Zusammenfassung:

Mythor

1. Zyklus "Gorgan" (oder: "Der Sohn des Kometen") (Band 1-51)

Band 1: "Der Sohn des Kometen" von Hugh Walker
Mythor war nicht in Churkuuhl geboren, der hölzernen Stadt, die auf den Rücken der Yarls gebaut worden war. Die Marn hatten ihn gefunden, von einem Lichtschein umgeben; und sie hatten in seiner Gegenwart den Schrei des Bitterwolfes gehört. Sie hatten ihn Mythor genannt - nach Mythoron, dem mythischen Helden des Lichts.
Der Lichtbote hatte einst auf seinem Kometentier die Mächte der Finsternis zurückgedrängt. Sie waren in die Schattenzone geflüchtet, in einen Ring aus kosmischen Trümmern, der die Welt in eine Nord- und eine Südhälfte teilte.
Die Yarls waren riesige Echsenwesen, die seit etwa 2 Generationen nicht mehr von den Marn gelenkt werden konnten, sondern aus eigenem - manche befürchteten, aus dunklem - Antrieb heraus ihren Weg immer weiter nach Norden suchten. In den letzten 100 Tagen hatten sie nicht einmal mehr angehalten, um zu fressen; und schließlich brachen sie alle an der Küste des Meeres der Spinnen zusammen.
Nach einer Nacht der Ruhe begann am nächsten Morgen der Untergang. Ein Yarl nach dem anderen schrie kurz auf und stürzte sich dann über die Klippen ins Meer. Die wenigen Yarls, die Sturz überlebten und an die Wasseroberfläche zurückkehrten, wurden von spinnenähnlichen Wesen wieder in die Tiefe gezogen. Diese Wesen hausten in dem nassen Gefilde und verhinderten sogar jegliche Schiffahrt.
Nur wenigen Marn, darunter Mythor, gelang noch rechtzeitig die Flucht; es waren kaum mehr als 50 Menschen. Auf dem vermeintlich sicheren Grund erwarteten sie tainnianische Reiter, die auf dem Weg nach Elvinon waren, wo ein Krieg gegen die Eroberer der Caer bevorstand. Die Tainnianer hatten Churkuuhl schon einige Tage lang begleitet und die Vernichtung der Stadt mitangesehen.
Da jedoch nicht nur die Yarls, sondern auch viele der tainnianischen Pferde Opfer des Wahnsinns geworden waren und sich mit und ohne Reiter über die Klippen gestürzt hatten, wollte Fürst Thorwill Rache an den Überlebenden üben. Er verdächtigte sie der dunklen Magie, und es gelang ihm sogar, Nyala, die schöne Tochter des Herzogs von Elvinon, zu überzeugen.
Da die Marn keine Chance haben würden, entSchloßen sich Mythor und Etro, der ehemalige Anführer der Versprengten, zu Fuß zu den Tainnianern zu gehen, um eine Verständigung zu erreichen. Doch Thorwill war auf Blut aus, nicht auf ein Gespräch. Als er Etro erschlagen wollte, sprang Mythor dazwischen, entriß dem Fürsten dessen Schwert und verwundete ihn an der Schulter.
Dann begann das Gemetzel. Die Marn hatten keine Chance, auch wenn sie sich überraschend gut hielten. Als Nyala bemerkte, daß auch Frauen und Kinder erschlagen wurden, griff sie ein und stoppte das Töten. Als sie auf Mythor traf, verschlug es ihr den Atem. Dieser Mann sah aus wie einer, von dem die Legenden sprachen - der Sohn des Kometen. Und hinter seinem rechten Ohr fand sie das prophezeite Zeichen, eine kreisrunde Narbe. Nyala befahl ihren Männern, Mythor nach Elvinon zu bringen. Ihn und Etro, die einzigen Überlebenden der Marn.
In Elvinon machte sich inzwischen Herzog Krude Sorgen wegen der erwarteten Invasion durch die Caer. Caer, vor wenigen Jahren noch eine der sieben Provinzen Tainnias, war von den Priestern übernommen worden. Mit ihrer Hilfe - und dadurch mit Hilfe der Schattenmächte - gelang es den Caer bald, ihre Macht auf die gesamte tainnianische Insel auszudehnen. Und nun strebten sie in Richtung Elvinon, per Schiff über die Straße der Nebel, die unmittelbar südlich des Meeres der Spinnen lag.
Als Nyala Mythor das nächste Mal traf, geschah dies kurz vor Etros Tod. Dieser hatte von einem Becher Wein getrunken, der für Mythor gedacht gewesen war und Gift enthalten hatte. Es stellte sich bald heraus, daß Nyalas Gardehauptmann Felzt dafür verantwortlich war - er hatte aus Eifersucht gehandelt. Deshalb wurde er von der Herzogstochter unter Arrest gestellt, dem er jedoch schon kurz darauf entfloh.
Die folgende Zeit verbrachten Mythor und Nyala zusammen. Sie berichtete ihm von der Legende des Lichtboten:
Vor langer Zeit lag die Welt im Schatten des Bösen. Als der Lichtbote kam, durchdrang er in Gestalt eines Kometen die Hülle des Bösen. Was sein Licht berührte, das ward gereinigt an Herzen und Gestalt. Doch es gab Orte, die sein Licht nicht fand, an denen sich das Böse verkroch, um auf die Stunde zu warten, da er weiterzog. Und als der Lichtbote unsere Welt verlassen mußte, wußte er, daß das Böse des Schattenreichs erneut hervorkriechen würde (so wie es gerade geschah, in den Herzen und Hirnen der Caerpriester).
In seiner Weisheit gab der Lichtbote ein Versprechen oder eine Prophezeiung, daß dann, wenn die Schatten des Bösen erneut die Welt zu bezwingen drohten, ein Retter herabsteigen würde, den er den Sohn des Kometen nannte: Mythoron. Man würde ihn erkennen an seinem Mal, einer kreisrunden Narbe hinter dem rechten Ohr.
Der Sohn des Kometen würde sich aber erst bewähren müssen. Ihm würden schwere Prüfungen auferlegt. Erst wenn dies geschehen sei, werde er die Macht besitzen, seine Aufgabe zu beginnen. All dies müsse aber getan sein, bevor der Lichtbote von seiner langen Reise zurückkehre, denn er werde sehr schwach sein; und wenn sein Licht nicht auf eine klare Lichtwelt fiele, würde es verlöschen, und die Welt würde untergehen.
Nicht weit von Elvion lag eine Gruft, aus der der Legende nach dereinst der Sohn des Kometen erscheinen sollte. Sie lag verborgen hinter den Wasserfällen von Cythor. Bislang blieb jeder verschwunden, der sie betreten hatte. Seither wurde sie von Kriegern des Herzogs bewacht.
Auch Nyala war sich nicht sicher, ob Mythor der vorhergesagte Retter sei. Aber sie hoffte darauf. Und die Hoffnung färbte auch ein wenig auf Mythor ab. Deshalb beSchloßen sie, sich die Höhle anzuschauen.
Als Mythor nach einer langen Audienz beim Herzog, die mit seiner Ernennung zum Gardehauptmann endete, zu seiner Kammer zurückging, wurde er aus dem Dunkeln heraus angegriffen. Der Angreifer hatte gegen Mythors Fechtkünste keine Chance und starb rasch. Es war ein Caer, der mit weiteren in das Schloß eingedrungen war, um Nyala zu entführen. Nur Mythors entSchloßenes Auftreten konnte dies verhindern. Nach einer wilden Verfolgung gelang es ihm, die Frau zu befreien. Da aber überall Caer lauerten, konnten sie nicht zurück. Deshalb wählten sie den Weg nach Cythor.
Dort fanden sie die Leiche eines der Wächter. Er war erwürgt worden. Nyala konnte nicht weiter, denn der Atem des Todes wehte aus der Höhle und lähmte sie. Mythor nahm den Atem des Todes nicht wahr. So ließ er Nyala vor der Höhle zurück, während die Caer zum Angriff auf Elvinon bliesen.
Als er eine Treppe erreichte und dort viele Knochen liegen sah, wußte er, wie weit die anderen vor ihm gekommen waren. Plötzlich tauchten riesige Bestien auf der Treppe auf und griffen an. Mythor sah keine Chance zur Flucht und stellte sich. Bevor er jedoch den ersten Hieb ansetzen konnte, zogen sich die Bestien zurück und gaben den Weg frei.
 
Band 2: "Die Flotte der Caer" von Horst Hoffmann
Die riesigen Flotten der Caer, bestehend aus schwarzen Schiffen mit schwarzen Segeln, lagen nun deutlich sichtbar vor den Küsten Elvinons. Es waren so viele, daß mit einem Sieg der Verteidiger kaum mehr zu rechnen war. Auf jedem der Schiffe war deutlich ein Altar zu erkennen, hinter dem auf einigen Schiffen hagere Gestalten mit silberroten Gesichtsmasken und langen schwarzen Mänteln standen - die gefürchteten Priester der Caer.
An den meisten der Schiffe hingen lebende Galionsfiguren: Besatzungen von Schiffen aus Elvinon, die in den letzten Wochen verschwunden waren. Flottenchef der Caer war der Priester Drundyr. Im heimatlichen Caer waren ihm nur noch der oberste Druide Drudin und dessen 12köpfiger Priesterrat vorgesetzt.
Drundyr wollte die Eroberung Elvinons mit so wenig eigenen Verlusten wie möglich durchführen, denn schließlich gab es noch viele weitere Länder, die auf die Herrschaft der Caer warteten. Deshalb sollten der Herzog und seine Tochter lebend gefangengenommen werden, um die Moral der gegnerischen Truppen zu brechen.
Die Parole der elvinonischen Flotte hieß Aufhalten - die Flotte der Caer solange aufzuhalten, bis die Landtruppen stark genug waren. Und dann begann eine der schrecklichsten Seeschlachten der jüngeren Geschichte.
Inzwischen hatte Felzt Nyala vor der Gruft gefunden und versucht, sie noch einmal von seiner Liebe zu überzeugen. Da der Versuch fehlschlug, ließ er seine Maske fallen und rief die verborgenen Caer-Krieger an seine Seite. Felzt hatte Elvinon verraten. Dafür hatten ihm die Caerpriester 6 Jahre Liebesfreuden mit Nyala versprochen, die sie entsprechend verzaubern wollten. Und nun wartete Felzt auf die Rückkehr Mythors, den er dann töten wollte.
Auf den Schiffen der Caer wurde einigen Gefangenen mittlerweile deutlich vor Augen geführt, über welche Macht die Caerpriester verfügten. Die Gefangenen wurden auf den Altären geopfert, aber ihre Lebensenergie wurde aufgefangen und in verwundete Caerkrieger geleitet, die sofort erstarkten, um sich kraftstrotzend wieder an den Kämpfen zu beteiligen. Somit verfügten die Aggressoren über eine niemals ermüdende Armee.
Yorgst, Kapitän eines der gesunkenen Schiffe, wurde Zeuge dieser Magie. Es gelang ihm, vor seiner eigenen Opferung von Bord des Caerschiffes zu flüchten. Doch kaum zurück an Land geriet er erneut in Gefangenschaft. Er war Drundyr persönlich in die Hände gefallen, der sich hinter einer magisch geschaffenen Nebelbank verborgen hatte.
Mythor war inzwischen in einer großen Höhle angelangt. Dort fand er an den Wänden Darstellungen dieser Welt aus der Zeit der Dunkelheit sowie den Wandel mit und nach dem Eintreffen des Lichtboten. Aber alle Bilder, die er einmal betrachtet hatte, verschwanden sodann. Und Mythor hatte den Eindruck, daß er die wesentliche Information hinter den Bildern nicht verstanden hatte.
In der Mitte des Raumes befand sich ein Schrein, in dem eine junge Frau einbalsamiert lag. Plötzlich löste sich eine flirrende Wolke und manifestierte sich in der Gestalt einer Frau über dem Schrein.
Es war Gwasamee, die Kometenfee. Sie gab sich Mythor zu erkennen und begrüßte ihn in dieser Insel des Lichts als möglichen Sohn des Kometen, dessen Weg der Prüfungen in diesem Augenblick beginnen würde. Um geläutert zu werden und die notwendige Reife zu erlangen, damit er die Mächte der Finsternis in ihre Schranken verweisen könne, seien diese unbedingt erforderlich. Außerdem würde er dabei das notwendige Rüstzeug erlangen.
Sieben Prüfungen seien zu bestehen; sieben Ziele seien es, deren erstes Mythor jetzt bereits erreicht hatte. Als nächstes solle Mythor das gläserne Schwert Alton aus Xanadas Lichtburg an sich nehmen. Dann verschwand Gwasamee, und die Mumie zerfiel zu Staub. Das gleiche geschah mit den Bildern in den Wänden. So blieb Mythor nur noch der Weg zurück, zumal nun giftige Dämpfe aus den Wänden entwichen.
Draußen traf er dann, durch die Dämpfe geschwächt, auf Felzt. Doch bevor dieser Mythor töten konnte, tauchte Drundyr auf und forderte Mythor für sich - er hatte sofort erkannt, daß Mythor etwas Besonderes war. Nyala gelang es, sich kurzzeitig zu befreien und Felzt zu töten, bevor sie und der Sohn des Kometen endgültig von den Caer überwältigt wurden.
Zurück auf seinem Schiff, der Durduune, widmete sich Drundyr seinem dritten Gefangenen, Yorgst. Er sprach magische Formeln über diesem aus und schickte ihn mit falschen Erinnerungen zu seinem Herzog. Er berichtete diesem von "Erlebnissen" auf der Durduune und empfahl dringend, dieses Schiff umgehend als erstes zu versenken. Krude stimmte zu und lief sofort mit der Tannahier aus.
In der Nacht war der Nebel wieder aufgezogen, so daß sich das Schiff ungesehen weit nach Westen bewegen konnte. Doch plötzlich war es von Caerschiffen eingekreist und wurde geentert. Sie mußten nach hartem Kampf der Übermacht Tribut zollen. Alle wurden getötet - alle bis auf Herzog Krude, der lebendig an Drundyr übergeben wurde. Dieser machte sich zugleich auf den Rückweg nach Caer, über das Meer der Spinnen, denn diese Wesen konnten ihm und seiner Magie nichts anhaben.
Kurz darauf gelang der restlichen Caerflotte der Durchbruch. Die Horden ließen den Verteidigern keine Chance. Zwei Tage später endete die Schlacht mit dem uneingeschränkten Sieg von Caer.
 
Band 2: "Die Goldene Galeere" von Paul Wolf
Die Reise auf der Durduune verlief anstrengend. Nicht nur, daß sich Nebel bildete und ein Sturm aufzog. Drundyr wob irgendeinen Zauber, der die Welt um das Schiff herum wie zähflüssigen Honig erstarren ließ. Doch dieser Zauber half dem Schiff nichts gegen das Monster, das sich dieses als Beute ausgesucht hatte: einer der berüchtigten Vallsaven, um ein Vielfaches größer als das Schiff und stachelüberzogen.
Selbst Drundyr konnte nichts mehr tun, und die Durduune wurde versenkt. Den Gefangenen gelang in diesem Chaos die Flucht, mitten hinein in den Sturm.
Stunden später trieb der Mast, auf den sie sich gerettet hatten, gegen ein Hindernis. Es war ein leerer Rückenpanzer eines Yarl. Auf diesem konnten sie verschnaufen, bis der Sturm so stark wurde, daß der Panzer zu sinken drohte. Doch wieder griff das Schicksal ein; ein Schiff erreichte den Panzer und rettete die Schiffbrüchigen, bevor sie ertranken.
Als die Gefährten aus dem Erschöpfungsschlaf erwachten, mußten sie feststellen, daß sie auf einem legendären Geisterschiff gelandet waren, der Goldenen Galeere. Prinz Nigomir hatte aus Eifersucht seine Stiefschwester Karen erdolcht und war von deren Vater verflucht worden. Als Nigomir sich der Schattenzone zu sehr genähert hatte, erfüllte sich der Fluch. Seither konnte er den Weg zurück nicht mehr finden.
Nigomir und seine Mannschaft hatten sich im Lauf der Jahrzehnte auch physisch verändert. Sie bestanden eigentlich nur noch aus muskel- und sehnenumgebenem Gerippe. Die Mannschaft schien darüber hinaus auch ihre Seelen verloren zu haben, denn sie schienen alle unter einem unheilvollen Bann zu stehen.
Die drei Gefährten durften sich auf dem Schiff frei bewegen; es war ihnen jedoch untersagt, unter Deck zu gehen. Ein Geheimnis, dem Mythor natürlich nicht widerstehen konnte. Schon kurz darauf war er unter Deck eingedrungen und fand dort die sterblichen Überreste eines Caerpriesters. Er lag in einem Sarg aus Metall, der unnatürlich kalt war. Es handelte sich um Drundyr.
Sein Körper schien tot, aber der Dämon in ihm lebte noch. Und er nutzte Mythors Lebenskraft, um sich selbst zu stärken. Dabei erfuhr Mythor, wie der Dämon die Besatzung der Goldenen Galeere gezwungen hatte, Drundyr an Bord zu holen. Nur die sofortige Flucht rettete Mythor.
Als er auf Nigomir traf, klärte dieser Mythor auf. Nigomir war in der Schattenzone gewesen und dort in ein Wesen verwandelt worden, das nicht sterben konnte und nicht leben durfte. Aber er mußte gehorchen, wenn Diener des Bösen ihn beschworen. Deshalb konnte er sich Drundyr nicht widersetzen.
Er bot Mythor jedoch an, ihn mit seiner Gefährtin bei Xanadas Burg abzusetzen, wenn dafür Krude freiwillig an Bord bliebe. Andernfalls würden alle drei für immer gezwungen, hierzubleiben. Diesem Vorschlag konnte der Sohn des Kometen nicht zustimmen, aber sie einigten sich darauf, daß Mythor sich Nigomir freiwillig anschließen würde, sobald er seine Aufgaben erfüllt hatte. Krude würde solange als Pfand an Bord bleiben. Dafür sollte Mythor in der Nähe von Xanadas Lichtburg abgesetzt werden, die auf einer der Bordkarten verzeichnet war.
Daß ein lebendes Wesen dazu benötigt wurde, um die Verfluchten mit seiner Lebenskraft zu stärken, wurde Mythor erst später klar. Ebenso wie die Tatsache, daß damit auch die Verwandlung in einen Seelenlosen verbunden war. Dies brachte ihm nicht nur enorme Selbstvorwürfe, sondern auch den Haß Nyalas ein. Und nach dem Motto: Wenn du einen Gegner nicht vernichten kannst, verbünde dich mit dessen Feind, ging sie zu Drundyr und schenkte diesem ihre Lebenskraft, was sie selbst zu einer Seelenlosen machte.
Kurz darauf wurde Mythor von den Seelenlosen überwältigt. Drundyr ließ ihn auf Nyalas Bitte hin fesseln und über Bord werfen - kurz vor der Küste, wo barbarische Horden nur darauf warteten, daß er lebend an Land käme. Mit viel Glück gelang es ihm, die kleine Harpune, an die er gefesselt war, zu lösen. So hatte er wenigstens eine kleine Chance gegen die Übermacht am Ufer.
Steinmann Sadagar war ein Scharlatan, der von Dorf zu Dorf ritt und der armen Bevölkerung mit wilden Prophezeiungen das Geld aus der Tasche stahl. Zusammen mit seiner runenkundigen Begleiterin Fahrna (die das EMPIR NILLUMEN enträtselt und übersetzt hatte und nun auf der Suche nach der Runenbotschaft der Königstrolle war) und seinem persönlichen Schutzgeist Nadomir (den er sich wohl nur einbildete) war er dabei recht erfolgreich. Aber wie eigentlich immer, mußten sie auch diesmal wieder mitten in der Nacht überraschend aus einem Dorf fliehen. Als sie eingeholt wurden, konnte Sadagar seine unglaublichen Künste mit dem Wurfmesser zeigen und die Verfolger vertreiben.
Da Fahrna Hinweise erhalten hatte, daß es bezüglich der Runenbotschaft neue Antworten in Xanadas Lichtburg geben würde, machten sich die beiden auf den Weg dorthin.
 
Band 4: "Der wahnsinnige Xandor" von Paul Wolf"
Nottr, Anführer einer Horde Lorvaner aus dem Westen, war an die Küste gekommen, weil er sich dort Beute versprach. Das Schiff war ihm entkommen, aber ein Mann trieb noch im Wasser, und an diesem könnten seine Männer ihre Enttäuschung auslassen, daß die Beute entkommen war.
So begann das Fanchn, eine Art rituelles Spiel, bei dem immer wieder ein anderer Krieger angriff, bis der Gegner erledigt war. Zuerst wurde Mythor geschickt entwaffnet, dann waren seine Kleider an der Reihe. Später sollten zunächst kleine Wunden, dann gefährliche Wunden und schließlich der Todesstoß folgen.
Doch Mythor gedachte nicht mitzuspielen. Immer wieder gelang es ihm geschickt, den Angriffen auszuweichen. Bis sich die Chance bot: Eine Barbarin, die die Peitsche gegen ihn schwang, war kurz unvorsichtig. Er hielt die Peitsche fest, riß die Frau aus dem Sattel und schlang ihr in die Peitsche um den Hals.
Dieses nie dagewesene Schauspiel bewog Nottr, sich den Gefangenen ein letztes Mal genau anzusehen. Und plötzlich erinnerte er sich daran, daß er dieses Gesicht kannte. Er ließ das Fanchn unterbrechen und entrollte eine Schriftrolle. Auf dieser war eine Frau abgebildet, die dem Mann im Sand zum Verwechseln ähnlich sah. Aus abergläubischer Furcht ließen die Barbaren von ihm ab und boten ihm an, mit ihnen zu ziehen.
Kurz darauf gerieten sie in einen Hinterhalt ugalischer Truppen, die die Barbarenhorde verfolgten. Während die Horde aufgerieben wurde, nahm man Mythor gefangen, der sich durch sein Äußeres von den Lorvanern unterschied und sich auch sofort ergab. Als er dann nach dem Kampf seine Geschichte und insbesondere den Fall von Elvinon erzählte, war er bald wieder auf freiem Fuß und auf dem Weg zu Xanadas Lichtburg, wo ihn nach Informationen des Barden Lamir Sümpfe und ein wahnsinniger Xandor erwarten sollten.
Es dauerte nicht lange, und er traf wieder auf Nottr. Dieser war in einen Kampf mit Sadagar verwickelt, als Mythor auf ihn stieß. Es gelang ihm, den Zwist zu schlichten. Nottr schloß sich Mythor an, und die beiden anderen wollte sowieso zu Xanadas Lichtburg. Fahrna erwies sich im Lauf der Zeit als wirklich gebildet; sie sprach mehrere Sprachen und wußte offenbar sogar etwas über das Bild, das Mythor von Nottr erhalten hatte.
Der Xandor Krüdelzuhr war kurz davor, sich aus seinem Knochengerüst zu schälen, das ihm zu eng geworden war. Aber noch war er darin zur Bewegungslosigkeit verurteilt. Er war der unumschränkte Herrscher des Sumpfes und liebte die Jagd auf Menschen. Selbst das Wasser und die Pflanzen folgten hier seinen Befehlen. Als er von einem Schwarm Irrwische darüber informiert wurde, daß Eindringlinge in sein Gebiet gekommen wären, befahl er, Magnor de Freyn zu wecken.
Dieser war ehemals Xandors Herrscher gewesen - und seit langem tot. Aber die Kraft des Schlamms hatte seinen Körper erhalten. Würmer hielten ihn zusammen, und Abertausende von Irrwischen verhalfen ihm zu magischem Leben. Einst hatte de Freyn einem Magier befohlen, für ihn Dämonen zu beschwören. Doch diese hatten den Magier in einen Xandor verwandelt und ihm zur Macht verholfen.
Seit dieser Zeit rächte er sich an seinem ehemaligen Meister. Die pure Existenz als lebender Leichnam war eine unerträgliche Belastung für den Ritter, und nichts wünschte er sich mehr als den Tod. Doch es gab eine magische Verbindung zwischen beiden, und wenn dem Sumpftoten etwas zustieß, spürte Krüdelzuhr dies an sich selbst.
Schließlich griff der Xandor die Gruppe an. Sein Knochengerüst war nahezu undurchdringlich für ihre Waffen. Außerdem wurde der Angreifer durch den Sumpf nicht behindert. Als es Mythor gelang, den Knochenpanzer an einer Stelle am Rücken zu sprengen, tauchte eine weitere Gestalt in Knochenrüstung auf - und dann wurden es immer mehr, insgesamt 10. Es handelte sich um leere Hüllen, die von Irrlichtern geführt wurden und sich deshalb nur langsam und ungelenk bewegen konnten.
Aber alle hatte die schwache Stelle am Rücken, und so gelang es den Freunden schließlich, die Angreifer zu vernichten. Da wurden sie von fleischfressenden Sumpfrosen angegriffen und kamen nur knapp davon. Ähnlich knapp überstanden sie weitere Fallen wie Sumpflöcher oder Giftschlangen.
Da beauftragte Krüdelzuhr die Irrwische, den Eindringlingen heimzuleuchten. Dies sollte geschehen, indem sie ihnen ihre sehnlichsten Wünsche erfüllten. Bald darauf "sah" Sadagar seinen Schutzgeist, den kleinen Nadomir, und trennte sich von der Gruppe. Ähnlich erging es Fahrna, die einem Königstroll folgte. Nottr hingegen ging seiner totgeglaubten Flankenschwester Nada nach.
Mythor begann langsam, die Vorgänge zu durchschauen. Aber als er seiner Göttin, der Frau auf dem Bild, leibhaftig gegenüberstand, wurde er doch schwach. Er folgte ihr durch Sumpflöcher hindurch und wehrte dabei nebenbei Angriffe von Echsen und Spinnen ab. Als er sie erreichte, zersplitterte sie jedoch in zahlreiche Irrwische.
Da teilte sich der Sumpf, und ihm entstieg ein von Verwesung gezeichneter Leib - Magnor de Freyn. Er wollte Mythors Lebenskraft, um sich selbst, einen Alptraumritter, zu stärken. Mythor war diesem Wesen im Schwertkampf deutlich unterlegen, wie er sich bald eingestehen mußte. Ein wohl unbesiegbarer Gegner, der sich jedoch, als ihm der Sieg schon sicher war, in Mythors Schwert stürzte, um endlich Frieden zu finden.
Danach war der Weg in die Burg frei. Mythor erreichte ohne Gegenwehr der Raum, in dem der Xandor lebte, fand dort aber nur noch ein leeres Knochengerüst vor. Krüdelzuhr war geschlüpft. Als Mythor ihn in seiner neuen Gestalt aufstöberte, die noch nicht über einen Knochenschutz verfügte, drohte er diesem den Tod an. Doch Krüdelzuhr hatte Mythors Freunde in seiner Gewalt, und sie vereinbarten freien Abzug für alle Beteiligten.
In der Nacht sahen sie dann das Leuchten von Xanadas Lichtburg.
 
