In einem
abgelegenen Gebiet auf Korsika stößt eine Forschergruppe
unter Professor Aurillac in ein lange von der Außenwelt
abgeschottetes Höhlensystem vor. Dabei wird der Großteil
der Menschen Opfer des Volkes der Vampir-Zyklopen unter ihrem
König Taaruk.
Nur Aurillac und die Studentin Denise Mercier überleben das
Massaker und kehren wohlbehalten an die Erdoberfläche
zurück. Der Professor erinnert sich an einen Kollegen von der
Sorbonne - an Professor Zamorra und sein Fachgebiet.
Nach einem Besuch im Chateau Montagne kehren der
Dämonenjäger und seine Lebensgefährtin Nicole Duval
sowie Aurillac und Mercier nach Korsika zurück, wo die Opfer des
Anschlags sich zwischenzeitlich zu Vampiren verwandelt haben und das
nahe dem Eingang zum Höhlensystem liegende Dorf Noretto
angreifen. Widerstand leisten der Priester des Dorfes und eine alte,
als Kräuterhexe bekannte Frau, die auch einigen Vampiren mit
einer Schlinge den Kopf abreißen kann.
Denise Mercier gerät unter den Bann von Taaruk, der ihr eine
Maschinenpistole übergibt, mit der sie den
Dämonenjäger töten soll.
Die Maschinenpistole stammt von einem Legionär, dessen Einheit
Taaruk aufgerieben hat, was in der Kommandozentrale dazu führt,
daß der diensthabende Offizier Papiere mit Sonderbefehlen
öffnet.
Da die Legionäre in einem Manöver waren, enthält die
Maschinenpistole nur Übungsmunition, so daß sich die
Gefahr für Zamorra und Nicole in Grenzen hält.
Die beiden überlassen Denise der Obhut der
Nachwuchs-Dämonenjäger und machen sich mit Professor
Aurillac zur Grotte auf. In dieser werden sie von einer Horde
Vampir-Zyklopen angegriffen, Aurillac stirbt bei dem Kampf. Zamorra
und Nicole ziehen sich zurück; die Leiche des Toten wird vor dem
Höhleneingang in ein provisorisches Grab gebettet.
Mitnehmen können sie den Leichnam nämlich nicht, denn auf
dem Rücksitz brauchen sie Platz für Denise, die ihnen auf
dem Weg ins Dorf entgegenkommt, völlig aufgebracht ist und vor
Schock stirbt.
Mit der Toten auf der Rückbank kehrt man ins Dorf zurück,
das zwischenzeitlich von den Vampir-Zyklopen übernommen wurde
und deren Bewohner allesamt Vampire sind, einschließlich des
Priesters und der Alten.
Es sieht schlecht für die beiden aus, als Hilfe aus der Zukunft
naht: der befehlshabende Offizier der Legionäre hat die
Sondereinheit der Marines gerufen; die SAVE-Einheit rückt mit
dem VAV an, an Bord Lieutnant Sabinsky und PFC Matsumoto. Für
kurze Zeit können die beiden unter den Vampiren aufräumen,
dann wird ihr Fluggerät getroffen.
Doch erneut naht Hilfe, diesmal in Form von den Seelen der Druiden,
die einst die Vampir-Zyklopen bannten und die die auf Korsika
stehenden Steinfiguren mit Leben erfüllen. Tausende dieser
Steinfiguren sind den Hunderten von Vampir-Zyklopen natürlich
überlegen.
Taaruk wird von MERLINS STERN vernichtet, und um sicherzugehen,
daß auch der letzte Vampir-Zyklop tot ist, flutet man das 30
Quadratmeilen große Höhlensystem mit dem an Bord des VAV
befindlichen Weihwassers...
Ich gebe zu, ich habe damals Martin Barkawitz bei "Die Haut des
Vampirs" gelobt. Ich gebe zu, erst vor kurzem verkündet zu
haben, daß er, wie jeder Autor auch, Zeit braucht, um sich in
die Serie einzufügen. Ich möchte auch nicht abstreiten,
daß die eine oder andere Szene in diesem Band gelungen ist
(z.B. als die Einheit der Legionäre auf den Vampir-Zyklopen
trifft). Aber:
Mein Problem ist, daß ich beim Lesen eines Romans die Situation
vor Augen habe.
Tausende von Steinfiguren gegen Hunderte von Vampir-Zyklopen? Die
Hunderte von Jahren (oder Tausende?) in einem 30 Quadratkilometer
großen Höhlensystem gefangen waren (ohne Nahrung?
Kannibalische Neigungen?). Allein die Vorstellung, daß die
Grotten anschließend mit dem Weihwasser geflutet
werden...).
Ein MERLINS STERN, der in Barkawitz' Romanen immer noch die
ultimative Superwaffe ist?
Das Eingreifen der SAVE-Einheit - vor allem das Auftreten - kam mir
diesmal im Vergleich zum Band 691 bei weitem überzogen vor, das
hatte mehr karikaturistische als humorvolle Züge.
Ich hätte nichts gegen actionorientierte, einfach gestrickte
Romane. Aber dies geht mir persönlich in eine Richtung, der ich
absolut nichts abgewinnen kann.
Schonzeit vorbei.
Mangelhaft.