreichen Löchern wanden sich
schlangengleich Tentakel heraus, Auswüchse aus dem Körper
des Xandors. Als Luxon Alton zog, stellte er fest, daß das
Schwert nicht mehr leuchtete. Mit Feuer vertrieb er die Schlangen,
bis er einen Körper im Staub vor dem Himmelsstein liegen sah. Es
war die blutleere Leiche der Prinzessin.
Aus Wut über den Mord hieb Luxon so lange mit Feuer und Alton
auf den Xandor ein, bis dieser tot war. Algajar blieb jedoch
verschwunden. Luxon machte sich nach Logghard auf, um am 7. Fixpunkt
des Lichtboten zu holen, was zu holen war, um dann gegen Hadamur zu
ziehen.
Er hatte sich aus der Stadt gerettet und eine Patrouille des Shallad
angetroffen, mit der er nach Hadam zog. Dort erzählte er dem
Shallad von Luxon. Und Hadamur befahl, daß man ihm den Kopf des
Aufrührers bringen möge.
Band 48: "Die Waffen des Lichtboten" von Hans Kneifel
Luxons Reise entlang der Straße der Elemente verlief ohne
große Aufregungen. Einzig die Mautstellen des Shallad waren
riskant, da dort Beschreibungen von Luxon sowie von den Waffen des
Lichtboten vorlagen. Doch mittels vieler Tricks und Schliche konnten
diese Gefahren umgangen werden.
Unterwegs trafen sie auf den Gomalen Fafhad. Dieser erklärte
später, daß sein Herr ihn geschickt hätte, um Luxon
zu sich zu bitten. Der Sohn des Shallad Rhiad kam dieser Bitte nach
und traf auf einen der Großen. Dieser sicherte ihm zu,
daß die Großen auch an seinem Schicksal Anteil
nähmen und ihm helfen wollten, wann immer es ginge.
Dennoch müsse er die Waffen des Lichtboten einfordern, die in
Luxons Hand sowieso bald ihre Wirksamkeit einbüßen
würden. Da Luxon sich weigerte, versuchte der Große, seine
Wünsche mit Waffengewalt durchzusetzen, konnte aber gegen Luxon
nichts ausrichten. Allerdings zeigten die Waffen des Lichtboten keine
ihrer besonderen Eigenschaften gegen den Großen. Und Alton
weigerte sich, diesen zu verletzen. Also zog Luxon wieder von
dannen.
Als Luxon mit denjenigen Gefährten, die ihn begleitet hatten,
zur Karawane zurückkehrte, mußte er erschrocken
feststellen, daß diese von Vogelreitern des Shallad
überfallen und fast alle Menschen hingemeuchelt worden waren.
All das nur, weil sie Luxon gesucht hatten. Und dieser hätte
keine Überlebenschance gehabt, wenn er den Großen nicht
aufgesucht hätte.
Zusammen nur noch ein gutes Dutzend verließen sie nun die
Straße der Elemente. Doch sie wurden von einer Patrouille
entdeckt und angegriffen. Plötzlich versagten Mondköcher
und Sternbogen, und der Helm der Gerechten bereitete ihm heftige
Kopfschmerzen. Auch die anderen Waffen versagten Luxon ihren Dienst,
ja, sie arbeiteten sogar gegen ihn.
Es blieb nur die Flucht. Um diese zu ermöglichen, opferten sich
die Überlebenden der Karawane für Luxon, indem sie sich der
Übermacht entgegenstellten und diese entscheidend aufhielten.
Dann tauchte plötzlich Fafhad vor den drei letzten
Flüchtenden auf und bot ihnen an, sie in Sicherheit zu bringen.
Er brachte sie in eine verborgene Höhle, die die Vogelreiter
nicht entdeckten.
Fafhad bot sich Luxon als Führer an und gab zu, daß er
hoffte, daß Luxon die Waffen des Lichtboten doch freiwillig
abtreten würde. Luxon bat sich Bedenkzeit aus, und so ging es
weiter auf dem Weg nach Logghard.
Band 49: "Der Drachensee" von Peter Terrid
Der Weg zu den Ruinen von Erham war lang für Mythor, Sadagar,
No-Ango und Hrobon. Kurz vor Erreichen des Ziels wurden sie von einer
Horde Drachen überfallen. Diesen Flugechsen mit über 10m
Spannweite hatten sie nicht viel entgegenzusetzen. Zuerst fiel der
Yarl; dann wurden Sadagar und No-Ango von den Flugechsen verschleppt.