Band 5: "Die Lichtburg" von Peter Terrid
Die Landschaft veränderte sich, wurde zu einer völlig ausgedörrten Steppe. Die Gefährten trafen auf Skelette von großen und kleinen Tieren, bekannten und unbekannten, sowie auf Skelette von Menschen. Manchmal waren auf ihnen unbekannte Symbole eingeritzt. Dann standen sie vor Xanadas Lichtburg.
Sie bestand aus riesigen Kristallen. Vor ihr lagen diese Kristalle vereinzelt herum. In jedem von ihnen befand sich ein Mensch - wie eingefroren, aber irgendwie nicht tot. Dies setzte sich auch mit den eigentlichen Bausteinen der Lichtburg so fort.
Dann wurde es schlagartig dunkel, und aus der Lichtburg erschien ein Lichtstrahl, hüllte die Gruppe ein und bannte sie auf der Stelle fest. Wenig später setzten sich die vier in Bewegung, ohne daß ihr eigener Wille damit etwas zu tun hatte. So wurden sie in die Lichtburg geführt, die von nahem beschädigt wirkte. Das Tor öffnete sich und zeigte einen verwüsteten Innenhof.
Ehe der Bannstrahl wieder erlosch, wurden ihre Körper in klebrige, schier unzerstörbare Netze gehüllt. Sie wurden von zwergenhaften Zyklopen ergriffen und ins Innere gebracht - in ein düsteres Halbdunkel, wo es erbärmlich stank. Zuerst wurde Sadagar gepackt und zu einem durchscheinenden Schrein gebracht.
Durch Gesten und Gesang regten die Zyklopen das Netz an, sich zu Klumpen zusammenzuziehen. Dann wurde es weggebracht. Sadagar blieb gelähmt auf einem Altar liegen. Ihm folgte kurz darauf Fahrna. Plötzlich wurde der Altar in schwarzes Licht gehüllt, in das nach und nach die Zyklopen eintauchten und wie erneuert wieder herauskamen. Dafür waren die beiden Gefährten nun leichenblaß.
Nun waren Mythor und Nottr an der Reihe. Die Zeremonie endete damit, daß die Gefährten völlig willenlos zu ihren gläsernen Schreinen gebracht wurden. Diese waren nicht etwa hohl: Menschen, die daraufgelegt wurden, sanken langsam hinein. Mythor war der erste. Als seine Verzweiflung den Höhepunkt erreichte, erinnerte er sich an das Bild der Frau, das er von Nottr erhalten hatte.
Dies gab ihm ein letztes Mal Kraft, sich zu wehren. Und tatsächlich, er versank nicht weiter, sondern wurde wieder nach oben transportiert. Das Taubheitsgefühl ließ nach.
Der Zauber, der Mythor für alle Zeit zum Sklaven hätte machen sollen, hatte nicht gewirkt. Die Zyklopen rasten in Panik auseinander. Doch kaum hatte Mythor seinen Körper wieder einigermaßen im Griff, kehrten die Zyklopen zurück - mit den Klebenetzen. Und schon war Mythor wieder gefangen.
Kurz darauf erschien eine junge Frau, die sich als Kalathee vorstellte, Xanadas Pflegerin. Sie wies die Zyklopen an, Mythor zum Herrn der Burg zu bringen. Auf dem Weg erzählte sie etwas von der Geschichte der Burg.
Berryl, der Königstroll, hatte vom Lichtboten den Auftrag erhalten, Alton zu bewachen. Doch dem Dämon Xanada war es gelungen, ihn zu töten und die Herrschaft über die Lichtburg anzutreten. Und er war im Besitz des gläsernen Schwertes. Oder besser gesagt, Berryl hatte es in dessen Brust gestoßen, ohne den Dämon damit jedoch töten zu können. Xanada war jedoch zumindest bewegungsunfähig.
Die kristallenen Särge waren dazu da, nach und nach die Lebenskraft der innewohnenden Menschen an Xanada abzugeben, so daß dieser weiterexistieren konnte. Die Menschen starben entweder irgendwann oder verwandelten sich in die schwarzhäutigen Zyklopen.
Dann befreite Kalathee Mythor von seinen Fesseln, damit er das Schwert an sich nehmen und somit auch ihrer Qual ein Ende bereiten konnte. Mythor sprang zu Xanada, ergriff Alton - konnte es jedoch nicht aus Xanadas Körper lösen. Dafür begann die Burg zu zittern. Der Nöffenwurm war erwacht.
 
Band 6: "Das Gläserne Schwert" von Peter Terrid
Xanadas Lichtburg schwankte, als der Nöffenwurm sich schüttelte. Er war ein riesiges, unverwundbares Tier, auf dem der Dämon Xanada zur Lichtburg geritten war. Nun war er dabei, die Lichtburg zu zerreißen. Dabei zerbarsten auch einige der Lichtschreine, und die darin eingeschlossenen lebenden Toten stürzten sich sofort auf Mythor und seine Gefährten. Sie befanden sich noch immer im Bann des Dämons.
Dennoch wurde jeder, der aus einem Sarg entkommen war, Xanada entzogen, und dieser konnte ihnen keine Lebenskraft mehr entziehen, was ihn bald merklich schwächte. Auch Xanada war sterblich. Bräche die Burg zusammen, würde er im Licht der Sonne vergehen. Wären alle Gefangenen tot, müßte er nach und nach verhungern.
Vor diese Wahl gestellt, übergab er Mythor das Gläserne Schwert, denn nur mit diesem konnte der Nöffenwurm gestoppt werden - und Xanada verblieb eine kleine Chance, diesen Tag zu überleben.
Mit dem Schwert in der Hand begann Mythor in strahlendem Licht zu erscheinen, doch nur kurz. Eine Stimme - wohl die des Königstrolls Berryl - teilte ihm mit, daß er nicht völlig frei von Schuld sei und die Waffe damit verunreinigt hätte. Ab sofort könnten auch böse Mächte sie verwenden. Erst wenn Mythor seine Schuld durch Einsicht und Demut gebüßt hätte, würde Alton wieder das sein, was es gewesen war.
Dann erlosch das Licht um Mythor, und nur ein schwacher Abglanz davon verblieb in der Klinge. Die nächste Aufgabe wurde ihm genannt. Er solle in Althars Wolkenhorst den Helm der Gerechten finden.
Doch nun brach der Nöffenwurm durch. Allein der Kopf war groß wie ein Ochsenkarren, mit riesigen Hauern und schuppenbedeckt. Als es Nottr gelang, die Zunge des Tieres abzutrennen, wuchs diese binnen weniger Augenblicke nach. Der Nöffenwurm war zwar nicht ganz unverwundbar, aber seine Wunden heilten fast augenblicklich.
Nun griff Mythor mit Alton ein. Es gelang ihm nach und nach, tiefe Wunden zu schlagen, die allerdings von den Selbstheilungskräften des Wurms bald wieder geschlossen wurden. Plötzlich bemerkte der Sohn des Kometen, daß der Nöffenwurm seinen Körper um die Halle geschlungen hatte, in der gekämpft wurde, und sich nun langsam zusammenzog, um so alle Widersacher zu erdrücken. Es gelang Mythor, über die Trümmer nach oben zu kommen und dem Nöffenwurm auf den Nacken zu springen. Dann stieß er Alton dem Wurm in den Nacken, wo er diesen tödlich verwundete.
Da erschien Xanada, dem die Blässe ins Gesicht geschrieben war. Er stieg auf seinen Gefährten, und zusammen verließen sie sterbend die Burg, hinein in die strahlende Mittagssonne.
Auf Alton selbst waren Runen eingeprägt, die, wie Fahrna vermutete, einen Teil der oder zumindest einen Schlüssel zur Runenbotschaft der Königstrolle enthielten. Um auch den Rest zu finden, wurden die tiefen Keller der Burg untersucht, die von Xanada angelegt worden waren.
Die Gefährten teilten sich in drei Gruppen auf. Fahrna fand bald einen Raum, in dem sich, in einem der Kristallsärge verborgen, ein Dutzend junger Nöffenwürmer befand. Da Fahrna das Gläserne Schwert unbedingt in ihren Besitz bringen wollte, um die Runen für sich allein studieren zu können, ließ sie die Würmer frei. Schon bald trafen diese auf Mythor und seine Gefährten.
Der Kampf war lang und blutig - zu gefährlich waren die jungen Tiere, die bereits Armlänge hatten und von normalen Waffen fast nicht zu töten waren. Als sich aber herausstellte, daß Feuer die große Schwäche ihrer Gegner war, ging der Kampf doch noch zu Gunsten der Verbündeten zu Ende. Kurz darauf trafen sie jedoch auf weitere Jungwürmer. Es mußten hunderte sein, die vor kurzem geschlüpft waren.
Dennoch gelang es den Gefährten, nicht nur Fahrna zu retten, sondern in allen Räumen des Gewölbes das dortige Gerümpel so in Brand zu stecken, daß keines der Ungeheuer überleben konnte.
In der kommenden Nacht wurden die Gefährten von Vrod-Krähen angegriffen, mannsgroßen Vögeln, die zu Hunderten in Rudeln auf Jagd gingen und auch vor Menschen nicht zurückschreckten. Sie waren von dunklen Mächten geschickt worden, um Xanadas Tod zu rächen.
Wieder war der Kampf schrecklich, und insbesondere bei den aus den Kristallen erwachten und irrsinnig gewordenen Menschen war der Blutzoll erschreckend hoch. Den Gefährten gelang es im letzten Moment, sich in eine Felsspalte zu retten, die für die Vögel zu schmal war.
Die Felsspalte führte in eine Höhle, und der Marsch dauerte Tage. Sie fanden die sterblichen Überreste des Königstrolls Berryl und nahmen diese mit. Dann trafen sie auf eine riesige, offenbar ewig tiefe Schlucht. Fahrna bezeichnete diese als den Schlund zur mittleren Welt. Direkt über der Schlucht führte verborgen ein Kamin nach oben.
 
Band 7: "Die Peststadt" von Hans Kneifel"
Nyrngor war das nächste Angriffsziel der Caer. Coerl O'Marn, der legendäre Nachkomme der Alptraumritter, führte die Streitkräfte an. Auf der Gegenseite versuchte die junge Königin Elivara seit Wochen, den Angriff abzuwehren. Ihre Stadt war durch Hunger, Pest und die andauernden Angriffe bereits deutlich gezeichnet. Darüber hinaus ergriff man immer wieder Verräter, die unter dem (magischen?) Einfluß der Caer standen. So auch der Fürst-Richter Carbell. Er hatte den größten Brunnen der Stadt vergiften lassen und plante nun die Entführung der Königin.
Die bereits erfolgreich verlaufene Aktion wurde kurz vor Ende jedoch noch von Mythor und dessen Gefährten vereitelt, die just in diesem Moment den Schacht verließen und in der Stadt auftauchten. Als Elivara Mythor die Situation der Stadt schilderte, bot dieser seine Unterstützung an. Es gelang, einen weiteren Angriff der Caer zurückzuwerfen.
Carbell war in dieser Zeit das merkwürdige Verhalten Fahrnas aufgefallen. Bald schon kannte er ihre Motive und versprach ihr Alton, wenn sie Mythor in eine Falle locken würde. Die Runenkundige stimmte rasch zu. Beide bemerkten jedoch nicht, daß sie von Steinmann Sadagar belauscht worden waren. Er informierte Mythor sowie die Königin und wurde beauftragt, Fahrna zu fangen. Diese starb jedoch bei dem Versuch, Sadagar zu überwältigen.
Tags darauf begann der bislang mächtigste Angriff. Und diesmal wurden Caers Armeen durch die Priester Aerinnen und Feithearn unterstützt. Schauriges Heulen, das die Verteidiger ablenkte, und wogende Nebelbänke unterstützen die Angreifer.
Dann trafen Coerl O'Marn und Mythor aufeinander. Mythor mußte hier lernen, warum der Caer Alptraumritter genannt wurde. Er war ein nahezu unbesiegbarer Kämpfer, stark, schnell, gewandt und schier unerschöpflich. Und er wußte auch, daß seine Anwesenheit andernorts wichtiger war. So trieb er Mythor vor sich her, bis er ein wenig Luft verspürte, wendete dann abrupt und ritt mit seinem Pferd Chelm davon.
Plötzlich wurde alles dunkel, und die Caer zogen sich zurück. Als die Magie der Priester langsam wieder schwand, hatten sich alle Angreifer zurückgezogen, und niemand in Nyrngor wußte, was das bedeutete.
Carbell war von den Caer-Priestern beauftragt worden, zu seiner Königin zurückzukehren, um Vergebung zu bitten und ihr ein Geschenk zu überbringen - ein Geschenk, das entsprechend präpariert worden war.
Inzwischen informierte Elivara Mythor darüber, daß drei Tagesreisen entfernt auf dem Mammutfriedhof Sklutur, der Beinerne, wohne. Er hatte mit Elivaras Vater einen Vertrag geschlossen, der Stadt mit seinen magischen Fähigkeiten zu helfen, wenn diese darum ersuchte.
 
Band 8: "Der Bestienhelm" von Hans Kneifel
Das Geschenk, das Carbell seiner Königin überbrachte, war der Bestienhelm. Als Elivara ihn aufsetzte, wurde er aktiv. Als Mythor auf ihr Schreien hin erschien, sah er seine Geliebte von einer Schlange umwunden; ihr Kopf war halb im Maul des Reptils verschwunden. In dieser Stellung war die Ausgeburt des Helms erstarrt. Dennoch schienen die blinden Augen der Schlange Mythor zu folgen, als er das Zimmer betrat.
Dort fand er auch Carbell, der im Sterben lag und ungeheure Schmerzen erleiden mußte. Von ihm erfuhr Mythor von Aerinnen, dem Caer-Priester, der den Fürst-Richter zu der Tat gezwungen hatte. Auch erfuhr er, daß der Helm die Königin töten würde, sollte jemand versuchen, ihn mit Gewalt zu entfernen. Allerdings würde Elivara ohne einen solchen Versuch innerhalb weniger Tage dem Wahnsinn verfallen und sterben.
Für Elivaras Rettung blieben nur zwei Auswege. Entweder konnte Sklutur helfen, oder aber Aerinnen mußte es tun. Zunächst sollte es zum Mammutfriedhof gehen. An einer Stelle, an der die Caer den Einbruch in die Stadt geschafft hatten, gelang den Gefährten der Ausbruch.
Bevor sie aber das Schiff der Königin erreichen konnten, trennte sich Mythor von der Gruppe. Er sammelte Kleidungsstücke von Gefallenen auf und verwandelte sich so in einen Caer. Und es gelang ihm auch, sich unter die Angreifer zu mischen und so in deren Lager zu gelangen. Es war im Prinzip ein ganz gewöhnliches Heerlager, aber über und in ihm war deutlich eine Aura schwarzer Magie, die Strahlung des Bösen, zu verspüren. Dort erfuhr er auch, daß sich die Priester auf ihr Schiff zurückgezogen hatten.
Es war nicht schwer, bis zu ihnen vorzudringen, denn niemand rechnete mit einem solchen Vorstoß. Beide Priester schliefen, doch die Dämonen in ihnen hatten Gewalt über ihre Körper, wenn auch nur unzureichend. Es gelang Mythor rasch, Feithearn endgültig schlafen zu schicken. Dann weckte er Aerinnen, dessen Dämon durch Alton an seiner Kehle tief in den Hintergrund gedrückt wurde.
Er zwang Aerinnen ins Wasser, in Richtung des Schiffes von Elivara, da der Priester den Helm nur in dessen unmittelbarer Nähe bezwingen konnte. Doch Feithearn erwachte rascher als erwartet und schickte die Caer hinter Mythor her. Dennoch gelang es diesem, den Häschern zu entkommen und die Gefährten zu erreichen.
Dort begann Aerinnen mit dem Ritual, das den Berserkerhelm von Elivara lösen sollte. Keiner der Gefährten hatte jemals so etwas gesehen. Keines der Rituale war für sich abstoßend, aber auf eine besondere Art so fremdartig, daß sich die Freunde schaudernd abwandten. Schließlich ließ die Schlange von Elivara ab und sprang plötzlich auf Mythor zu. Doch Alton machte mit ihr kurzen Prozeß.
Als Mythor Aerinnen zwingen wollte, mehr über die Pläne der Caer und des Ober-Priesters Drudin preiszugeben, schritt der Dämon des Caerpriesters ein und ließ den Mann einen schrecklichen Tod sterben. Dann offenbarte sich das unheimliche Wesen kurz in einem dunklen Nebel, bevor es verschwand und sich in die Schattenzone zurückzog. Mit dem Schiff ging es nun weiter zum Mammutfriedhof.
Inzwischen war es Coerl O'Marn mit seinen Caer gelungen, in die Stadt und auch in den Palast einzudringen. Dort traf er aber nur auf den geistig verwirrten Bruder der Königin, auf Hester. Dem Wunsch Drudins folgend, daß ein Mitglied der Königsfamilie die Stadt regieren solle, wurde der halbblinde Junge zum Regenten ernannt.

Band 9: "Der Mammutfriedhof" von Hans W. Wiener
Als Mythor und seine Gefährten Urguth erreichten, die Fischerstadt, die vom Mammutfriedhof umgeben war, wurde diese gerade von Sasgen überfallen, wilden Plünderern aus den Eislanden. Mythor konnte gegen die Übermacht kämpfend nichts ausrichten, also versuchte er es mit List. Er schwamm allein zu den Booten, überwältigte die Wachen und zündete 8 der 13 Schiffe an. Die restlichen Boote machte er aneinander fest, sprang auf und ließ sie treiben.
Die wütenden Sasgen sprangen ihm hinterher, wurden jedoch von ihren schweren Pelzen und Waffen daran gehindert, die rasch treibenden Boote einzuholen. Nur der Anführer der Angreifer, Keltur, entledigte sich aller überflüssigen Dinge und erreichte die Reste seiner Flotte. Keltur war ein riesiger und mächtiger Kämpfer, unterlag gegen Mythor mit Alton aber schließlich doch. Es gelang ihm allerdings, von Bord zu springen.
Mythor wechselte wieder auf die Kurnis über, das Schiff der Königin, und ließ die Sasgen ihren Schiffen mühevoll hinterherschwimmen. Die dann restlos überfüllten Boote würden nun wohl nicht mehr angreifen.
Vom Fürsten der Stadt Urguth erfuhren sie dann, daß Sklutur, der die Stadt in den letzten Jahrzehnten immer sicher vor Gefahren geschützt hatte, sogar vor solchen wie den Meeresspinnen oder gar Vallsaven, in letzter Zeit nicht mehr so zuverlässig war. Seit einem halben Jahr hatte ihn niemand mehr gesehen. Eine Suche war nicht möglich, da immer noch das Gebot des Beinernen galt, daß jeder, der den Mammutfriedhof betrat, sofort sterben mußte.
Nur einem Mann war es erlaubt, den Friedhof zu betreten - dem uralten Greis Sanderholm. Doch als Mythor versuchte, mit diesem zu sprechen, wurde er von Stadtbewohnern überwältigt, die Gefährten unter Überwachung gestellt. Sanderholm half den Gefährten jedoch, indem er den Wachen ein Schlafmittel verabreichte. Dann führte er sie in den Mammutfriedhof, in dem Hunderte, ja Tausende von riesigen Tieren ihren Tod gesucht hatten - und es noch immer taten.
Bei Sklutur handelte es sich nach Aussagen des Fischers um einen sehr gebildeten Mann, der sich hier niedergelassen hatte, um all sein Wissen aufzuschreiben und die Welt auf die Bedrohung durch die Mächte der Finsternis vorzubereiten. Da diese darin eine Gefahr sahen, hatte ein Dämon versucht, in Sklutur einzudringen. Dies war ihm zwar gelungen, aber Sklutur konnte ihn beherrschen. Seither nutzte er die dämonische Macht für seine eigenen Zwecke.
Doch diese Zeit war vorbei, denn Sklutur hatte die Macht über den Dämon verloren. Als Mythor schließlich auf ihn traf, ließ dieser ein Skelett auferstehen und ihn angreifen. In einem letzten klaren Augenblick bat Sklutur Mythor um den Tod, damit er nicht ein Werkzeug der dunklen Mächte werde. Der Sohn des Kometen kam seiner Bitte nach.
Als der Dämon aus dem Körper entfloh, konnte der Beinerne Mythor noch zwei Hinweise geben. Drudin, der oberste Caerpriester, sei einer der schlimmsten Vertreter der dunklen Macht, sein Dämon vielleicht sogar einer der Herrscher der Schattenzone. Und Althars Wolkenhorst läge im Land Yortomen - in der Nähe der Stadt Lockwergen.
Gleichzeitig mit Sklutur starb auch der Fischer, dessen Körper in Sekunden um Jahrzehnte alterte. Da der Beinerne Elivara nicht helfen konnte, trennten sich die Wege der Gefährten hier. Die Königin ritt zurück zu ihrem Volk, während Mythor und seine Freunde sich nach Lockwergen aufmachten.
 
Band 10: "Insel des Schreckens" von Hans W. Wiener
Am Himmel erschien plötzlich ein Regenbogen, der ähnlich einem Tor über dem Wasser stand und eine riesige Wolke einzuschließen schien. Ein heller Ton begleitete das Phänomen, während die Ratten das Schiff verließen. Mit einem lauten Knall begann der Sturm, der Mythor mit sich riß; er endete genau in dem Augenblick, als der Sohn des Kometen über Bord ging.
Es gelang den Gefährten jedoch, ihn wieder aus dem Wasser zu fischen, wobei sie bemerkten, daß das Wasser die rote Farbe von Blut hatte. Dann wurde der Regenbogen zu einem Kreis, und ohne daß ein Lüftchen wehte, flogen alle Wolken des Himmels in diesen Kreis hinein. Damit begann der Regensturm, ein magischer Regen, denn er war voller glitschigem Schleim, der ein Bewegen auf dem Boot lebensgefährlich machte.
In dem Schleim waren kleine Plasmastücke, die überall dort, wo sie entlangkrochen, eine schleimige Spur hinterließen, die wie Säure brannte. Als ein großer Plasmaklumpen die Kurnis traf, begann sie dort zu brennen. Ganz allmählich zerfloß der Klumpen, und seine Masse verteilte sich wie die Fangarme eines Zyklopen, zäher als Leder.
Allein das Gläserne Schwert konnte diesem Wesen Einhalt gebieten, und überall, wo Alton auf das Plasma traf, wurde dieses geteilt. Aber nur, um sich sofort wieder zu verbinden. Die Kurnis war mittlerweile ein halbes Wrack. Erst als sie bemerkten, daß sich das Plasma in Salzwasser auflöste, wendete sich das Glück zu Gunsten der Gefährten, und der Kampf war bald vorbei - und auch der magische Regen endete. Dafür wurde jetzt eine Insel gesichtet, auf die das Schiff unabänderlich zutrieb.
Es handelte sich um Zuuk, eine sagenhafte Insel, auf welcher eine Macht des Meeres den Sitz ihres Reiches haben sollte. Die Kurnis lief in einen Hafen ein, in dem viele Schiffe vertäut waren, die seit langem als vermißt galten. Die Menschen dort bewegten sich wie unter einem Bann, immer hin und wieder zurück. Oberhalb der kleinen Stadt befand sich ein düsteres Burgschloß.
Von diesem ging ein leises Sirren aus, das die Menschen der Insel zu Sklaven werden ließ. Auch Mythors Gefährten waren diesem Bann bald verfallen. Nur Mythor selbst schien gefeit - Alton schien ihn vor der BeEinflußung zu bewahren, denn der Schwertgriff war glühendheiß geworden.
Des Nachts wurden regelmäßig einige Menschen eingesammelt und zur Burg gebracht. In dieser Nacht waren die Neuen dran - auch Mythor, der sich ebenso lethargisch stellte wie die BeEinflußten.
Drinnen setzte sich Mythor von den anderen ab, die von einem Zwerg in die Tiefe der Gewölbe unter der Burg geführt wurden. Mythor machte sich auf die Suche nach Ysider, dem Herrn von Zuuk. Bei seinen Wanderungen wurde im Lauf der Stunden deutlich, daß es sich hier um einen Stützpunkt der Dunkelmächte handelte.
Als er sich dann wieder auf die Suche nach seinen Freunden machte, fand er im Keller einen riesigen Raum, der vor menschlichen Skeletten schier überquoll. Er suchte weiter und fand schließlich den Zwerg wieder. Von diesem erfuhr er mehr über die Burg. Ysider war ein Diener Drudins, der Menschen Lebenskraft abzapfte und diese der Schattenzone spendete. Er war ein Nachfahre der Königstrolle. Mythor erfuhr auch, wo seine Gefährten waren, die in diesem Moment der Zeremonie unterzogen wurden.
Mythor kam im letzten Moment, um Kalathee noch zu retten. Ysider war ein Zwerg, von der Lebenskraft seiner Opfer schier aufgebläht, und stand kurz vor seiner nächsten Fahrt in die Schattenzone. Der Sohn des Kometen hatte leichtes Spiel. Er zwang der Hexer, den Bann von den Menschen zu nehmen. Doch dieser spielte falsch und entzog den Gefährten noch mehr Lebenskraft. Dabei wuchs er auf das Doppelte seines bisherigen Umfangs an. Dann platzte Ysider, und unerträgliches Kreischen erfüllte den Raum.
Die Lebensenergie floß in die Gefährten zurück, doch der Bann war noch nicht gebrochen. Als die Schergen der Burg Mythor nachsetzten, floh er auf deren Zinnen. Dort stand das Gerät, welches das leise Sirren auslöste. Als es zerstört war, endete auch die dunkle Macht auf Zuuk.
Gemeinsam mit seinen Gefährten besiegte er die letzten Getreuen des Bösen. Alle Überlebenden waren frei und fuhren auf ihren Schiffen davon, so auch Mythor und seine Freunde. Kaum waren sie abgelegt, erzitterte die Insel von Erdstößen und versank schließlich. Die dunklen Mächte verwischten ihre Spuren...
 
Band 11: "Die Peitschenbrüder" von Horst Hoffmann
Als Mythor und seine Gefährten Lockwergen erreichten, trafen sie auf eine verlassene Geisterstadt. Nicht nur die Menschen, sondern auch alle Tiere schienen verschwunden zu sein. Während sie die Stadt durchsuchten, näherte sich von Süden unter der Führung von Goltan eine zusammengewürfelte Horde, eine Spur aus Tod und Vernichtung nach sich ziehend. Goltan war ein Riese unter den Menschen, und seine Waffe war eine prächtige Peitsche, die, weil nicht einmal durch ein Schwert zerstörbar, als magische Waffe galt. Seine Hode, aus 50 Männern bestehend, wurde 'die Peitschenbrüder' genannt. Und Goltan beherrschte sie meisterhaft.
Sie zogen nach Lockwergen, da ein Gerücht besagte, daß die Stadt verlassen sei. Die Caer hätten eine so schreckliche Waffe eingesetzt, daß Drudin selbst den Einsatz dieser Waffe seitdem verboten habe. Eine Wolke, wie sie noch nie jemand gesehen hatte, aus der ein Licht drang, das nicht von dieser Welt war.
In der Stadt angelangt dauerte es nicht lange, bis sie auf Mythor trafen. Die Gefährten hatten bei ihrer Suche nur ein paar Kinder und Alte gefunden, die völlig apathisch waren. Mythor ahnte, daß er den Schergen nur entgehen konnte, wenn er den Anführer besiegte. So kam es zum Kampf zwischen den beiden. Mythor wich den Peitschenhieben immer wieder aus, bis es ihm gelang, den Riesen zu verwunden. Als dieser dann ungestüm angriff, durchtrennte Mythor mit Alton die "magische" Peitsche. Immer wieder, bis Goltan nur noch den Griff in der Hand hielt.
Mythor wollte den Bandenführer nicht töten. Dieser schloß sich seiner Bande an, die angesichts der Niederlage ihres Besten Hals über Kopf geflohen war. Erst dann bemerkte der Sohn des Kometen, daß die Banditen seine Gefährten überwältigt und entführt hatten.
Mythor begann die Verfolgung. Dabei traf er bald auf den legendären Titanenpfad. Von diesem wurde berichtet, daß er im Norden direkt aus dem Meer kommen und bis nach Gianton führen sollte, der geheimnisvollen Titanenstadt der Caer, die aber nicht mit dem Herzogssitz Caer identisch war. Der Pfad war von steinernen Quadern gesäumt, die einen Hinweis auf die riesigen Wesen gaben, welche früher einmal diesen Pfad angelegt haben mochten.
Sein Gefühl sagte ihm jedoch, daß er den Pfad tunlichst wieder verlassen sollte. Da auch die Peitschenbrüder ihn offensichtlich gemieden hatten, fiel Mythor der Entschluß leicht. Dann brach ein Unwetter los. Mythor, der nur wenig Land zwischen sich und den Titanenpfad gebracht hatte, bemerkte, daß die Blitze wie magisch von den Steinquadern angezogen wurden und dann von Quader zu Quader sprangen. Nur die sofortige Flucht rettete ihn.
Goltan, der Nottrs Verzweiflung angesichts Kalathees Schicksal bemerkt hatte, machte diesem das Angebot, beide leben zu lassen und dem Barbaren die Frau zu schenken, wenn dieser sich Goltan anschließen und einen Eid auf seine Treue schwören würde. Nottr nahm in seiner Verzweiflung an. Als er dann Kalathee in seine Hütte schleifte, wurde er von Mythor beobachtet, der erkannte, was geschehen war.
Von Zorn erfüllt vergaß Mythor alle Vorsicht und stürmte in das Lager der Peitschenbrüder, um Nottr für seinen Verrat zu strafen. Doch dort unterlag er bald der Übermacht. Nun wollte Goltan seinen Ruf als Unbezwingbarer wiederherstellen und forderte Mythor zu einem erneuten Zweikampf. Allerdings erst, nachdem er ihm einen Trank verabreicht hatte, der ihm die Kräfte nahm.
In diesem Zustand hatte der Sohn des Kometen keine Chance. Goltan spielte mit seinem Opfer, trat waffenlos gegen seinen Gegner an, der das Gläserne Schwert hielt und ihm doch nichts tun konnte. Dann griff Nottr in den Kampf ein. Er hatte Sadagar und Kalathee befreit, sich ein Gegenmittel für Goltans Trank besorgt und half nun Mythor gegen seine Mattheit. Im kommenden Gewimmel um sich schlagender Leiber gelang den Gefährten die Flucht.
Die Freunde vergaben Nottr, nachdem dieser ihnen seine Beweggründe erklärt hatte. Es ging wieder zurück nach Lockwergen. Dort war inzwischen Drundyr eingetroffen - und mit ihm auch Nyala, die sich fest in seinem Bann befand. Drundyr war hier, um Lockwergen zu untersuchen und herauszufinden, was bei dem gewaltigsten magischen Experiment, das in der jüngsten Geschichte der Welt ohne Beispiel war, nicht nach Plan verlaufen sein könnte. Insbesondere sollte er in Drudins Auftrag herausfinden, was mit dem ebenfalls verschwundenen Caerpriester geschehen war. Hierbei sollte ihm die Statue des Dämons Corchwll behilflich sein.
 
