Frank MacLachlan

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Band 34: "Die Seelenburg"

Autor: Marc H. Romain

Malcovic, der ehemalige Diener McDonalds, holt zum großen Schlag gegen den Höllenfürsten aus. Um diesen endgültig vom Thron zu stoßen, bedient er sich der Kugel der Macht. (Diese hat er bei den Ereignissen um C'tulls Tempel in Brasilien an sich genommen, Altleser werden sich daran erinnern.) Diese - in Verbindung mit Desteros Schwert - ermöglicht ihm, die Kontrolle über fünf Hüter zu erlangen.
Währenddessen deutet Julian dem Team gegenüber an, daß umwälzende Ereignisse bevorstehen. Den Auftakt dazu bildet der Hilferuf D'Arroyos. Das Verschwinden der fünf Hüter ist natürlich nicht unbemerkt geblieben.
Nachdem Julian das Tor stabilisiert hat, durch das die von Malcovic kontrollierten Hüter gegangen sind, verschwindet er. Kurze Zeit später stellen das Team und die Gruppe der Hüter, die sie begleiten, erstaunt fest, daß Malcovic McDonald in der Seelenburg angreift. Wobei die Situation eher nach einem klassischem Patt aussieht - bis das Team und die Hüter eingreifen. Frank nutzt eine vermeintliche Schwäche McDonalds und pirscht sich an ihn heran. Er hofft, ihn mit Eoin tödlich zu treffen. Doch Frank hat nicht mit der Geistesgegenwart von McDonald gerechnet, der sofort eine magische Attacke gegen ihn losläßt. Eine Attacke, die weder Frank noch Jane überleben.
Erst, als Jack die Kugel der Macht gegen McDonald schleudert, wird dieser getroffen und räumt das Schlachtfeld. Malcovic gelingt es zwar, Jack zu verwunden, doch er muß sich der Übermacht der Hüter letztendlich beugen.
Nach der Schlacht, die eigentlich von keiner Partei richtig gewonnen wurde, trifft Jack die Vorbereitungen für eine Zeitreise, um den Tod von Jane und Frank zu verhindern. Und diese Zeitreise gelingt ihm wohl auch, wie eine kurze Szene zu Beginn des Romans zeigt. Ob er allerdings den Tod von Frank und Jane verhindern kann, steht auf einem anderen Blatt.

Marc H. Romain liefert, wenn man nach der Titelvorschau auf der Seite geht, den Auftakt zu einem Dreiteiler ab. Dieser wird sich jetzt, da die Serie wieder monatlich erscheint, also über drei Monate hinziehen. Dies ist zwar sehr schade, aber wohl nicht zu ändern.
Gut, kommen wir zum Roman selbst. Malcovic führt also den entscheidenden Schlag gegen McDonald aus. Daß der Gestaltlose schon seit einiger Zeit Bestrebungen in diese Richtung entwickelt, weiß der Leser. Allerdings sollte Malcovic wissen, daß man einen Gegner besser nicht direkt in seiner Basis angreift. Da hat man als Angreifer nur Nachteile: Man kennt das Gebäude nicht - gut, Malcovic dürfte die Seelenburg einigermaßen kennen, aber trotzdem - und der Gegner hat haufenweise Möglichkeiten, sich zu verstecken. Abgesehen mal davon, daß McDonald mit Sicherheit sein magisches Waffenarsenal ganz in der Nähe hat, auf das er dann problemlos zugreifen könnte. Besser, man lockt den Gegner auf ein Terrain, das man besser kennt als er selbst. Na ja, vielleicht ist Malcovic nicht so klug, wie er sich gerne sieht. ;-)
Neuleser werden sich vielleicht irritiert fragen, woher Malcovic auf einmal die Kugel der Macht hat. Da wäre ein kleiner Einschub, der ein wenig auf die Ereignisse um den C'tull-Tempel in Brasilien eingeht, nicht verkehrt gewesen.
Die Szenen am Ende des Romans hätten auch gern ein wenig ruhiger erzählt werden können. Teilweise legt der Autor ein solches Tempo vor, daß man sich regelrecht zwingen muß, die Stellen langsam zu lesen, damit man auch alles mitbekommt, was da vor sich geht.
Soso, Julian hat also seine eigenen Pläne - jedenfalls läßt sich dies aus seinen ominösen Anmerkungen schließen. Da scheint ja noch was auf den Leser zuzukommen. Daß Julian mal wieder etwas rätselhafter wirkt, ist gar nicht so verkehrt. Man vergißt zuweilen, daß der Hexenmeister aus der Hölle zwischen Gut und Böse schwankt; und durch solche Verhaltensweisen wird man wieder daran erinnert. Positiv ist auch, daß Frank den Mord an Claudia White immer noch nicht verarbeitet hat - in den letzten Bänden ist das sehr in den Hintergrund geraten.
Nun gut, das Team wird wohl nicht wirklich das Zeitliche gesegnet haben - Serienhelden sterben bekanntlich nie, oder wenn, dann in der letzten Folge, und diese Prämisse trifft hier ja doch nicht zu. ;-) Ich bin mal gespannt, was sich die Autoren einfallen lassen werden, um diese Misere zu beheben. "Der Tod des Lichts", Titel des nächsten Romans, läßt eigentlich nichts Gutes hoffen. Schaun mer mal.

Fazit:
Es gibt gute Seiten und schlechte Seiten an diesem Roman. Gut sind die Verweise auf die Serienhistorie und die Charakterisierung Julians. Die schlechten Seiten sind die manchmal zu rasch erzählten Action-Sequenzen am Ende und die Tatsache, daß Malcovics Angriff auf McDonald wohl nicht von Logik geleitet worden ist.
7 Punkte

Christian Spließ

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