Mythor und Hrobon gelang es, sich im See von Erham zu verbergen, bis
die Drachen abzogen.
Erham war einst eine reiche Stadt gewesen, die sich aber immer mehr
dem Götzentum zuwandte. Eines Tages hatte ein Fluch die Stadt
getroffen, und sie war in Wasser und Nebel versunken. Dies war nun
die Rettung für die beiden Kämpfer. Es dauerte nicht lange,
bis sie auf die ersten Menschen trafen. Sie gehörten den
Drachentötern an und waren Freunde des Großen Stummen
Flüsterhand.
Bei diesen erfuhren sie mehr über die Menschen in Erham. Es gab
zumindest drei Gruppen. Die Drachenanbeter waren die
Überlebenden der großen Flut, die noch immer ihre
Götzen anbeteten. Die Drachenbändiger waren
Ausgestoßene, die plündernd über den See zogen. Dann
gab es noch die Drachentöter, die sich hauptsächlich aus
alten Soldaten aus Logghard rekrutierten.
Von Drachen eingefangene Menschen wurden meist zu Opfern der
Drachenpriester. Es wurden schauerliche Dinge erzählt, was mit
ihnen geschehen sollte - schlechte Aussichten für Sadagar und
No-Ango. Dennoch gelang es Mythor, ein paar der Drachentöter zu
überzeugen, ihm den Weg zu zeigen.
Sadagar und No-Ango waren mittlerweile über einem Stein
abgeworfen worden, der einem Dämonengesicht nachgebildet war,
und befanden sich nun gebunden in der Gewalt von Drachenpriestern.
Der mit Menschenknochen ausgelegte Raum machte deutlich, welches
Schicksal die beiden erwartete. Doch kurz darauf sahen sie sich Coerl
O'Marn gegenüber und wußten, daß Drudins Todesreiter
hier waren.
Als sie den Drachen geopfert werden sollten, erwachte No-Ango jedoch
aus seiner Trance. Er fühlte sich in diesem Augenblick mit dem
Deddeth seines Volkes verbunden und von den Kräften des Lichts
berührt; deshalb wagte er es, Herzog Krude herauszufordern. Es
war ein seltsames Duell, das auf rein geistiger Ebene
durchgeführt wurde: der Deddeth gegen Krudes Dämon.
Tatsächlich war der Deddeth stärker. No-Ango ging aus dem
Duell enorm geschwächt hervor - Krude jedoch war tot, zu einer
schrumpeligen Gestalt verkümmert. Selbst die Drachen hatten sich
während des Kampfes zurückgezogen, so daß auch
Sadagar noch lebte und von dem Rafher befreit wurde. Die beiden
retteten sich durch einen Sprung aus der Höhe in den See.
Kurz darauf trafen sie auf Mythor, der sie ins Lager der
Drachentöter mitnahm. Danach ging er direkt zu Flüsterhand.
Dieser war bereit, ihn mittels des Hohen Rufes nach Logghard zu
bringen; seine Freunde aber müßten hierbleiben. Dies
lehnte Mythor ab und ging.
Bald begann der Angriff der Drachenbändiger gegen die
Drachentöter. Die Drachenbändiger waren in der
Überzahl und schienen auch zu gewinnen. Im Lauf der Schlacht
wurde Mythor in die Nähe von Flüsterhands Behausung
abgedrängt und suchte ihn noch einmal auf. Dort traf er
plötzlich auf Luxon, der ihm Alton überreichte. Mit Hilfe
seines Schwertes schaffte Mythor die Wende in der Schlacht.
Als der Sieg sicher war, tauchten aus dem Nebel plötzlich
Heerscharen der Drachenanbeter auf; mitten unter ihnen waren die
verbleibenden Todesreiter. Diese Übermacht war eindeutig zu
groß für den verbleibenden Haufen, und schon bald standen
sich Mythor und Coerl O'Marn gegenüber, wie vor Monaten schon
einmal - diesmal ging es aber um Leben und Tod.
