Sig'Zikander
entstammt dem Volk der Omraben. Er ist ein Simulationsspieler.
Während eines bedeutenden Kampfes gegen seinen
größten Gegner bricht auf seiner Heimatwelt Dyffro VII die
mysteriöse Seuche aus, eine Art explosive Zelldeformation. Der
Planet wird sofort von der Legion unter Quarantäne gestellt;
trotzdem sterben fast alle dort befindlichen Intelligenzen eines
grauenvollen Todes.
Sig'Zikander ist einer der wenigen Überlebenden. Er wird an Bord
eines Schiffes der Legion gebracht und zu einem unbekannten Planeten
transportiert. Die nachfolgende Zeit verbringt er in einem
Regenerationstank. Nachdem er diesen verlassen kann, wird er von dem
Druiden Dolmor Sing Me'Karolni soweit wie möglich
wiederhergestellt. Doch der Omrabe ist immer noch schrecklich
entstellt; sein bisher makelloser Körper besteht nur noch aus
einer deformierten Mischung aus Fleisch und Knochen. Daher denkt er
lange Zeit an Selbstmord.
Die Welt, auf der er sich befindet, ist Annuze I, der
Stützpunktplanet der Legion. Der Druide Dolmor steht wie viele
andere Angehörige seines Volkes im Dienst der Legion. Sie
versuchen, die Seuche zu ergründen, von der niemand weiß,
wodurch sie ausgelöst wird. Selbst die Ritter von Dommrath mit
ihrer überlegenen Technik kennen kein Heilmittel gegen die
Seuche; sie können sie lediglich eindämmen. Nur die Druiden
mit ihren intuitiven Fähigkeiten können die
Überlebenden dieser Epidemie wenigstens soweit wiederherstellen,
daß diese nicht mehr vor sich hinvegetieren.
Der Druide rekrutiert Sig'Zikander für die Legion. Alle
Legionäre, von denen es insgesamt 300.000 aus den
verschiedensten Völkern Dommraths gibt, sind überlebende
Opfer der Seuche, die körperlich so schlimm geschädigt
sind, daß man ihre Herkunft teilweise nicht mehr erkennen kann.
Das Gewebe dieser Seuchenopfer ist derart deformiert, daß
selbst Organimplantate nicht mehr möglich sind. Viele
Legionäre sind daher mit künstlichen Gliedmaßen
ausgestattet.
Sig'Zikander beginnt seine Ausbildung auf einem der 100.000 Schiffe
der Legion, die mit einer beeindruckenden Technik ausgestattet sind.
Dort trifft er zum erstenmal auf andere Legionäre. In der
Folgezeit ist er an mehreren Einsätzen beteiligt. So
verstößt ein Volk in der Westside Dommraths gegen das
Verbot der Raumfahrt. Die Legion vernichtet alle Raumschiffswerften
und Industrieanlagen, schont aber jedes Leben. Auf der Welt
Sono'Olghain bricht die Seuche aus, und Sig'Zikander nimmt an einer
Hilfsmission teil. Da sich immer nur ein Teil der Legionsschiffe im
Einsatz befindet, verbringen die Legionäre den Rest ihrer Zeit
in Myh'Jahorian, ihrer eigenen Stadt auf Annuze I.
Als seine Vorgesetzte, die Caranesin Yorommos, zur Legientin, d. h.
zur Oberbefehlshaberin der Legion, befördert wird, nimmt
Sig'Zikander ihren Platz als Raumschiffskommandant ein.
Jahrzehnte vergehen.
Das aus Milliarden von Ortungssatelliten bestehende
Frühwarnsystem, das ganz Dommrath umspannt, meldet das
Eindringen außergalaktischer Raumschiffe. Eine der Aufgaben der
Legion besteht darin, genau dies zu verhindern. Die Legientin bricht
mit 1.000 Raumschiffen auf, um die Eindringlinge abzufangen und zum
Abflug aus Dommrath zu bewegen, gerät dabei jedoch in einen
Hinterhalt und wird getötet. Ihr Verband wird aufgerieben.
