Im Labor
versuchen Anna und Andi, hinter den Sinn des Centro Domini zu kommen.
Es stellt sich heraus, daß das Buch zur Agenda der Ewigkeit
führt - diese ist offensichtlich in Stonehenge versteckt. So
düsen Anna und Andi erneut nach London.
Sandra und Jürgen, die durch den Duplizierer irgendwie durch
Zeit und Raum geschleudert wurden, versuchen in der Zwischenzeit,
sich zu orientieren. Sandra entdeckt die Anwesenheit von
Bewußtseinen in der Ferne - es könnten Menschen sein, aber
sie ist sich nicht sicher. Gemeinsam brechen sie in Richtung der
Stadt oder des Dorfes auf. Ganz so viel Glück haben die beiden
anderen Lightfighter nicht gehabt - Dorian und Nina erwachen in einer
Art Verlies. Nina erkennt die eingeritzten Schriftzeichen als die
Schrift einer längst vergangenen Epoche. Die Lightfighter haben
also eine Zeitreise gemacht.
Torsten und sein geheimnisvoller Verbündeter - eine
wunderschöne Lady - haben ebenfalls erfahren, daß die
Agenda in Stonehenge ist. Torsten macht sich auf den Weg. Michael,
der im Koma liegt, schwebt mittlerweile zwischen Licht und Dunkelheit
und erlebt dutzendmal dasselbe Bild: ein lachender Torsten und
Schwärze, die die Lightfighter vernichtet.
Als Jürgen und Sandra die Stadt erreichen, werden sie schon
erwartet: Nil're'm, ein alter Freund Karsten Hartmanns, hat sie -
kurz nachdem der Dämon den Duplizierer beschädigte - in
diese Zeit geholt. Sie sind in Atlantis gelandet.
In Stonehenge angekommen, gelingt es Andi und Anna tatsächlich,
die Agenda der Ewigkeit zu finden. In ihr ist die Geschichte der
Tränen der Engel verzeichnet, machtvolle Artefakte, die in
Amuletten verarbeitet wurden. Michael besitzt eines davon, und der
Herrscher über die dunkle Seite von Atlantis, dort, wo Dorian
und Nina gelandet sind, hat ebenfalls eine Träne. Sie
ermöglicht Zeitreisen. Dies wissen zwar Andi und Anna nicht,
aber Nil're'm weiß davon. Zusammen mit Jürgen und Sandra
brechen sie auf, um die anderen Lighfighter vor Zorek, dem dunklen
Herrscher, zu retten.
In Stonehenge kommt es zum Kampf zwischen Torsten und Andi und Anna.
Es gelingt Torsten für kurze Zeit, die Agenda in seine
Hände zu bekommen, aber der schwarze Schatten, der schon einmal
zugunsten der Lightfighter eingegriffen hat, verhindert es. Er
verspricht, die Agenda für den zukünftigen Besitzer
aufzubewahren, und verschwindet. Andi und Anna kehren nach London
zurück - gerade rechtzeitig, um die Ankunft der drei
Lightfighter und Nil're'ms zu erleben. Es ist ihnen gelungen, Zoreks
Amulett in die Finger zu bekommen. Während der Zeitreise ist
Nina sozusagen über Bord gefallen und momentan in Raum und Zeit
verschollen. Was die Lightfighter und Nil're'm nicht ahnen: Zorek,
der Dämon, der die dunkle Hälfte von Atlantis regiert hat,
ist mit ihnen durch die Zeit gereist.
Ein gutes hat diese Ausgabe schon mal - die Rechtschreibfehler sind
fast gar nicht mehr vorhanden, nur ab und an fallen sie dem Leser
noch auf. Aber das ist schon mal eine Verbesserung. Im
Leserbriefkasten geht Mike Hard auch auf diese Vorwürfe ein -
eine Autorin liest also jetzt die Texte gegen. Manchmal macht sich
Meckern wirklich bezahlt. ;-)
Tja, was soll man zu diesem Roman sagen? Die Storyline wird
konsequent fortgesetzt, und man erfährt Näheres über
das Schicksal der vier verschollenen Lightfighter. Zugegeben, diese
Lösung ist doch etwas platt - ein Magier aus Atlantis rettet sie
halt, kurz bevor der Dämon sein Werk beenden kann. Da sieht man
mal wieder, daß das Deus-ex-machina-Prinzip nicht so leicht
auszurotten ist. Der Magier entpuppt sich dann auch noch - welch ein
Zufall - als ein alter Freund Karsten Hartmanns. Hmmmm... (* Aber
rückwärts gelesen hast Du den Namen dieses Magiers
anscheinend nicht? Ich tue sowas ganz gern, und diesmal kam mir
eigentlich eher die Artus-Sage statt Atlantis in den Sinn...
Heike)
Diesmal halten sich auch die Anleihen an andere bekannte Universen in
Grenzen - allmählich wird das Universum der Lightfighter wohl
eigenständig. Und mal wieder ist ein sehr originelles Element
drin: die Tränen der Engel.
Daß dieses Zweckbündnis, das Torsten und die ominöse
Lady geschlossen haben, wohl nicht von langer Dauer sein wird, deutet
sich jetzt schon an.
Fazit:
Die Story-Line wird konsequent vorangetrieben, das Serien-Universum
steht allmählich auf eigenen Füßen - kurz, dieser
Band ist schon recht ordentlich. Noch nicht allzu gut, aber erheblich
besser als die anderen Bände.
7 Punkte