Cherzoon wußte, daß O'Marn nahezu unbesiegbar war, wenn
er ihm freie Hand gäbe. Das tat er dann auch. Mythor mußte
einsehen, daß er gegen diesen O'Marn keinerlei Chance hatte.
Der Alptraumritter war stärker, schneller und fühlte keinen
Schmerz oder Erschöpfung. Mythor hingegen konnte bald selbst
Alton kaum noch halten. Aber als es Cherzoon zu lange dauerte und er
wieder die komplette Kontrolle über Coerl übernahm, war
dieser einen winzigen Moment lang verwirrt. Dies nutzte der Sohn des
Kometen und stieß dem Gegner das Schwert in die Brust.
Coerl O'Marn, der letzte Alptraumritter, war nicht mehr. Übrig
blieb nur noch ein Todesreiter, und dieser hatte sich, von No-Ango
verfolgt, zurückgezogen. Der Rafher war mittlerweile von einem
Drachenanbeter meuchlings ermordet worden. Und plötzlich sah
Mythor die Drachen, die sich über dem Schlachtfeld sammelten. Es
waren nicht hunderte, sondern tausende, und er war sicher, daß
es gegen diese Streitmacht keine Hoffnung gab.
Zusammen mit Luxon, Sadagar und Hrobon machte er sich auf den Weg zu
Flüsterhand, der sich nun doch bereiterklärte, alle vier
nach Logghard zu schicken. Als Mythor auch seine restlichen Waffen an
sich genommen hatte, ging es los. Kaum war Mythor nicht mehr da,
sammelten sich die Drachen und flogen davon - gen Logghard.
Band 50: "Die Mauern von Logghard" von Paul Wolf
Mythor und seine Gefährten landeten in Logghard ausgerechnet in
einem der Dunklen Bezirke, in denen die dunklen Mächte bereits
Fuß gefaßt hatten. Nach einigen Scharmützeln mit
seltsamen, aber dennoch gefährlichen Lebensformen wurden sie von
einer Patrouille des Erleuchteten, des Größten
Großen, mitgenommen, die schon nach ihnen gesucht hatte.
Auch Kalathee und Samed waren vor den Toren Logghards angelangt.
Fafhad hatte sie einem Söldnertransport mitgegeben, damit sie
vor den Nachstellungen des Shallad sicher waren. Über Logghard
schwebte eine riesige schwarze Hand. Kaum war Kalathees Yarl vor dem
Tor angekommen, als sich plötzlich ein Finger der Hand
verlängerte und ihren Yarl überstrich. Das Tier begann zu
toben und wollte eine der Mauern von Logghard einrennen, konnte aber
noch rechtzeitig getötet werden. Die Schäden an der Mauer
zeugten aber davon, daß dies hier häufiger passierte.
Mythor und seine Gefährten wurden zum Großen Seelenfinger
gebracht, der Mythors Gesinnung prüfte. Übersetzt wurde die
Pfeifsprache des Großen durch ein junges Mädchen namens
Nayna. Nach der Prüfung sollte Mythor seine Waffen ablegen und
dann zum Erleuchteten gehen, doch der Sohn des Kometen setzte durch,
daß er seine Waffen behalten durfte.
Die Gefährten wurden unterdessen zu ihrer Unterkunft eskortiert.
Ohne die Hilfe des Mädchens Nayna wären sie dort von den
Wachen exekutiert worden. Nayna erklärte ihnen, daß die
Großen nur an Mythors Waffen und nicht an ihm selbst
interessiert seien. Das deckte sich mit Luxons Erfahrungen bei
Fafhads Herrn.
Kalathee und Samed wurden zu den Helfern der Magier eingeteilt. Es
gelang ihr, einen Blick auf den Sohn des Kometen zu werfen, der in
einer Sänfte vorbeigetragen wurde. Doch sie sah einen fremden
Mann. Als sie dann vor dem Magier stand, stellte sich dieser als
Vangard vor. Da er durch Mythor und Luxon bereits von Kalathee
gehört hatte, nahm er sie unter seine Fittiche.
Luxon und seine Gefährten waren inzwischen doch wieder
aufgegriffen und vor den Kriegsherrn Gamhed gebracht worden. Sie
wußten inzwischen, daß Hadamur nicht nur einen schlechten
Namen, sondern auch nur wenig Macht in Logghard hatte. Deshalb
berichteten sie Gamhed gegenüber offen über ihren Verdacht
gegen die Großen.
