Eine
Inhaltsangabe zu diesem Roman ist eine recht schwierige
Angelegenheit, aber der Rezensent probiert es dennoch. (*
Inhaltsangaben zu Rankin-Büchern sind immer schwierig. Nicht
zuletzt deshalb wollte ich ja auch nicht mehr... Heike) Es geht
um Rex Mundi, dem Leser noch aus dem ersten Band ("Armageddon - Das
Musical") bekannt. Nachdem nun in der Zukunft wahrhaft paradiesische
Zustände herrschen, beginnt Rex, sich ein klein wenig zu
langweilen. Aber daß jemand ihn mittels einer
altertümlichen magischen Formel aus der Zukunft in die
Vergangenheit transportiert - in eine Zeit, kurz bevor die
zivilisierte Welt in einem Holocaust untergeht - ist doch zuviel des
Guten.
Kein anderer als der berühmte Autor Jack Doveston hat Rex in die
Vergangenheit geholt - na ja, der in ferner Zukunft berühmt
werdende Autor - und das vollkommen unbeabsichtigt. Denn ein
Computerprogramm ist in die Datenbank der Arkham-University
eingebrochen und hat aus irgendeinem unerfindlichen Grund in den
digitalisierten Grimoires nach diesem Zauberspruch gesucht.
Eigentlich sollte man doch wissen, daß man mittelalterliche
Texte nicht unbedingt laut lesen kann.
Währenddessen sucht Elvis nach Wormwood - dem Präsidenten,
der dereinst die Atomraketen auslösen wird. Genau das will der
King verhindern. Kaum hat er Wormwood gefunden, trifft er schon auf
Rex und Jack, die sich auf der Flucht vor paramilitärischen
Kräften befinden. Um das Chaos komplett zu machen, gibt es da
noch die Handlungsebene um das große Schwungrad, das die Erde
auf ihrem Weg um die Sonne hält. Scheint es auf den ersten Blick
so, als hätten die verschiedenen Handlungsebenen nichts
miteinander zu tun (* ...wie immer bei Rankin... Heike), so
ergeben sich nach und nach sehr bizarre Querverbindungen... (*
...wie immer bei Rankin... Heike) Und die sind wirklich bizarr...
(* Hmmmm, soll ich's jetzt noch ein drittes Mal schreiben? ;-)))
Heike)
Der Rezensent hat den Leser gewarnt: Die Inhaltsangabe zu einem
derart irrwitzigen Buch zu erstellen, ist fast schon ein
unmögliches Unterfangen.
Rankin ist neben Pratchett ein unbestrittener Meister der Komik. Und
er packt derart viele Gags in diesen Roman hinein, daß man kaum
zum Luftholen kommt. Dazu läuft die Handlung nicht selten
parallel ab, verdreht und verzweigt sich unglaublich und fächert
sich in viele kleine Einzelteile auf. Eine solcherart abgedrehte
Handlung birgt natürlich die Gefahr, daß der Leser vor
lauter Verwirrung nicht mitkommt. Doch Rankin jongliert problemlos
mit den Handlungsebenen, schafft es dabei, sich mühelos selbst
zu zitieren - meist aus dem "Buch der allerletzten Wahrheiten" aus
dem Hugo-Rune-Zyklus - und es gelingt ihm hervorragend, diese
verschiedenen Ebenen zu einem kompletten Ganzen zu fügen.
Was soll man noch dazu sagen - entweder man liebt Rankins
Bücher, oder man haßt sie. Ein Zwischending ist da nicht
möglich.
Fazit:
Die Fortsetzung von "Armageddon - Das Musical" ist noch irrwitziger,
noch unglaublicher und vor allem noch spaßiger. Bei
Fortsetzungen ist sowas sehr selten.
Wer den ersten Teil mochte, wird von diesem begeistert sein.
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