Das Erbe der Macht

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Band 3: "Die Agenda der Ewigkeit"

Autor: Mike Hard

Im Labor versuchen Anna und Andi, hinter den Sinn des Centro Domini zu kommen. Es stellt sich heraus, daß das Buch zur Agenda der Ewigkeit führt - diese ist offensichtlich in Stonehenge versteckt. So düsen Anna und Andi erneut nach London.
Sandra und Jürgen, die durch den Duplizierer irgendwie durch Zeit und Raum geschleudert wurden, versuchen in der Zwischenzeit, sich zu orientieren. Sandra entdeckt die Anwesenheit von Bewußtseinen in der Ferne - es könnten Menschen sein, aber sie ist sich nicht sicher. Gemeinsam brechen sie in Richtung der Stadt oder des Dorfes auf. Ganz so viel Glück haben die beiden anderen Lightfighter nicht gehabt - Dorian und Nina erwachen in einer Art Verlies. Nina erkennt die eingeritzten Schriftzeichen als die Schrift einer längst vergangenen Epoche. Die Lightfighter haben also eine Zeitreise gemacht.
Torsten und sein geheimnisvoller Verbündeter - eine wunderschöne Lady - haben ebenfalls erfahren, daß die Agenda in Stonehenge ist. Torsten macht sich auf den Weg. Michael, der im Koma liegt, schwebt mittlerweile zwischen Licht und Dunkelheit und erlebt dutzendmal dasselbe Bild: ein lachender Torsten und Schwärze, die die Lightfighter vernichtet.
Als Jürgen und Sandra die Stadt erreichen, werden sie schon erwartet: Nil're'm, ein alter Freund Karsten Hartmanns, hat sie - kurz nachdem der Dämon den Duplizierer beschädigte - in diese Zeit geholt. Sie sind in Atlantis gelandet.
In Stonehenge angekommen, gelingt es Andi und Anna tatsächlich, die Agenda der Ewigkeit zu finden. In ihr ist die Geschichte der Tränen der Engel verzeichnet, machtvolle Artefakte, die in Amuletten verarbeitet wurden. Michael besitzt eines davon, und der Herrscher über die dunkle Seite von Atlantis, dort, wo Dorian und Nina gelandet sind, hat ebenfalls eine Träne. Sie ermöglicht Zeitreisen. Dies wissen zwar Andi und Anna nicht, aber Nil're'm weiß davon. Zusammen mit Jürgen und Sandra brechen sie auf, um die anderen Lighfighter vor Zorek, dem dunklen Herrscher, zu retten.
In Stonehenge kommt es zum Kampf zwischen Torsten und Andi und Anna. Es gelingt Torsten für kurze Zeit, die Agenda in seine Hände zu bekommen, aber der schwarze Schatten, der schon einmal zugunsten der Lightfighter eingegriffen hat, verhindert es. Er verspricht, die Agenda für den zukünftigen Besitzer aufzubewahren, und verschwindet. Andi und Anna kehren nach London zurück - gerade rechtzeitig, um die Ankunft der drei Lightfighter und Nil're'ms zu erleben. Es ist ihnen gelungen, Zoreks Amulett in die Finger zu bekommen. Während der Zeitreise ist Nina sozusagen über Bord gefallen und momentan in Raum und Zeit verschollen. Was die Lightfighter und Nil're'm nicht ahnen: Zorek, der Dämon, der die dunkle Hälfte von Atlantis regiert hat, ist mit ihnen durch die Zeit gereist.

Ein gutes hat diese Ausgabe schon mal - die Rechtschreibfehler sind fast gar nicht mehr vorhanden, nur ab und an fallen sie dem Leser noch auf. Aber das ist schon mal eine Verbesserung. Im Leserbriefkasten geht Mike Hard auch auf diese Vorwürfe ein - eine Autorin liest also jetzt die Texte gegen. Manchmal macht sich Meckern wirklich bezahlt. ;-)
Tja, was soll man zu diesem Roman sagen? Die Storyline wird konsequent fortgesetzt, und man erfährt Näheres über das Schicksal der vier verschollenen Lightfighter. Zugegeben, diese Lösung ist doch etwas platt - ein Magier aus Atlantis rettet sie halt, kurz bevor der Dämon sein Werk beenden kann. Da sieht man mal wieder, daß das Deus-ex-machina-Prinzip nicht so leicht auszurotten ist. Der Magier entpuppt sich dann auch noch - welch ein Zufall - als ein alter Freund Karsten Hartmanns. Hmmmm... (* Aber rückwärts gelesen hast Du den Namen dieses Magiers anscheinend nicht? Ich tue sowas ganz gern, und diesmal kam mir eigentlich eher die Artus-Sage statt Atlantis in den Sinn... Heike)
Diesmal halten sich auch die Anleihen an andere bekannte Universen in Grenzen - allmählich wird das Universum der Lightfighter wohl eigenständig. Und mal wieder ist ein sehr originelles Element drin: die Tränen der Engel.
Daß dieses Zweckbündnis, das Torsten und die ominöse Lady geschlossen haben, wohl nicht von langer Dauer sein wird, deutet sich jetzt schon an.

Fazit:
Die Story-Line wird konsequent vorangetrieben, das Serien-Universum steht allmählich auf eigenen Füßen - kurz, dieser Band ist schon recht ordentlich. Noch nicht allzu gut, aber erheblich besser als die anderen Bände.
7 Punkte

Christian Spließ