Mythor war mittlerweile vor dem Größten der Großen
angelangt. Dieser verlangte absoluten Gehorsam, dem ihm Mythor jedoch
verweigerte. Dann erzählte er Mythor die wahre Geschichte um den
Mythos des Sohnes des Kometen.
Der Lichtbote hatte die Mächte der Finsternis vor ca. 2.000
Menschenaltern (100.000 Jahren) geschlagen, aber nicht vernichtet. Da
er weiterziehen mußte, hinterließ er die 6 Fixpunkte, wo
er seinen Waffen versteckte, sowie sein Grabmal, das gleichzeitig der
7. Fixpunkt war und über dem eine nie erlöschende
Lichtsäule stand - und wo sein Sohn das DRAGOMAE, das Buch der
weißen Magie, sowie die Unsterblichkeit erlangen sollte. Um das
Grabmal herum entstand Logghard. Die Dunklen Mächte versuchten
natürlich, das Grabmal zu vernichten, und griffen immer
stärker an. Doch Logghard und seine Bewohner widerstanden.
Die Großen gab es schon damals, und sie waren im Namen des
Lichtboten tätig. Doch vor etwas mehr als einem halben
Jahrhundert wurde klar, daß auch Logghard verloren war, wenn
nicht bald der Sohn des Kometen erscheinen würde. Deshalb
suchten die Großen immer intensiver nach ihm. Aber alle
vermeintlich Auserwählten scheiterten an der einen oder anderen
Prüfung. Doch dann kam Mythor. Die Großen waren sich
sicher, nun den Richtigen gefunden zu haben, und schickten ihn nach
Norden, um dort zu reifen und mit den Waffen zurückzukehren.
Aber schon in Sarphand wurden die Hoffnungen zerstört, der Junge
vermeintlich getötet. An diesem Tag waren jedoch Zwillinge
geboren worden. Der eine von beiden wurde der Sprecher des
Erleuchteten, der andere wies alle Eigenschaften auf, die der Sohn
des Kometen benötigte. Deshalb wurde er zu Mythors Nachfolger
bestimmt und aufgebaut. Daß Mythor selbst überlebt hatte,
war ohne Bedeutung. Albion war der rechtmäßige Sohn des
Kometen, und Mythor wurde aufgefordert, seine Waffen zu
übergeben.
Als er sich weigerte, wurde er von Soldaten angegriffen, doch konnte
er den Kampf mit Hilfe seiner Ausrüstung rasch für sich
entscheiden. Es wurden jedoch immer mehr Angreifer. Die Flucht gelang
ihm hauptsächlich deswegen, weil Nayna ihm einen Ausweg zeigte.
Sie führte ihn schließlich auch zu Gamhed.
Aber bevor er dort eintraf, erscholl Drachenalarm, und Mythor konnte
der Gelegenheit nicht widerstehen, die erste Bewährungsprobe zu
bestehen. Mit dem Sternbogen lichtete er die Reihen der Flugechsen,
und als der Rest immer näher kam, zog er Alton. Doch er hatte
nicht gesehen, daß eines der Reptilien einen Reiter trug. Es
war Oboron, und dieser zog den Splitter des Dämonensteins.
Sofort verfiel Mythor in die bekannte Starre und konnte sich nicht
mehr gegen das ihm zugedachte Schicksal wehren.
Bevor Oboron Mythor angreifen konnte, stürmten jedoch Krieger
des Albion heran und vertrieben ihn. Dann nahm Albion die Waffen des
Lichtboten an sich und befahl, Mythor in den Schlund zu werfen, wie
es die Großen geplant hatten. Der Schlund war ein ständig
wachsender Spalt in der Erde, dessen Tiefe unbekannt war. An seinen
Rändern floß dauernd ein zäher Schleim nach innen,
der alles mitriß, was er bekommen konnte.
Mythor war aus der Sicht Albions sein Waffenträger gewesen, der
ihm die Mühe abgenommen hatte, sich die Waffen selbst zu holen,
und nun ausgedient hatte. Sie begaben sich durch Dunkle Gebiete zum
Schlund und übergaben den bewegungsunfähigen Mythor dem
Schleim. Dann zogen sie wieder ab, und Albion machte sich auf, das
DRAGOMAE und die Unsterblichkeit zu erlangen.
