Das Erbe der Macht

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Band 4: "Engel der Nacht"

Autor: Mike Hard

1544: Nostradamus hilft einer jungen Frau bei der Geburt ihres Sohnes. Das Besondere an dieser Geburt ist, daß es sich bei der jungen Frau um eine Vampirin handelt. Entgegen dem Gesetz, das die natürliche Erzeugung von Vampiren verbietet, haben Lysè und Renè einen Sohn gezeugt. Nostradamus nimmt ihn in seine Obhut und verschwindet durch einen Geheimgang, denn der Hüter - pardon, der Herrscher der Vampire, Darken - ist den beiden Vampiren schon auf den Fersen und pfählt sie schließlich.
Nostradamus nimmt den jungen Vampir unter seine Fittiche und erzieht ihn schließlich zu einem vollwertigem Mitglied des Centro Domini. Der junge Vampir gibt sich selbst den Namen Shadow.
In der Gegenwart ist Darken über Shadows jahrhundertelangen Kreuzzug gegen die Vampire mehr als erbost. Es reicht ihm. Zudem setzen ihm auch noch die Lightfighter arg zu. So ersinnt er einen Plan, wie er sich beide elegant vom Hals schaffen kann.
Dazu schickt er seine Gespielin Alicia nach Brest. Dort ermordet sie den Lightfighter Jacques und dessen Frau und schiebt diese Morde Shadow in die Schuhe.
Als die Lightfighter in Brest ankommen, können sie gar nicht anders, als der Spur zu glauben, die Alicia gelegt hat.
1550: Der erste Auftrag als vollwertiges Mitglied des Centro Domini gerät für Shadow zu einer Katastrophe. Anstatt die Familie und seine Partnerin schützen zu können, muß er hinnehmen, daß Vampire sie ermordet haben. Wobei diese Shadows Schwächen geschickt ausgenutzt haben - gegen Dämonenbanner ist Shadow nicht immun. Fassungslos reift in Shadow der Entschluß, künftig allein gegen das Böse vorzugehen. Nostradamus läßt ihn ziehen.
Unterdessen gehen die Vampire gegen Andi vor. Sie betäuben ihn mit einem Gift und schaffen ihn in ein Verlies. Alicia weiß genauestens über das Team der Lightfighter Bescheid - schließlich haben die Vampire den Verschlüsselungscode des ComLink geknackt. Aber auch so ist Darken bestens informiert.
Der Rest des Teams vermutet, daß Shadow hinter der Entführung Andis steckt, und so ziehen alle außer Sandra los, um den Vampir zur Strecke zu bringen. Als sie auf Shadow treffen, gehen sie auf ihn los. In letzter Sekunde kann Sandra sie davon abhalten - per Mail sind einige Dokumente aus dem Hauptquartier eingetroffen, die Shadow als einen der Guten ausweisen. Der Vampir kennt das Versteck Alicias und führt das Team hin.
Andi ist zwar entkommen, aber das ist nichts weiter als ein Spiel von Alicia, die sich an seinem Entsetzen ergötzt. Dann fällt Andi in Ohnmacht. Gerade noch rechtzeitig, so scheint es zumindest, erreicht ihn das Team. Sie können Alicia besiegen und bringen Andi zurück nach London. Doch niemand bemerkt die Bißwunden und sein Unwohlsein angesichts des Sonnenlichts. Shadow zieht wieder als Einzelkämpfer an seine eigene Front.

Beim Lesen dieses Romans hatte der Rezensent ab und an dezente Flashbacks - ein Herrscher der Vampire, der nach einer Kugel sucht, ein Kind, das entgegen den Gesetzen der Vampire natürlich geboren wurde... Vielleicht liegt es an der Tatsache, daß der Rezensent Alt-Leser der Serie Vampira ist und ihn deswegen so manches Detail dieses Romans an die Serie erinnert.
Aber nicht nur Elemente aus Vampira sind zu finden, auch Buffy und Angel mischen kräftig mit - nun ja, nicht persönlich, aber wenn man einen Pflock aus einem Stuhlbein macht und Shadow als einsamer Kämpfer an die Front zieht - das erinnert doch ziemlich an die Dämonenjägerin und den Vampir mit Seele.
Das ist aber nicht weiter schlimm, mixt Mike Hard doch aus all diesen Zutaten einen netten Cocktail. Abgesehen von einigen kleinen Logikfehlern - Koffer gab es 1550 noch nicht, da reiste man mit Truhen durch die Gegend, wenn ich mich nicht irre, und auch Handys können durchaus abgehört werden, sind also keinesfalls so sicher, wie man uns glauben machen will ;-) - ist dieser Roman absolut solide und gut erzählt.

Fazit:
Ja, allmählich macht diese Serie richtig Spaß. Die Rechtschreibfehler sind auf zwei zusammengeschrumpft; die Handlung entlehnt zwar etliche Elemente aus anderen Serien, ist aber durchaus eigenständig.
9 Punkte

Christian Spließ

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