Band 12: "Der Wolfsmann" von Horst Hoffmann
Mythor und seine Freunde hatten frühzeitig die Anwesenheit von Caer in Lockwergen bemerkt. Sie schlichen in die Stadt und beobachteten, wie Drundyr Corchwll beschwor, so daß dieser in der Gestalt eines Wolfsmenschen aus der Statue trat. Mit dem Dämon aus der Schattenzone kamen Dutzende riesiger, schwarzer Wölfe - um künftig Lockwergen zu beherrschen und es in eine Bastion der Finsternis zu verwandeln.
Sodann übergab Drundyr dem Dämon Nyala als Geschenk, um so den Pakt zu besiegeln. Danach packten die Caer ihre Sachen, und Drundyr verließ mit seinen Mannen die Stadt. Die Wölfe begannen Lockwergen nach Überlebenden zu durchsuchen.
Mythor vermutete, daß sich der Dämon nur deshalb manifestieren konnte, weil die Statue ihm Halt in der für ihn ungeeigneten Umgebung bot. Hier gab es einen Ansatzpunkt, um mit ihm fertigzuwerden. Zunächst jedoch mußten sie die ersten Wölfe besiegen. Diese Tiere waren zwar riesig, aber es waren keine Schattenwesen, und mit Hilfe Altons konnten die Gefährten die ersten beiden Tiere nach hartem Ringen bezwingen.
Doch der Kampflärm und das Heulen hatten andere Tiere angelockt, und schon bald war die ganze Meute hinter ihnen her. Die Gefährten konnten diesem Ansturm nur kurz trotzen. Ohne den Befehl von Corchwll, die Menschen zu verschonen, um sie eingehend studieren zu können, wären die Gefährten schon bald zerfetzt worden. So aber erschien der Wolfsmann selbst.
Die Menschen wurden gefesselt und zur Statue gebracht. Dort sollten sie an der Verwandlung Nyalas in eine Wolfsfrau teilhaben, indem sie ihre Lebenskraft hergaben. Anschließend begann das Ritual, bei dem ein Dämon in Nyala einfahren sollte. Und sie war bereit.
Doch etwas ging schief. Als der Dämon kam, riß der Block der BeEinflußung durch die Mächte des Dunkels kurz auf. In dieser Zeitspanne erkannte die Frau, was geschah. Es gelang ihr, Mythor ein Messer zuzuwerfen, mit dem dieser sich befreien konnte, bevor sie wieder vollständig unter den Einfluß des Dämons geriet.
Dieser hatte in seiner Trance nichts von der Befreiung mitbekommen. Mythor durchschnitt auch die Fesseln seiner Freunde. Dann griffen sie den Wolfsmann an. Doch dieser schien unüberwindlich, obwohl er seine Trance noch nicht abgestreift hatte und der Gedanke, die Wölfe zu rufen, noch nicht gekommen war. Also änderte Mythor seine Taktik und rannte zu der Statue. Er stieß sie vom Sockel.
Plötzlich war sie in Licht gehüllt, und ein schauriges Kreischen erscholl. Das in ihr wütende Feuer brannte sich in den Boden, und in einem riesigen Krater versank die Statue. Es klang, als ob sie in einen riesigen Hohlraum unter der Stadt gefallen wäre. Der Wolfsmann und auch die Meute waren wie erstarrt - noch. Dies nutzten die Gefährten, um in das Loch zu springen und in den Katakomben zu verschwinden. Nyala nahmen sie mit. Dann erwachte Corchwll und nahm die Verfolgung auf. Die lebensspendenden Impulse aus der Statue waren aber versiegt.
Drundyr hatte Lockwergen noch nicht sehr weit hinter sich gelassen. Ihm wurde das Fehlen einiger seiner Leute gemeldet, und er wollte sich nun davon überzeugen, ob die Lage in Lockwergen wirklich unter Kontrolle war. Außerdem hatte er seinen Auftrag noch nicht erfüllt, denn die Antwort auf die Frage, was bei dem magischen Experiment schiefgegangen war, stand noch aus. Als er in der Stadt den Krater sah, folgte er mit seinen Kriegern den Wölfen.
Corchwll versagten mitten in der Verfolgung die Beine. Irgendetwas geschah mit ihm, und er wußte nicht, was es war. Seine Kraft schwand, und er begann, seine Macht über die Wölfe zu verlieren. Auch der Dämon in ihm begann zu toben, denn Corchwll war ebenfalls nur ein Mensch, den von einem Dämon besessen und von diesem verändert worden war.
Der Dämon entwich aus dem Körper des Wolfsmanns; dieser verwandelte sich in einen Menschen zurück - und die Wölfe fielen über ihn her. So endete das Leben des Wesens, das selbst nur ein Opfer war.
Die Flüchtenden rannten derweil durch die unterirdischen Katakomben. Einzelne Hinweise ließen Mythor vermuten, daß sie sich auf einem Teil des legendären Titanenpfades befanden. Sie folgten diesem, bis er in einen See führte. Hinter sich die Meute der Wölfe, blieb ihnen nur, dem Pfad in den See zu folgen. Die Wölfe folgten ihnen jedoch weiterhin.
Niemand ahnte etwas von dem riesigen Lebewesen, das in der Mitte des Sees auf neue Beute wartete. Mythor suchte und fand den unter Wasser gelegenen Durchgang in eine weitere Höhle, wo der Titanenpfad weiterführte. Dann griff der Räuber des Sees an. Ein Wolf nach dem anderen wurde in die Tiefe gezogen, und auch Mythor wurde von einem Fangarm erwischt. Mythor verlor bald das Bewußtsein; nur Nottrs mutiger Einsatz rettete dem Sohn des Kometen das Leben. Dabei gelang es dem Lorvaner, das Auge des Kraken zu zerstören.
Dann brachten sich die Gefährten in der neuen Höhle vor der Meute in Sicherheit. Schließlich führte der Pfad auch wieder ins Freie; der Durchgang war jedoch verschüttet. Nur ein schmaler Spalt führte in einen senkrechten Kamin. Als die Gefährten dort herauszukommen versuchten, drangen von unten die Caer sowie die Wölfe in die Höhle ein. Allerdings nicht gemeinsam, sondern gegeneinander kämpfend.
Nyala, die Drundyr erkannte, riß sich los und sprang zu dem Caer-Priester zurück in die Katakomben. Dann floh er mit den restlichen Caer. Da an eine Verfolgung nicht zu denken war, kletterten die Freunde ins Freie, wohin ihnen die Wölfe nun wirklich nicht mehr folgen konnten.
Drundyr dachte jedoch nicht daran, jetzt zu fliehen. Er hatte erkannt, daß Mythor überlebt und der Finsternis erneut eine schwere Schlappe zugefügt hatte. Da er befürchtete, von Drudin schwer bestraft zu werden, wollte er eigene Pläne verfolgen, auch gegen den Willen des Dämons, der in ihm hauste. Denn sein Plan war, die Seiten zu wechseln und zu Mythor überzulaufen, so paradox dieser Entschluß auch sein mochte.
 
Band 13: "Althars Wolkenhorst" von Horst Hoffmann
Althars Wolkenhorst war ein sehr hoher, aus Bronze errichteter Turm, der mitten in einem Wald lag und dessen Spitze ständig von einer dunklen Wolke umsäumt war. Jeder, der den Turm erreichte, verlor seinen Verstand. Die wenigsten kehrten wieder zurück; keiner von ihnen war noch bei Sinnen. Umgeben war der Turm von "entsetzlichem" Leben - roten, säureführenden Strängen, die jeden Zutritt verhinderten. Oder dornigen Lianen, die, wenn man sie abschlug, so rasch nachwuchsen, daß man ihnen dabei zuschauen konnte - und die sich, wenn man nicht schnell genug war, auch um die Körper der Eindringlinge wickelten. Riesige Hornissen ergänzten den Abwehrwall.
Außerdem ging vom Turm eine spürbare Ausstrahlung aus, die zum einen die Pflanzen mutieren ließ, zum anderen die Menschen in den Wahnsinn trieb. Während Mythor noch überlegte, wie er in den Turm gelangen konnte, war auch Drundyr in der Nähe angekommen. Die Ausstrahlung dieser Insel des Lichts war jedoch so stark, daß Drundyr seinen Dämon nicht länger bezwingen konnte. Seine Vorstellungen, zu Mythor überzulaufen, waren wie weggeblasen. Und nun wußte er auch, wie er Drudin freundlich stimmen konnte. Er würde ihm den Wolkenhorst übergeben und somit das Licht weiter schwächen. So eilte er davon, um Verstärkung zu holen.
Die Kämpfer des Lichts fällten inzwischen Bäume, die auf die Lianen fielen, um diese dann anzuzünden und somit einen Weg zum Turm zu schaffen. Die Ranken brannten wie Zunder. Dann lösten sich Hornissen aus der Wolke um den Wolkenhorst und griffen die Freunde an. Ihnen blieb nur die Flucht in die unmittelbare Nähe des Feuers, denn andernorts wären sie verloren gewesen.
Zurück in Lockwergen traf Drundyr auf Coerl O'Marn, den Alptraumritter und gefürchtetsten Kämpfer und Strategen Caers. Es gelang ihm, den Ritter von seinen Plänen zu überzeugen und gegen den Wolkenhorst zu ziehen. Und nach Drundyrs Beschreibungen erkannte O'Marn Mythor wieder.
Als das Feuer niedergebrannt war, waren neben den Lianen auch die Hornissen verschwunden. Nur die roten Stränge waren noch da, aber diese konnten Alton nicht lange widerstehen. Dann drangen sie in Althars Wolkenhorst ein.
Die Wahnsinnsstrahlung schien ebenfalls verschwunden zu sein. Im Turm hörte Mythor eine magische Stimme, die ihm mitteilte, daß der Helm der Gerechten in der Spitze des Turms auf ihn warte - und daß Mythor nur allein versuchen dürfe, dorthin zu gelangen.
So ließ Mythor die Gefährten im untersten Raum zurück und begann allein mit dem Aufstieg. Kurz darauf drangen die Caer in den Turm ein und überwältigten die Gruppe. Dann warteten die Caer auf Mythors Rückkehr, denn schließlich mußten sie kein eigenes Leben opfern, wenn Mythor sich erst einmal nach oben durchgekämpft hatte.
 
Band 14: "Der magische Turm" von Hugh Walker
Die ersten vier Menschen, denen es jemals gelungen war, in Althars Wolkenhorst einzudringen, waren ein Edelmann, ein Abenteurer, ein Mörder und ein Mann, der dem Mörder gefolgt war. Sie hatten erfolglos versucht, in die oberste Kammer vorzustoßen, und waren auf ewig im Turm gefangen. Ihre Körper waren längst verwest, aber sie hatten gelernt, anderen ihre Gedanken zu rauben. So waren alle anderen, denen es später gelungen war, den Turm zu betreten, ihnen zum Opfer gefallen und als Geistlose vermodert.
Nun betrat Mythor ihren Raum. Schon nach kurzer Zeit blieb er stehen, weil auch ihm alle Gedanken gestohlen worden waren. Doch die Geister erkannten an seinen Erinnerungen, daß Mythor nicht plündern, sondern die Welt retten wollte. Da sie so auch eine Chance für sich selbst erkannten, gaben sie ihm zurück, was sie ihm genommen hatten - alle bis auf die Gedanken, die der Mörder genommen hatte und nicht wieder hergeben wollte. Da Mythor sich an diese Gedanken jedoch nicht erinnern konnte, vermißte er sie auch nicht.
Nachdem er eine Illusionswand überwunden hatte, stand er Fardus und Lurdus gegenüber. Zwei titanischen Rittern ähnelnd, waren sie von der Hüfte an abwärts zusammengewachsen. Es handelte sich um Xandoren, die sich als Helmwächter sahen und sich Mythor zum Kampf stellten. Nur mit Hilfe von Alton gelang es ihm, den einen zu töten und somit den Dämon zu vertreiben, der die beiden in Lurdus' Gestalt beseelte. Dabei fand auch Fardus den erlösenden Tod.
Im nächsten Stock erwartete ihn die Versuchung - in Gestalt von Nyla. Die Frau, die jede beliebige weibliche Gestalt einzunehmen imstande war, bot Mythor für eine Nacht in ihrem Bett an, ihn über einen Abgrund zu führen, in dem real gewordenen Gestalten aus Alpträumen lebten. Mythor stimmte zu. Die Frau verwandelte sich in die Gestalt der Frau, deren Bildnis Mythor bei sich trug, und teilte so ihr Lager mit ihm.
Daß sie ihm dabei fast alle Kräfte raubte, um ihm schließlich den Tod zu bringen, erkannte er zu spät. Doch es gelang ihm, sie in letzter Sekunde zur Reue zu überreden. Sie opferte ihr Leben, um seines zu retten und endlich auch sich selbst zu befreien.
Nachdem er es geschafft hatte, den Raum der Welten hinter sich zu bringen, wo ihn jeder Schritt in eine andere Klimazone führte, meldeten sich die Geister aus dem Erdgeschoß wieder. Sie boten Mythor an, seine Erinnerungen wieder vollständig an ihn zurückzugeben, wenn sie ihn in seinem Körper auf dem Weg durch die Etagen begleiten durften. Sie wollten endlich wieder etwas Lebendiges erleben und waren bereit, jeden Preis dafür zu zahlen. Da Mythor wußte, daß sie dies notfalls auch ohne seine Einwilligung tun könnten, akzeptierte er den Handel.
Leider mußte er feststellen, daß über seine Handlungen nun demokratisch abgestimmt wurde. Und wenn die Geister anderer Meinung waren, konnten sie einfach seinen Körper übernehmen. Es fiel Mythor schwer, sie davon zu überzeugen, daß sie nur durch seinen Geist und nicht durch seinen Körper ihr Ziel erreichen konnten.
So traf er auf Cyclom, den Wächter. In eine Statue gebannt gelang es ihm, Mythor von jeglichem weiteren Vordringen abzuhalten. Es gab nur einen Weg. Mythor mußte dem Wächter gestatten, in seinen Geist zu blicken. Wenn dieser dort nicht das Bild vorfände, das sein Meister ihm eingeprägt hatte, würde er Mythors Geist zerstören. Doch als Mythor sich bereit erklärte, offenbarte ihm Cyclom, daß er auf keinen Fall einen Sterblichen prüfen wolle.
Als Mythor Cyclom aber bewies, daß auch er selbst sterblich war, übernahmen die Geister wieder die Kontrolle. Ihr Versuch, den Wächter mit Alton zu töten, endete mit dem Tod der Geister und des Wächters.
Dann endlich erreichte der Sohn des Kometen den letzten Raum. Dort lag Althar, ein Riese von Gestalt, in magischem Schlaf. Auf seiner Brust: der Helm der Gerechten. Althar erwachte und gab sich als Feldherr des Lichts zu erkennen, der diese vor Jahrtausenden ebenfalls bekämpft hatte. Er half Mythor, ein bißchen mehr vom ewigen Kampf zwischen Licht und Schatten zu verstehen. Dann übergab er Mythor den Helm der Gerechten, bevor er die Zeit in den Turm einließ, damit diese Althar und seinen Wolkenhorst nicht länger verschone.
Als Mythor in dem Turm wieder nach unten stieg, schienen dort Jahrtausende vergangen zu sein. Mit jedem Schritt fühlte er sich jedoch mehr gestärkt, und als er schließlich ganz unten auf die Caer traf, war er wieder ganz der alte. Nachdem er die ersten Krieger erschlagen hatte, traf er auf Coerl O'Marn. Dieser beschäftigte ihn solange, bis Mythor von den übrigen überwältigt werden konnte. Dann machte sich der Alptraumritter auf, um seine Gefangenen nach Gianton zu bringen.
 
Band 15: "Stadt der Piraten" von Paul Wolf
Coerl O'Marn wählte den Titanenpfad, um auf dem schnellsten Weg nach Gianton zu kommen. Dabei kam es, wie es sich an Althars Wolkenhorst schon angedeutet hatte, immer wieder zu Spannungen zwischen ihm und Drundyr. Insbesondere O'Marns offensichtliche Zuneigung zu Nyala machte Drundyr zu schaffen, aber auch die Tatsache, daß sich der Alptraumritter nicht um den Status des Priesters scherte.
Als sie kurz vor der Elvenbrücke noch einmal direkt am Goldenen See lagerten, eskalierte die Situation zwischen den beiden Kontrahenten fast. Drundyr wollte unbedingt weiterziehen, da der Goldene See noch von den Elven angelegt worden war, um den Titanenpfad zu schützen. Deswegen hatte sie riesige Drachenschlangen in ihm angesiedelt.
Drundyr hatte leider recht, und des Nachts wurde die Truppe überfallen. Als O'Marn erkannte, daß seine Mannen keine Chance hatten, ließ er Mythor und dessen Gefährten frei, damit diese sich an der Schlacht beteiligen konnten. Dabei stellte er sich eindeutig gegen den Druidenpriester und gab Mythor sogar die Waffen des Lichtboten zurück. Daraufhin setzte sich Drundyr von den Männern ab und ließ die Caer im Stich.
Die Schlacht wogte hin und her, und Coerl O'Marn rettete Mythor dabei sogar einmal das Leben. Dann zogen sich die Menschen zurück und suchten sich einen anderen Lagerplatz. Die Gefährten waren zwar noch nicht frei, durften sich aber ungefesselt und mit ihren Waffen bewegen - jetzt, da der Priester nicht mehr anwesend war.
Am kommenden Morgen wurde Drundyr entdeckt, als er versuchte, die Elvenbrücke zu erklimmen. Verfolgt wurde er von mehreren Drachenschlangen, die ihn schließlich erreichten und in den See warfen. Noch bevor der Priester in das Wasser fiel, schlug ein schwarzer Blitz aus seinem Körper und fuhr in den Himmel. Das Schicksal des Priesters war besiegelt.
Nach und nach schwand auch dessen Bann über Nyala. O'Marn nahm Nyala zu sich und verschwand mit seinen Mannen, ohne sich weiter um Mythor und dessen Gefährten zu kümmern. Diese machten sich dann sogleich auf den Weg, wenn sie auch kein rechtes Ziel mehr hatten. Doch bald machte Mythor die Erfahrung, daß der Helm einen bestimmten Weg einschlagen wollte. Immer dann, wenn Mythor die Richtung änderte, hatte er ein zunehmendes Brummen im Kopf. Also folgten sie der vom Helm gewünschten Richtung.
So erreichten sie Thormain, die Piratenstadt. Dort hörten sie vom thormainischen Brunnen, der bis in die Tiefe der Schattenzone reichen sollte. Genau dorthin wies der Helm. Bald schon fanden sie in der Stadt unter der Stadt auch eine Möglichkeit, dort ungesehen hinzukommen. Um in ihrer Verkleidung nicht aufzufallen, ließen sie dort ihre Waffen zurück. Kurz darauf wurden sie jedoch vom Herrn der Stadt, dem Scharfrichter Welleyn, als Spione verhaftet.
 
Band 16: "Der Fall vonThormain" von Paul Wolf
Mit einer List gelang es Kalathee, Argur - den Herrscher von Thormain - dazu zu bringen, die Gefährten zu begnadigen. Mythor zog es sofort zum thormainischen Brunnen, wo sie abermals gefangengenommen wurden. Dort wurden sie gefangenen Caer gegenübergestellt, die sich als Coerl O'Marn und Nyala herausstellten. Die Piraten hatten zwar ein Bündnis mit den Caer, aber nicht alle hielten sich daran.
O'Marn war zu Recht erbost und verlangte eine Erklärung, gab jedoch nicht zu erkennen, daß er Mythor und seine Gefährten kannte. Das Gespräch verlief allerdings anders als geplant, und der Alptraumritter wurde entwaffnet und an die Folterknechte ausgeliefert. Mythor wurde in den thormainischen Brunnen geworfen, in dem viele Geister und Ungeheuer hausen sollten, so daß sich nicht einmal die Piraten in seine Nähe wagten.
Nach kurzer Zeit wurde er von der Aurogaern gerettet. Dies waren aus der Gemeinschaft ausgestoßene Menschen, die unterirdisch hausten. Wamdon, ihr Anführer, erzählte, daß die Aurogaer auch auf Yarls in den Norden gekommen waren. Sie waren hier von den Piraten überfallen und ausgeplündert worden. Mythor erfuhr auch, daß man ihn für den Sohn des Kometen hielt.
Thormain war auf einer uralten Gigantenstadt erbaut worden, wo einst Riesen gelebt hatten. Diese hatten auch eine Wehr um den thormainischen Brunnen gebaut, der viel älter war als selbst die erste Stadt. In dieser hatte Wamdon alte Schriften gefunden. Daraus ging hervor, daß der Wall um den Brunnen einst errichtet worden war, um zu verhindern, daß der Sohn des Kometen ihn erreichen konnte. Tief im Brunnen sei ein Himmelsstein und in diesem ein Geheimnis verborgen, das nur der Sohn des Kometen enträtseln könne.
Da der Brunnen zu tief war, um auf den Grund tauchen zu können, hatte Wamdon eine Glocke gebaut, in der ein Mensch Platz hatte. Er selbst hatte den Weg nie geschafft, aber Mythor war dankbar für dieses Gerät. Auf halbem Weg nach unten wurde jedoch das Halteseil durchtrennt, und die Glocke sank ungebremst weiter.
Zur gleichen Zeit begannen die Caer mit ihrem Angriff auf Thormain. Sie waren zwar nur sieben Flöße gegen 120 Kriegsschiffe, aber ihnen stand die Magie zur Seite - und mächtige Seedrachen, gegen die die Schiffe machtlos waren. Bald war auch Thormain fest in der Hand der Caer.
Als Mythor auf dem Weg nach unten einen seitlichen Stollen bemerkte, verließ er rasch die Glocke und tauchte dort hinein. Er führte zu einer uralten Kultstätte, die für Riesen angelegt war. Dort fand er den Himmelsstein. In einer Vision sah er ein schwarzes Einhorn, einen Bitterwolf und einen Schneefalken, die ihm sehr vertraut vorkamen. Diese Tiere würde er nun finden müssen.
Auf dem Rückweg traf er auf seine Gefährten und den Alptraumritter, die sich hatten befreien können. Auch hatte Nyala wieder zu sich selbst gefunden. Sie Schloßen sich Mythor auf seinem weiteren Weg an.
 
Band 17: "Die Ebene der Krieger" von W.K. Giesa
Coerl O'Marn führte Mythor zur Ebene der Krieger, um diesem deutlich zu machen, wie mächtig die Caer seien. In der Ebene versammelten sich die Armeen, hunderttausende von Kriegern. Dabei war dies nicht mehr als ein Schulungslager, und die Krieger machten sich bereit, um am Drudin-Turnier teilzunehmen. Hier wurden die Besten der Besten ermittelt, um künftige Heerführer zu werden. Dem Sieger würde von Drudin persönlich der Dämonenkuß verliehen. Und Mythor wollte sofort die Chance nutzen, dem obersten Priester der Caer persönlich gegenüberzutreten. Er mußte nur noch das Turnier gewinnen.
Zusammen mit Nottr ging der Sohn des Kometen ins Tal, um sich für das Turnier anzumelden. Es war leicht, sich als Caer auszugeben, und auch die Aufnahmeprüfung war bald geschafft, mit der Mythor seine Fähigkeit unter Beweis stellte, einer der 336 Teilnehmer des Turniers zu werden. In dieser Zeit Schloßen sie mit dem einen oder anderen Caer Freundschaft, unter anderem mit Padrig YeCairn, einem Mann, der von vielen wegen seiner Kraft und Kampfstärke gefürchtet war - und das Aussehen von Gevatter Tod hatte.
In der Mitte des Lagers befand sich das Schwarze Zelt. Niemand konnte sich seiner düsteren Ausstrahlung entziehen, die es scheinbar über das ganze Lager ausbreitete.
In den ersten Kampf ging es mit Schild und Morgenstern zu Pferd. Gleich zu Beginn errang Mythor die gesamte Aufmerksamkeit von Prinzessin Lydia von Ambor, einer wunderschönen Frau aus höchsten Adelskreisen. Damit zog er sich jedoch die Feindschaft der vermeintlichen anderen Günstlinge der Frau zu.
Der Sohn des Kometen war weder im Reiten noch im Kampf mit der Stachelkugel sonderlich geübt und überstand die Auslese nur mit Glück.
 
Band 18: "Das Turnier der Caer" von W.K. Giesa
Auch in den weiteren Kämpfen war Mythor siegreich. Es war nicht notwendig, jeden Kampf zu gewinnen, denn für die persönliche Leistung wurden Punkte vergeben, die dann über das Spitzenteam der Krieger entschied. Die Avancen der Prinzessin hingegen brachten den Sohn des Kometen langsam in Schwierigkeiten. Nicht nur, daß er nun nicht mehr unauffällig durch das Lager wandern konnte. Zunehmend mußte er Anfeindungen von Kriegern erdulden, die sich selbst Hoffnungen auf die Prinzessin gemacht hatten.
Mit seinen Erfolgen zog er auch die Aufmerksamkeit der Priester auf sich, insbesondere die von Parthan, dem obersten Priester des Lagers und Mitglied des höchsten Priesterrats. Dies ging soweit, daß Parthan Mythor aufsuchte und diesen vor einem Sieg im Turnier warnte - damit die unbekannte Macht, die er hinter Mythor vermutete, beim Dämonenkuß nicht mit der der Priester kollidiere und zu einer Katastrophe führe.
Als sich das Turnier schließlich dem Ende näherte, waren zwei Teilnehmer so weit vorne, daß sie im Finale gegeneinander antreten mußten. Der eine war Mythor, der andere Taine - ein mächtiger Mann, von dem niemand wußte, wer er wirklich war. Er hatte seit Beginn des Turniers den Helm nicht abgenommen.
Die beiden Recken waren fast gleichwertig, Mythor wendiger, Taine stärker und erfahrener. Aber obwohl Mythor Alton und den Helm des Gerechten trug, schien Taine überlegen. Der Helm ließ Mythor zwar selbst die schwersten Kopftreffer nicht fühlen, aber schließlich gelang es Taine, Alton aus Mythors Hand zu wirbeln. Doch Mythor erlangte es noch einmal zurück und war plötzlich im Vorteil. Da öffnete Taine sein Visier und zeigte Mythor, wer er war: Coerl O'Marn. Mythor war überrascht, und der Alptraumritter nutzte das kurze Zögern, um den Kampf zu beenden.
O'Marn hatte gewonnen - um Mythor zu retten. Denn selbst der Sohn des Kometen war noch nicht bereit, den Dämonenkuß zu überstehen. Der Ritter wurde zum Schwarzen Zelt gebracht, und plötzlich breitete sich eine schwarze Wolke im Lager aus, die nach den Hirnen der Krieger griff. Eine Macht aus der Schattenzone manifestierte sich - und Drudin kam. Eine Zone des Grauens legte sich um das Schwarze Zelt.
O'Marn sah sich plötzlich einem echten Dämon gegenüber, der dessen Verrat sofort erkannte und den Ritter bestrafte. O'Marn war nun von einem Dämonen besessen; sein Gesicht war von einer gläsernen Schicht überzogen wie bei den Priestern. Mythor und Nottr gelang gerade noch die Flucht. Nyala trennte sich von den Gefährten, als sie von Coerls Schicksal erfuhr, und ging zu ihm ins Lager.