Sig'Zikander wird in das Kontrollzentrum der Legion bestellt und dort
zum Legienten ernannt. Mit einer Flotte von 99.000 Einheiten gelingt
es ihm schließlich, die aus 90.000 Schiffen bestehende Flotte
der Invasoren zu vernichten, nachdem diese seine Aufforderung zum
Abzug ignoriert haben. Die Legion verliert dabei 44.000
Kampfraumer.
Die auf mehreren Planeten gelandeten Außergalaktiker werden von
den Suggestoren der Ritter beeinflußt und verlieren nach und
nach jede Erinnerung an ihre Herkunft. Danach werden sie in die
Völkergemeinschaft Dommraths eingegliedert.
Sig'Zikander erhält die Nachricht, daß sich Unbefugte auf
Annuze I eingeschlichen haben. Der Planet wird in Alarmzustand
versetzt. Alle Raumschiffe der Legion schalten daraufhin ihre
Schutzschirme ein, starten von der Planetenoberfläche und
beziehen im Orbit eine neue Parkposition. Nach aufwendiger Suche
werden Startac Schroeder, Trim Marath, Keifan und Ruben Caldrogyn
gefangengenommen, die sich vorher längere Zeit mit Hilfe von
Schroeders Teleporter-Fähigkeit vor ihren Verfolgern in
Sicherheit gebracht hatten. Bevor die vier einem Verhör
unterzogen werden können, wird die Legion in Alarmbereitschaft
versetzt. 80.000 Schiffe fliegen in den Cluster 1571 ab. Die Ritter
von Dommrath verkünden den "Krisenfall Heliot".
Ernst Vlcek hat mal wieder einen ausgesprochen schönen Roman
abgeliefert. Stimmig, packend erzählt und voller
Informationen.
Dabei elektrisiert ein Begriff den Leser besonders: KRISENFALL
HELIOT.
Spätestens jetzt weiß es jeder: Mit Dommrath wird wieder
eine Brücke zu vergangenen Ereignissen geschlagen. Das war
eigentlich schon zu vermuten, aber jetzt hat man es schwarz auf
weiß.
Der Thoregon-Komplex sollte nach Ankündigung diverser PR-Macher
nicht vergessen sein, wurde aber nach Heft 2000 doch stark in den
Hintergrund gedrängt. Nun greift man dieses Thema - und nach den
bisherigen Andeutungen muß man sagen, durchaus gekonnt - wieder
auf. Manchmal dauert eben alles etwas länger.
Worum es sich bei diesem mysteriösen Krisenfall handelt, bleibt
abzuwarten. Jedenfalls hat es etwas mit den Helioten zu tun; oder
aber mit einem Planeten "Heliot" oder etwas ähnlichem. Helioten,
Thoregon - zwar sind die Zusammenhänge noch nicht klar, aber
irgendwo sollte es da einen Mega-Pilzdom geben. Ein solcher befindet
sich womöglich in einem der verbotenen Cluster Dommraths?!? Die
SOL ist bekanntlich in Heft 2047 in einem Mega-Dom verschwunden und
nicht an ihrem Ziel im PULS von DaGlausch aufgetaucht. Befindet sich
die SOL jetzt in Dommrath??? Nach beinahe zwanzig Heften sollte sie
langsam wieder erscheinen. Und ausgerechnet hier, das wäre
wünschenswert. Dann hätte man keine dritte Handlungsebene
und verzettelt sich nicht.
Doch auch wenn das nicht der Fall sein sollte: Dieser Krisenfall wird
seit langer Zeit erwartet, und die Ritter setzen ohne großes
Zaudern auch gleich 80.000 Schiffe in Marsch. Da wird nicht
gekleckert, sondern geklotzt. Offenbar hat man mit einem Begriff wie
"Heliot" nur wenig Angenehmes zu verbinden...
Aber auch sonst bietet der Roman einige Höhepunkte.
Die Monochrom-Mutanten und ihre beiden Gefährten dürften
bald den Rittern von Dommrath gegenüberstehen. Da werden dann
etliche Rätsel aufgelöst. Schon jetzt ist sicher:
Zunächst geht es vier Bände in die Milchstraße (auch
dort kommen die Ereignisse plötzlich in Fahrt, denn die
Arkoniden bereiten einen Angriff auf Terra vor), und danach wird
wieder nach Dommrath umgeblendet. Die Titelvorschau (PR 2069: Die
Ritter von Dommrath, PR 2070: In der Sternenkammer, PR 2071: Der
siebte Ritter) spricht Bände.