Gamhed war inzwischen mit Vangard zusammengekommen, der Luxons
Geschichte in weiten Teilen bestätigte. Doch dann kam die
Meldung über Mythors Tod. Die offizielle Version lautete,
daß der dämonisierte Drachenreiter ihn ermordet
hätte.
Band 51: "Vorstoß in die Schattenzone" von Paul Wolf
Die Schlacht um Logghard begann; die Mächte der Finsternis boten
unglaubliche Kräfte auf. Da waren zum einen die Drachen in nie
gesehener Zahl. Dann kamen die Blitzbäume, die immer dann, wenn
sie von Blitzen getroffen wurden, ganze Armaden von Pfeilen
verschossen und die sich ähnlich der Pflanzen vor Leone rasch
vorwärtsbewegten. Zusätzlich fielen immer mehr
Himmelssteine auf die Stadt, die überall dort, wo sie
einschlugen, eine Wahnsinnsstrahlung aussandten. Die Krieger, die im
Hochmoor von Dhuannin den Spiegeltod gestorben waren, wurden von den
Dunkelmächten getäuscht und sahen in Logghard eine Feste
der Finsternis.
Nayna war es mittlerweile gelungen, den Häschern der
Großen zu entgehen und sich zu Luxon durchzuschlagen. Diesem
berichtete sie von Mythors Schicksal und daß dieser zwar in
Lebensgefahr, aber nicht tot sei. Zusammen mit Sadagar und Hrobon
machten sie sich auf, um zu seiner Rettung zu eilen. Unterwegs trafen
sie auf Oboron, der ebenfalls unterwegs war, um Mythor zu finden,
allerdings um sich dessen Kopf zu holen.
Mythor wurde von etwas gerufen. Es war No-Ango, der in den Deddeth
seines Volkes eingegangen war und Mythor nun wecken wollte. Der Sohn
des Kometen war noch immer in ein Leichentuch gewickelt, und solange
er nicht mit dem Schleim in Berührung kam, bestand noch
Hoffnung. Mythor befreite sich aus dem Tuch und sprang auf ein
Stück Mauerwerk, das sich ebenfalls langsam nach unten bewegte.
Von dort aus gelang es ihm, sich langsam von Bruchstück zu
Bruchstück hochzuarbeiten.
No-Ango verabschiedete sich, um etwas gegen die Geisterreiter zu
unternehmen. Er riet Mythor, sich ins Gildenhaus zu begeben. Endlich
aus dem Schlund heraus, wurde Mythor von Körperjägern
überwältigt. Er sollte in die Düsterzone gebracht
werden, wo sein Körper auf einem Markt gehandelt werden sollte.
Doch es gelang Luxon und seinen Gefährten rechtzeitig, Mythor zu
befreien.
Auch Oboron war dem Sohn des Kometen auf der Spur. Er war froh
darüber, daß sich dieser durch die Dunklen Bezirke
bewegte, so daß es ihm leichtfiel, eine Falle aufzubauen. An
dieser Stelle sprang Oboron mit gezücktem Himmelssteinsplitter
auf Mythor zu... und mußte feststellen, daß ein anderer
die Waffen des Kometen trug. Bevor er sich von seiner
Überraschung erholt hatte, wurde er durch Albion gefällt.
Auch der letzte Todesreiter war nun dahin.
Die Angriffe der Dunkelmächte wurden immer vehementer. Auf der
Küstenseite brandeten unglaubliche Wogen gegen die Mauern und
brachten Seeungeheuer mit, die alles bekämpften, was sie in den
Griff bekamen. Ihnen folgte Drudins Scholle. Die Geisterreiter waren
inzwischen auch gänzlich materiell geworden, aber es war dem
Deddeth gelungen, sie "umzupolen", und so kämpften sie nun
wieder für das Licht.
Mythor machte sich nun endgültig zur Lichtsäule auf. Luxon,
der sich als Sohn des Rhiad zu erkennen gegeben hatte, begleitete ihn
- zusammen mit 20 Kriegern Gamheds. Doch am Portal zum Grabmal des
Lichtboten konnte nur Mythor weitergehen; die anderen wurden von dem
dortigen Lichtvorhang nicht durchgelassen.