Band 19: "Das verwunschene Tal" von Hans Kneifel
Nach einer gefährlichen Überfahrt erreichten Mythor und seine Gefährten endlich das Festland von Nyrngor, in dessen Richtung der Helm der Gerechten wies. Dort hatte Königin Elivara zwar mit dem Untergrundkampf gegen die Caer begonnen, aber noch keinen wirklichen Erfolg, geschweige denn Durchbruch erzielt. Ihr halbblinder und geistig verwirrter Bruder Hester war Marionettenkönig unter dem Caer-Priester Feithearn und hatte das Schloß seit der Schlacht nicht mehr verlassen.
Feithearn hatte eine magische Stele vor dem Schloß aufbauen lassen. Vor ihr sollten sich alle Bewohner der Stadt täglich verbeugen - dies sollte ihre Bindung zu den dunklen Mächten stärken. Doch niemand hatte mit Hester gerechnet. Der junge Mann verstand es, mit Tieren umzugehen. So rief er die Vögel, Ratten, Katzen und Hunde zu sich - und diese fielen kurz vor Beginn der Prozession über die Caer her.
Die Verwirrung nutzend gelang es Elivaras Männern, die Stele zu stürzen. Als sie den Boden berührte, brannte sie ein tiefes Loch hinein, und eine magische Schockwelle lief über Nyrngor. Hester gelang es in dieser Zeit, verborgen hinter den Tieren zu flüchten. Er war nicht mehr der schwachsinnige Junge, sondern strahlte die Autorität seines Vaters aus.
Auf seinem Weg, von dem er wohl selbst nicht genau wußte, wohin er führte, traf Mythor auf ihn und seine tierische Armee. Da er in die gleiche Richtung zog wie der Sohn des Kometen, entschloß dieser sich, dem ungewöhnlichen Heerzug zu folgen. Insgeheim befürchtete Mythor, daß sein und Hesters Ziel das gleiche sein würde - die drei Tiere aus seiner Vision.
So erreichten beide Gruppen schließlich ein verborgenes Tal, dessen Eingang scheinbar unüberwindlich von Dornenhecken gesichert war. Zwischen den Hecken waren Reste einer uralten, riesigen Mauer zu erkennen. Nottr vermutete, daß es sich um das verwunschene Tal aus den Legenden der Lorvaner handelte. Hier sollte der letzte Stamm der Königstrolle gelebt haben.
Nach einem gefährlichen Abstieg erreichten auch die Gefährten das Tal, das Hester und seine Armee schon zuvor betreten hatten. Nur wenige Stunden später folgte ihnen Feithearn und eine Abteilung Caer. Doch diese wurden sofort von Hesters Armee attackiert. Die Verluste auf beiden Seiten waren immens. Aber als Mythor und seine Gefährten eingriffen, wurden diese plötzlich von Falke, Wolf und Einhorn begleitet. Auf dem Einhorn ritt Hester, nicht länger schwachsinnig, sondern als strahlender Held.
Diesem geballten Ansturm weißer Magie war Feithearns Dämon nicht gewachsen. Der Priester und dessen Mannen flohen panisch. Hester jedoch verschwand mit den Tieren des Kometen. Niedergeschlagen begaben sich die Gefährten ins Innere der Ruinen. Dort fanden sie unter anderem ein in Stein gemeißeltes, 3 m hohes Gesicht. Sadagar erkannte es als ein Abbild des Lords des Hasses, über den Fahrna ihm aus dem EMPIR NILLUMEN vorgelesen hatte.
Schließlich fanden sie auch die nun leeren, steinernen Kokons, in denen die magischen Tiere die lange Zeit überdauert hatten, bevor Hester sie erweckt hatte.
Dann sprach der Helm zu Mythor und wies ihm ein neues Ziel, das er ohne seine Gefährten erreichen müsse. Er fand ein versprengtes Pferd der Caer und machte sich auf den Weg; die Gefährten gingen zum vereinbarten Treffpunkt, um auf Mythors Rückkehr zu warten.
 
Band 20: "Der Mann auf dem Einhorn" von Hans Kneifel
Tag für Tag kehrte Hester mit den Tieren des Kometen nach Nyrngor zurück und versetzte die Caer-Truppen in Angst und Schrecken. Weder Waffen noch Magie konnten ihm trotzen, und Nyrngors Einwohner schöpften Hoffnung. Hester tötete jedesmal ein paar Krieger, und der Mythos um ihn wuchs und wuchs. Also beschloß Feithearn, einen Gegenreiter zu erschaffen. Ein Pferd wurde als Einhorn präpariert, sein Reiter durch Feithearns Dämon Duldamuur mit magischen Kräften ausgestattet.
Die ersten Begegnungen endeten unentschieden, und Hester verschwand in der Dunkelheit. Der Gegenreiter jedoch begann, die Nyrngorner zu terrorisieren, und setzte dabei auch schwarze Magie ein.
Auch Mythor traf auf ein Gebilde, dessen weitreichende Konsequenzen ihm rasch klar wurden. Am Berg der Gesichter waren viele Wildländer dabei, im Angedenken des Lichtboten riesige Gesichter in den Feld zu meißeln. Die Männer unter dem verwirrten Steinmetzmeister Urzuguhr konnten dabei jedoch nicht erkennen, daß die Steingebilde mehr Drudin und seine Dämonen denn Lichtwesen darstellten. Hier waren die dunklen Mächte dabei, nahe dem Stützpunkt der Weißen Magie einen Gegenpol zu schaffen.
Des Nachts kletterte Mythor auf den Berg und zerschlug mit Alton die Gesichter. Dabei wurde ihm klar, wie schrecklich die Wirkung hätte werden können, wenn die Arbeiten vollendet worden wären. Dann griffen ihn die wütenden Wildländer an. Erst das Auftauchen Hesters und der Tiere beendete den Kampf. Die BeEinflußung der Wildländer durch die Gesichter wurde durch die weiße Magie der Tiere beendet.
Die Wildländer akzeptierten Hester als ihren neuen Herrn, und dieser begann, die Gesichter im Sinne des Kometen neu zu erschaffen. Die Fabeltiere überließ er Mythor, und Alton erstrahlte in neuem Licht, weil er der Versuchung widerstanden hatte, sie Hester einfach wegzunehmen. Ein großer Teil seiner Schuld war getilgt.
Den Schneefalken nannte Mythor Horus, den Bitterwolf Hark, und das Einhorn sollte von nun an Pandor heißen. Zurück im verborgenen Tal mußte Mythor jedoch feststellen, daß seine Kameraden entführt worden waren.
 
Band 21: "Der Schwefelfluß" von Hubert Haensel
Meister Duprel Selamy war der berühmteste Waffenschmied von ganz Ugalien. Seit er aber einen Harnisch für den Erzmagier Vassander hatte schmieden sollen, war er verschwunden. Kurz darauf hatte sich der Fluß Lorana in eine Schwefelbrühe verwandelt. Eine Welle von gelben Fieber durchlief die Stadt und wütete ähnlich der Pest unter den Menschen. Die abergläubischen Ugalier, wozu letztendlich auch die Magier gehörten, Schloßen daraus, daß die Caer-Priester nun auch nach Ugalien greifen wollten.
Vassander hatte dem L'umeyn, dem Lichtkönig von Ugalien, geraten, einen Präventivschlag gegen die caerischen Armeen zu führen, und dieser hatte bereits begonnen, eine Armee aufzustellen; außerdem hatte er die Nachbarreiche um Unterstützung gebeten. Graf Corian war zum Heerführer bestimmt worden. Da Graf Laffeur mit dieser Ehre gerechnet hatte, war auch schon ein Neider vorhanden, der Corian wann immer möglich Schwierigkeiten bereitete.
Duprel hatte mittlerweile die Rüstung für den Erzmagier fertiggestellt. Jedes einzelne Teil war magisch durch den neuen Träger beschworen worden, bevor Duprel es eingesetzt hatte. So war sie nun gegen Waffeneinwirkung gefeit. Als Lohn hatte er jedoch nur den Tod zu erwarten. Wasser strömte in seine Zelle, das ihn ertränken sollte. Duprel zog sich rasch den magischen Harnisch an. Derart vor dem Wasser geschützt verschwand er durch die Öffnung, durch die das nasse Element abfloß.
Mythor befand sich auf der Verfolgung seiner Gefährten und deren Entführer. Dabei traf er auf ein Kind, das ihn in einen alten Tempel lockte. Dort wartete Syrina auf ihn.
 
Band 22: "Das Nest der Nadelschlange" von Hubert Hansel
Mythor verfiel einem Reiz, der ihm bislang unbekannt war. Er wußte, daß er hier in diesem Tempel auf die Frau treffen würde, die das Bild auf seiner Brust darstellte. Als er in einem Prunkgemach einen leeren Bilderrahmen fand und das Pergament mit dem Bild dort anbrachte, löste sich aus ihm ein weibliches Wesen von unbeschreiblicher Schönheit, das sich als Syrina, eine Kometenfee, vorstellte.
Nach einer rauschenden Liebesnacht wurde Mythor jedoch rasch ernüchtert, als sich die Frau seiner Träume in eine riesige Schlange verwandelte, die ihn verschlingen wollte. Dennoch stand er weiter unter dem Bann des teuflischen Wesens. Erst als Hark die Schlange angriff, fiel der Bann. Der Angriff des Schneefalken brachte Mythor nun soviel Spielraum, daß er seinerseits angreifen konnte.
Doch die Schuppen der Riesenschlange widerstanden häufig selbst Alton, und nur präzise, mit äußerster Kraft ausgeführte Hiebe vermochten den natürlichen Panzer zu durchdringen. Als die Schlange jedoch schneller erschöpfte als der Sohn des Kometen, endete der Kampf schließlich. Auch die Brut der Echse fiel Alton zum Opfer. Zusammen mit dem Jungen, der ihn hereingeführt hatte, verließ Mythor den zusammenbrechenden Tempel.
Der Junge, der sich Samed nannte, gehörte bis vor kurzem den Entführern von Mythors Gefährten an, deren Anführer Gomhel hieß. So erfuhr er, daß Kalathee nicht entführt worden war und daß das Ziel der Sklavenmarkt in Sarphand im Süden sei.
Der L'umeyn hatte inzwischen Graf Corian befohlen, Vassander zu überwachen, da dieser sich in letzter Zeit verdächtig verhielt. So gelang es Corian, das Flußgefängnis zu entdecken, in dem Duprel gefangengehalten wurde. Auch der Gehilfe von Duprel war Vassander gefolgt, wurde jedoch entdeckt und durch die Falle getötet, der auch Duprel beinahe zum Opfer gefallen wäre.
Als Vassander schließlich aufgrund von Corians Bericht dem L'umeyn Rede und Antwort stehen mußte, log er diesem vor, der magische Harnisch sei für ihn gewesen. Von diesem geplanten Geschenk beeindruckt überließ er Vassander die Entscheidungsgewalt in der kommenden Schlacht gegen die Caer und machte Corian faktisch zum Befehlsempfänger.
Corian und Vassander reisten unverzüglich zur Burg Anbur, wo sich die Heerführer versammelten. Dorthin waren mittlerweile auch Sadagar und Nottr gebracht worden.
Duprel war mittlerweile den gelben Strom entlanggewandert und auf Caer und den Caer-Priester Oghan getroffen, der Wildländer damit beauftragt hatte, in einen Himmelsstein ein Dämonengesicht zu meißeln. Der Himmelsstein war auch die für die Verseuchung des Flußes verantwortlich. Als der Priester Duprel mit Vassander ansprach, da er den Schmied im Harnisch nicht erkennen konnte, wurde diesem klar, daß der Erzmagier mit den Caer gemeinsame Sache machte.
Es gelang Duprel, den Caer-Priester zu überwältigen. Und als der Schmied die Stützen unter dem Himmelsstein wegschlug, stürzte dieser auf Oghan und begrub den Priester sowie Duprel unter sich. Die Rüstung schützte den Schmied zwar, wurde aber zerstört. Der Schwefelquell wurde dabei zugeschüttet, so daß sich der Fluß wieder erholen konnte.
Zur gleichen Zeit wurde Mythor von Ugaliern überfallen, und ihm wurde klar, daß Samed ihn in eine Falle gelockt hatte. Mit den Worten "Luxon läßt grüßen" verschwand der Junge im Wald. Die Ugalier trieben ihn jedoch nur über den Fluß, ohne weiter nachzusetzen.
Dort gelang es Mythor, einen Grafen vor einem riesigen Eber zu retten. Der Graf war mit dem L'umeyn auf der Jagd, und hier traf Mythor Corian wieder, der ihm schon einmal begegnet war und mit dem er Freundschaft geschlossen hatte.
Samed war inzwischen wieder mit Gomhel zusammengetroffen. Zusammen trafen sie kurz darauf auf Luxon, ihren Auftraggeber. Diesem berichteten sie von ihrem Plan, und Luxon und Kalathee waren sehr zufrieden.
 
Band 23: "Befehle aus der Schattenzone" von Peter Terrid
Nyala und der unter dem Einfluß seines Dämons stehende Coerl O'Marn wurden nach Gianton gebracht, das zu einer riesigen Feste der Dunkelheit ausgebaut worden war. Hier traf Nyala auch auf ihren Vater. Alle drei wurden schließlich in einem schlangenhautähnlichem Büßergewand zu Drudin geführt.
Auch Mythor war inzwischen an einer Feste angelangt, nämlich der Bug Anbur, wo er bald die Bekanntschaft von Essander, dem Erzmagier, Thonensen, Corians Leibmagier, und dem Gros der Grafen machte, die die Schlacht gegen die Caer planten. Ihm wurde die bezaubernde Frau Buruna zu Seite gestellt, die schnell mehr wurde als nur eine Freundin. Von ihr erfuhr Mythor auch bald, daß Nottr auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte.
In einem ersten Gelage, das Mythor mitbekam, hatte Vassander seinen großen Auftritt. Er prophezeite einen überragenden Sieg der Lichtkräfte, wenn die Schlacht gegen die Caer am Tag der Wintersonnenwende im Hochmoor von Dhuannin stattfinden würde. Thonensen widersprach sofort vehement und prophezeite den Sieg der Caer, wenn Ort und Zeit der Schlacht nicht verlegt würden.
Als Mythor Thonensen später aufsuchte, traf er dort auch auf Sadagar. Lamir, ein Sängerknabe, der die Gefährten schon früher einmal getroffen hatte, war diesem über den Weg gelaufen. Da er sich auf der Burg auskannte, konnte er Sadagar viel über Graf Corian erzählen. Als Sadagar mit diesem Wissen, das er vom kleinen Nadomir zu haben vorgab, gegenüber dem Grafen protzte (der die beiden den Sklavenhändlen abgekauft hatte), ließ dieser ihn laufen und machte ihn zum Gehilfen des Sterndeuters Thonensens.
Nottr hatte jedoch keine Chance gehabt, da er hier mit seiner Horde vor Jahren schwer gehaust hatte. Er war gefoltert worden und erkannte nicht einmal Mythor wieder, als dieser ihn besuchte.
Mythor kam mit dem weisen Thonensen prächtig zurecht, der offenbar mehr über den Kometensohn wußte als dieser selbst. Die beiden versprachen, gemeinsam gegen Vassander vorzugehen. Und es war auch der Sterndeuter, der es schaffte, Nottr zu retten. Er gab einem anderen Gefangenen, der kurz zuvor gestorben war, Nottrs Gestalt und belebte ihn kurzfristig wieder. So wurde ein Toter verbrannt, ohne daß es einer der Zuschauer bemerkte.
 
Band 24: "Zweikampf der Zauberer" von Peter Terrid
Als Nyala, ihr Vater und Coerl in eine riesige und auch neblige Halle geführt wurden, konnten sie Drudin sehen. Dieser ließ seine Kapuze sinken, und die drei sahen... nichts. Und dann plötzlich doch ein Gesicht - und noch eins. Drudin war ein Mann ohne Gesicht - und mit tausend Gesichtern gleichzeitig.
Sie mußten mitansehen, wie aus Drudins Gesicht ein schwarzer Schatten hervorkam und blitzartig in das Gesicht eines anderen Gefangenen - Oboron - einschlug; sie wurden Zeuge, wie Drudin den Dämonenkuß vergab.
Dann erzählte Drudin von der bevorstehenden, in seinen Augen bereits gewonnenen Schlacht und erläuterte ihnen, welche Aufgabe er ihnen zugedacht hatte. Sie sollten als Drudins Todesreiter Mythor aufspüren und ihn unverzüglich töten oder gefangennehmen. Dann erhielt auch Nyalas Vater Krude den Kuß Drudins. Nyala selbst blieb zunächst verschont, da sie so nützlicher für Drudin war. Drudin versprach ihr für ihre Hilfe, Coerl und Krude wieder zu befreien.
Mythor, der sich mittlerweile schon offen gegen Vassander stellte, hatte es auch mit Neidern und Rachsüchtigen zu tun. Ein ums andere Mal mußte er sich seiner Haut erwehren, wobei er sich wegen Sadagar der Hilfe der Schausteller sicher sein konnte. Bei den Vorbereitungen, etwas gegen Vassander zu unternehmen, verriet Thonensen ihm den Namen der Frau auf dem Bild, das er schon so lange mit sich herumtrug - Fronja. Und er teilte ihm mit, daß nur das Orakel von Theran ihm mehr über Fronja erzählen könne.
Auf dem nächsten Treffen der Grafen, auf dem ein Bündnispakt unter allen geschlossen werden sollte, platzte Vassander mit der Meldung herein, es wäre Herzog Krude von Elvinon gelungen, den dunklen Mächten zu entkommen, und dies wäre ein Wendepunkt für die Caer.
Während des nun folgenden Durcheinanders verließen Mythor und Sadagar den Raum, um Vassanders Turmstube nach Beweisen für sein Bündnis mit den Dunklen Mächten zu suchen. Es gelang ihnen rasch, die magischen Fallen zu überwinden, da es sich ausschließlich um Illusionen handelte.
In der Kemenate fanden sie dann noch eine von Fahrna erstellte Teilabschrift des EMPIR NILLUMEN sowie eine Schriftrolle, in der stand, daß sich Vassander mit einem Dämon eingelassen hatte, dieser ihn jedoch noch nicht völlig beherrschte.
Mit diesem Wissen und dem Namen des Dämons kehrte Mythor zur Versammlung zurück. Dort war ein heftiger Disput zwischen den beiden Magiern entbrannt, der darin endete, daß Vassander Thonensen zum magischen Duell forderte. Dennoch hatten zuvor alle Vassanders Vorschlägen zugestimmt. Noch vor dem magischen Duell reisten die Grafen ab, um die Truppen zur rechten Zeit an den rechten Ort zu bringen.
Das Duell der Kontrahenten war schlimmer, als viele erwartet hatten. Obwohl es außerhalb der Burg stattfand, wurde diese durch die magisch erzeugten Riesenwesen bis in die Grundfesten erschüttert. Nur das Wissen über den Namen von Vassanders Dämons rettete Thonensen und brachte ihm schließlich auch den Sieg. Aber Vassander war dabei zum Xandor geworden - ein Zwitterwesen aus zwei Welten, aus Mensch und Dämon.
Die Ugalier wollten die Wahrheit aber nicht sehen. Sie sahen in Vassander ein Wesen, das mutig gegen die Mächte der Dunkelheit gekämpft hatte und leider unterlegen war. Deshalb wurden Ort und Zeit der Entscheidungsschlacht nicht angezweifelt.
Nottr, der geistig und körperlich noch nicht wieder genesen war, konnte Mythor mit Thonensens Hilfe jedoch verraten, daß er Fronjas Bild vom Koloß von Tillorn hatte. Mythor machte sich mit Buruna, Lamir und den mit ihm befreundeten Grafen Capolo de Chianez auf den Weg, während Sadagar Nottr pflegte und später mit diesem nachkommen wollte.
 
Band 25: "Die Kundschafter" von Hans Kneifel
Schon nach wenigen Tagen führte der Weg Mythor und seine Gefährten wieder zu Graf Corian, der in der Nähe des Hochmoors von Dhuannin auf dem Eulenberg sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Dort erhielten Mythor und Capolo den Auftrag, hinter den feindlichen Linien zu erkunden - Buruna und Lamir begleiteten sie. Dort sollten sich fast so viele Priester wie Krieger aufhalten.
Auf ihrem Weg trafen sie immer wieder auf eine Gruppe Pilger, die an dem gefürchteten gelben Fieber litt und - sich selbst geißelnd - zu den Caer unterwegs war, um diesen ihre Krankheit zu bringen. Eine seltsame Aura umgab die Gruppe, denn in weitem Umkreis um sie herum flohen alle Tiere. Diese Gruppe wurde so stark von Dritten gemieden, daß Mythor sich entschloß, sich dort mit seinem Gefährten zu verbergen, um ungesehen in Feindesland zu gelangen.
Da sie sich in solcher Tarnung zu Fuß bewegen mußten, blieben die Reit- sowie die Fabeltiere bei einer Mühle zurück. Bald trafen sie auf die Yarl-Linie. Diese war wie eine breite Zone der Verwüstung durch das Land getrieben worden. Jetzt tummelten sich Milliarden Kleinstlebewesen darin, wild tobend und alles anfressend, was sich dort hineinbegab.
Die Caer-Priester errichteten einen magischen Zaun aus Menhires, großen Obelisk-ähnlichen Steinen, am Rand der Yarl-Linie, der die Tiere toll werden ließ und ein ungeschütztes Überqueren der Linie ziemlich gefährlich machte. Dazu kam noch eine schwarzmagische Ausstrahlung, die allen Menschen, die den Versuch der Überquerung machten, schlimme Visionen und Alpträume bescherte. Wer diesen erlag, konnte sich nicht mehr bewegen und wurde aufgefressen.
Von den Geißlern kamen nur wenige herüber. Mythor und seine Gefährten erreichten einigermaßen ungeschoren die rettende Seite. Dort wurden sie von Caer-Kriegern erwartet, die jedoch beim Anblick der Krankheit zurückwichen. So sprach sich die Meldung unter den Caer herum, daß Geißler mit dem gelben Fieber in der Nähe waren, und ab sofort wurde die Gruppe noch stärker gemieden als zuvor. Deshalb trennten sich die Gefährten von den Pilgern, denn die Kutten waren nun Schutz genug. Bald schon trafen sie auf erste Widerständler.
 
Band 26: "Im Niemandsland" von Hans Kneifel
Zusammen mit den Widerstandskämpfern, die - als Caer verkleidet - sogar ohne aufzufallen in feindliche Feldlager eindringen konnten, machten sich Mythor und seine Gefährten auf den Weg. Dabei stießen sie vermehrt auf Wagentransporte, die Runengabeln beförderten, deren Zweck nicht bekannt war.
Im ersten Lager der Caer erlebten die Gefährten dann die Kriegserklärung der Alliierten durch Graf Codgin an Herzog Murdon von Caer mit. Den Caer-Priestern gelang es rasch, Graf Codgin unter ihren Einfluß zu bringen. So zwangen sie ihn, während des diplomatischen Zeremoniells Herzog Murdon zu erdolchen.
Der Ehrverlust für die Verbündeten war unermeßlich und stellte einen nicht bezifferbaren Nachteil in der kommenden Schlacht dar. Um so wichtiger für die Lichtkrieger war nun das Erscheinen von Herzog Krude, der bald kommen sollte. Mythor, seine Gefährten und zwei Dutzend Widerständler ritten ihm entgegen.
Als sie schließlich aufeinandertrafen, mußte Mythor erkennen, daß Krude von einem Dämon besessen war und daß er und seine drei vermummten Begleiter die Widerstandskämpfer schon fast nebenbei erschlugen. Mythor und seine Gefährten, die sich verborgen hatten, konnten entkommen.
Auf dem Weg zurück, um ihre schreckliche Nachricht zu überbringen, trafen sie auf der Lorana auf tief im Wasser liegende Caer-Schiffe. Diese transportierten jene Steinpfähle, die sie bereits entlang der Yarl-Linie gesehen hatten. Sie wurden nun mit Hilfe von riesigen Mammuts entlang der Lorana aufgebaut.
Hier trennte sich Mythor von den Getreuen, da er ihr Leben nicht weiter gefährden wollte. Er schlich an Bord eines der Schiffe und traf dort auf Arruf, der sich als Arbeitssklave vorstellte, dem die schutzbefohlene Prinzessin abhanden gekommen war und der nun die Flucht plante. Mythor merkte jedoch rasch, daß Arruf nur selten Wert auf die Wahrheit legte, wenn er auch so übertrieben log, daß man ihm einfach nicht böse sein konnte.
Die beiden waren einander sofort sympathisch und beschlossen, den Kampf gegen die dunklen Mächte gemeinsam anzugehen. Als sie jedoch kurz vor Erreichen der Mühle, wo die Fabeltiere zurückgelassen worden waren, vom Schiff flüchteten, versuchte Arruf, Mythors Waffen zu entwenden. Das konnte Mythor im letzten Moment verhindern, doch Arruf verschwand in der Dunkelheit.
Kurz darauf waren Hark, Horus und Pandor wieder bei ihm, die in Nacht und Nebel Jagd auf Caer gemacht hatten. Mythor erfuhr, daß die Priester die Mühle "entweiht" hatten, indem sie dort Wagenladungen von menschlichen Knochen zu Mehl mahlen ließen.
Wenig später hörte der Sohn des Kometen ein lautes Kreischen. Draußen sah er einen Stern vom Himmel fallen. Immer größer wurde er, sandte Wellen des Wahnsinns aus und traf dann zielgenau die Mühle. Nur ein Krater blieb übrig. Schwarze Magie hatte zugeschlagen, und nicht einmal die Säcke mit Knochenmehl hatten überstanden.
 
Band 27: "Kämpfer der Lichtwelt" von Paul Wolf
Während Mythor den Rückweg zur Armee des Lichts suchte, war Drudin im Zentrum der Macht der Dunkelheit in der Lichtwelt eingetroffen. Im stong-nil-lumen, einem doppelten Steinkreis aus runenbesetzten Obelisken, die das vollständige EMPIR NILLUMEN enthielten, traf er auf seine Magie- und Heerführer. Hier waren alle magischen Gesetze, sämtliche Zauberformeln und Beschwörungszeichen eingemeißelt, die die schwarze Magie kannte. Es gab nur ein stong-nil-lumen; es stand schon seit undenklicher Zeit hier und war das Original des EMPIR NILLUMEN.
Auf dem Weg zu Graf Corian mußte Mythor feststellen, daß die Vorbereitungen der Caer weiter gediehen waren und andere Formen annahmen, als er erwartet hatte. Das Hochmoor von Dhuannin war weiträumig umstellt worden, und niemand, der es einmal betreten hatte, durfte es wieder verlassen. Im Hochmoor selbst wurden magische Figuren aus Runengabeln aufgestellt, die Vogelscheuchen ähnelten, und das in der Mühle gewonnene Mehl aus Menschenknochen war dort von Caer-Priester unter Beschwörungen verteilt worden.
Darüber hinaus hatte schwarze Magie ein Dach aus Frost und Nebel über das Moor gelegt, das für die Lichtkämpfer völlig überraschend kam. Als er endlich Graf Corian erreichte, glaubte dieser ihm jedes Wort. Allerdings war er dennoch nicht gewillt, die Schlacht abzusagen, weil er nur einen Bruchteil der Armee rechtzeitig informieren könnte. Die restlichen würden dann geschwächt in die Schlacht ziehen und eine noch geringere Chance haben.
Als Mythor nicht gewillt war, die Soldaten einfach in den Tod zu schicken, wurde er hinterrücks von Corian niedergestreckt. Als vermeintlich Besessener wurde er gebunden und geknebelt, um mit seinem Wissen die Armee nicht zu verunsichern.
Dann begann die größte Entscheidungsschlacht der jüngeren Geschichte. 150.000 Krieger des Lichts gegen ein paar hundert Caer und deren Dämonenpriester. Und die Schlacht begann mit einem riesigen Feuerwerk, das den Sonnenaufgang begleitete und die Armeen des Lichts in Angst und Schrecken versetzte. Hunderte von Sternschnuppen erschienen am Himmel, und die Himmelssteine brachten auch Tod und Vernichtung über die Heere.
Den ersten 10.000 Kriegern wurde bald jeder Kampfgeist genommen, als ihr ersehnter Anführer Herzog Krude erschien und sie seiner Besessenheit ansichtig wurden. Der Rest traf im Hochmoor dann auf die ersten Gegner. Es waren die Scheuchen, aus 2 oder 3 Runengabeln zusammengesetzte Figuren, die zum Leben erweckt worden waren. Sie waren zwar fest im Boden verankert, aber jeder, der in die Reichweite der Runengabelarme gelangte, wurde niedergemacht, wenn er sich nicht zu wehren wußte. Und Pferde, die eine gewisse Grenze überschritten, konnten nicht mehr davon abgebracht werden, wie wild auf die Scheuchen zuzugaloppieren.
Dann kam der nächste Schrecken. Ganze Reitereinheiten, die sich geschlossen über das Eis des Hochmoors im Nebel vorwärtsbewegten, verschwanden urplötzlich, lösten sich zu Geisterarmeen auf, und nur ihr Spiegelbild war noch im Eis zu sehen, nur das Hufgedonner der Pferde noch zu hören. Vielleicht war damals in Lockwergen eine ähnliche Waffe erprobt worden, der alle Einwohner zum Opfer gefallen waren.
Schließlich kam die 3. Waffe der Dunkelheit. Überall brach das Eis auf, und Tausende und Abertausende von Unglücklichen, die im Lauf der Jahrhunderte im Moor ihr Leben gelassen hatten, wurden wiedererweckt, um nun auf der Seite der Dunkelheit zu kämpfen. Sie waren zwar keine guten Kämpfer und relativ leicht zu töten, aber ihre Zahl war Legion.
Ob die Krieger durch die Lichterspiele geistig verwirrt wurden, im Moor versanken, durch Runenscheuchen oder Moortote umgebracht oder durch Himmelssteine erschlagen wurden, blieb letztendlich gleich. Die Armee des Lichts hatte keine Chance. Den letzten Überlebenden wurde magisch eine Scheinwelt vorgegaukelt, die sie dazu bewog, sich gegenseitig niederzumachen.
Die Schlacht war geschlagen, die Mächte der Lichtwelt besiegt. Es war Mythor zwar gelungen, sich im Chaos der letzten Stunden zu befreien, aber ein Wende konnte er nicht herbeiführen. Auch ihm blieb letztlich nur die Flucht.
Drudin und somit sein Dämon Cherzoon, der in dem mitten im stong-nil-lumen gelegenen Altar der Finsternis seinen Anker und Ruheort gefunden hatte, waren die Sieger der Schlacht.
 
