Frankreich, 1493
Eine Hexe namens Marie soll verbrannt werden. Als der Inquisitor sie
zum Scheiterhaufen zerrt, will er unbedingt wissen, wo Maries Tochter
ist. Bevor er sie endgültig der tobenden Menge
überläßt, schwört er, auch die letzte Erbin der
Zwölf zu erledigen.
Gegenwart: Jane und Donna unternehmen einen Ausflug nach Salem, ins
Hexenmuseum. Dort treffen sie auf eine Schulklasse, die den Ausflug
offensichtlich gelangweilt über sich ergehen läßt.
Zwei Schülerinnen, Gwen und Lilith, setzen sich ab, um in Ruhe
eine zu rauchen. Urplötzlich erscheint eine Gestalt mit einer
langen Kutte und greift sich Gwen. Mit der Bemerkung, daß sie
die Falsche sei, bricht er ihr das Genick. In Panik rennt Lilith in
Jane hinein. Sie und Donna nehmen sich des Falles an.
Kurz zuvor stöbert Frank in der Bibliothek in den
Bücherregalen. Urplötzlich befindet sich ein Buch über
weiße Hexen auf dem Pult. Neugierig liest Frank von dem
Schicksal zwölf weißer Hexen, die einst einen ewigen Feind
gebannt haben. Ein Wesen, das sich der Inquisitor nennt, ist seitdem
auf den Spuren der Hexen und vernichtet sie mit seinem Runendolch. Er
ist für die Hexenprozesse in Salem verantwortlich. Frank
weiß von Janes Ausflug und vermutet einen Zusammenhang. Er
bricht sofort nach Salem auf.
Und er kommt keine Sekunde zu früh. Denn das Wesen, das sich der
Inquisitor nennt, hat es auf Lilith abgesehen und bringt sie und Jane
in Bedrängnis. Doch Frank kann vorerst nur Donna aus der
Gefahrenzone entfernen, da Jane und Lilith hinter einer regelrechten
Möbelwand verborgen sind. Lilith greift zu seinem Amulett, das
sie schon vorher irgendwie angezogen hatte - es gelingt ihr, es zu
aktivieren. Sie kann den Dämon solange aufhalten, bis Frank
eingreifen kann. Sein Angriff führt dazu, daß die Waffe
des Dämons in dessen Körper eindringt und ihn
vernichtet.
Vergangenheitsabenteuer scheinen es dem Team angetan zu haben.
Diesmal geht es nicht ganz so weit zurück wie im
Vorgängerroman - wir bleiben diesmal im Mittelalter und landen
bei den Hexenprozessen.
Und natürlich denkt man bei diesem Begriff unweigerlich an Salem
in Massachusetts. Dieser kleine Ort scheint die Horrorroman-Autoren
zu inspirieren.
Die Handlung läßt sich ja zu Beginn relativ gut an. Wir
haben eine netten Teaser, der direkt zur Nebenhandlung im Mittelalter
führt. Da stimmt die Atmosphäre, und man ahnt: Der
Inquisitor ist nicht das, was er zu sein scheint. Auch die
Gegenwartsszene ist okay, obwohl: Daß wir einen ruhigen Tag im
Leben des Teams erleben werden, ist - sehr unwahrscheinlich. ;-) Aber
wie Jane und Donna mit frohem Sinn nach Salem eilen, hat was. Danach
jedoch überschlägt sich die Handlung geradezu. Okay, FM ist
eine Action-Serie, da darf natürlich auch jede Menge Action
vorkommen. Aber irgendwie wirkt der Rest des Plots überhastet
und sehr übereilt. Hyde läßt dem Leser keine Luft zum
Atemholen und zum Innehalten - selbst bei den Rückblenden
nicht.
Das wäre dann aber auch schon der einzige größere
Kritikpunkt. Ansonsten bietet der Roman unterhaltsame und solide
Horrorliteratur. Mal sehen, ob Lilith nochmals auftauchen wird. Da
Jane sich allmählich auf dem Weg zu einer echten Hexe befindet,
bietet das sicherlich noch einmal Stoff für einen guten Roman.
;-)
Fazit:
Abgesehen von der stellenweise arg überhasteten Handlung bietet
der Roman solide Unterhaltung.
7 Punkte