2005: Ein
russisches U-Boot fährt seine Route durch den Pazifik. Es ist
die Zeit der Religionskriege, das neuentwickelte U-Boot daher ein
begehrtes Ziel für Terroristen. Und tatsächlich wird das
U-Boot von arabischen Terroristen überfallen. Was die Mannschaft
des U-Bootes jedoch nicht ahnt: Ihr Kommandant Nikolai Wolkow macht
mit den Terroristen gemeinsame Sache. Kaltblütig läßt
er seine Mannschaft für Geld über die Klinge springen.
Diese verladen Container mit der Aufschrift CK-512 an Bord. Offenbar
beinhalten diese Container ein hochgiftiges Nervengas.
Gegenwart: Matt wird von einer merkwürdigen Stimme aus dem
Schlaf geschreckt, die ihn wider seinen Willen zum Fluß
drängt. Dort wird Matt von Hydriten empfangen - und zu seiner
Überraschung befindet sich Me'rol darunter. Matt ist dem
Hydriten in England begegnet, kurz vor der Ermordung Quart'ols. Diese
wird nun Matt zur Last gelegt, und gegen seinen Willen schleppen die
Hydriten ihn in ein Labor, verpassen ihm Kiemen und transportieren
ihn zu ihrer Unterwasserstadt.
2005: Nachdem das Gift an Bord ist, kommen dem Schwager Wolkows,
Bajgarin, nach einem Gespräch mit dem jungen Terroristen Hamid
Zweifel an der Richtigkeit seines Tuns. Schließlich soll das
Nervengift gegen Washington eingesetzt werden. Bajgarin
entschließt sich, das Schiff zu versenken. Dazu blockiert er
eine Torpedoluke - der Torpedo explodiert so mitten im Schiff und
reißt es in die Tiefe.
Nach und nach erfährt Matt, daß er seit seinem Aufenthalt
in England die Seele Quart'ols in sich trägt; eine Erkenntnis,
die er erstmal verdauen muß. Jetzt wollen die Hydriten
Quart'ols Seele in einen neuen Körper verpflanzen. Die
Klon-Technik der Hydriten ermöglicht ihnen dies ohne Probleme.
Beim anschließenden Prozeß gegen Matt stellt sich
Quart'ol in seinem neuen Körper auf Matts Seite. Doch bis auf
weiteres verfügt der Rat der Hydriten, daß Matt bei den
Hydriten bleiben soll.
Währenddessen rosten die Fässer mit dem Nervengas vor sich
hin...
Wer ist Bernd Frenz, wird sich der Leser fragen - aber die Leserseite
klärt das rasch: Brian Frost und Bernd Frenz sind identisch. Ein
Schritt, der zu begrüßen ist.
Drei Handlungsebenen sind in diesem Roman miteinander verbunden,
wobei die Ebene im Jahr 2005 zuerst nichts mit den Geschehnissen um
Matt und die Hydriten - die übrigens eine Begegnung mit Jules
Vernes hatten, nettes Detail am Rande - zu tun hat. Aber da das Cover
von Band 33 schon als Rückenwerbung bei PR benutzt wurde, wissen
wir ja ungefähr, was die Ereignisse miteinander verbindet.
Schließlich taucht Matt ja nicht ohne Grund zu einem UFOwrack
hinunter. ;-)
Die Kultur der Hydriten ist schon faszinierend - da lebt ein ganzes
Volk jahrhundertelang zusammen mit den Menschen, und wir wissen davon
gar nichts. Fragt sich nur noch, woher die Hydriten ursprünglich
stammen. Es gelingt Bernd, dieser Kultur Faszination zu verleihen.
Auch die Szenen rund um das U-Boot sind gelungen; der Autor hat hier
gut recherchiert, und der tragische Charakter von Bajgarin, der
eigentlich wie Mephisto das Gute will, aber das Böse schafft,
verleihen diesen Szenen Dramatik und Spannung.
Und außerdem sind da noch die kleinen netten Details am Rande -
Jules Verne gehört dazu, ebenso die Werbung für die
Urzeitkrebse und der Verweis auf Marvels Submariner. Das lockert den
Roman richtig auf und gibt ihm eine bisweilen recht ironische
Note.
Fazit:
So macht Maddrax Spaß - eine faszinierende Kultur, eine
spannende Handlung, die gleichzeitig die Serienhistorie etwas
beleuchtet, und ein Submariner namens Matt. ;-)
12 Punkte