Es gibt sie also tatsächlich, die Ritter von Dommrath - auch
wenn das zunächst nicht so aussah (geschickte Täuschung
seitens des Teams). Und sie haben offenbar mächtige Feinde.
Denn daß die Seuche erst auf diesem, dann auf jenem Planeten
spontan ausbricht, ohne daß es einen dafür
Verantwortlichen gibt, dürfte im PR-Kosmos eigentlich nicht
vorkommen. Man darf sich also getrost darauf einstellen, daß
auch in Dommrath in nächster Zukunft einiges geschieht. Zwar
wurde gemutmaßt, die Seuche könne von den Rittern selber
stammen. Das Ziel wäre klar: Man bereitet sich auf einen
Einsatzfall vor, in dem man nur solche Soldaten einsetzen kann, die
gegen die Seuche resistent sind. Aber da die Ritter um beinahe jeden
Preis intelligentes Leben schützen, dürfte das nicht so
recht zu ihrem Charakterprofil passen.
Zudem haben die Ritter ein beachtliches Industriepotential. Ihre
Technik ist ziemlich fortschrittlich, denn immerhin besitzen die
Schiffe der Legion Energieschirme, die ihnen den Aufenthalt im
Zentrum einer Sonne erlauben. Und die Offensivwaffen der
Legionsschiffe (Transitionsschleudern) hätten die Terraner in
ihrer jetzigen Situation wohl auch gerne... Nicht ganz erklärbar
ist, daß die außergalaktischen Invasoren gleich die halbe
Flotte der Legion ins Jenseits schicken (aber vielleicht handelt es
sich hier schon um die Vorhut der Ritter-Gegner?). Aber selbst solche
Verluste werden in kurzer Zeit ausgeglichen (solche Werftanlagen
hätte die LFT wohl ebenfalls dringend nötig).
Auch die Charakterisierung sowie der Lebensweg Sig'Zikanders wurde
von Ernst Vlcek recht ansprechend in Szene gesetzt. Dieser Omrabe ist
schon ziemlich bemitleidenswert, und doch mausert er sich im Lauf der
Zeit ganz erheblich (er bringt es immerhin zum Kommandanten der
Legion). Seltsam an Sig'Zikander ist nur, daß er sich anfangs
sein Geld gerade mit Raumkampfsimulationen verdiente... (* Mit
einem kleinen bißchen Phantasiebereitschaft gar nicht soooo
abwegig, finde ich... ;-) Wie hieß noch gleich dieser Film, in
dem so ein junger Mann zuerst den absoluten Highscore in einem
Computerspiel lieferte, dies aber nur ein Test war und er
anschließend in einem echten Raumschiff gleichermaßen
echte Feindraumschiffe abschießen mußte, um die Welt zu
retten? "Star Kid" oder so? Heike)
Fazit:
Langsam, aber sicher, kommt Bewegung in die Handlung. Auf die
Fortsetzung in Dommrath darf man sich freuen. Auch in der
Milchstraße bahnen sich dramatische Ereignisse an. Die Serie
macht langsam wieder Spaß. Darauf hat man gewartet.
13 Punkte
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Oho, das ist doch mal was. Ernst Vlcek bietet mit
"Zikanders Körper" wirklich gute Unterhaltung. Zwar
bringt der Roman die Haupthandlung nicht besonders viel
weiter, doch glänzt diese gelungene Lebensbeschreibung
Zikanders mit vielen Hintergrundinfos und -rätseln, die
zum Spekulieren einladen, und bietet zudem ein hohes
Lesevergnügen. |
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Das ist doch wieder typisch. Da passiert endlich mal was
Spannendes, und als Belohnung wird dann auch gleich die
Handlungsebene gewechselt. Als Leser möchte man dann
natürlich schreien, aber so funktioniert das Spiel
halt, und so gut wie in diesem Roman hier wurde es auch
schon länger nicht mehr praktiziert. |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |