Frank MacLachlan

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Band 33: "Der Inquisitor"

Autor: Dorian Hyde

Frankreich, 1493
Eine Hexe namens Marie soll verbrannt werden. Als der Inquisitor sie zum Scheiterhaufen zerrt, will er unbedingt wissen, wo Maries Tochter ist. Bevor er sie endgültig der tobenden Menge überläßt, schwört er, auch die letzte Erbin der Zwölf zu erledigen.
Gegenwart: Jane und Donna unternehmen einen Ausflug nach Salem, ins Hexenmuseum. Dort treffen sie auf eine Schulklasse, die den Ausflug offensichtlich gelangweilt über sich ergehen läßt. Zwei Schülerinnen, Gwen und Lilith, setzen sich ab, um in Ruhe eine zu rauchen. Urplötzlich erscheint eine Gestalt mit einer langen Kutte und greift sich Gwen. Mit der Bemerkung, daß sie die Falsche sei, bricht er ihr das Genick. In Panik rennt Lilith in Jane hinein. Sie und Donna nehmen sich des Falles an.
Kurz zuvor stöbert Frank in der Bibliothek in den Bücherregalen. Urplötzlich befindet sich ein Buch über weiße Hexen auf dem Pult. Neugierig liest Frank von dem Schicksal zwölf weißer Hexen, die einst einen ewigen Feind gebannt haben. Ein Wesen, das sich der Inquisitor nennt, ist seitdem auf den Spuren der Hexen und vernichtet sie mit seinem Runendolch. Er ist für die Hexenprozesse in Salem verantwortlich. Frank weiß von Janes Ausflug und vermutet einen Zusammenhang. Er bricht sofort nach Salem auf.
Und er kommt keine Sekunde zu früh. Denn das Wesen, das sich der Inquisitor nennt, hat es auf Lilith abgesehen und bringt sie und Jane in Bedrängnis. Doch Frank kann vorerst nur Donna aus der Gefahrenzone entfernen, da Jane und Lilith hinter einer regelrechten Möbelwand verborgen sind. Lilith greift zu seinem Amulett, das sie schon vorher irgendwie angezogen hatte - es gelingt ihr, es zu aktivieren. Sie kann den Dämon solange aufhalten, bis Frank eingreifen kann. Sein Angriff führt dazu, daß die Waffe des Dämons in dessen Körper eindringt und ihn vernichtet.

Vergangenheitsabenteuer scheinen es dem Team angetan zu haben. Diesmal geht es nicht ganz so weit zurück wie im Vorgängerroman - wir bleiben diesmal im Mittelalter und landen bei den Hexenprozessen.
Und natürlich denkt man bei diesem Begriff unweigerlich an Salem in Massachusetts. Dieser kleine Ort scheint die Horrorroman-Autoren zu inspirieren.
Die Handlung läßt sich ja zu Beginn relativ gut an. Wir haben eine netten Teaser, der direkt zur Nebenhandlung im Mittelalter führt. Da stimmt die Atmosphäre, und man ahnt: Der Inquisitor ist nicht das, was er zu sein scheint. Auch die Gegenwartsszene ist okay, obwohl: Daß wir einen ruhigen Tag im Leben des Teams erleben werden, ist - sehr unwahrscheinlich. ;-) Aber wie Jane und Donna mit frohem Sinn nach Salem eilen, hat was. Danach jedoch überschlägt sich die Handlung geradezu. Okay, FM ist eine Action-Serie, da darf natürlich auch jede Menge Action vorkommen. Aber irgendwie wirkt der Rest des Plots überhastet und sehr übereilt. Hyde läßt dem Leser keine Luft zum Atemholen und zum Innehalten - selbst bei den Rückblenden nicht.
Das wäre dann aber auch schon der einzige größere Kritikpunkt. Ansonsten bietet der Roman unterhaltsame und solide Horrorliteratur. Mal sehen, ob Lilith nochmals auftauchen wird. Da Jane sich allmählich auf dem Weg zu einer echten Hexe befindet, bietet das sicherlich noch einmal Stoff für einen guten Roman. ;-)

Fazit:
Abgesehen von der stellenweise arg überhasteten Handlung bietet der Roman solide Unterhaltung.
7 Punkte

Christian Spließ