Band 28: "Der Kleine Nadomir" von Neal Davenport
Nottr und Sadagar hatten sich, wie mit Mythor vereinbart, mittlerweile auf den Weg zum Koloß von Tillorn gemacht. Nottr war zwar physisch wieder geheilt, aber sein Geist hatte Schaden erlitten. Er schien überhaupt keinen eigenen Willen mehr zu besitzen - vielmehr tat er genau das, was Sadagar ihm auftrug. Deshalb war Nottr auch keine Hilfe, als die beiden von Jägern eines Bergstammes überfallen wurden. Nur einigen magischen Tricks Sadagars war es zu verdanken, daß sie gefangengenommen und nicht etwa getötet wurden.
Im Lager der Chereber, wie sich die Krieger selbst nannten, trafen sie auf einen anderen Gefangenen: Duprel Selamy, den besten Schmied Ugaliens. Die Chereber erwarteten vom großen Magier Sadagar, daß er ihren sterbenden Shamanen Chwum heilen sollte. Es gelang Sadagar, dessen Zustand zu verbessern, aber langfristig war gegen Altersschwäche kein Mittel vorhanden.
Als sich Chwums Zustand wieder verschlechterte, wurde Sadagar erneut gerufen. Diesmal erwachte der Shamane sogar, und als Sadagar dem kleinen Nadomir, seinem Schutzpatron, für dessen Hilfe dankte, erschien dieser zu des Steinmanns großer Verblüffung tatsächlich. Es gab ihn also wahrhaftig, und es war in Wirklichkeit ein Troll.
Chwum nutzte seine momentane Stärke dazu, sich selbst unter Anrufung des Großen Albs ein Messer in die Brust zu stoßen. Dafür wurden Sadagar und Nottr zum Tod verurteilt. Auf dem Weg zum Großen Alb, dem sie geopfert werden sollten, begrub eine Lawine die Gruppe unter sich. Dabei wurden bis auf fünf alle Chereber getötet.
Diesen Überlebenden bot der kleine Nadomir Hilfe durch den sonst mit ihnen verfeindeten Stamm der Heusen an. Der verschüttete Sadagar wurde durch die Hilfe des Trolls gerade noch rechtzeitig gerettet. Und er schien auch nicht ganz unschuldig daran zu sein, daß sich Nottr mehr und mehr erholte. Dann bat Nadomir die Freunde, ihn bei seinem Kampf gegen den Großen Alb, einen Vertreter der Rasse der Riesen, zu unterstützen.
Dieser war seit Jahrhunderten dabei, eine Straße der Götter zu den Grabstätten der Riesen errichten zu lassen. Sobald diese fertiggestellt wäre - nach drei weiteren Generationen sollte dies wohl vollbracht sein - sollten nach der alten Legende die toten Riesen erwachen und die Welt vernichten. Dies wollte der kleine Nadomir verhindern.
Im Tal der Riesen gelang es der Gruppe, den Großen Alb zu stellen. Es handelte sich um ein rund 8m hohes Zwitterwesen: ein mammutähnlicher Kopf auf einem menschenähnlichen Körper. Doch so schaurig das riesige Wesen auch aussah, viele Hunde sind des Hasen Tod. Insbesondere Nottr schlug ihm viele schwere Wunden, und Nadomirs Magie brachte schließlich die Entscheidung.
Dann merkten sie, wie weit der Alb mit seinen Vorbereitungen schon vorangeschritten war und daß es nur noch wenige Tage gedauert hätte, bis die restlichen Alben erwacht wären.
Zur Belohnung brachte der Troll, der Sadagar gestanden hatte, daß er eigentlich doch nicht Nadomir war, die beiden Gefährten auf den Weg zum Koloß von Tillorn.
 
Band 29: "Die Straße des Bösen" von Horst Hoffmann
In den Wirren nach der Schlacht mit immer dichter werdendem Schneefall traf Mythor zufällig auf seine Gefährten Capolo de Chianez, Buruna und Lamir sowie ein paar weitere Versprengte. Sie mußten die Erfahrung machen, daß die Anführer des ehemaligen Lichtheeres und der Sohn des Kometen von den besiegten Truppen für die Niederlage verantwortlich gemacht wurden. Und immer wieder mußten sich die Freunde gegen ihre ehemaligen Kampfgefährten zur Wehr setzen.
Dabei trafen sie auch einen früheren Weggefährten von Arruf, der diesen Luxon nannte, von dem sie erfuhren, daß er mit Kalathee und dem Knaben Samed nach Süden gezogen war. Da dort auch der Helm hinwies, war der weitere Weg klar. Und sie trafen auch weiterhin auf Caer-Truppen und Priester, die entlang der Yarl-Linie Steinsäulen aufbauten.
Eigentlich wollten die Gefährten nahe der Yarl-Linie weiter nach Süden vordringen, aber die schwarzmagischen Auswirkungen der Steinsäulen waren so tödlich, daß sie einen anderen Weg wählten. Nicht einmal der Helm der Gerechten vermochte die Einflüsse vollständig zu verhindern.
Es sah so aus, als ob der Einfluß durch die magischen Steine nur verstärkt, nicht aber erzeugt wurde. Die Yarl-Linie für sich allein brachte schon Schrecken genug. Und je älter sie war, desto größer wurde der Schrecken. Es fanden sich sowohl auf der Straße als auch weiträumig um diese herum neue Sumpfgebiete, Lava-Ausbrüche, Dschungelzonen - und am schlimmsten waren die Verschiebungen, die einen in andere Welten verschlugen.
Ob dieser unabschätzbaren Gefahren trennte sich Mythor vorübergehend von den Weggefährten und reiste allein mit seinen Tieren und dem Fürsten Capolo weiter. Immer häufiger trafen sie auf Gebiete derselben Mörderpflanzen, denen sich Mythor schon an Althars Wolkenhorst hatte stellen müssen. Nach und nach schienen sie sich über den ganzen Süden auszubreiten, und es gab kein dauerhaftes Mittel, das ihnen Einhalt bieten konnte.
Capolo führte den Sohn des Kometen schließlich zum Lilienberg. Hierher kamen die Heroen, die ihre Lebensaufgabe erfüllt hatten und nun in einer Art Harakiri in ein besseres Leben überwechseln wollten. Capolo wollte diesen Weg auch gehen und Mythor als seinen besten Freund mit sich nehmen. Es gelang Mythor zwar nicht, seinen Freund umzustimmen, aber ihm selbst gelang die Flucht vor den Wächtern, die niemanden, der den Hügel betreten hatte, wieder weglassen wollten.
So erreichte Mythor schließlich die freie Stadt Leone. Die Bewohner stellten sich völlig überraschend zwischen Mythor und dessen Verfolger und beschützten den Sohn des Kometen, der ihnen als ihr neuer König prophezeit worden war.
 
Band 30: "König Mythor" von Horst Hoffmann
Kaum war Mythors triumphaler Einzug als neuer König von Leone im Gange, als plötzlich die gefürchteten Dornenpflanzen angriffen. Dutzende bohrten sich aus dem Boden und brachten ganze Häuserzeilen zum Einsturz. Sie hieben mit scharfen Ästen um sich, schossen tödliche rote Speere ab und waren nur durch Alton oder mit Feuer erfolgreich zu bekämpfen. Abgetrennte Äste schleuderten Säurestrahlen durch die Gegend. Aus den Stümpfen sprossen Knospen, die binnen weniger Augenblicke tierisch-pflanzliche Chimären in der Größe von Kälbern gebaren, die sofort angriffen. Sie wuchsen mit kräftigen Wurzeln und brachten selbst Mauern zum Bersten.
Überall dort, wo die abgeschossenen pflanzlichen Speerspitzen auf freien Boden trafen, schossen nach wenigen Minuten neue Dornengewächse aus der Erde. Erst als das ganze Viertel in Brand gesteckt wurde, konnten die dämonischen Wesen besiegt werden.
Kurz darauf erfuhr Mythor, daß sein königlicher Vorgänger bei der Schlacht von Dhuannin zum Geisterreiter geworden war. In Leone war es Brauch, daß nach dem Tod eines Königs der nächste würdige Edelmann, der des Weges kam, zu dessen Nachfolger wurde. Es war niemand anders als Lamir, der Mythor als solchen gepriesen hatte. Und auch Buruna war inzwischen in Leone angekommen.
Doch die Mörderpflanzen ließen keine Ruhe und griffen in der folgenden Nacht in noch größerer Zahl an. Selbst ein erneutes Anzünden der gefährdeten Stadtteile brachte keine Linderung. Es schien, als wäre dies der endgültige Angriff der Caer-Mächte auf Leone und den Baum des Lebens, den zu erobern sie schon mehrfach versucht hatten.
An diesem Baum des Lebens - gehütet von Hapsusch, dem Lebensgärtner von Leone, der als einziger bis zu ihm vordringen konnte - sollten der Sage nach alle Fäden der Lichtwelt zusammenlaufen. Der Baum wurde durch Dornenhecken und wilde Bewohner, die Januffen, geschützt, und seine Früchte sollten in der Lage sein, die Mächte der Finsternis in den Bann zu schlagen - was aber bei den Dornengewächsen nicht passierte.
Also machte sich Mythor zu dem geheimnisvollen Fixpunkt des Lichtboten auf, denn er war das Ziel der Angriffe, und nur dort konnte die Schlacht gewonnen werden.
Inzwischen waren auch Luxon und Kalathee heimlich in Leone angekommen. Buruna konnte sie belauschen, als sie von ihren Plänen sprachen, den Baum des Lebens seiner Schätze zu berauben.
Kaum war Mythor im Tempel angekommen, wenige Reitminuten vor dem eigentlichen Baum, brach auch schon die Nacht herein, und die Dornengewächse fingen erneut damit an, die Festung Lichtgarten zu berennen. Der Feind war diesmal übermächtig, aber dennoch konnte eine letzte Grenze noch nicht überwunden werden - eine Grenze, die der Baum des Lebens setzte. Überall, wo die Dornengewächse die giftige Hecke erreichten, starben die Angreifer ab.
Doch der Baum des Lebens wurde ebenfalls schwächer, und es wurde klar, daß er nur überleben würde, wenn es einem Menschen gelang, die in ihm eingeschlossenen Kräfte des Lichtes zu wecken. Also führte Hapsusch Mythor durch die Hecke, die sich vor ihm teilte und hinter ihm wieder schloß. Dann kehrte Hapsusch wieder zurück, um die letzten Beschwörungen vorzunehmen.
Hinter der Hecke traf er dann auf Kalathee. Sie erzählte Mythor eine Geschichte von Luxon, daß er ihr eingeredet habe, selbst der Sohn des Kometen zu sein und sie dann im Stich gelassen habe - und sie nun reumütig zurückkommen wolle.
Als Hapsusch nicht wiederkam, kehrte Mythor mit Kalathee zum Tempel zurück. Dort wurde er von Kriegern aufgehalten, die ihn einen Betrüger nannten und erklärten, Hapsusch wäre mit dem wahren König bereits zum Baum des Lebens unterwegs. Luxon hatte ihn erneut überlistet. Kalathee war Luxons Verbündete, und sie war auch schon verschwunden, bevor Mythor sie zur Rede stellen konnte. Erst Burunas Auftauchen klärte die Mißverständnisse auf.
Dann machte sich Mythor auf, Luxon zu verfolgen und allein den Baum zu besteigen. Unterwegs fand er Hapsusch ohnmächtig hinter einer Hecke liegen.
Der Baum war eine phantastische Welt für sich. Wohl über 200 Mannslängen hoch und schier unendlich verzweigt bot sich Mythor ein Anblick voller Ehrfurcht. Mythor spürte keinerlei Anstrengung, als er zunächst an Luftwurzeln und später an Ästen immer höher kletterte.
Dann griffen plötzlich die affenähnlichen Januffen an. Sie hatten zwei Gesichter, und der Blick in das hintere der beiden ließ einen sofort den eigenen Willen verlieren. Nur der Duft, den Mythor von Hapsusch bekommen hatte, verschonte ihn, und bald hatten sich die Angreifer beruhigt. Sie begleiteten ihn weiter auf seinem Weg, ließen aber nicht zu, daß er den eigentlichen Stamm des Baumes erreichte. Vielmehr geleiteten sie ihn auf einem ganz eigenen Weg weiter nach oben.
So gelangte er schließlich zu einer Plattform, auf der er zum ersten Mal auf die mysteriösen Früchte des Baumes stieß. Die Januffen machten ihm klar, daß er 6 der Früchte pflücken und mitnehmen solle. Dann verfielen die Affen in eine ungeheure Freßsucht und machten sich über die verbleibenden Früchte her, wobei sie viele auf die Erde fallen ließen. Mythor nutzte die Gelegenheit, um an den Stamm heranzukommen. Bald gelangt er an eine natürliche Höhle im Holz, wo ihn eine Vision befiel.
Er sah, wie der Baum des Lebens vom Licht gepflanzt wurde und gedieh, aber auch, wie das Licht später die Wächter brachte. Diese fraßen die Früchte des Baumes und verhinderten so, daß der Samen sich über die Welt verteilen und somit der Finsternis Einhalt gebieten konnte. Und er sah, daß ein Mann mit den Waffen des Lichtes die Wächter zur Besinnung brachte. Er sah, daß er selbst es war, der wieder den Flug des Samens zur Erde ermöglicht hatte. Somit hatte er für eine Chance gesorgt, doch noch gegen die Dornengewächse siegen zu können.
Dann traf er auf Luxon. Dieser hatte den Bogen und den Köcher des Lichtboten an sich genommen. Es gelang ihm auch, Mythor zu überlisten. Er stürzte den Sohn des Kometen von einem Ast und flüchtete. Die Samen des Lebensbaumes begannen währenddessen am Boden zu sprießen. Und überall, wo Dornengewächse in der Nähe waren, starben diese ab.
Die Januffen rieben Mythors Wunde mit Baumharz ein, und diese schloß sich sofort. Er füllte ein Säckchen mit dem wertvollen Harz und machte sich dann an den Abstieg. Mit der Begründung, seine Waffen zu suchen und deshalb Luxon verfolgen zu müssen, konnte sich der Sohn des Kometen auch von der Königsbürde befreien. Buruna und Lamir jedoch ließ er zurück.
 
Band 31: "Der Glücksritter" von Hans Kneifel
Mit Sternenbogen und Mondköcher waren Luxon, Kalathee und Samed in die Wüste geflohen, um Mythor und der Garde Leones zu entgehen. Doch diese verfolgten die Flüchtenden gnadenlos. Es gelang Luxon, ein paar Salamiter zu überreden, daß sie Mythor eine Falle stellten. Schließlich verfolgten diese den Sohn des Kometen ja noch immer wegen seiner Entweihung der salamitischen Grabstätte.
Als es schließlich zum Kampf kam, verwundete Luxon Horus mit dem Sternenbogen schwer. Die leonitischen Reiter gewannen den Kampf rasch, doch erneut gelang es Luxon, sich mit seinen beiden Begleitern rechtzeitig abzusetzen. Mit Hilfe des Harzes vom Baum des Lebens gelang es, Horus' Leben zu retten.
Luxon, der sich früher in Sarphand zum König der Diebe hochgearbeitet hatte und in dem Kalathee den wirklichen Sohn des Kometen sah, ritt unterdessen in die gefürchtete Vulkanwüste. Giftige Gase, geflügelte Ungeheurer und kriechende Schrecken sollten sie hier in der Wüste erwarten.
Leider traf er dort auf eine Karawane, deren Anführer er einmal aufs Schändlichste betrogen hatte. Kalathee und der Junge wurden den Sklaven zugeteilt, und gerade, als Luxon entwaffnet werden sollte, spie einer der Vulkane Feuer und ermöglichte ihn erneut die Flucht. Mythor, der kurz darauf ebenfalls auf die Karawane traf, beließ die Gefangenen dort, um keinen Kampf zu provozieren.
So folgten Mythor und seine Garde Luxon in die Vulkanwüste. Riesige Echsen, Dornenbüsche, die die Reiter anfielen, und korallenähnliche Wesen, die die Pferde zerrissen und das Blut aufsaugten, säumten den Weg der Truppe. Doch insbesondere durch die Hilfe von Hark gelang es vielen Kriegern, unbeschadet voranzukommen. Die Landschaft verwandelte sich immer mehr in eine Zone des Schreckens - ein Anblick, der daran erinnerte, wie es wohl gewesen war, bevor der Lichtbote die Welt vor den Dunkelmächten gerettet hatte.
Schließlich trafen sie auf Luxon, der gerade von einer riesigen Pflanze verspeist werden sollte. Als sich die Pflanze als zu zäh erwies, warf Mythor seine Zapfen vom Baum des Lebens. Mit deren Hilfe konnte das Monster schließlich besiegt werden. Allerdings waren Mythor und Luxon die einzigen überlebenden Männer.
Notgedrungen schlossen die beiden vorübergehend einen Friedenspakt, um wieder aus der Zone des Todes herauszukommen. Luxon erzählte Mythor etwas von seiner Mission. Drei Männer hatten ihm vor 6 Monaten berichtet, daß seine wahre Heimatstadt Logghard war und er der wahre Sohn des Kometen sei. Sie hatten ihm ein Amulett und eine Karte gegeben, auf der alle Punkte des Lichtboten eingezeichnet gewesen waren. Von diesen hatte er auch seinen neuen Namen Luxon erhalten Nun wollte er die Hinterlassenschaften des Lichtboten aufsammeln und nach Logghard ziehen, um dort das Böse zu besiegen.
Luxon schlug vor, das Orakel von Theran entscheiden zu lassen, wer von beiden der wahre Sohn des Kometen sei. Als sie endlich die Todeszone hinter sich gelassen hatten und Mythor sich gerade um den verwundeten Horus bemühte, schlug Luxon ihn mit einem Stein nieder. Bevor Mythor völlig das Bewußtsein verlor, sah er noch, wie Luxon Pandor bestieg und mit ihm davon ritt. Hark folgt ihm mit Horus im Maul, als ob er Luxon als neuen Herrn anerkannt hätte.
Als Mythor wieder erwachte, fand er sich inmitten tätowierter Wilder wieder, die ihn geborgen hatten. Sie hatten das Bild Fronjas auf seine Brust tätowiert. Als er sich erhob und aus der Höhle kletterte, traf er auf seine Tiere, die Alton und den Helm der Gerechten für ihn bewacht hatten. Ob sie überhaupt mit Luxon gegangen waren oder ob es ein Traum gewesen war, wußte Mythor nicht.
Jedenfalls waren alle erholt und zogen Luxon gemeinsam hinterher - zum Orakel von Theran.
Luxon selbst war nach kurzem Ritt von Pandor abgeworfen worden. Schon wenig später traf er auf vier vermummte Reiter. Diese hatten keine Probleme damit, Luxon seines Willens zu berauben und von ihm alles über Mythor und sein nächstes Ziel zu erfahren. So ritten auch die vier Todesreiter zum Orakel.
 
Band 32: "Das Orakel von Theran" von Paul Wolf
Kaum hatte Mythor auf dem Weg nach Theran die erste Oase erreicht, wurde er von Reitern überfallen, die riesige straußenähnliche Tiere als Reittiere verwendeten, die Orhaken genannt wurden. Mythor hatte gegen die Übermacht keine Chance und ergab sich. Die Reiter waren von Pandor so beeindruckt, daß sie des Kometen Sohn zu einem Wettrennen aufforderten - es ging um Mythors Leben.
Die Reiter gaben Mythor einen Vorsprung. Ziel war das Orakel. Wenn er es erreichte, würde ihm von den Reitern kein Leid geschehen. Obwohl Pandor über schier übernatürliche Kräfte verfügte, war er im tiefen Sand den Orhaken nicht gewachsen. Deshalb stellte sich Mythor den ersten Gegnern zum Kampf. Die erste Gruppe aus drei Reitern war kein großartiger Gegner, zumal Pandor und Hark aktiv eingriffen. Die anderen war noch weiter entfernt, da sich die Horde weit geteilt hatte, um Mythor auch eine seitwärts gerichtete Flucht zu verwehren.
Als ihn die nächste Gruppe fast erreicht hatte, schlug Mythor den Weg auf die Yarl-Straße ein, damit ihm die dortigen Dämonen beistanden. Wie er gehofft hatte, verwirrten sich die Geister der Vögel, und sie fingen an, sich gegenseitig anzugreifen. Durch den Helm der Gerechten war Mythor vor Einflüsterungen geschützt, und seine Tiere waren von Natur aus immun.
Durch einen Sandsturm konnte Mythor sich weitere Stunden vor seinen Verfolgern verbergen. Doch dann, als Pandor in vollem Galopp strauchelte, war Hrobon, der Anführer, schließlich heran. In einem Anfall von Fairneß ließ er jedoch nicht den Orhaken angreifen, sondern stieg ab und stellte sich zum Kampf Mann gegen Mann.
Hrobon war der bessere und geschultere Kämpfer, und hätte Alton nicht Mythors Hand geführt, wäre er wohl unterlegen. So aber gelang es dem Sohn des Kometen nach hartem Kampf, seinen Gegner zu entwaffnen. Mythor bot an, Hrobon das Leben zu schenken, wenn er ihn wohlbehalten zum Orakel brachte. Hrobon schlug ein, und so gelangte der Sohn des Kometen nach Theran. Doch als dieser Hrobon den Grund für sein Hiersein eröffnete, beging er ihn den Augen des Heymal ein unverzeihliches Sakrileg - denn nur ihr Gottkönig Hadamur konnte der rechtmäßige Nachfolger des Lichtboten sein.
Um zum Orakel zu kommen, mußte Mythor zunächst alle weltlichen Güter abgeben und dann die Prüfer überzeugen, daß sein Anliegen wichtig genug sei. Dabei traf er immer wieder auf den Mönch Gorel, der ihm davon abriet, zum Orakel zu gehen, da dies eine schreckliche Gefahr beschwören und das Ende bedeuten würde. Dessen Gegenspieler war Lassat, der Mythor aus dem Geheimen dazu drängte, sich dem Orakel anzuvertrauen. Und im Garten des Orakels, wo alle Bittsteller darauf warten mußten, zum Orakel vorgelassen zu werden, traf er eines Nachts auf Nyala.
Diese bat ihn, sie zum Orakel mitzunehmen, um zu erfahren, wie sie ihrem Vater und Coerl O'Marn helfen konnte. Mythor versprach, sie als Zeugin für seinen Status rufen zu lassen. Schließlich wurde Mythor zum Orakel gebracht. Er stellte seine Frage und erhielt erschöpfend Auskunft. Als er wieder ging, hatte er jedoch alle Aussagen des Orakels wieder vergessen.
Dann traf er auf Luxon, der ihn in die Katakomben unter dem Orakel führte und Mythor darlegte, daß dieser hereingelegt worden war. Man hatte ihn mit Düften benebelt, und Mythor glaubte nur, beim Orakel gewesen zu sein. So konnte man ihn abschieben. Luxon wußte aber, wie man zum echten Orakel kommen konnte.
Unterwegs trafen sie auf Nyala, wobei Mythor erfuhr, daß sie zusammen mit Luxon nach Theran gekommen war. Dieses Zusammentreffen schürte Mythors Mißtrauen erneut, und er nahm sich vor, noch viel wachsamer zu sein als bisher. Am Eingang zum Orakel trafen sie schließlich wieder auf Gorel, der einen letzten Versuch unternahm, Mythor vom Weitergehen abzuhalten. Er befürchtete, daß Mythor nicht nur sich, sondern auch das Orakel, ja die Lichtwelt selbst gefährden würde. Doch Mythor ließ sich nicht mehr bremsen.
Sodann traf er auf das Orakel - 12 kleine, runzelige, blinde Trolle, die sich wie Säuglinge gebärdeten. Auf die Frage nach seiner Herkunft antworteten die Gnome, daß ein Stein vom Weltendach auf diese Welt gefallen sei und sich beim Aufschlag in Licht und Schatten geteilt hätte. Mythor solle sich vor dem Stein hüten. Als diese Warnung in ihrer Eindringlichkeit immer mehr zunahm, fielen die Gnome schließlich über einander her. Die Mönche konnten sie kaum bändigen.
Mythor hatte jedoch seine eigentliche Frage noch nicht gestellt - ob er der Sohn des Kometen sei. Gorel bat ihn inständig, die Gnome nicht länger zu quälen, da das Böse mithören würde. Da kam Lassat herbei und forderte Mythor auf, seine Frage zu stellen. Mythor erhaschte einen kurzen Blick unter die Kapuze und erkannte, daß Lassat von einem Dämon besessen war. Die Dämonenpriester der Caer hatten nach dem Orakel von Theran gegriffen und hielten es im Würgegriff der Dunklen Mächte.
Plötzlich wurde Lassats gläsernes Gesicht spröde, zeigte Risse, und sein Körper zerfiel. Gorel bat Mythor nun eindringlich, wieder zu gehen, da das Orakel sonst nicht mehr zu retten sei. Doch als er gerade gehen wollte, rief Nyala ihn an.
Nachdem Lassat versagt hatte und Mythor nicht dazu bewegen konnte, die eigentliche Frage zu stellen, war Nyala dazu aufgefordert worden, Mythor den Dämonenkuß zu geben, damit er die Frage nachholte. Dann würden ihr Vater und O'Marn befreit sein.
Doch Nyala vertraute sich Mythor an und erzählte ihm von den vier Dämonenreitern, die auf seiner Fährte waren und zu denen sie gehörte. Kaum hatte sie geendet, rächte sich Drudin für den Verrat. Die Schlangenhaut auf ihrem Körper zog sich zusammen, ihr Gesicht verfiel, und schließlich blieb nur ein Totenschädel zurück.
Mit Gorels Hilfe konnte Mythor aus dem Tempel fliehen. Der Priester übergab Mythor eine Haut, auf der das Orakel eine Mitteilung gemacht hatte. Luxon war verschwunden.
Anderswo:
Die vielen Toten bei der Schlacht im Hochmoor von Dhuannin hatten Etwas dabei geholfen, zu entstehen. Wo es war, wußte Etwas nicht - auch nicht, was es war. Aber es fühlte, daß es sich einen Körper beschaffen mußte. Es hatte viele untersucht, aber keiner war ihm recht gewesen. Doch dann hatte es den einen gefunden. Dieser hatte sich ihm allerdings schon mehrfach entzogen. Etwas war enttäuscht, aber es gab nicht auf. Es würde bekommen, was es wollte.
 
Band 33: "Stein der Dämonen" von Hubert Haensel
Nach seinen Erlebnissen beim Orakel von Theran drängte es Mythor immer mehr, dem Geheimnis seiner Herkunft auf die Spur zu kommen. Deshalb begab er sich entlang der Yarl-Linie auf die Suche nach dem Himmelsstein - zu dem Ort, an dem die Marn ihn gefunden hatten. Unterwegs betrachtete er das Leder genauer, das er von Gorel bekommen hatte. Einige Zeichen waren bekannt, die meisten aber kannte er nicht. Mythor glaubte jedoch, in einigen der Symbole die sieben Fixpunkte oder die Waffen des Lichtboten zu erkennen.
Dann stieß Mythor auf einen Landschaftsabschnitt, der aussah, als ob Steine und versteinerte Pflanzen aus dem Boden wuchsen. Er war durch eine breite Schlucht in zwei Teile getrennt. Dort traf er auf den Fischer Rochad und seine Tochter Mistra. Die Fischer sammelten am Grund der Schlucht wertvolle Gebilde auf und verkauften sie. In der Schlucht selbst lebten elefantengroße Schnecken, die die Fischer als gutschmeckende Beute ansahen. Außerdem wuchsen dort gefährliche Pflanzen, die immer wieder versuchten, aus der Schlucht zu entkommen. Und schließlich wuchsen auch die Felsen selbst immer weiter in die Ebenen hinein. Eine neue Form des Schreckens, die von der Straße des Todes ausging.
Mythor traf gerade ein, als ein Dutzend Schnecken die Schlucht verlassen hatte und auf die Menschen Jagd machte. Doch Alton hatten sie nicht viel entgegenzusetzen, und Mythors Erscheinen beendete die Schlacht. In der Nacht, die Mythor bei den Fischern verbrachte, wurde ein Giftanschlag durch einen Dämonisierten auf ihn verübt, der selbst Opfer der Dunkelheit geworden war und mittels Magie rasch wieder verschwand.
In dieser Nacht wurde das Dorf von Vogelreitern überfallen, und Mythor mußte sich Hrobon ein zweites Mal im Kampf stellen. Diesmal war es noch schwieriger, doch erneut blieb der Sohn des Kometen Sieger. Dann aber wurde er von Rachad rücklings niedergeschlagen. Dieser wollte Mythor unbedingt als "Freiwilligen", um für ihn in der Schlucht nach Schwarzperlen zu suchen - schwarzmagischen Hinterlassenschaften der Riesenschnecken. So wachte der Sohn des Kometen an einem Seil hängend auf dem Weg in den Abgrund auf, ohne die Waffen des Lichts, sondern nur mit einer Eisenstange bewaffnet.
Die Waffen des Lichtboten sowie Pandor hatte Hrobon mitgenommen; Hark und Horus wurden verjagt. Als Mythor in einen aussichtslosen Kampf mit den Geschöpfen der Schlucht verwickelt war, kam Mistra ihm zu Hilfe und rettete ihn.
In der Schlucht gab es eine weitere, noch tiefer gelegene Schlucht. Dort sah Mythor die drei Todesreiter, die sich ihm näherten. Doch bevor sie ihn erreichen konnten, wurden er und die schwer verwundete Mistra wieder hinaufgezogen. Aber nicht von den Fischern, sondern von vermummten und stummen Gestalten, die ihm wohlgesonnen waren. Zusammen verließen sie die Korallenfelsen und ritten nach Süden.
Auf ihrem Weg stießen sie auf die Vogelreiter von letzter Nacht, die mit ihren Tieren dahingemetzelt worden waren. Allerdings fehlten Hrobon und Mythors. Es wurde Mythor bald klar, daß seine vermummten Retter hierfür verantwortlich waren. Kurz darauf traf die Truppe auf Mythors drei Tiere - Pandor schien sich losgerissen zu haben.
Im Lager der Vermummten wurden ihm dann vom Anführer namens Vierfaust, der auch der Stumme Große genannt wurde, der Rest seines Besitzes wiedergegeben. Sofort nahm er sich den Rest des Baumharzes und heilte damit Mistras Wunden, obwohl die Vermummten ihn davon abhalten wollten.
Mit Gesten und Pfiffen fragten die Stummen Mythor über die Waffen und Tiere aus. Sie waren bei seiner Schilderung über Sternbogen und Mondköcher sichtlich erregt. Vierfaust zeigt Mythor sein Gesicht. Er sah, daß dessen Mund schon vor langer Zeit vernäht und mittlerweile zusammengewachsen war. Mythor fiel auf, daß sie ihm in Hautfarbe und Gesichtsmerkmalen sehr ähnlich waren. Doch Vierfaust wollte es genauer wissen. Mittels berauschender Dämpfe wollte er seinen und Mythors Geist verbinden, sich mit ihm im Stummen Wort unterhalten. Als dies nicht gelang, war sich der Stumme sicher, daß Mythor nicht derjenige war, auf den sie schon so lange warteten.
Wenig später wurde gemeldet, daß sich viele Vogelreiter versammelt hätten, die Rache für ihre toten Kameraden nehen wollten. Mythor band jedoch bei Einbruch der Nacht eine Puppe auf Pandor und schickte ihn weg. So wurden die Vogelreiter abgelenkt, und Mythor nutzte die Gelegenheit, zusammen mit Mistra zu fliehen. Mistra wußte von den Vermummten, wo sich der Ort befand, an dem Mythor als Kind gefunden worden war. Dorthin ritt er nun.
Plötzlich wurden sie von Vermummten überfallen und mitgerissen - die Stummen nannten sie die Besessenen. Da sie dem Ruf des Bitterwolfs folgten, wehrte Mythor sich auch nicht. Erst als sie an einer Höhle angekommen waren, aus der der Ruf erscholl, und Mythor Hark gleichzeitig hinter sich heulen hörte, bemerkte er, daß jemand ihn in eine Falle gelockt hatte. Doch er wurde von den Vermummten immer tiefer in die Höhle getrieben.
Dort traf er auf einen entsetzlich entstellten Stummen, der ihm mit Gesten eine Geschichte erzählte. Vor 17 Jahren war ein Stein vom Himmel gefallen, der in zwei Hälften auseinanderbrach. Ein Knabe entstieg der schützenden Hülle. Doch die Mächte der Finsternis wußten um das vom Licht umspielte Kind, das ihnen entgegengeschickt wurde. Sie lenkten eine Nomadenstadt nach Salamos, deren Bewohner den Knaben an sich nahmen und ihn vom Ort seiner Bestimmung fortbrachten. Seit dieser Zeit warteten die Vermummten, die sich selbst Diener des Kometen nannten, auf dessen Rückkehr. Nun wurde Mythor zum Ort seiner Herkunft gebracht.
Obwohl Harks warnendes Heulen ihn immer deutlicher erreichte, vermochte Mythor den Blick nicht mehr von dem Stein abzuwenden, der ihn einst geborgen hatte. Scheinbar - denn dem Sohn des Kometen wurde langsam bewußt, daß er sich nicht mehr bewegen konnte. Irgendetwas versuchte, von seinem Geist Besitz zu ergreifen. Nicht er war mit diesem Stein vom Himmel gefallen, sondern ein Sendbote des Bösen. Dieser griff Mythor nun gnadenlos an.
Etwas hatte nun bald einen Körper, wie es sich ihn gewünscht hatte. Mythor mußte nun nur noch den Himmelsstein berühren. Da tauchten die Reiter des Todes auf und vertrieben die Vermummten. Oboron stieg von seinem Pferd und brach einen Splitter des Himmelssteins ab. Als er Mythor gerade damit berühren wollte, kamen die nicht besessenen Vermummten angeritten und griffen an. O'Marn und Herzog Krude konnten flüchten.
Vierfaust warf den letzten Zapfen des Baums des Lebens auf den Meteor, der aufglühte und vernichtet wurde. Oboron, der um das letzte Bruchstück bangte, verschwand im Dunkel des Höhlensystems. Mythor lag leblos am Boden.
 
Band 34: "Drachenflug" von W.K. Giesa
Vierfaust hatte entschieden, Mythor, in den am Meteorstein ein Schatten gefahren war, zur Speicherburg der Schurketen zu bringen. Vielleicht konnte ja der Weiße Große noch etwas für Mythor tun. Der Speicherburg sagte man nach, daß unter ihr ein riesiger, bösartiger Drache schlief, der einst von einem Nachfolger des Lichtboten dorthin verbannt worden war.
Die Gegenspieler der Schurketen waren die Berker, ein Volk, das sich aufs Räubern spezialisiert hatte. Ihr Anführer war Moushard, der es geschafft hatte, sich einen kleinen Dämon untertan zu machen. Eines Tages kamen drei dämonisierte Fremde zu ihm und boten Moushard an, ihm bei der Eroberung der Speicherburg zu helfen. Der Räuberhauptmann wollte aber zunächst einen Beweis ihrer Macht und forderte von den drei Todesreitern, den Drachen zu erwecken.
Die drei Todesreiter stimmten zu, da ihnen ein solcher Drache sympathisch war. Cherzoon sollte es ermöglichen. Nebenbei gaben sie Moushard den Dämonenkuß. Es dauerte auch nicht lange, da begann der Drache sich zu rühren. Die Speicherburg fiel Stück um Stück in sich zusammen.
Mythor ging es inzwischen immer schlechter, und es war abzusehen, daß er den Kampf gegen seinen Schatten verlieren würde. Der Weise Große wußte nur einen Weg, um dem Sohn des Kometen zu helfen. Er entzündete mit Vierfaust wieder die berauschenden Dämpfe und verband sich im Stummen Wort mit ihm. Dabei weckten sie Kräfte, die tief in jedem Menschen verborgen lagen. Sodann gab Mistra Mythor den durch die Magie der Stummen ermöglichten Lebenskuß.
Plötzlich umwob Schwärze die beiden Menschen, quoll aus Mythor hervor und erzeugte einen Riß, der die Welt teilte. Dann schloß sich dieser Riß wieder und der Schatten tauchte in Mistra ein - sie floh schreiend aus dem Raum. Gleichzeitig verschwand Mythors Tätowierung, und Fronjas Bild war vollständig verschwunden. Mythor war gerettet, doch der Preis, Mistras Leben, war hoch.
Die Magie der Todesreiter war nur leicht angewendet worden, um den Drachen nicht wirklich zu wecken. Sie reichte nur für ein paar Zuckungen aus, und das war auch so geplant. Die Speicherburg würde so zerstört werden, eine leichte Beute für die Berker, und sie selbst würden Mythor zu Drudin bringen. Doch sie hatten nicht mit dem Schatten in Mistra gerechnet. Dieser spürte das mächtige Wesen unter der Burg und führte Mistra direkt zu ihm - in sein Maul. Dort wechselte er erneut den Körper.
Der Drache erwachte. Er war Dutzende Mannslängen hoch und zerstörte die Speicherburg völlig. Der Weise Stumme hatte zuvor Mythor und seine Ausrüstung sowie die Tiere zusammenholen lassen und sie genau über dem Rücken des aufwachenden Drachen plaziert. Er entzündete wieder den Duft der Stummen Sprache und erzeugte kurz darauf eine Sphäre des Lichtes um die Gruppe, die nichts von außen zu durchdringen vermochte. Dann erhob sich der riesige Drache mit seiner für ihn unbemerkten Last in die Luft und flog davon.
Stunden vergingen, und die Reisenden bemerkten, daß der Drache immer schwächer wurde. Seine Zeit war vorbei, und die dunklen Mächte konnten ihn auch nicht auf Dauer beleben. Zu lange war er im Bann der Weißen Magie gefangen gewesen - und er war noch nicht stark genug, die lebensverzehrende Kraft des Schattens in sich zu ertragen. Schließlich landete das riesige Wesen und starb kurz darauf. Bevor der Schatten erneut den Körper wechseln konnte, flohen die Gefährten.
Auch der Weise Stumme erlag der Anstrengung kurze Zeit später. Zuvor beauftragte er Vierfaust, Mythor nach Sarphand zu bringen, um ihn in die Geheimnisse einzuweihen und für den Gang zu den letzten beiden Fixpunkten des Lichtboten zu wappnen. Als Mythor dann jedoch bemerkte, daß Fronjas Bildnis verschwunden war, beschuldigte er Vierfaust, hieran schuld zu sein. In seiner Verzweiflung über den Verlust, die wegen der Schwäche seines Körpers noch größer ausfiel, wollte er mit dem vermeintlich Schuldigen nichts mehr zu tun haben und verließ Vierfaust, um sich allein auf den Weg zum Koloß von Thillorn zu machen.
Band 35: "Tor des Südens" von Neal Davenport
Bevor Sadagar und Nottr weiter nach Süden zogen, bat der Königstroll Nadomir den Steinmann noch, einen Becher der Bruderschaft mit ihm zu trinken. Der Wein war magisch behandelt, und der Troll übergab Sadagar wichtige Geschenke. Er nannte dem Steinmann dessen wahren Namen: Feged; er nannte auch seinen eigenen wahren Namen: Nexapottel; und schließlich schenke er Sadagar drei goldene Ringe. Wenn er einmal Hilfe brauchte, müsse er diese aneinander reiben, und Nadomir würde helfen.
Nadomir sprach auch noch einen kleinen Zauber auf die Waffen der beiden Freunde. Mit einzelnen Worten konnten sie sie nun erglühen lassen oder wieder abkühlen. Rund eine Woche lang würde der Zauber halten. Dann ging es los. Die beiden Freunde wurden von drei Karsh-Kriegern und auch von Olinga begleitet, die sich Nottr angeschlossen hatte.
Schließlich verriet der Troll Sadagar noch etwas von Mythors Geschichte. Daß die dunklen Mächte den Sohn des Kometen und den Stummen Großen entführt hatten - Wesen, die für die Lichtwelt eine ähnliche Aufgabe erfüllten wie die Caer-Priester für die Dunklen Mächte - um ihn dann zu den Marn zu bringen.
Schon nach kurzer Zeit betraten sie die Gletscherlandschaft, in der der Sage nach die Eisgötter wohnten. Nach einer Nacht in einer Höhle sahen sich die Gefährten morgens unwirklichem Leben gegenüber. Die Eisebene hatte sich in einen Eisdschungel verwandelt, und die Eispflanzen griffen die Gefährten an. Die Stellen, die nicht von Pflanzen bedeckt waren, verwandelten sich in Eisspalten. Nottrs Feuerklinge leistete hier gute Dienste. Doch nach und nach stürzten die Freunde in plötzlich auftauchende Spalten.
Die Gruppe mit Sadagar, Olinga und zwei Kriegern wurde in der Tiefe nach kurzer Zeit von Eismonstern überwältigt. Sadagar gelang es gerade noch, die drei Ringe von Nadomir zu reiben. Nottr und Dardo gelang es, sich vor den Monstern zu verbergen. Sie erreichten bald darauf ein riesiges Eisschloß. Mit Hilfe des Feuerschwertes brannten sie sich einen Weg hinein und befreiten die beiden anderen Karsh-Krieger.
Doch nun wurden sie dem Eisgott lästig, und er setzte sie durch einen Schauer aus Eisbrocken außer Gefecht. In Eisbrocken gefesselt trafen sich nun alle beim Eisgott. Doch als sich dieser Olinga zuwandte, setzte Sadagar einen Zauber ein, den Nadomir ihm verraten hatte. Armdicke Blitze durchzuckten plötzlich die Höhle und trafen die Eismonster. Ein weiterer Zauber ließ Nottrs Schwert zu ihm fliegen, und zusammen mit Sadagars Feuerdolchen und den Blitzen stand bald keines der Eismonster mehr.
In einem der Nachbarräume trafen sie dann auf den Eisgott, ein Gehirn mit einem Durchmesser von etwa 3m. Seiner Eisarmeen beraubt war dieses jedoch kaum noch ein Gegner. Schon bald darauf gab es keinen Eisgott mehr.
Nach dem Sieg trennten sich die Karsh-Krieger von der Gruppe, und Nottr, Sadagar und Olinga reisten allein weiter. Auf einer Eisscholle versuchten sie, den See Dorch zu überwinden. Unterwegs wurden sie jedoch von Gestalten aus ihren eigenen Alpträumen überfallen. Der glatte See mit den ihn trichterförmig umgebenden Wänden wirkte wie ein magischer Spiegel, der die eigenen Ängste verstärkte.
Doch Thonensen war Sadagar ein guter Lehrer gewesen und hatte ihm gelehrt, wie man die eigenen Ängste bekämpft. Der magische Spiegel wirkte nämlich auch auf glückliche Gedanken. Er gab Olinga und Nottr die entsprechenden Anweisungen, und es gelang der Gruppe schließlich, den See zu überwinden. Doch die Strömung wurde zu stark, so daß sie nicht das Ufer erreichten, sondern den Fluß hinuntergespült wurden. Erst viel später kamen sie an eine genügend sichere Stelle, um ans Ufer zu gelangen.
Schließlich erreichten sie das Tor des Südens, einen mächtigen Steinbogen auf der Spitze eines Hügels. Diesem folgte ein weiterer solcher Bogen auf dem nächsten Hügel. Die Bögen führten an ihrem Ende zum Koloß von Thillorn. Als sie von Wegelagerern überfallen wurden, flohen diese nach kurzer Zeit, als sie Nottrs Schwert sahen. Dieser erzählte seinen Gefährten, daß er es im Süden einem sogenannten Stummen Großen abgenommen habe, als dieser das Bild von Fronja zurückforderte. Sadagar erinnerte sich, daß Nadomir die Stummen Großen als Behüter Mythors bezeichnet hatte.
Kurz bevor sie die thillornische Hauptstadt erreichten, trafen sie auf einen rotbärtigen Riesen, der bei der Schlacht von Dhuannin sein Gedächtnis verloren hatte und nun in Süden umherirrte. Er schloß sich den Gefährten an. Ein kurzes Scharmützel mit Reitern der Cirymer - Erbfeinden der Lorvaner - endete mit dem ungefährdeten Sieg der Gefährten.
Dann überquerten sie bei Ebbe den Meeresarm und erreichten so die Inseln um Thillorn in der Strudelsee. Dort erinnerte sich Rotbart wieder an seine Vergangenheit: Er war Lerreigen, König von Leone.
 
Band 36: "Die Inseln der Verfemten" von Peter Terrid
Auf seinem Weg nach Thillorn traf Mythor auf den Gnom Kalahar, den Meister der Illusionen. Er war dem Sohn des Kometen dabei behilflich, eine Horde Wegelagerer in die Flucht zu schlagen. Kalahar stellte sich als Leibmagier des Coroman Hassif vor, des wichtigsten Räuberhauptmanns von Thillorn.
Es stellte sich jedoch bald heraus, daß der mächtige Räuberhauptmann in Wirklichkeit der Gnom Kalahar selbst war, der sich den Räubern durch seine Illusionskräfte als 2m-Riese präsentierte. Es war wohl die einzige Möglichkeit für den Verwachsenen, in diesem Land ein würdiges Leben zu führen. Kalahar bat ihn darum, ihm dabei zu helfen, einen Widersacher am Splitter des Lichts - einem Felsen im Meer in der Nähe des Kolosses von Thillorn - zu überwinden, der sich der Schreckliche nannte. Da er so die Reise mit deutlich weniger Belästigungen bewältigen konnte, willigte der Sohn des Kometen ein.
Bald trafen sie auf Cirymer, die Mythor für Lorvaner hielt und die ihnen den Weg versperrten. Als er seine Freundschaft zu Nottr als Verhandlungsargument gebrauchte, endeten diese mit gegenseitigen Drohungen. Die Barbaren versuchten, Mythors Truppe des Nachts zu überfallen, doch der Sohn des Kometen hatte vorgebaut und konnte den Angriff der überlegenen Cirymer abfangen.
Am kommenden Tag bot Mythor den Cirymern erneut Verhandlungen an. Diese verlangten Verpflegung, Schnaps und Tänzerinnen. Mythor sagte zu und lieferte. Daß es sich dabei um Illusionen Kalahars handelte, bemerkten die Barbaren erst, als die Mythor und ein Spähtrupp der Coromanen bereits im Dunkel verschwunden waren.
Schließlich erreichten sie die Splitter des Lichts, die letzten Überreste einer in der Strudelsee versunkenen Halbinsel. Hier schienen die Gewässer noch unberechenbarer zu sein als in der Strudelsee selbst; offenbar waren magische Kräfte am Werk. Jedenfalls waren die Strömungen mit ihren Wirbeln zwischen den scharfkantigen Felsen schwimmend nicht zu überqueren. Einzig eine morsche Hängebrücke führte über das Wasser. Da die Barbaren ihnen auf den Fersen waren, blieb keine andere Wahl.
Unterwegs wurden sie von furchtbaren Wesen attackiert, was einige der Männer das Leben kostete, aber schließlich erreichten Mythor und zwei Mann die erste Insel, bevor die Barbaren die Brücke zusammenbrechen ließen. Hinter dieser Insel wurden die Strömungen des Wasser durch Magie von einem schmalen Weg verbannt, der zur nächsten Insel führte. Doch kaum hatten die drei diesen betreten, schloß sich der Weg hinter ihnen und versperrte endgültig den Rückweg. Die beiden Coromanen verfielen in Panik und rannten fort. Kurz darauf wurde der Weg breiter, und ein Dschungel voller unnatürlicher Pflanzen tat sich auf.
Später traf Mythor dann auf Lerreigen, den König von Leone, und den Händler Garaschi, dessen Schiff von Piraten auf ein Riff getrieben worden war. Lerreigen erzählte Mythor von Nottr und Sadagar, die nacheinander plötzlich verschwunden waren. Er selbst war zufällig zu den Splittern gekommen und hatte sich, wie Garaschi auch, offensichtlich verirrt.
 
Band 37: "Der Koloß von Tillorn" von Peter Terrid
Mythor und seine Gefährten kämpften sich bis zu Garaschis Schiff durch. Dort gelang es ihnen, die wenigen Wachen zu überwältigen. Im Bauch des Schiffes fanden sie 6 Gefangene, darunter auch Olinga. Diese hatte den Schrecklichen persönlich gesehen, und aus ihrer Beschreibung erkannte Mythor in ihm Luxon wieder. Dieser trug auch die Schuld am Verschwinden von Nottr und Sadagar.
Mythor verhalf einem der Gefangenen unauffällig zur Flucht und heftete sich mit Lerreigen und Olinga an dessen Fersen. So gelangten sie auf direktem Weg zum Koloß von Thillorn, wo es den Sonnenschild zu gewinnen galt. Die mächtige Statue lag wie gefällt in einer scheinbar unzugänglichen, tiefen Schlucht
Schon bald fiel Mythor etwas auf. Der Koloß trug einen mächtigen Schild, an dem sich das Mondlicht spiegelte. Jeder Mensch, der sich ins Zentrum dieser Spiegelung begab, verschwand spurlos. So auch die Wachen Luxons, denn durch die Wanderung des Mondes am Himmel wandert auch das Zentrum langsam umher. Auch Olinga fiel dieser Magie zum Opfer, noch bevor Mythor die Gesetze enträtselt hatte.
Genau an der Stelle, an der die Spiegelung um Mitternacht ihr Zentrum haben würde, fanden die beiden einen Eingang, der in die Tiefe führte. Dort fanden sie dann neben Nottr und Sadagar noch weitere Gefangene, die sie befreien konnten. Hier waren auch alle, die durch das Mondlicht verschwunden waren.
Nottr hatte früher in diesen Höhlen Fronjas Pergament gefunden, und Mythor stellte fest, daß er in jedem Spiegel ihr Abbild sah. Dann trafen sie auf den Magier Vangard, der Fronjas Bild zurückforderte. Er nannte sie die Tochter des Kometen. Doch als sich Mythor als Sohn des Kometen vorstellte, ergab sich rasch ein vertiefendes Gespräch zu diesem Thema, und Vangard schien sehr viel hierüber zu wissen.
Offenbar wurde man nicht zum Sohn des Kometen geboren, sondern man mußte dazu werden. Es kam nicht auf die Waffen und das Wissen an, sondern darauf, wie man die Waffen erlangte und dann einsetzte. Von Vangard erfuhr Mythor auch, daß seine nächste Prüfung im Inneren des Kolosses auf ihn wartete und er diesen bei Vollmond erreichen könnte.
Inzwischen war es Kalahar gelungen, die Gestalt von Kaschkas, dem Anführer der Cirymer, zu übernehmen; in dieser Gestalt tötete er die Scheingestalt Coroman Hassifs. Somit war er zum Anführer über beide Horden geworden. Nun machte er sich mit allen Männern auf, um gegen den Schrecklichen zu ziehen.
Vangard erzählte unterdessen seine Geschichte. Er war im Süden der Welt aufgewachsen. Als Magier hatte er dort erfolgreich gegen die dunklen Mächte gekämpft. Man hatte jedoch gemerkt, daß mit jedem Erfolg des Lichts im Süden die Macht der dunklen Mächte im Norden wuchs. Also schickte man eine Expedition in den Norden, der auch Vangard angehörte. Sie erlitten Schiffbruch; Vangard verlor alle Ausrüstung, und auch seine magischen Fähigkeiten schrumpften. Es war ihm gelungen, sich den Schild des Kolosses dienstbar zu machen. Und nun hatte sich all seine Hoffnung auf das Erscheinen des Sohns des Kometen gerichtet.
Dann machte sich Mythor allein auf den Weg, um sein Ziel zu erreichen. Er mußte gegen eine Meeresspinne kämpfen, gegen eine Nesselgift verspritzende Schleimkreatur und gegen andere Monster. Er traf auch auf Kadaver, in denen noch Pfeile aus dem Mondköcher steckten - Luxon hatte also schon wieder einen Vorsprung.
Endlich im Inneren angelangt stellte er fest, daß hier ein weiterer Koloß lag, darin noch einer, und darin wieder einer. Insgesamt waren es sechs Monumente. Die Anordnung der nicht mehr sinnvoll zu nutzenden Treppen (schließlich lag der Koloß jetzt ja auf der Seite) führte zu den Füßen. Also machte sich Mythor in diese Richtung auf den Weg. Wieder stand er verschiedenen Fallen und Monstern gegenüber, die er aber schließlich alle überwand. Immer wieder stieß er dabei auf die Skelette derer, die eine der Hürden nicht genommen hatten. Aber auch Luxons Hinterlassenschaften waren oft erkennbar.
Immer war entweder an den Füßen oder am Kopf der Durchgang ins Innere möglich. Dann stand er plötzlich vor Luxon, der genau in diesem Moment einen Pfeil auf ihn abschoß. Zu Mythors Glück befanden sie sich jedoch in einem Raum, der Kampf nicht zuließ. Der Pfeil flog lächerlich langsam an Mythor vorbei, und Luxons zum Schlag erhobenes Schwert zerbarst. Luxon schien die besonderen Spielregeln nicht zu verstehen und griff Mythor mit den Händen an, konnte ihn aber nicht greifen.
Daraufhin ließ der Sohn des Kometen ihn einfach stehen und ging weiter. Im 6. Koloß traf er auf den Heroen Rokkun, dessen Ruf selbst den von Althar noch übertraf und dessen Charisma überwältigend war. Er wollte sich mit Mythor im Kampf messen. Rokkun war rund 2,5 m groß und zu Stein verwandelt. Da Mythor die Waffen des Lichtboten nicht gegen einen Streiter des Lichts einsetzen wollte, blieb ihm nur der Faustkampf. Doch damit hatte er keine Chance.
Rokkun war unendlich überlegen, und als dieser mit dem Spiel endlich Schluß machen wollte, gelang es dem Sohn des Kometen, den Sonnenschild zu berühren. Im gleichen Moment gab sich Rokkun geschlagen und verschwand. Es schien Mythor, als ob Rokkuns Kraft auf ihn überginge. Und auf der Waffe des Lichtboten fanden sich die gleichen Zeichen wie auf dem Orakelleder.
Hinter dem Sonnenschild war eine Öffnung in der Wand, die nach draußen führte. Dort erkannte Mythor, daß der Sonnenschild genau im Zentrum des Schildes vom Koloß von Thillorn gewesen war und somit auch das Verschwinden von Menschen durch Mondlicht verursacht hatte.
Dann trat auch Luxon durch die Öffnung, sah den Sonnenschild und erkannte Mythor als den Sieger an. Deshalb übergab er auch Bogen und Köcher an Mythor und schloß sich diesem als Freund und Gefolgsmann an.
Mit Vangards Hilfe überwanden sie die gefährlichen Stromschnellen und trafen dann auf Kalahars Horde. Als diese mit Pfeilen angriffen, lenkte der Schild alle Geschosse auf die Schützen zurück. Aber nicht nur die Geschosse, sondern auch die Gefühle Haß und Wut wurden auf die Horde zurückgeschleudert und versetzten sie in Panik. Der Schild allein entschied die Schlacht, ohne daß die Verbündeten ihre Waffen auch nur ziehen mußten.
Nottr nutzte die Gelegenheit, den echten Kaschkas herauszufordern. Er gewann und war damit automatisch Häuptling der Cirymer. Nun ging es zum letzten Fixpunkt des Lichtboten - nach Logghard, der Ewigen Stadt. Nottr war kein Stadtmensch. Deshalb nahm der Barbar zusammen mit Olinga und seinem neuen Stamm Abschied von den Gefährten, da es ihn zurück in den Norden zog.
Lerreigen zog es zurück nach Leone, deren König er ja war. Mythor gab ihm die Tiere des Lichtboten mit, damit er sie ins verwunschene Tal zurückbringe. Auch sie gehörten nicht in eine Stadt wie Logghard, und Mythor wollte sie sicher aufgehoben wissen.
Zusammen mit Sadagar und Luxon ging es nun auf zur Ewigen Stadt, die tief in der Düsterzone lag und dort seit Äonen gegen die Mächte der Finsternis verteidigt wurde. Mit Garaschis Schiff ging es auf zur ersten Zwischenstation - nach Sarphand.
 
Band 38: "Der Meisterdieb" von Hans Kneifel
In Sarphand gelang es Luxon im letzten Augenblick, in seiner Maske als Croesus die am Sklavenmarkt angebotenen Kalathee und Samed zu ersteigern. Croesus galt als Mann ohne Gesicht, denn sein Gesicht hatte noch nie jemand gesehen. Aber er war unvorstellbar reich.
Luxon war in Sarphand als Arruf, ein Sklavenjunge, beim reichen, aber gerechten Shakar aufgewachsen. Bald erfuhr er, daß geheimnisvolle Männer versuchten, ihn zu töten und Shakar es sich zur Aufgabe gemacht hatte, dies zu verhindern. Deshalb begann für den 5jährigen ein Leben auf der Flucht - in den dunkelsten und finstersten Winkeln der Stadt. Dennoch wurde er im Alter von 7 Jahren überwältigt und auf dem Sklavenmarkt an den Bettler Alaid Gur verkauft.
Für diesen mußte er abgemagert, krank und schmutzig fast zwei Jahre lang betteln. Dann wurde Gur Opfer eines Raubüberfalls, und Arruf gelangte zum König der Diebe - zu Aagolf. Hier wurde der Junge zu einem der besten Diebe der Stadt. Auch Betrügen gehörte zu seinem Repertoire.
Bei einem Einbruch in den Palast wurde er von der Prinzessin erwischt. Da er eine rührige Geschichte erzählte, bestrafte sie ihn nicht, sondern behielt ihn dort, um ihm eine angemessene Erziehung angedeihen zu lassen. Nach einigen Monaten gelang ihm die Flucht. Nun war er 13 Jahre alt und stand wieder mittellos auf der Straße, denn bei den Dieben konnte er sich nicht mehr sehen lassen.
Also gründete er eine Bande Gleichaltriger, und schon bald war er als König Arruf bekannt. Das paßte Aagolf gar nicht, und er stellte den Jungen eine Falle, aus der Arruf nur entkam, weil einer der Wilden Fänger, die ab 4 Uhr früh Menschen für den Abwehrkampf in Logghard fangen durften, ein ehemaliger Diener Shakars war und ihm half. Er riet Arruf, den Shallad Hadamur zu meiden und den Magier Echtamor aufzusuchen.
Echtamor erwies sich als alter, ehemals mächtiger Magier, der mit Arrufs Hilfe versuchen wollte, einen Dämon zu beschwören. Erst nach Monaten gelang es dem jungen Mann, sich aus den Fängen des Magiers zu befreien. Danach wandte er sich wieder seiner Diebesbande zu. Im Lauf der Jahre wurden sie die mächtigste Gilde der Stadt, und Luxon begann, den Armen mit den Diebesgütern zu helfen. Auch drehte er seine Raubzüge immer so, daß die Bestohlenen sich gar nicht bestohlen vorkamen. Er 'gewann' im Spiel, betrog beim Handel und verschaffte sich ungezählte Vorteile. So wurde er zu einem der reichsten und mächtigsten Männer Sarphands.
Jahre später gelang es ihm, die Großen Stummen in ihrem Tempel zu "belauschen", die in großer Aufregung über den Auftritt des Sohnes des Kometen sprachen - in Zeichensprache. Um genaueres zu erfahren, schlich er mehrfach des Nachts in den Tempel. Dabei entdeckte er eine Karte mit den Fixpunkten, an denen sich der Lichtbote manifestiert hatte. So gab er sich den Namen Luxon und machte sich auf, um zum Sohn des Kometen zu werden.
Warum machte der Shallad Hadamur wohl sonst Jagd auf den Bettelknaben, der später Arruf genannt wurde, wenn dieser als Sohn des Kometen nicht die einzige wirkliche Bedrohung für die selbsternannte Inkarnation des Lichtboten war? Deshalb gab er den Befehl, den besagten Knaben in der Wüste auszusetzen, damit dieser von den Klauen der Nomadenstadt der Marn zermalmt werden sollte. Doch irgendwie wurde nicht Arruf, sondern Mythor ausgesetzt. Dieses Rätsel blieb weiterhin ungelöst.
Mythor und Luxon einigten sich, die Sachen endgültig von den Stummen entscheiden zu lassen.
 