Im Grabmal traf er auf weise Bewohner, die unter anderem die Chronik
von Logghard schrieben und die Grabmäler der Inkarnationen des
Lichtboten pflegten. Später, hinter einem weiteren Lichtvorhang,
fand er Zeichnungen, die denen in Gwasamees Gruft ähnelten. Nun
verstand er ihre Bedeutung. Sie zeigten die Fixpunkte des Lichts und
was dort zu finden war. Dabei waren die Waffen fast
nebensächlich. Es ging um Wissen, Einsichten und
Verständnis, die die Waffen symbolisierten. Dies wurde auch auf
dem Orakelleder beschrieben, doch damals konnte Mythor dies noch
nicht verstehen.
Nun aber begriff er, und er war sich sicher, daß er damit einen
Vorsprung vor Albion hatte, den dieser nie und nimmer würde
aufholen können. Albion hatte keinerlei Wissen über das
Wesen der Dinge, so wie es Mythor nun zur Verfügung stand.
Mythor sah nun den Weg, und mit dem DRAGOMAE würde er auch die
Zauberformeln haben, um ihn zu beschreiten.
Plötzlich wurde das Licht der Lichtsäule schwächer,
und Albion trat aus ihr hervor, in seinen Händen einen
großen Kristall, das Zauberbuch der Weißen Magie. Dann
erlosch die Lichtsäule vollkommen, und das Zauberbuch zerfiel in
viele Teile. Albions Versuche, es wieder zusammenzusetzen,
scheiterten. Dann forderte er Mythor auf, ihm zu helfen. Diesem
bereitete es keine Schwierigkeiten, wieder einen ganzen Kristall zu
erstellen.
Albion war plötzlich geschwächt und alterte sichtbar. Die
Waffen des Lichtboten wurden ihm zu schwer, und er bat Mythor, ihm
eine nach der anderen abzunehmen und für ihn zu tragen. Das Bad
im Licht der Unsterblichkeit war dem ungewappneten Albion zum
Verhängnis geworden und hatte sich in seiner Wirkung nun
umgekehrt. Als sie den letzten Lichtbogen durchschritten, brach
Albion zu Füßen einer Abordnung der Großen und
Gamheds zusammen und zerfiel zu Staub.
Da die Lichtsäule erloschen war, konnte sich Mythor die
Unsterblichkeit nicht holen. In seinen Augen fehlte ihm somit ein
letztes Stückchen daran, zum wahren Sohn des Kometen zu werden.
Aber mit der vollständigen Ausrüstung des Kometen und dem
DRAGOMAE wollte er sich zunächst um die Entscheidungsschlacht um
Logghard kümmern. Denn heute begann der 250. Tag der Belagerung
- der Tag, den die Prophezeiungen als Tag der Entscheidung
benannten.
Der Kampf, der nun entbrannte, stellte alles in den Schatten, was es
seit der Zeit des Lichtboten auf dieser Welt gegeben hatte. Die
Lichtsäule war erloschen, doch der Sohn des Kometen stand
bereit, und das vervielfachte die Kräfte der Verteidiger. Welle
um Welle der Dunkelmächte wurden zurückgeworfen, und waren
sie einmal zu stark, kam Mythor und schaffte die Wende.
Als er dies sah, trat der Dämon Aubriuum selbst auf. Er, der
sich in der schwarzen Hand manifestiert hatte und Logghard nun schon
seit 250 Jahre berannte, wußte, daß Mythor sein letzter
Gegner war. Der Zweikampf dieser beider Titanen würde in die
Geschichte eingehen, so unglaublich war er. Alle anderen Kämpfe
erlahmten, als sich diese beiden Giganten gegenüberstanden.
Und der Sonnenschild sollte letztendlich die Entscheidung bringen.
Indem er das Böse auf sich selbst zurückwarf, stachelte er
es an, immer mehr von sich einzubringen, bis es sich selbst in einer
Dämonenschleife verfing und schließlich verging. Was seit
Äonen nicht mehr passiert war, geschah nun. Ein Dämon
hörte auf zu existieren.
Doch als alle glaubten, daß dies der endgültige Sieg der
Lichtmächte gewesen sei, mußten sie sich eines besseren
belehren lassen. Denn nun lief die Eisscholle Drudins aus dem Nebel
in die Bucht ohne Wiederkehr. In ihrem Fahrwasser folgte die Goldene
Galeere des Prinzen Nigomir.
