Der
Residenzfunk überträgt per Hyperfunk in die Galaxis, wie
Perry Rhodan und Bostich I. formell ihren Pakt besiegeln.
Reginald Bull und Gucky warnen den Terranischen Residenten nochmals
vor zu viel Vertrauen in den Arkoniden, doch Perry Rhodan
schlägt diese Warnungen in den Wind. Bostich hat sich bei der
Eroberung der arkonidischen Thronflotte immerhin als sehr kooperativ
erwiesen.
Rhodan präsentiert dem Arkon-Imperator die Überreste seines
"Nachfolgers". Der Roboter hatte den Terranern an Bord seines
Flaggschiffes erbitterten Widerstand geleistet und war "erschossen"
worden. Bostich ist außer sich.
Der Ara Zheobitt hat eine Erfolgsmeldung vorzuweisen: Es ist ihm
gelungen, ein Medikament zu entwickeln, das er Multi-Zheosin nennt.
Bisher starben die "Hände" SEELENQUELLs, wenn man sie durch das
Überstreifen eines PsIso-Netzes aus der mentalen Gewalt der
Superintelligenz befreite. Multi-Zheosin soll dies vermeiden. Das
Präparat ist allerdings nicht ganz billig: Der Ara
überläßt es den Terranern - wenn auch mitsamt der
Herstellungsformel - nur zu einem horrenden Preis.
Die LFT-Flotte fliegt den Sektor Morgenrot an. Dort soll die
arkonidische Thronflotte an Bostich zurückgegeben werden. Deren
Besatzungen sind auf zwei ENTDECKER-Schiffen interniert. Die "Aktion
Seelensturz" verläuft ohne größere Probleme. Alle
KrIso-Netze werden durch die terranischen Pendants ersetzt; die
Besatzungen können nun nicht mehr von SEELENQUELL
übernommen werden. Zheobitts neues Medikament besteht seine
Bewährungsprobe.
Rhodan und Bostich haben erneut Differenzen über Bostichs Rolle
im Kampf gegen SEELENQUELL. Der Arkonide ist nicht bereit, sich zu
einem Handlanger der Terraner machen zu lassen. Bostich will weitere
arkonidische Kräfte gegen die Superintelligenz mobilisieren. Er
denkt an die Kralasenen, die "Bluthunde des Imperators", eine
Eliteeinheit des arkonidischen Geheimdienstes.
Deren Basis befindet sich auf dem Planeten Trumschvaar. Bostich
begibt sich per Transmitter dorthin. In seiner Begleitung befinden
sich die beiden USO-Katsugo-Kampfroboter TOMCAT und SHECAT.
Es gelingt Bostich nach anfänglichen Schwierigkeiten, die
Kralasenen auf seine Seite zu bringen. Sein wichtigster Helfer
hierbei ist der Bekümmerte Kucurrt, ein Dryhane. Dieser
Kolonialarkonide ist eine Art Quartiermeister, der Bostichs
Räumlichkeiten auf Trumschvaar betreut. Der Dryhane hat eine
besondere psionische Affinität zu Bostich und kann diesen so
zweifelsfrei identifizieren.
Die Kralasenen werden mit PsIso-Netzen ausgestattet; mehrere
"Hände" SEELENQUELLs können enttarnt werden.
Ein schwacher Roman, aber das merkt man erst gegen Ende.
Hier hat entweder das Exposé nicht für ein ganzes Heft
ausgereicht, oder aber Ernst Vlcek hat sich mit der Einteilung des
Stoffes gnadenlos verzettelt.
Es gibt zwei Handlungsebenen, die gegen Ende des Heftes
zusammenlaufen sollen. Die Geschehnisse um Rhodan, Bostich und die
Rückgabe der Thronflotte werden solide umgesetzt, und hier gibt
es nichts zu mäkeln.
Die andere Hälfte des Romans spielt auf Trumschvaar, der Welt
der Kralasenen. Bostich taucht hier erst auf Seite 48 auf, und der
Platz bis dahin soll überbrückt werden. Die Person des
Dryhanen Kucurrt als solche ist durchaus interessant, reicht aber
wohl nicht aus. So behilft sich der Autor mit einer Nebenhandlung:
Unter der Kralasenen-Festung existiert eine psionische Wesenheit
namens Mooruut, die in grauer Vorzeit von einem unbekannten Volk
geschaffen und dort eingekerkert wurde, nachdem sie für ihre
Schöpfer zu einer Bedrohung geworden war. Dieses Wesen versucht
nun, aus seinem Gefängnis auszubrechen, und entwickelt sich zu
einer Bedrohung für die Arkoniden. Kucurrt kann auf Grund seiner
empathischen Fähigkeiten mit Mooruut in Verbindung treten.
So weit, so gut. Ganz nett, man hatte schon schlimmere
"Füll"-Geschichten. Nur wird diese völlig abrupt
fallengelassen wie die sprichwörtliche heiße Kartoffel,
und zwar just in dem Moment, als Bostich auf der Bildfläche
erscheint, getreu dem Motto: "Die Sahara ist nicht der einzige Ort,
wo alles im Sand verläuft".
Da kommt man schon schwer ins Nachdenken. Offensichtlich hatte Ernst
Vlcek keinen Platz mehr, um die beiden Stories zusammenlaufen zu
lassen - aber wenigstens hätte er die Nebenhandlung zu einem
Ende bringen müssen. Das hat er leider nicht getan, wodurch sich
mehr als ein Drittel des Romans als vollkommen sinn- und zwecklos
herausstellt. Daß derartige Dinge einem so erfahrenen Autoren
unterlaufen, schmerzt doppelt.
Ansonsten gibt es nicht viel, das erwähnenswert wäre:
Bostich und Rhodan agieren im Rahmen ihrer Möglichkeiten, und
mit den Kralasenen hat man weitere Verbündete gegen SEELENQUELL
aufgetan.
Was macht man aber mit denjenigen Kralasenen, die zur Handlungszeit
nicht auf Trumschvaar anwesend sind? Und wie lange läßt
SEELENQUELL die Kralasenen gewähren? Die nächste
arkonidische Flotte kommt bestimmt vorbei, das wurde bereits im
letzten Roman deutlich.
So gesehen, bringt der Roman außer der Rückgabe der
Thronflotte an Bostich nicht viel. Vor allem bringt er die Handlung
nicht weiter - das war eher Aktion "Sinnlos".
Fazit:
Der Kampf gegen SEELENQUELL hat so seine Tücken - und Ernst
Vlcek einen ungewohnten Beinahe-Ausfall. Schade.
4 Punkte
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Die Co-Rezension von Winfried Brand wird mit dem nächsten Flash nachgereicht. |
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Hmmm - tja... Mal wieder die Kralasenen, die Bluthunde
des Imperators. Fragt sich, ob man wirklich einen halben
Roman dafür opfern muß, um diese Gruppe nochmals
zu charakterisieren. Eigentlich nicht, denn der Leser
weiß, wie die Kralasenen ausgebildet werden, auch,
daß sie dem Imperator unterstehen, und so weiter und
so fort. Nun gut, jetzt weiß man, wo sich die
Hauptwelt und die Zentrale der Bluthunde befindet und wie
diese aussieht - als hätte man es sich nicht denken
können... |
Co-Rezensenten zu den PR-Romanen gesuchtDa Alexander Haas nur noch vereinzelte Rezensionen zu den Perry Rhodan-Romanen schreiben wird, sind wir wieder auf der Suche nach Verstärkung für das Rezensententeam. Wenn Du dich also dazu berufen fühlst, die laufende Handlung zu kommentieren, schreib einfach eine E-Mail an Winy. |