Band 39: "Die drei Dämonischen" von Hans Kneifel
Mythor, Luxon und Sadagar besuchten Echtamor, von dem sie sich weitere Informationen erhofften. Dieser gestand ihnen, daß er den falschen Jungen in der Wüste ausgesetzt hatte, und zwar einen Jungen, den die Dämonen der Schattenzone bestimmt hatten. Kaum hatte er geendet, töteten ihn die noch immer mächtigen Dämonen auf eine ganz eigene, schreckliche Art.
Soann machten sich Mythor und Luxon auf, um ihre Geheimnisse direkt durch die Großen lüften zu lassen. Kaum waren sie durch einen Geheimgang dort eingedrungen, wurden sie auch schon von den Großen aufgespürt. Zu Mythors Verblüffung wurden sie zu Vierfaust gebracht. Mit diesem zusammen erreichten sie schließlich den Erhabenen Großen.
Von diesem erfuhren sie nun, daß Mythor der wahre Sohn des Kometen sei. Er war von den Großen ausgewählt und durch ein Mal hinter dem Ohr für alle Zeiten unaustauschbar gekennzeichnet worden. Daß Mythor anstelle von Luxon ausgesetzt worden war, sei ein Versuch der Dämonen gewesen, Mythor zu schaden.
Luxon konnte sich nicht beherrschen und wurde aus dem Tempel hinausgeworfen. Mythor, der mittels des Hohen Rufes (einer Technik, bei der ähnlich wie bei der Stummen Sprache mit Hilfe des Rauchs der Mondblume diesmal Menschen rasch an andere Orte gezaubert werden können) rasch nach Logghard reisen sollte, nutzte die Meditationsphase der Großen, um zu entkommen. Er wollte nicht ohne seine Waffen reisen.
Er und Sadagar folgten Luxon, der Shakar ausfindig gemacht hatte. Von diesem erfuhr Luxon, daß er der wahre Erbe des Throns von Logghard war und daß der Shallad Hadamur sein Onkel sei, der ihn ebenso wie seinen Vater Rhiad töten lassen wollte.
Als Mythor und Sadagar schließlich in ihre Unterkunft zurückkehrten, hatte Luxon die Waffen des Kometen erneut entwendet. In einem Schreiben hatte er angekündigt, daß er sie für die Wiedereroberung seines Thrones benötige. So blieb nichts anders übrig, als ihm nach Logghard zu folgen, dem 7. und wichtigsten Fixpunkt des Lichtboten.
Kaum auf den Straßen wurden sie jedoch von drei Wilden Fängern überwältigt. Bei diesen Dreien handelte es sich um die Todesreiter. Bevor Oboron Mythor aber mit dem Himmelsstein berühren konnte, tauchten einige Stumme Große und andere Fänger auf. Die Gefährten wurden als Legionäre auf eine Lichtfähre gebracht, die bald darauf in Richtung Logghard aufbrach.
 
Band 40: "Treibgut der Strudelsee" von Horst Hoffmann
Als Rudersklaven und Legionäre auf der Lichtfähre Gasihara begann der erste Teil der Reise für die Gefährten. Gleich zu Beginn der Fahrt stürzte mit Oblak einer der brutalsten Aufseher über Bord und versank. Stunden später gelang es ihm jedoch, sich wieder an Deck zu ziehen. Er gab vor, sich am Kiel festgehalten zu haben. Doch der Seemagier Rachamon, der für eine sichere Überfahrt der Gasihara sorgen sollte, teilte dem Kapitän Jejed mit, daß Oblak nun von den dunklen Mächten besessen war. Jejed glaubte ihm allerdings nicht.
Als dann plötzlich das Wetter umschlug und die Siebenläufer Rachamons, die jegliches Unheil frühzeitig aufspürten und somit wesentlicher Bestandteil der Macht des Magiers waren, über Bord sprangen, begann der Schrecken auf der Geleere. Rachamon meuterte, und viele der Besatzung waren auf seiner Seite. Es gelang Mythor und einigen Freunden, diese Zeit zu nutzen und sich an Deck zu schleichen.
Genau in diesem Moment wurde der Kapitän niedergeschlagen, der Steuermann fiel über Bord, und die Gasihara trieb in die Ismina-Strömung, die das Schiff bald direkt in den Samara-Strudel ziehen würde. Irgendwie schien Oblak mit den Seelen der Toten der Strudelsee verbunden zu sein und lieferte nun weitere Opfer.
Es gelang Mythor, sich Oblak zu nähern und ihn trotz seiner übermenschlichen Kräfte über Bord zu hebeln. Doch damit war es nicht vorbei. Irgendwo in der Nähe des Schiffes wartete das wahre Böse. Nun Rachamon spürte es, und er bemerkte auch, daß es nicht hinter Oblak, sondern hinter dem dunkelhaarigen Hünen - Mythor - her war. Deshalb befahl er der Mannschaft, Mythor in einen Sack zu stecken und über Bord zu werfen, auf daß das Böse ihm und nicht der Lichtfähre folgen solle. Und so geschah es.
Im Wasser wurde Mythor sofort von dem Schatten angegriffen. Doch Sadagar hatte Nadomir angerufen, und diesem gelang es, den Schatten von Mythor abzulenken. Kurz erklärte er dem Sohn des Kometen, daß der Deddeth, wie er den Schatten nannte, derselbe war, den er besiegt zu haben glaubte. Er würde seine Spur wieder aufnehmen und ihn weiterhin jagen, und je länger es dauert, desto mächtiger würde er werden. Dann überließ der Troll den Sohn des Kometen seinem Schicksal, von dem Nadomir wußte, daß es Mythor als Treibgut an eine Küste führen würde, ins Land Samara.
Es gelang Jejed, mit Hilfe einiger Legionäre den Aufstand zu beenden, wobei Rachamon und auch der Kapitän über Bord gingen. Die Lichtfähre jedoch war nicht zu retten. Und doch hatte sie noch einmal Glück, denn die Ismina-Strömung trug sie nicht in den Samara-Strudel, sondern ließ sie an einer Insel stranden - an Samara. Hier trafen sie auch Mythor wieder - im Kreis friedlicher Einwohner dieser Insel der Glücklichen.
 
Band 41: "Insel der Träumer" von Horst Hoffmann
Die Inselbewohner auf Samara lebten ohne jegliche Arbeit in Saus und Braus. Irgendwie war alles vorhanden, was sie sich wünschten. Häuser erstanden über Nacht, schöne Frauen versorgten die Männer, und Essen gab es reichlich. Es gab keinerlei Konflikt, und selbst gegen die Sklaventreiber hegte niemand mehr einen Groll. Zu jedem Vollmond wurde dann ein riesiges Fest veranstaltet.
Mythor traute dem Braten jedoch nicht. Bald schon erkannte er einen Haken. Alle Inselbewohner wünschten sich, den Ruf zu einer Traumreise zu erhören. Und vor und auch nach dem Vollmondfest verschwanden ein paar der Bewohner, die der Ruf erreicht hatte - niemand wußte wohin.
Als Mythor nach ihnen suchte, traf er auf Rachamon, der sich ebenfalls auf die Insel hatte retten können und der nun erkannte, daß Mythor von keinem Schatten mehr besessen war. Der Magier hatte das Böse auf der Insel entdeckt und mit Hilfe magischer Schutzzauber erkannt, daß alles Schöne nur Illusion war. Als Mythor einen solchen Schutz erhielt, erkannte auch er, daß nur widerliches Leben auf der Insel existierte und die Menschen wie Schlachtvieh gemästet wurden. Er machte sich auf, das Böse zu suchen - ohne Rachamon, der sich nach dem Verlust des größten Teils seiner magischen Fähigkeiten nicht mehr traute.
Als der Ruf in der kommenden Nacht Golad und Farina ereilte, folgte der Sohn des Kometen ihnen. Obwohl er immer stärker durch die Illusionen beeinflußt wurde, erreichte er kurz nach den beiden die südlichen Klippen. Dort ging es hinab zu einem unglaublich prächtigen Schloß. Nur unter Einsatz seiner gesamten Willenskraft erkannte Mythor hinter dem Trugbild eine riesige Grotte - und seine Gefährten, die vor einem riesigen, krakenähnlichen Monster standen, das sie verschlingen wollte.
Im letzten Moment gelang es Mythor, die beiden Opfer zur Seite zu stoßen und somit von der magischen Beeinflussung zu befreien. Zusammen flüchteten sie, da sie waffenlos keine Chance gegen das dämonische Monster hatten. Für die beiden war der Bann ein für alle Mal gebrochen, und beim Anblick der realen Insel brachen sie zusammen.
Da sie von den anderen Inselbewohnern keine Hilfe erwarten durften - vielmehr mußten sie befürchten, jetzt Gejagte zu sein - machten sich die drei auf, Rachamon aufzusuchen. Mit Hilfe von Chrandors "Händen" Aß und Baß (zwei kleinen, aber hochintelligenten Oktopanden) gelang es ihnen, sich vor den Verfolgern zu verstecken und sogar Sadagar und Chrandor von den Illusionen zu befreien. Rachamon war jedoch schon unterwegs in die Grotte.
Aber es gelang den Gefährten erneut, den Bedrohten im letzten Moment zu retten. Nun begaben sie sich zum Schiffswrack, um sich dort mit Waffen zu versorgen. In einem geheimen Laderaum entdeckten sie schweres Belagerungsgerät. Mit dessen Hilfe gelang es ihnen schließlich, die dämonische Krake zu besiegen, als sie das Wrack angriff. Dabei fand Rachamon endgültig den Tod.
Zuvor hatte er jedoch berechnet, daß sich die Strömung um die Insel der Träumer herum heute für kurze Zeit umkehren würde. Deshalb bauten Mythor und seine Kameraden ein Floß und wagten die Flucht. Die meisten der Inselbewohner entschieden sich jedoch, hierzubleiben und aus der Insel eine Stätte des Lichts zu machen.
Das Floß war den Strömungen und der schweren See nicht lange gewachsen und zerbrach. Nur Mythor und Sadagar überlebten nach mehrtägigem Ausharren an einzelnen Planken, bevor sie von einer Lichtfähre gerettet wurde. Der Kapitän war froh, auf diese Art zwei weitere Kämpfer für Logghard zu gewinnen.
 
Band 42: "Schattenjagd" von Paul Wolf
In der Hafenstadt Tambuk wurden Mythor und Sadagar von Ganif, dem Beauftragten des Shallad Hadamur, ausgewählt, um gegen aufständische Bergvölker zu kämpfen. Sie wußten jedoch nicht, daß der Deddeth Ganif übernommen hatte und nun auf eine Gelegenheit wartete, sich endlich Mythors Körper anzueignen.
Die Gelegenheit sollte bald kommen, als Mythor dem Gefangenen No-Ango, einem Angehörigen der gesuchten Bergvölker, Wasser zu trinken gab und deshalb festgesetzt wurde. Mit der Hilfe des Deddeth und eines von diesem besessenen Aufsehers gelang den beiden Freunden die Flucht, wobei sie auch No-Ango mitnahmen.
Den Angriff des Deddeth im karsten Land überstanden die Freunde nur mit Glück, da No-Ango sie auf einen Hügel führte, von dem eine Springflut Ganif und die restlichen Vogelreiter, die die Flüchtenden verfolgten, in den Tod riß. Dabei wechselte der Deddeth jedoch auf Sadagar über, und erneut war es No-Ango, der dies bemerkte und Mythor die Flucht ermöglichte. In Sadagars Gestalt gelang es dem Schatten jedoch, den wahren Namen des kleinen Nadomir zu erfahren.
No-Ango führte Mythor schließlich in die geheime Stadt Lo-Nunga, wo das Volk der Rafher, No-Angos Volk, sich dazu entschlossen hatte, den Endgültigen Weg zu gehen. Es wollte gemeinsam den Freitod wählen und versuchen, ein Deddeth der weißen Magie zu werden, um somit die dunklen Mächte besser bekämpfen zu können. Mythor versucht, die Menschen von ihrem gefährlichen Vorhaben abzubringen, als die verbleibenden Vogelreiter Lo-Nunga überfielen - unter ihnen auch Sadagar.
Die Rafher zogen sich in ihre Häuser zurück, und No-Ango zeigte Mythor einen Waffenraum, bevor er diesen ebenfalls verließ. Kurz darauf waren alle Rafher eingeschlafen - tot. Bis auf No-Ango, der zu spät gekommen war. Dafür versuchte er nun, Mythor zu helfen. Er zeigte diesem den Spiegelraum, wo die Rafher ihre dunklen Gedanken abluden. Mythor sollte versuchen, den Deddeth in die Spiegelwelt zu locken.
Als der Schatten schließlich über Mythors Spiegelbild herfiel, bemerkte er rasch die Täuschung und machte sich an den echten Mythor heran. Doch da erschien der weiße Deddeth und vertrieb den Schatten in irgendwelche unergründlichen Abgründe. Mythor blieb zurück - er hatte überlebt, nur Fronjas Bild hatte der Deddeth mitgenommen.
Zusammen mit No-Ango und dem befreiten Sadagar machte sich der Sohn des Kometen durch einen geheimen Gang auf, um über die Berge schließlich doch noch Logghard zu erreichen.
Der Deddeth war von dem Angriff völlig überrascht und beinahe zerstört worden. Erst im letzten Moment gelang es ihm, irgendwo auf der Welt einen Anker zu finden und sich festzuhalten - in einem Menschen. Noch war er nicht bezwungen.
 
Band 43: "Am Kreuzweg der Lichtwelt" von W.K. Gisa
Auf dem Weg nach Süden trafen Mythor und seine Gefährten auf eine Schar Vogelreiter unter dem Anführer Jassam, von denen sie mehr oder weniger gezwungen wurden, mitzureiten. Da beide Gruppen den gleichen Weg hatten, ging Mythor darauf ein. In Horai gelang ihnen die Flucht.
Zuvor waren sie auf das Haus des Stummen Großen Daumenlos gestoßen, der nur wenige Minuten zuvor von den drei Todesreitern umgebracht worden war.
Horai selbst lag direkt am Salzspiegel, einen riesigen Salzsee, der von Seglern befahren wurde. Von der Stadt aus konnte man auch zum ersten Mal die Düsterzone sehen, die der Schattenzone vorgelagert war und die sich ständig nach Norden ausbreitete.
In Horai selbst war vor kurzem die Prinzessin Shezad angekommen - eine der vielen Töchter des Shallad Hadamur - um die Hinrichtung des Piraten Tashan zu überwachen. Im selben Palast lebte im Verborgenen ein weiterer Großer. Als Mythor diesen aufsuchte, mußte er feststellen, daß auch hier die Todesreiter schneller gewesen waren.
Auf dem Rückweg wurde er entdeckt und verfolgt. Diese Aufregung nutzte Jassam, um Shezad zu entführen, die er gegen seinen Chef Tashan eintauschen wollte. Mythor und seine Kameraden wurde gleich mitgekidnappt. Sie erreichten knapp vor den Verfolgern die Wüstensegler und konnten entkommen. Chef der Verfolger war Mythors alter Gegner Hrobon, der mit Shezans Sicherheit beauftragt worden war. Beide hatten sich am Hafen gegenseitig erkannt.
Nach kurzer Fahrt ließ Jassam Sadagar über Bord werfen, damit dieser Hrobon die Übergabebedingungen mitteilen konnte. Ort der Übergabe sollte die Warze des Haghalon sein, ein Ort mitten im Salzspiegel.
 
Band 44: "Piraten der Wüste" von W.K. Giesa
Wenige Tage nach ihrem Aufbruch aus Horai erreichten die Piraten schließlich die Warze des Haghalon. Warzen an sich waren relativ häufig auf dem Salzspiegel. Es handelte sich um pflanzliches Leben, das über den Spiegel wanderte und mit giftigen Dornen übersät war. Es reagierte auf Lebewesen wie fleischfressende Pflanzen und stieß mit seinen Stacheln danach.
Die Warze des Haghalon war besonders gefürchtet. Der Magier Haghalon hatte versucht, die Stacheln zu sammeln, und war dabei getötet worden. Er hatte vor seinem Tod eine Beschwörung versucht und diese nicht mehr beenden können. Seitdem war er dort als Geist zur Verdammnis verurteilt.
Hrobon hatte mittlerweile ebenfalls die Reise zur Warze des Haghalon angetreten. Ihn begleiteten neben Tashan und Sadagar noch rund 200 Vogelreiter. Da Tashan ein zum Tod Verurteilter war, trug er ständig eine schwarze Kapuze. Sadagar konnte unterwegs jedoch nicht widerstehen und zog dem Gefangenen die Kapuze vom Kopf. Darunter kam ein Dämonisierter zum Vorschein.
Da Tashan bei seiner Gefangennahme noch menschlich gewesen war, konnten nur die Todesreiter dafür verantwortlich sein. Die Anwesenheit eines solchen Wesens verschlimmerte die Stimmung unter den Soldaten deutlich. Und ob die Piraten so jemanden wiederhaben wollten, war mehr als ungewiß. Sadagar versuchte, den kleinen Nadomir zu rufen, aber dieser bat diesmal Sadagar dringend um Hilfe, da er selbst durch die Caer-Priester bedroht war.
Als die beiden Gruppen sich schließlich trafen, trat das ein, was zu befürchten war. Die Piraten hatten keinerlei Interesse daran, unter einem Dämonisierten zu dienen, und ergriffen die Flucht, während die Vogelreiter die Verfolgung aufnahmen. Den Vögeln und den Bogenschützen mit ihren Brandpfeilen hatten die Piraten wenig entgegenzusetzen.
Im Kampfgetümmel gelang es Mythor und No-Ango, das Schiff mit der Prinzessin zu kapern und schließlich den Vogelreitern unter Hrobon zu übergeben. Dieser hatte Tashan getötet und wollte nun seines Amtes gegenüber Mythor walten. Doch Shezad untersagte ihm, ihren Befreier zu richten. So ging es auf nach Hadam, der Stadt, die Hadamur gebaut hatte, um in Logghard nicht in Gefahr zu sein.
 
Band 45: "Die Eiskrieger" von Hubert Haensel
König Lerreigen war mittlerweile nach Leone zurückgekehrt und überbrachte Buruna und Lamir Kunde von Mythors Schicksalsweg. Die beiden konnten es kaum erwarten und machten sich bald darauf mit einem Schiff des Königs auf, um Mythor zu folgen.
Auch Cherzoon hatte sich entschlossen, nach der gewonnenen Schlacht im Hochmoor von Dhuannin endlich einen weiteren Schritt zu unternehmen. Drudin nahm ihn mit seinem schwarzen Opferstein aus dem stong-nil-lumen und begab sich ebenfalls nach Süden. Sein Ziel war Logghard, die Ewige Stadt.
Buruna und Lamir waren den Sarro hinauf zur Küste unterwegs und mußten sich Angriffen von Meeresspinnen erwehren, die noch nie soweit südlich gesehen worden waren. Als sie schließlich die Küste des Meeres des Blutes erreichten, trafen sie auf eine Caer-Flotte. Auf der Flucht lief das Schiff auf Grund, die leonitischen Truppen wurden niedergemacht, und Buruna rettete sich und Lamir nur dadurch, daß sie sich als Tochter des Shallad ausgab.
Der Weg führte zunächst nach Mardios. Dort hatte König Elodard von Rukor - auf Anraten seiner Vertrauten - die Caer-Priester um Hilfe gegen die Flüchtlingsströme aus dem Norden gebeten. Diese willigten ein, aber Elodard sollte für jeden vertriebenen Flüchtling einen Söldner an die Caer übergeben, damit dieser im Kampf gegen Logghard eingesetzt werden könnte.
So reihte sich ein weiteres Heer ins Gefolge der Caer ein. Endlich am Meer des Blutes angekommen trafen sie dann auf eine riesige Eisscholle, die sich um unglaublich viele Krieger herum gebildet zu haben schien. Und tatsächlich - kaum betraten die rukorischen Söldner die Scholle, wurden sie augenblicklich von Eiskristallen umschlossen.
Nur Buruna und Lamir wurden verschont, aber sie genossen die besondere Aufmerksamkeit der Priester.
 
Band 46: "Prinz der Düsternis" von Horst Hoffmann
Nach und nach mußte Hrobon eingestehen, daß der Weg der Karawane zunächst einmal zu einem anderen Treffpunkt gehen sollte, wo sie auf 200 weitere Vogelreiter treffen sollten. Auf Drängen der Prinzessin hin nannte Hrobon als Treffpunkt den Schattenturm.
Dieser Turm und das Gebiet um ihn herum waren gefürchtet, denn es wurde von Odam, dem Prinzen der Düsternis, beherrscht. Über Odam war nahezu nichts bekannt, aber jede Armee und jeder Magier, der bislang versucht hatte, ihn zu besiegen, war auf immer verschwunden. Der Schattenturm galt als ehemalige Bastion des Lichts, bis Odam gekommen war und ihn erobert hatte. Was genau geschehen war, konnte niemand berichten, denn es war niemand aus der Schlacht zurückgekehrt.
Hadamur hatte schon häufiger versucht, den Prinzen zu besiegen, war aber immer gescheitert. Deshalb war Garram von Hadamur vorausgeschickt worden, um zu verhandeln. Shezad bat Mythor, zu erkunden und nach einem Vogelreiter Ausschau zu halten, der ihr ergeben war. Mythor brach deshalb mit Sadagar und No-Ango auf einem Diromo aus und ritt nach vorne, mitten hinein in einen Wald aus riesigen Pilzen.
Bald trafen sie auf einen Mann, der gerade von einer riesigen Spinne verspeist werden sollte. Es gelang den Freunden im letzten Moment, das Untier zu töten. Der Mann trug die zerrissene Kleidung eines Vogelreiters. Über dem Kopf war eine Art steinerner Helm gewachsen, der nur Augen und Mund freiließ.
Zurück bei der Karawane wurde dem sterbenden Mann der Steinhelm abgebrochen. Es gelang ihm nun, die Gruppe vor dem goldenen Staub zu warnen, der alle Vogelreiter am Schattenturm überwältigt hatte. Außerdem warnte er vor Odam, mit dem sich Garram verbündet habe.
Trotz der Warnung entschloß sich Shezad, zum Schattenturm weiterzureiten. Schließlich war es unglaublich wichtig, jetzt zu erfahren, was Odam plante, der es gab auch Gerüchte, daß dieser gegen Logghard ziehen wollte. So erreichten sie den Schattenturm.
Der goldene Staub hatte mittlerweile begonnen, sich auf die Gesichter der Männer zu legen. Schlacke wuchs aus ihm hervor und bildete erste Teile der gefürchteten Steinhelme. Im Turm trafen sie auf Garram, der Hrobon nun darlegte, daß sich Hadamur einen Pakt mit den Mächten der Finsternis erkaufen wollte, indem er seine Tochter opferte. Hrobons Glaube an die Richtigkeit seines Handelns kam ins Wanken, und er weigerte sich, Shezad der Finsternis zu übergeben.
Im folgenden Kampf tötete er Garram. Als er zur Prinzessin zurückeilte, war diese bereits verschwunden. Odam war mit seinem riesigen Heer und den mächtigen Yarls erschienen und hatte sie zu sich genommen. Sein Heer bestand aus Männern mit versteinerten Gesichtern und auch versteinerten Schwertern. Die Städte auf den Rücken der Echsen waren aus dem gleichen Stein gewachsen.
Der Übermacht waren auch Mythor und seine Gefährten nicht gewachsen, weshalb sie sich ergaben. Die Krieger Odams behandelten sie nicht unhöflich; sie brachten die Gruppe in ein Verlies auf einem Yarl. Von dort gelang ihnen aber bald die Flucht. Als sie Odams Palast erreichten, stellten sie fest, daß es hier überhaupt keine Krieger gab. Bald trafen sie auf den Prinzen der Düsternis und die Prinzessin Shezam. Aus den Augen des Prinzen sprach all das Leid der Welt.
Shezam, die sich entschlossen hatte, bei Odam zu bleiben, erzählte dessen Geschichte. Dieser Mann war früher Bodan, der Anführer über die Bastion der Lichtwelt, gewesen, die heute Schattenturm genannt wird. Sein Gegenspieler der Dunkelmächte war Odam gewesen, der von einem Dämon besessen war. Im Kampf besiegte Bodan Odam, doch dessen Dämon griff nach seiner Seele. Es gelang dem Helden zwar, den Dämon zurückzudrängen, doch ihm blieb keine Wahl, als die Herrschaft über die schrecklichen Horden zu übernehmen. Auch heute noch nagte der Dämon an seiner Seele, aber mit Hilfe der Prinzessin würde es ihm gelingen, auch weiterhin zu obsiegen. Logghard war durch Odam nicht bedroht.
Von Odam bekamen die Gefährten noch zwei Dinge. Einen kleinen Yarl, der sie zu den Ruinen von Erham bringen würde, und einen schwarzen Kristall, der nach kurzer Zeit alle Reste des Goldenen Staubs von ihren Gesichtern verschwinden ließ.
 
Band 47: "Unter dem Schwertmond" von Hans Kneifel
Mit Hilfe seiner Reichtümer als Croesus hatte Luxon eine Karawane ausgestattet und war nun mit seinen Gefährten Kalathee und Samed auf dem Weg nach Süden. Es gelang ihm unterwegs mit Hilfe der Waffen des Lichtboten, einen Überfall des berüchtigten Banditen Hodjaf auf eine Karawane des Shallad unter Algajar zu vereiteln, wobei er Nohji, die Tochter des Hadamur, rettete.
Was er nicht wußte, war, daß Hadamur diese Karawane als Köder für seinen ehemaligen Verbündeten Hodjaf aufgestellt hatte, der bei der Ermordung von Luxons Vater behilflich gewesen war. Der Bandit sollte Nohji bekommen und sich daraufhin von den Karawanen des Shallad fernhalten. Luxon aber hatte diesen Plan vereitelt, und Algajar mußte sich nun Alternativen überlegen. Da sich die beiden Karawanen zusammenschlossen, zeichneten sich hier auch bald Möglichkeiten ab.
Zu Luxons Gefolge zählte auch Shakar, dessen ehemaliger Mentor. Er hatte in Algajar ebenfalls einen Verschwörer gegen den alten Shallad Rhiad erkannt. Deshalb ließ Luxon diesen beobachten. Als sich dieser eines Nachts aus dem Lager schlich, folgte Luxon ihm. Er konnte belauschen, wie Algajar auf Hodjaf traf und ihm vorschlug, die Karawane in die Geisterstadt Daneba ziehen zu lassen, wo alle vom dem dort lebenden Xandor getötet werden sollten. Nohji würde kurz zuvor an den Banditen ausgeliefert werden. Wovon sonst niemand wußte, war die Freundschaft zwischen Algajar und dem Xandor Aszorg, der ihm verpflichtet war.
Deshalb befahl Luxon einer Gruppe Reiter seiner Karawane, nach Daneba vorauszureiten, ohne daß Algajar dies mitbekam. Kurz vor der Stadt griffen die Banditen an, gaben aber dann der Karawane Gelegenheit, sich zu ergeben. Daraufhin kam Luxons Spähtrupp angeritten - und mit ihm Shakar, der wie ein Geist aus der Vergangenheit daherkam. Dieser beschuldigte Algajar nun öffentlich, den Shallad Rhiad ermordet zu haben und auch versucht zu haben, dessen Sohn ebenfalls zu töten. Als Luxon sich zu erkennen gab, verplapperte sich der Krieger des Hadamur und gab dabei seine Tat zu.
Dann fiel Shakar tot vom Pferd. Diese Gelegenheit nutzte Algajar zur Flucht in die Stadt, wobei er die Prinzessin mit sich nahm. Auf seiner Verfolgung traf Luxon mit seinen Männern auf Hodjaf, der ihn als rechtmäßigen Shallad anerkannte. Er war Rebell geworden, weil er Hadamur nicht anerkennen wollte.
In der Stadt wurde die Gruppe von Schimären überfallen, Wesen, die einst Menschen gewesen, dann aber von der Strahlung des Himmelssteins, der hier vor Jahren eingeschlagen war, verändert worden waren. Diese Strahlung schlug sich auch langsam auf die Männer nieder, indem sie willenlos wurden. Nur der Helm der Gerechten schützte Luxon, aber dessen Kraft schien nachzulassen.
So erreichte er schließlich das Zentrum der Stadt, den Himmelsstein. Aus zahlreichen Löchern wanden sich schlangengleich Tentakel heraus, Auswüchse aus dem Körper des Xandors. Als Luxon Alton zog, stellte er fest, daß das Schwert nicht mehr leuchtete. Mit Feuer vertrieb er die Schlangen, bis er einen Körper im Staub vor dem Himmelsstein liegen sah. Es war die blutleere Leiche der Prinzessin.
Aus Wut über den Mord hieb Luxon so lange mit Feuer und Alton auf den Xandor ein, bis dieser tot war. Algajar blieb jedoch verschwunden. Luxon machte sich nach Logghard auf, um am 7. Fixpunkt des Lichtboten zu holen, was zu holen war, um dann gegen Hadamur zu ziehen.
Er hatte sich aus der Stadt gerettet und eine Patrouille des Shallad angetroffen, mit der er nach Hadam zog. Dort erzählte er dem Shallad von Luxon. Und Hadamur befahl, daß man ihm den Kopf des Aufrührers bringen möge.
 
