Nachdem
Isaac Torn den Vortex durchschritten hat, landet er etwas unsanft in
der Nähe seines Hauses. Er hat nur einen Gedanken: Wenn er
wirklich durch die Zeit gereist ist, könnte Rebecca noch am
Leben sein.
Als er ihr gemeinsames Haus betritt, erwartet ihn eine sichtlich
gealterte Rebecca. Sie beschuldigt ihn des Verrats und verwandelt
sich schließlich in einen Dämon. Torn flüchtet
vollkommen verwirrt. Er stolpert über die Leiche des Deputys Joe
Cunnings, die sich urplötzlich gegen ihn wendet. Erneut kann
Torn entkommen.
In Summerset herrscht der Ausnahmezustand. Soldaten schießen
auf Zivilisten, und in Torns Stammkneipe versucht sein Freund Tony,
ihn zu ermorden. Torn wehrt sich erfolgreich.
In den Ruinen der Stadt trifft er auf eine verängstigte Frau,
die sich ihm förmlich an den Hals wirft. Auf dem Weg zu ihrem
Versteck werden beide von einer Krake angegriffen, die
merkwürdigerweise Torns Begleiterin verschont. Den Grund
dafür erfährt Torn wenig später: Denn seine
Begleiterin ist ein Spinnendämon, der Männer zu sich lockt,
um sie anschließend zu verspeisen. Es gelingt Isaac, der Spinne
zu entkommen.
In der Straße begegnet Torn einem Kind, das ihn anspricht und
sich plötzlich in einen älteren Mann mit Bart verwandelt.
Wenige Sekunden später befindet er sich in einer fremden
Dimension und wird von den Lu'cen angeklagt, mit den Dämonen
gemeinsame Sache gemacht zu haben. Die Lu'cen, eine hochentwickelte
Rasse, die einst dem Menschen ähnlich war, kämpfen seit
Äonen gegen die Grah'tak - und die Zeitmaschine, die Torn
betreten hat, war ein Dimensionsportal. Mit seiner Hilfe sind die
Dämonen auf die Erde gekommen. Nach einer Prüfung sprechen
die Lu'cen Torn schuldig - außer Aeternos, der schon seit
Beginn auf Torns Seite stand. Er schlägt vor, daß Torn in
die Rüstung des letzten Wanderers der Zeit schlüpft und als
Buße das Experiment verhindert. Die Rüstung besteht aus
reiner Energie und kann Personen exakt kopieren. Damit
müßte es Torn eigentlich möglich sein, in die
Vergangenheit einzugreifen. Und tatsächlich schickt ihn Aeternos
zurück in die Zeit - Torn hat jetzt das Aussehen des Adjutanten
Calvin angenommen. Ungehindert dringt er bis zum Dämonen
Mathrigo vor, dem Mörder seiner Freundin.
Nun ja - nachdem der erste Band das Fundament gelegt hat, baut der
zweite Roman nun auf diesem auf. Man erfährt etliche Details,
und so langsam setzt sich das Puzzle zusammen. Nun gut, sonderlich
originell ist das, was man bisher erfährt, ja nicht gerade. Wir
haben auf der einen Seiten eine hochentwickelte Rasse, auf der
anderen ihre Gegner, und sie bekämpfen sich schon seit
Äonen. Dieses Konzept dürfte den Altlesern der SF nicht
unbekannt sein. Und auch die Horror-Fans werden dieses zur
Genüge kennen.
Der erste Teil des Romans besteht überwiegend aus sehr
drastischen Schlachtszenen - der Weltuntergang muß wohl immer
mit diesen Bildern geschildert werden. Zu Anfang macht das ja auch
noch Spaß, aber allmählich sehnt man sich dann doch nach
etwas Abwechslung. Die kommt dann auch prompt mit den Lu'cen. Wobei
ich mich frage, ob diese rätselhaften Wesen nicht doch etwas
rätselhafter gestaltet sein könnten. Irgendwie erinnert
mich Aeternos an einen niedlichen und gönnerhaften
Großvater. Man nehme es mir jetzt nicht übel, wenn ich da
an eine bestimmte Werbung mit Bonbons denke... *g* (* "...ja,
jetzt bin ich der Großvater. Und da es bessere Karamelbonbons
ja nicht gibt, gebe ich meinem Enkel die gleichen, mit denen schon
mein Opa meine Zähne zerstört hat... >;-))) Heike)
Wobei mich der Name Lu'cen an den hebräischen Begriff für
Lichtträger erinnert - genau, Luzifer. Da scheint MJP ja wohl
von der Bibel inspiriert gewesen zu sein.
Nun ja, der Rest der Handlung schleicht dann so dahin. Torn bekommt
die Plasma-Rüstung - scheint ja ein nettes Teil zu sein ;-) -
und wird von Aeternos in die Vergangenheit geschickt. Und Ende und
aus. Geben wir es zu, so richtig spannend ist dieser Roman nicht. Die
Handlung zieht sich über weite Strecken und hat ihre
Längen. Da war der erste Roman ja noch um Klassen besser.
Fazit:
Der zweite Band bringt zwar mehr Hintergrundwissen, vermag aber nicht
durch eine spannende Handlung zu überzeugen.
3 Punkte
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Und weiter geht's mit Spawn - ähm, sorry, "Torn"
meinte ich natürlich... |