Da ließ Mythor Vangard rufen. Mit dessen Hilfe transportierte
er sich und den Magier auf die Galeere. Dort richtete er Sonnenschild
und DRAGOMAE gegen Drudins Scholle und benutzte die Formeln des
Zauberbuchs. Die Scholle schmolz; das Wasser in ihr fing an zu
kochen, und nur diejenigen Krieger überlebten, die sich
rechtzeitig ihrer Ausrüstung entledigen konnten. Auch Buruna und
Lamir konnten sich retten. Drudin und sein Dämon Cherzoon im
Schwarzstein stong-nil-lumen entgingen jedoch der Vernichtung.
Sie schafften es, sich auf die Goldene Galeere zu retten - auf der
einen Seite sie, Mythor und Vangard auf der anderen. Das ewige
Gleichgewicht der Kräfte. Deshalb konnte es hier keine Sieger
und keine Besiegten geben. Wenn jemand starb, dann auf beiden Seiten.
Zwischen beiden stand Prinz Nigomir - das Zünglein an der
Waage.
Da Mythor wissen wollte, was jenseits der Schattenzone lag - und
Cherzoon aus der Schattenzone kam - entschloß sich Nigomir, in
die Schattenzone zu fahren. Aufgrund des Gleichgewichts der
Kräfte konnte er den Kurs der Goldenen Galeere erstmals selbst
bestimmen. Mythor wollte sich weigern, doch Vangard zog ihn unter
Deck, um ihm einiges von sich zu erzählen.
Vangard kam tatsächlich aus dem Süden, aber von viel weiter
südlich, als Mythor geglaubt hatte. Er kam vom südlichen
Teil der Welt - von Vanga - und hatte mit einem Luftschiff die
Schattenzone durchquert. Er wollte unbedingt zurück, weil er
befürchtete, daß der Dhuannin-Deddeth sich Fronja als Ziel
ausgesucht hatte. Das überzeugte auch Mythor, daß er sich
auf dem richtigen Weg befand, zumal Logghard die Schlacht wohl kaum
noch verlieren würde.
Es dauerte nur kurze Zeit, und sie erreichten die Düsterzone.
Wenig später überschritten sie die Grenze zur Schattenzone.
Wellen, höher als die höchsten Berge, machten aus der
Goldenen Galeere einen Spielball der Gewalten. Riesige Ungeheuer
versuchten sie zu fressen; die Naturgesetze schienen sich aufzuheben.
Nigomir stieg nun an die höchste Stelle seines Schiffes. Da
erkannte Mythor, daß der Prinz den Tod suchte, um seinen Fluch
zu beenden - noch bevor die Schattenzone durchquert war.
Kurz darauf wurde Vangard von Bord gerissen und versank in den
Fluten. Noch immer hatte sich Nigomir nicht für eine Seite
entschieden. Cherzoon bot ihm alles, was er sich wünschte. Dies
machte Mythor klar, daß der Prinz tatsächlich die Macht
hatte, Rettung oder Untergang zu bringen. Dieser sprang
plötzlich auf Mythor zu und umarmte ihn. In diesem Moment brach
die Galeere auseinander, und alle Parteien wurden in die Fluten
geworfen.
Dabei verlor Mythor den Helm und das DRAGOMAE. Nigomir war tot; er
hatte sein Ziel erreicht. Aber die Waffen des Lichtboten zogen Mythor
immer mehr in die Tiefe. Dann entschloß sich der Sohn des
Kometen, auch die anderen Waffen abzuwerfen, um zu überleben.
Mit ihnen sank auch ein großer, schwarzer Stein in die
unergründlichen Tiefen. Es war der Schwarzstein aus
stong-nil-lumen. Auf ihm zeigten sich wechselnde Gesichter, die alle
Verzweiflung zeigten.
Cherzoon würde dort unten nicht den Tod finden, aber für
lange Zeit im nassen Grab ruhen. Er würde zum Wächter der
Waffen des Lichtboten werden. Mythor klammerte sich an einer Planke
fest. Seine Suche nach Vangard fruchtete nichts. Er war der einzige
Überlebende der Goldenen Galeere, aber er hatte die Schattenzone
hinter sich gelassen.