1999
führt Major Isaac Torn in Jugoslawien ein Kommando an, das das
Ziel hat, albanische Geiseln und gefangengenommene NATO-Piloten aus
der Hand der Serben zu befreien. Das Kommando läuft zuerst ganz
nach Plan ab, aber Torn und seine Männer geraten in eine Falle.
Sie werden von einem Zweimeter-Hünen gefangengeommen, und Isaac
erlebt die Hölle auf Erden. Seine Männer werden der Reihe
nach getötet. Nur er überlebt. Den Grund dafür
weiß er allerdings nicht.
Zwei Jahre danach: Seit seiner Rückkehr hat Isaac sich von
seiner Freundin Rebecca entfremdet; er fährt Taxi, um die Raten
für das Haus aufzubringen. Er hat sein Leben nach dem Desaster
niemals richtig in den Griff bekommen. Seine militärische
Karriere ist ebenfalls gelaufen.
In der Vergangenheit machen sich mehrere Expeditionen auf, um
merkwürdige metallene Artefakte zu bergen. Doch bevor sie die
Gegenstände bergen können, werden sie von finsteren
Mächten umgebracht. Dahinter scheint der Hüne mit der
metallenen Maske zu stecken, der Torn damals gefoltert hat. Offenbar
hat er etwas mit ihm vor.
Eines Abends erhält Torn Besuch von zwei Mitgliedern des
Pentagon. Sie bieten ihm viel Geld an, wenn er sich für ein
Experiment zur Verfügung stellt. Torn überlegt nicht lange;
schließlich kann er sich (und Rebecca) nach Ablauf des
Experiments mit diesem Geld ein würdevolles Leben leisten.
Seltsamerweise wird er gewarnt, das Experiment nicht anzutreten. Torn
glaubt den Warnungen jedoch nicht. Während seines Besuchs
erhält Rebecca die Nachricht, daß sie schwanger ist. Als
Torn ihr von dem Experiment erzählt, ist sie nicht
einverstanden. Schließlich stimmt er ihr zu. Er wird das
Experiment nicht antreten.
Aber der Hüne mit der Metallmaske ahnt, daß Rebecca
für den Fortgang hinderlich sein wird. Sie muß sterben.
Als Torn am anderen Morgen das Haus verläßt, um den
Penatgon-Leuten seinen Entschluß mitzuteilen, überfallen
Dämonen das Haus und töten Rebecca. Dieses Ereignis stimmt
Torn um. Er wird das Experiment durchführen - zudem ist er
dadurch vor den Nachstellungen der Polizei geschützt, die in ihm
den Mörder seiner Frau sehen.
Isaac wird nach Area 51 gebracht. Dort steht er einer metallenen
Konstruktion gegenüber: einer Zeitmaschine. Dadurch könnte
er den Mord an Rebecca verhindern. Trotz einer erneuten Warnung
durchschreitet Torn die Zeitmaschine und beginnt seine Reise.
Jetzt ist sie
also endlich da, die neue Bastei-Serie. Diesmal hat sich der Verlag
zum Start etwas einfallen lassen, das bei Heftromanen bisher nicht
üblich ist: Der erste Band erscheint als Variant-Cover.
Einerseits natürlich nett für die Sammler, andererseits hat
der normale Leser dadurch zweifache Ausgaben. Na ja, der Rezensent
hat es mal zähneknirschend in Kauf genommen. Ob die Cover den
Preis wert waren, darüber muß der Leser ohnehin selbst
entscheiden.
Über die Probleme, die der erste Band einer neuen Serie hat, ist
schon etliches geschrieben worden: Darüber, daß man die
Hauptpersonen - hier Torn - einzuführen hat, gleichzeitig jedoch
eine spannende Handlung entwickelt werden muß, um den Leser bei
der Stange zu halten. Schließlich soll ja auch der zweite Band
verkauft werden.
Nun ja, die Handlung ist doch recht spannend. Jedenfalls sind die
ersten Seiten sehr gelungen, haben Atmosphäre und machen
neugierig auf die nächsten Seiten. Diese Qualitäten hat der
Rest des Romans zwar nicht mehr aufzuweisen, aber offen gestanden:
Der Rezensent hatte von Michael J. Parrish weitaus Schlechteres
erwartet. Schließlich schreibt der Autor ja auch für
Maddrax...
Der Plot an sich - nun ja, geben wir es zu: Er ist ganz nett, aber
nichts, was man nicht irgendwo schon mal so oder ähnlich gelesen
hat. Daß Torn nun "ein Held sei, wie es zuvor keinen gab", wie
auf der LKS zu lesen ist - das konnte der Rezensent bisher noch nicht
erkennen. Dafür orientiert sich MJP doch recht deutlich an schon
vorhandenen Plots. Einsamer Held, hübsche Gefährtin -
irgendwie war es klar, daß diese auf der Strecke bleibt, denn
schließlich braucht man ja etwas, das den Helden antreibt
(böser Endgegner etc.).
Die Charaktere sind gut gestaltet, wobei Torn doch beeindruckt.
Allerdings: Ein zerrissener, gebrochener Held ist nun auch nicht
gerade neu. Inwieweit da das Vorbild "Spawn" mit reinspielt,
weiß der Rezensent nicht, da er die Comic-Reihe nicht
kennt.
Warten wir ab, ob die Serie von den Lesern angenommen und nach Band
12 fortgesetzt wird. Aber dazu muß man die nächsten Romane
kennen...
Fazit:
Ein netter Einstiegsroman, der zwar nichts Neues bietet, aber
Gewohntes recht hübsch verpackt.
8 Punkte
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Und wieder einmal hat eine neue Bastei-Serie das Licht
der Welt erblickt. Mangelnden Mut zum Risiko kann man dem
Verlag jedenfalls nicht vorwerfen, er versucht es immer
wieder - wenn auch mit manchmal recht zwiespältigem
Ergebnis. Trotzdem gebührt dem Verlag natürlich
ein dickes Lob für diesen Mut. |