Nach einem
Abenteuer in Schottland benutzen der Parapsychologe Professor Zamorra
und seine Kampfgefährtin Nicole Duval, wie so oft, die
Regenbogenblumen, die einen zeitlosen Transport von einem Ort zum
anderen - oder wahlweise auch zu einer anderen Dimension -
ermöglichen. An jedem Ort muß zum einen eine solche
Kolonie aus Regenbogenblumen wachsen, und andererseits müssen
die Benutzer eine klare gedankliche Vorstellung des Ziels haben.
Das Ziel der beiden ist Chateau Montagne in Frankreich. Dort treten
sie auch aus den Regenbogenblumen hervor. Nur daß Zamorra
während des Transports kurz abgelenkt war... Was wäre, wenn
es einen bösen Zamorra gäbe, jemanden, der nicht auf Seiten
des Lichts stünde, sondern stattdessen mit dem Bösen
paktieren würde?
Wie schon einmal, als die Regenbogenblumen Benutzer unerwartet durch
die Zeit transportierten, landen die beiden diesmal in einem
Spiegeluniversum.
Dort herrscht ein brutaler Zamorra, ein Schwarzmagier, der das Dorf
unterhalb des Chateaus unter seiner Kontrolle hält.
Wie zum Beispiel Pater Ralph. Als dieser seinen Unmut über den
Schloßherrn äußert und Zamorra davon erfährt,
fährt er zum Dorf hinunter und setzt seine magischen Kräfte
ein: Der Pater schlägt im wahrsten Sinne des Wortes Wurzeln, und
die anderen Dorfbewohner müssen den Pater, der von den Beinen an
in einen Baum verwandelt wurde, aus der Erde buddeln.
Die "echten" Dämonenjäger wundern sich zwar über
Kleinigkeiten, die sich seit ihrer Abreise geändert haben.
Wirklich klar wird ihnen die Situation aber erst, als sie von
bewaffneten Männern attackiert werden.
Parallel dazu fahren Carsten Möbius und Michael Ullich nach der
Beerdigung des alten Möbius aus dem Harz nach Frankfurt
zurück. Carsten wundert sich, daß Zamorra nicht zur
Beerdigung seines alten Freundes gekommen ist. Noch schwieriger wird
die Lage aber, als er kurze Zeit später vom Eintreffen Ty
Senecas erfährt, der ihm stolz verkündet, daß er nun
Eigentümer des Möbius Konzerns sei.
Im Chateau kristallisiert sich heraus, daß die Nicole Duval
dieser Welt ein Verhältnis mit Pascal Lafitte hat, einem engen
Freund der beiden "echten" Schloßherren, mit dem die echte
Duval jedoch niemals ein Verhältnis eingehen würde.
Auch Fooly existiert in dieser Welt; er wird von Zamorra
gefangengehalten und dazu gezwungen, Menschen zu jagen, die aus dem
Schloß flüchten. Wie zum Beispiel Zamorra und Nicole, die
jedoch nach einer kurzen Gefangennahme von Zamorra mit dessen
Parakräften gestellt und zum Chateau zurückgebracht werden,
wo die beiden ein erstes Mal ihre Kräfte proben.
Harter Tobak, genial umgesetzt, geradezu fies für eine
14täglich erscheinende Serie!
Ein starker Auftakt für einen Vierteiler, den Werner K. Giesa
zusammen mit Heike, Nicky Pressburger und Claudia Kern ausgearbeitet
hat und den Claudia und Werner verfaßt haben.
Den ersten Teil eines Mehrteilers zu bewerten, ist natürlich
immer schwierig. Aber dieser Einstieg ist vor allem eines: rundum
perfekt vom Aufbau her, auch die parallele Handlungsschiene mit der
Übernahme des Möbius Konzerns durch Ty Seneca (ob dieser
aus der Spiegelwelt stammt, wohin er am Ende des Mehrteilers wieder
verschwindet?).
Äußerst ominös auch das Auftauchen von Luc Avenge,
der in dieser Welt keine großartig andere Rolle spielt als in
der "echten" Welt.
15 Punkte.