1544:
Nostradamus hilft einer jungen Frau bei der Geburt ihres Sohnes. Das
Besondere an dieser Geburt ist, daß es sich bei der jungen Frau
um eine Vampirin handelt. Entgegen dem Gesetz, das die
natürliche Erzeugung von Vampiren verbietet, haben Lysè
und Renè einen Sohn gezeugt. Nostradamus nimmt ihn in seine
Obhut und verschwindet durch einen Geheimgang, denn der Hüter -
pardon, der Herrscher der Vampire, Darken - ist den beiden Vampiren
schon auf den Fersen und pfählt sie schließlich.
Nostradamus nimmt den jungen Vampir unter seine Fittiche und erzieht
ihn schließlich zu einem vollwertigem Mitglied des Centro
Domini. Der junge Vampir gibt sich selbst den Namen Shadow.
In der Gegenwart ist Darken über Shadows jahrhundertelangen
Kreuzzug gegen die Vampire mehr als erbost. Es reicht ihm. Zudem
setzen ihm auch noch die Lightfighter arg zu. So ersinnt er einen
Plan, wie er sich beide elegant vom Hals schaffen kann.
Dazu schickt er seine Gespielin Alicia nach Brest. Dort ermordet sie
den Lightfighter Jacques und dessen Frau und schiebt diese Morde
Shadow in die Schuhe.
Als die Lightfighter in Brest ankommen, können sie gar nicht
anders, als der Spur zu glauben, die Alicia gelegt hat.
1550: Der erste Auftrag als vollwertiges Mitglied des Centro Domini
gerät für Shadow zu einer Katastrophe. Anstatt die Familie
und seine Partnerin schützen zu können, muß er
hinnehmen, daß Vampire sie ermordet haben. Wobei diese Shadows
Schwächen geschickt ausgenutzt haben - gegen Dämonenbanner
ist Shadow nicht immun. Fassungslos reift in Shadow der
Entschluß, künftig allein gegen das Böse vorzugehen.
Nostradamus läßt ihn ziehen.
Unterdessen gehen die Vampire gegen Andi vor. Sie betäuben ihn
mit einem Gift und schaffen ihn in ein Verlies. Alicia weiß
genauestens über das Team der Lightfighter Bescheid -
schließlich haben die Vampire den Verschlüsselungscode des
ComLink geknackt. Aber auch so ist Darken bestens informiert.
Der Rest des Teams vermutet, daß Shadow hinter der
Entführung Andis steckt, und so ziehen alle außer Sandra
los, um den Vampir zur Strecke zu bringen. Als sie auf Shadow
treffen, gehen sie auf ihn los. In letzter Sekunde kann Sandra sie
davon abhalten - per Mail sind einige Dokumente aus dem Hauptquartier
eingetroffen, die Shadow als einen der Guten ausweisen. Der Vampir
kennt das Versteck Alicias und führt das Team hin.
Andi ist zwar entkommen, aber das ist nichts weiter als ein Spiel von
Alicia, die sich an seinem Entsetzen ergötzt. Dann fällt
Andi in Ohnmacht. Gerade noch rechtzeitig, so scheint es zumindest,
erreicht ihn das Team. Sie können Alicia besiegen und bringen
Andi zurück nach London. Doch niemand bemerkt die
Bißwunden und sein Unwohlsein angesichts des Sonnenlichts.
Shadow zieht wieder als Einzelkämpfer an seine eigene Front.
Beim Lesen dieses Romans hatte der Rezensent ab und an dezente
Flashbacks - ein Herrscher der Vampire, der nach einer Kugel sucht,
ein Kind, das entgegen den Gesetzen der Vampire natürlich
geboren wurde... Vielleicht liegt es an der Tatsache, daß der
Rezensent Alt-Leser der Serie Vampira ist und ihn deswegen so manches
Detail dieses Romans an die Serie erinnert.
Aber nicht nur Elemente aus Vampira sind zu finden, auch Buffy und
Angel mischen kräftig mit - nun ja, nicht persönlich, aber
wenn man einen Pflock aus einem Stuhlbein macht und Shadow als
einsamer Kämpfer an die Front zieht - das erinnert doch ziemlich
an die Dämonenjägerin und den Vampir mit Seele.
Das ist aber nicht weiter schlimm, mixt Mike Hard doch aus all diesen
Zutaten einen netten Cocktail. Abgesehen von einigen kleinen
Logikfehlern - Koffer gab es 1550 noch nicht, da reiste man mit
Truhen durch die Gegend, wenn ich mich nicht irre, und auch Handys
können durchaus abgehört werden, sind also keinesfalls so
sicher, wie man uns glauben machen will ;-) - ist dieser Roman
absolut solide und gut erzählt.
Fazit:
Ja, allmählich macht diese Serie richtig Spaß. Die
Rechtschreibfehler sind auf zwei zusammengeschrumpft; die Handlung
entlehnt zwar etliche Elemente aus anderen Serien, ist aber durchaus
eigenständig.
9 Punkte