Band 48: "Die Waffen des Lichtboten" von Hans Kneifel
Luxons Reise entlang der Straße der Elemente verlief ohne große Aufregungen. Einzig die Mautstellen des Shallad waren riskant, da dort Beschreibungen von Luxon sowie von den Waffen des Lichtboten vorlagen. Doch mittels vieler Tricks und Schliche konnten diese Gefahren umgangen werden.
Unterwegs trafen sie auf den Gomalen Fafhad. Dieser erklärte später, daß sein Herr ihn geschickt hätte, um Luxon zu sich zu bitten. Der Sohn des Shallad Rhiad kam dieser Bitte nach und traf auf einen der Großen. Dieser sicherte ihm zu, daß die Großen auch an seinem Schicksal Anteil nähmen und ihm helfen wollten, wann immer es ginge.
Dennoch müsse er die Waffen des Lichtboten einfordern, die in Luxons Hand sowieso bald ihre Wirksamkeit einbüßen würden. Da Luxon sich weigerte, versuchte der Große, seine Wünsche mit Waffengewalt durchzusetzen, konnte aber gegen Luxon nichts ausrichten. Allerdings zeigten die Waffen des Lichtboten keine ihrer besonderen Eigenschaften gegen den Großen. Und Alton weigerte sich, diesen zu verletzen. Also zog Luxon wieder von dannen.
Als Luxon mit denjenigen Gefährten, die ihn begleitet hatten, zur Karawane zurückkehrte, mußte er erschrocken feststellen, daß diese von Vogelreitern des Shallad überfallen und fast alle Menschen hingemeuchelt worden waren. All das nur, weil sie Luxon gesucht hatten. Und dieser hätte keine Überlebenschance gehabt, wenn er den Großen nicht aufgesucht hätte.
Zusammen nur noch ein gutes Dutzend verließen sie nun die Straße der Elemente. Doch sie wurden von einer Patrouille entdeckt und angegriffen. Plötzlich versagten Mondköcher und Sternbogen, und der Helm der Gerechten bereitete ihm heftige Kopfschmerzen. Auch die anderen Waffen versagten Luxon ihren Dienst, ja, sie arbeiteten sogar gegen ihn.
Es blieb nur die Flucht. Um diese zu ermöglichen, opferten sich die Überlebenden der Karawane für Luxon, indem sie sich der Übermacht entgegenstellten und diese entscheidend aufhielten. Dann tauchte plötzlich Fafhad vor den drei letzten Flüchtenden auf und bot ihnen an, sie in Sicherheit zu bringen. Er brachte sie in eine verborgene Höhle, die die Vogelreiter nicht entdeckten.
Fafhad bot sich Luxon als Führer an und gab zu, daß er hoffte, daß Luxon die Waffen des Lichtboten doch freiwillig abtreten würde. Luxon bat sich Bedenkzeit aus, und so ging es weiter auf dem Weg nach Logghard.
 
Band 49: "Der Drachensee" von Peter Terrid
Der Weg zu den Ruinen von Erham war lang für Mythor, Sadagar, No-Ango und Hrobon. Kurz vor Erreichen des Ziels wurden sie von einer Horde Drachen überfallen. Diesen Flugechsen mit über 10m Spannweite hatten sie nicht viel entgegenzusetzen. Zuerst fiel der Yarl; dann wurden Sadagar und No-Ango von den Flugechsen verschleppt. Mythor und Hrobon gelang es, sich im See von Erham zu verbergen, bis die Drachen abzogen.
Erham war einst eine reiche Stadt gewesen, die sich aber immer mehr dem Götzentum zuwandte. Eines Tages hatte ein Fluch die Stadt getroffen, und sie war in Wasser und Nebel versunken. Dies war nun die Rettung für die beiden Kämpfer. Es dauerte nicht lange, bis sie auf die ersten Menschen trafen. Sie gehörten den Drachentötern an und waren Freunde des Großen Stummen Flüsterhand.
Bei diesen erfuhren sie mehr über die Menschen in Erham. Es gab zumindest drei Gruppen. Die Drachenanbeter waren die Überlebenden der großen Flut, die noch immer ihre Götzen anbeteten. Die Drachenbändiger waren Ausgestoßene, die plündernd über den See zogen. Dann gab es noch die Drachentöter, die sich hauptsächlich aus alten Soldaten aus Logghard rekrutierten.
Von Drachen eingefangene Menschen wurden meist zu Opfern der Drachenpriester. Es wurden schauerliche Dinge erzählt, was mit ihnen geschehen sollte - schlechte Aussichten für Sadagar und No-Ango. Dennoch gelang es Mythor, ein paar der Drachentöter zu überzeugen, ihm den Weg zu zeigen.
Sadagar und No-Ango waren mittlerweile über einem Stein abgeworfen worden, der einem Dämonengesicht nachgebildet war, und befanden sich nun gebunden in der Gewalt von Drachenpriestern. Der mit Menschenknochen ausgelegte Raum machte deutlich, welches Schicksal die beiden erwartete. Doch kurz darauf sahen sie sich Coerl O'Marn gegenüber und wußten, daß Drudins Todesreiter hier waren.
Als sie den Drachen geopfert werden sollten, erwachte No-Ango jedoch aus seiner Trance. Er fühlte sich in diesem Augenblick mit dem Deddeth seines Volkes verbunden und von den Kräften des Lichts berührt; deshalb wagte er es, Herzog Krude herauszufordern. Es war ein seltsames Duell, das auf rein geistiger Ebene durchgeführt wurde: der Deddeth gegen Krudes Dämon.
Tatsächlich war der Deddeth stärker. No-Ango ging aus dem Duell enorm geschwächt hervor - Krude jedoch war tot, zu einer schrumpeligen Gestalt verkümmert. Selbst die Drachen hatten sich während des Kampfes zurückgezogen, so daß auch Sadagar noch lebte und von dem Rafher befreit wurde. Die beiden retteten sich durch einen Sprung aus der Höhe in den See.
Kurz darauf trafen sie auf Mythor, der sie ins Lager der Drachentöter mitnahm. Danach ging er direkt zu Flüsterhand. Dieser war bereit, ihn mittels des Hohen Rufes nach Logghard zu bringen; seine Freunde aber müßten hierbleiben. Dies lehnte Mythor ab und ging.
Bald begann der Angriff der Drachenbändiger gegen die Drachentöter. Die Drachenbändiger waren in der Überzahl und schienen auch zu gewinnen. Im Lauf der Schlacht wurde Mythor in die Nähe von Flüsterhands Behausung abgedrängt und suchte ihn noch einmal auf. Dort traf er plötzlich auf Luxon, der ihm Alton überreichte. Mit Hilfe seines Schwertes schaffte Mythor die Wende in der Schlacht.
Als der Sieg sicher war, tauchten aus dem Nebel plötzlich Heerscharen der Drachenanbeter auf; mitten unter ihnen waren die verbleibenden Todesreiter. Diese Übermacht war eindeutig zu groß für den verbleibenden Haufen, und schon bald standen sich Mythor und Coerl O'Marn gegenüber, wie vor Monaten schon einmal - diesmal ging es aber um Leben und Tod.
Cherzoon wußte, daß O'Marn nahezu unbesiegbar war, wenn er ihm freie Hand gäbe. Das tat er dann auch. Mythor mußte einsehen, daß er gegen diesen O'Marn keinerlei Chance hatte. Der Alptraumritter war stärker, schneller und fühlte keinen Schmerz oder Erschöpfung. Mythor hingegen konnte bald selbst Alton kaum noch halten. Aber als es Cherzoon zu lange dauerte und er wieder die komplette Kontrolle über Coerl übernahm, war dieser einen winzigen Moment lang verwirrt. Dies nutzte der Sohn des Kometen und stieß dem Gegner das Schwert in die Brust.
Coerl O'Marn, der letzte Alptraumritter, war nicht mehr. Übrig blieb nur noch ein Todesreiter, und dieser hatte sich, von No-Ango verfolgt, zurückgezogen. Der Rafher war mittlerweile von einem Drachenanbeter meuchlings ermordet worden. Und plötzlich sah Mythor die Drachen, die sich über dem Schlachtfeld sammelten. Es waren nicht hunderte, sondern tausende, und er war sicher, daß es gegen diese Streitmacht keine Hoffnung gab.
Zusammen mit Luxon, Sadagar und Hrobon machte er sich auf den Weg zu Flüsterhand, der sich nun doch bereiterklärte, alle vier nach Logghard zu schicken. Als Mythor auch seine restlichen Waffen an sich genommen hatte, ging es los. Kaum war Mythor nicht mehr da, sammelten sich die Drachen und flogen davon - gen Logghard.
 
Band 50: "Die Mauern von Logghard" von Paul Wolf
Mythor und seine Gefährten landeten in Logghard ausgerechnet in einem der Dunklen Bezirke, in denen die dunklen Mächte bereits Fuß gefaßt hatten. Nach einigen Scharmützeln mit seltsamen, aber dennoch gefährlichen Lebensformen wurden sie von einer Patrouille des Erleuchteten, des Größten Großen, mitgenommen, die schon nach ihnen gesucht hatte.
Auch Kalathee und Samed waren vor den Toren Logghards angelangt. Fafhad hatte sie einem Söldnertransport mitgegeben, damit sie vor den Nachstellungen des Shallad sicher waren. Über Logghard schwebte eine riesige schwarze Hand. Kaum war Kalathees Yarl vor dem Tor angekommen, als sich plötzlich ein Finger der Hand verlängerte und ihren Yarl überstrich. Das Tier begann zu toben und wollte eine der Mauern von Logghard einrennen, konnte aber noch rechtzeitig getötet werden. Die Schäden an der Mauer zeugten aber davon, daß dies hier häufiger passierte.
Mythor und seine Gefährten wurden zum Großen Seelenfinger gebracht, der Mythors Gesinnung prüfte. Übersetzt wurde die Pfeifsprache des Großen durch ein junges Mädchen namens Nayna. Nach der Prüfung sollte Mythor seine Waffen ablegen und dann zum Erleuchteten gehen, doch der Sohn des Kometen setzte durch, daß er seine Waffen behalten durfte.
Die Gefährten wurden unterdessen zu ihrer Unterkunft eskortiert. Ohne die Hilfe des Mädchens Nayna wären sie dort von den Wachen exekutiert worden. Nayna erklärte ihnen, daß die Großen nur an Mythors Waffen und nicht an ihm selbst interessiert seien. Das deckte sich mit Luxons Erfahrungen bei Fafhads Herrn.
Kalathee und Samed wurden zu den Helfern der Magier eingeteilt. Es gelang ihr, einen Blick auf den Sohn des Kometen zu werfen, der in einer Sänfte vorbeigetragen wurde. Doch sie sah einen fremden Mann. Als sie dann vor dem Magier stand, stellte sich dieser als Vangard vor. Da er durch Mythor und Luxon bereits von Kalathee gehört hatte, nahm er sie unter seine Fittiche.
Luxon und seine Gefährten waren inzwischen doch wieder aufgegriffen und vor den Kriegsherrn Gamhed gebracht worden. Sie wußten inzwischen, daß Hadamur nicht nur einen schlechten Namen, sondern auch nur wenig Macht in Logghard hatte. Deshalb berichteten sie Gamhed gegenüber offen über ihren Verdacht gegen die Großen.
Mythor war mittlerweile vor dem Größten der Großen angelangt. Dieser verlangte absoluten Gehorsam, dem ihm Mythor jedoch verweigerte. Dann erzählte er Mythor die wahre Geschichte um den Mythos des Sohnes des Kometen.
Der Lichtbote hatte die Mächte der Finsternis vor ca. 2.000 Menschenaltern (100.000 Jahren) geschlagen, aber nicht vernichtet. Da er weiterziehen mußte, hinterließ er die 6 Fixpunkte, wo er seinen Waffen versteckte, sowie sein Grabmal, das gleichzeitig der 7. Fixpunkt war und über dem eine nie erlöschende Lichtsäule stand - und wo sein Sohn das DRAGOMAE, das Buch der weißen Magie, sowie die Unsterblichkeit erlangen sollte. Um das Grabmal herum entstand Logghard. Die Dunklen Mächte versuchten natürlich, das Grabmal zu vernichten, und griffen immer stärker an. Doch Logghard und seine Bewohner widerstanden.
Die Großen gab es schon damals, und sie waren im Namen des Lichtboten tätig. Doch vor etwas mehr als einem halben Jahrhundert wurde klar, daß auch Logghard verloren war, wenn nicht bald der Sohn des Kometen erscheinen würde. Deshalb suchten die Großen immer intensiver nach ihm. Aber alle vermeintlich Auserwählten scheiterten an der einen oder anderen Prüfung. Doch dann kam Mythor. Die Großen waren sich sicher, nun den Richtigen gefunden zu haben, und schickten ihn nach Norden, um dort zu reifen und mit den Waffen zurückzukehren.
Aber schon in Sarphand wurden die Hoffnungen zerstört, der Junge vermeintlich getötet. An diesem Tag waren jedoch Zwillinge geboren worden. Der eine von beiden wurde der Sprecher des Erleuchteten, der andere wies alle Eigenschaften auf, die der Sohn des Kometen benötigte. Deshalb wurde er zu Mythors Nachfolger bestimmt und aufgebaut. Daß Mythor selbst überlebt hatte, war ohne Bedeutung. Albion war der rechtmäßige Sohn des Kometen, und Mythor wurde aufgefordert, seine Waffen zu übergeben.
Als er sich weigerte, wurde er von Soldaten angegriffen, doch konnte er den Kampf mit Hilfe seiner Ausrüstung rasch für sich entscheiden. Es wurden jedoch immer mehr Angreifer. Die Flucht gelang ihm hauptsächlich deswegen, weil Nayna ihm einen Ausweg zeigte. Sie führte ihn schließlich auch zu Gamhed.
Aber bevor er dort eintraf, erscholl Drachenalarm, und Mythor konnte der Gelegenheit nicht widerstehen, die erste Bewährungsprobe zu bestehen. Mit dem Sternbogen lichtete er die Reihen der Flugechsen, und als der Rest immer näher kam, zog er Alton. Doch er hatte nicht gesehen, daß eines der Reptilien einen Reiter trug. Es war Oboron, und dieser zog den Splitter des Dämonensteins. Sofort verfiel Mythor in die bekannte Starre und konnte sich nicht mehr gegen das ihm zugedachte Schicksal wehren.
Bevor Oboron Mythor angreifen konnte, stürmten jedoch Krieger des Albion heran und vertrieben ihn. Dann nahm Albion die Waffen des Lichtboten an sich und befahl, Mythor in den Schlund zu werfen, wie es die Großen geplant hatten. Der Schlund war ein ständig wachsender Spalt in der Erde, dessen Tiefe unbekannt war. An seinen Rändern floß dauernd ein zäher Schleim nach innen, der alles mitriß, was er bekommen konnte.
Mythor war aus der Sicht Albions sein Waffenträger gewesen, der ihm die Mühe abgenommen hatte, sich die Waffen selbst zu holen, und nun ausgedient hatte. Sie begaben sich durch Dunkle Gebiete zum Schlund und übergaben den bewegungsunfähigen Mythor dem Schleim. Dann zogen sie wieder ab, und Albion machte sich auf, das DRAGOMAE und die Unsterblichkeit zu erlangen.
Gamhed war inzwischen mit Vangard zusammengekommen, der Luxons Geschichte in weiten Teilen bestätigte. Doch dann kam die Meldung über Mythors Tod. Die offizielle Version lautete, daß der dämonisierte Drachenreiter ihn ermordet hätte.
 
Band 51: "Vorstoß in die Schattenzone" von Paul Wolf
Die Schlacht um Logghard begann; die Mächte der Finsternis boten unglaubliche Kräfte auf. Da waren zum einen die Drachen in nie gesehener Zahl. Dann kamen die Blitzbäume, die immer dann, wenn sie von Blitzen getroffen wurden, ganze Armaden von Pfeilen verschossen und die sich ähnlich der Pflanzen vor Leone rasch vorwärtsbewegten. Zusätzlich fielen immer mehr Himmelssteine auf die Stadt, die überall dort, wo sie einschlugen, eine Wahnsinnsstrahlung aussandten. Die Krieger, die im Hochmoor von Dhuannin den Spiegeltod gestorben waren, wurden von den Dunkelmächten getäuscht und sahen in Logghard eine Feste der Finsternis.
Nayna war es mittlerweile gelungen, den Häschern der Großen zu entgehen und sich zu Luxon durchzuschlagen. Diesem berichtete sie von Mythors Schicksal und daß dieser zwar in Lebensgefahr, aber nicht tot sei. Zusammen mit Sadagar und Hrobon machten sie sich auf, um zu seiner Rettung zu eilen. Unterwegs trafen sie auf Oboron, der ebenfalls unterwegs war, um Mythor zu finden, allerdings um sich dessen Kopf zu holen.
Mythor wurde von etwas gerufen. Es war No-Ango, der in den Deddeth seines Volkes eingegangen war und Mythor nun wecken wollte. Der Sohn des Kometen war noch immer in ein Leichentuch gewickelt, und solange er nicht mit dem Schleim in Berührung kam, bestand noch Hoffnung. Mythor befreite sich aus dem Tuch und sprang auf ein Stück Mauerwerk, das sich ebenfalls langsam nach unten bewegte. Von dort aus gelang es ihm, sich langsam von Bruchstück zu Bruchstück hochzuarbeiten.
No-Ango verabschiedete sich, um etwas gegen die Geisterreiter zu unternehmen. Er riet Mythor, sich ins Gildenhaus zu begeben. Endlich aus dem Schlund heraus, wurde Mythor von Körperjägern überwältigt. Er sollte in die Düsterzone gebracht werden, wo sein Körper auf einem Markt gehandelt werden sollte. Doch es gelang Luxon und seinen Gefährten rechtzeitig, Mythor zu befreien.
Auch Oboron war dem Sohn des Kometen auf der Spur. Er war froh darüber, daß sich dieser durch die Dunklen Bezirke bewegte, so daß es ihm leichtfiel, eine Falle aufzubauen. An dieser Stelle sprang Oboron mit gezücktem Himmelssteinsplitter auf Mythor zu... und mußte feststellen, daß ein anderer die Waffen des Kometen trug. Bevor er sich von seiner Überraschung erholt hatte, wurde er durch Albion gefällt. Auch der letzte Todesreiter war nun dahin.
Die Angriffe der Dunkelmächte wurden immer vehementer. Auf der Küstenseite brandeten unglaubliche Wogen gegen die Mauern und brachten Seeungeheuer mit, die alles bekämpften, was sie in den Griff bekamen. Ihnen folgte Drudins Scholle. Die Geisterreiter waren inzwischen auch gänzlich materiell geworden, aber es war dem Deddeth gelungen, sie "umzupolen", und so kämpften sie nun wieder für das Licht.
Mythor machte sich nun endgültig zur Lichtsäule auf. Luxon, der sich als Sohn des Rhiad zu erkennen gegeben hatte, begleitete ihn - zusammen mit 20 Kriegern Gamheds. Doch am Portal zum Grabmal des Lichtboten konnte nur Mythor weitergehen; die anderen wurden von dem dortigen Lichtvorhang nicht durchgelassen.
Im Grabmal traf er auf weise Bewohner, die unter anderem die Chronik von Logghard schrieben und die Grabmäler der Inkarnationen des Lichtboten pflegten. Später, hinter einem weiteren Lichtvorhang, fand er Zeichnungen, die denen in Gwasamees Gruft ähnelten. Nun verstand er ihre Bedeutung. Sie zeigten die Fixpunkte des Lichts und was dort zu finden war. Dabei waren die Waffen fast nebensächlich. Es ging um Wissen, Einsichten und Verständnis, die die Waffen symbolisierten. Dies wurde auch auf dem Orakelleder beschrieben, doch damals konnte Mythor dies noch nicht verstehen.
Nun aber begriff er, und er war sich sicher, daß er damit einen Vorsprung vor Albion hatte, den dieser nie und nimmer würde aufholen können. Albion hatte keinerlei Wissen über das Wesen der Dinge, so wie es Mythor nun zur Verfügung stand. Mythor sah nun den Weg, und mit dem DRAGOMAE würde er auch die Zauberformeln haben, um ihn zu beschreiten.
Plötzlich wurde das Licht der Lichtsäule schwächer, und Albion trat aus ihr hervor, in seinen Händen einen großen Kristall, das Zauberbuch der Weißen Magie. Dann erlosch die Lichtsäule vollkommen, und das Zauberbuch zerfiel in viele Teile. Albions Versuche, es wieder zusammenzusetzen, scheiterten. Dann forderte er Mythor auf, ihm zu helfen. Diesem bereitete es keine Schwierigkeiten, wieder einen ganzen Kristall zu erstellen.
Albion war plötzlich geschwächt und alterte sichtbar. Die Waffen des Lichtboten wurden ihm zu schwer, und er bat Mythor, ihm eine nach der anderen abzunehmen und für ihn zu tragen. Das Bad im Licht der Unsterblichkeit war dem ungewappneten Albion zum Verhängnis geworden und hatte sich in seiner Wirkung nun umgekehrt. Als sie den letzten Lichtbogen durchschritten, brach Albion zu Füßen einer Abordnung der Großen und Gamheds zusammen und zerfiel zu Staub.
Da die Lichtsäule erloschen war, konnte sich Mythor die Unsterblichkeit nicht holen. In seinen Augen fehlte ihm somit ein letztes Stückchen daran, zum wahren Sohn des Kometen zu werden. Aber mit der vollständigen Ausrüstung des Kometen und dem DRAGOMAE wollte er sich zunächst um die Entscheidungsschlacht um Logghard kümmern. Denn heute begann der 250. Tag der Belagerung - der Tag, den die Prophezeiungen als Tag der Entscheidung benannten.
Der Kampf, der nun entbrannte, stellte alles in den Schatten, was es seit der Zeit des Lichtboten auf dieser Welt gegeben hatte. Die Lichtsäule war erloschen, doch der Sohn des Kometen stand bereit, und das vervielfachte die Kräfte der Verteidiger. Welle um Welle der Dunkelmächte wurden zurückgeworfen, und waren sie einmal zu stark, kam Mythor und schaffte die Wende.
Als er dies sah, trat der Dämon Aubriuum selbst auf. Er, der sich in der schwarzen Hand manifestiert hatte und Logghard nun schon seit 250 Jahre berannte, wußte, daß Mythor sein letzter Gegner war. Der Zweikampf dieser beider Titanen würde in die Geschichte eingehen, so unglaublich war er. Alle anderen Kämpfe erlahmten, als sich diese beiden Giganten gegenüberstanden.
Und der Sonnenschild sollte letztendlich die Entscheidung bringen. Indem er das Böse auf sich selbst zurückwarf, stachelte er es an, immer mehr von sich einzubringen, bis es sich selbst in einer Dämonenschleife verfing und schließlich verging. Was seit Äonen nicht mehr passiert war, geschah nun. Ein Dämon hörte auf zu existieren.
Doch als alle glaubten, daß dies der endgültige Sieg der Lichtmächte gewesen sei, mußten sie sich eines besseren belehren lassen. Denn nun lief die Eisscholle Drudins aus dem Nebel in die Bucht ohne Wiederkehr. In ihrem Fahrwasser folgte die Goldene Galeere des Prinzen Nigomir.
Da ließ Mythor Vangard rufen. Mit dessen Hilfe transportierte er sich und den Magier auf die Galeere. Dort richtete er Sonnenschild und DRAGOMAE gegen Drudins Scholle und benutzte die Formeln des Zauberbuchs. Die Scholle schmolz; das Wasser in ihr fing an zu kochen, und nur diejenigen Krieger überlebten, die sich rechtzeitig ihrer Ausrüstung entledigen konnten. Auch Buruna und Lamir konnten sich retten. Drudin und sein Dämon Cherzoon im Schwarzstein stong-nil-lumen entgingen jedoch der Vernichtung.
Sie schafften es, sich auf die Goldene Galeere zu retten - auf der einen Seite sie, Mythor und Vangard auf der anderen. Das ewige Gleichgewicht der Kräfte. Deshalb konnte es hier keine Sieger und keine Besiegten geben. Wenn jemand starb, dann auf beiden Seiten. Zwischen beiden stand Prinz Nigomir - das Zünglein an der Waage.
Da Mythor wissen wollte, was jenseits der Schattenzone lag - und Cherzoon aus der Schattenzone kam - entschloß sich Nigomir, in die Schattenzone zu fahren. Aufgrund des Gleichgewichts der Kräfte konnte er den Kurs der Goldenen Galeere erstmals selbst bestimmen. Mythor wollte sich weigern, doch Vangard zog ihn unter Deck, um ihm einiges von sich zu erzählen.
Vangard kam tatsächlich aus dem Süden, aber von viel weiter südlich, als Mythor geglaubt hatte. Er kam vom südlichen Teil der Welt - von Vanga - und hatte mit einem Luftschiff die Schattenzone durchquert. Er wollte unbedingt zurück, weil er befürchtete, daß der Dhuannin-Deddeth sich Fronja als Ziel ausgesucht hatte. Das überzeugte auch Mythor, daß er sich auf dem richtigen Weg befand, zumal Logghard die Schlacht wohl kaum noch verlieren würde.
Es dauerte nur kurze Zeit, und sie erreichten die Düsterzone. Wenig später überschritten sie die Grenze zur Schattenzone. Wellen, höher als die höchsten Berge, machten aus der Goldenen Galeere einen Spielball der Gewalten. Riesige Ungeheuer versuchten sie zu fressen; die Naturgesetze schienen sich aufzuheben. Nigomir stieg nun an die höchste Stelle seines Schiffes. Da erkannte Mythor, daß der Prinz den Tod suchte, um seinen Fluch zu beenden - noch bevor die Schattenzone durchquert war.
Kurz darauf wurde Vangard von Bord gerissen und versank in den Fluten. Noch immer hatte sich Nigomir nicht für eine Seite entschieden. Cherzoon bot ihm alles, was er sich wünschte. Dies machte Mythor klar, daß der Prinz tatsächlich die Macht hatte, Rettung oder Untergang zu bringen. Dieser sprang plötzlich auf Mythor zu und umarmte ihn. In diesem Moment brach die Galeere auseinander, und alle Parteien wurden in die Fluten geworfen.
Dabei verlor Mythor den Helm und das DRAGOMAE. Nigomir war tot; er hatte sein Ziel erreicht. Aber die Waffen des Lichtboten zogen Mythor immer mehr in die Tiefe. Dann entschloß sich der Sohn des Kometen, auch die anderen Waffen abzuwerfen, um zu überleben. Mit ihnen sank auch ein großer, schwarzer Stein in die unergründlichen Tiefen. Es war der Schwarzstein aus stong-nil-lumen. Auf ihm zeigten sich wechselnde Gesichter, die alle Verzweiflung zeigten.
Cherzoon würde dort unten nicht den Tod finden, aber für lange Zeit im nassen Grab ruhen. Er würde zum Wächter der Waffen des Lichtboten werden. Mythor klammerte sich an einer Planke fest. Seine Suche nach Vangard fruchtete nichts. Er war der einzige Überlebende der Goldenen Galeere, aber er hatte die Schattenzone hinter sich gelassen.

Thomas Partzsch