Band 37: "Enthüllungen"

Autor: Bernd Frenz

Matt und der vermeintliche David McKenzie sind auf den Rückweg von Florida. Unterwegs werden sie von den Pales angegriffen - erst, als der vermeintliche David den Pales bedeutet, daß Matt ein Freund ist, lassen diese von ihrem Angriff ab.
Mehr und mehr hat Phillip Holliday mit der Tatsache zu kämpfen, daß zwei Seelen in seiner Brust wohnen. Noch ist Matt nicht mißtrauisch geworden, aber jederzeit könnte der Moment kommen, an dem Phillip seine Identität als Running Man offenbaren muß.
Währenddessen kommt Nag'or allmählich zu Bewußtsein. Er ist sich seiner Lage vollkommen bewußt und sendet telepathische Hilferufe aus, die jedoch keinen Erfolg zeigen. Zumindest nicht bei den Hydriten - doch als Matt in den Einzugsbereich der Stadt kommt, empfängt er die Sendungen Nag'ors und erfährt die Wahrheit über den Mann an seiner Seite. Als er diesen mit seinen Erkenntnissen konfrontiert, ist es beinahe zu spät: Die Running Men haben einen Hinterhalt gelegt, dem Matt nur mit Müh und Not entkommen kann. Da er mit voller Wucht und dem 3-Mat in den Potomac stürzt, halten ihn die Running Men für tot.
Natürlich bleibt die Aktion dem Weltrat nicht verborgen, und Lynne Crow persönlich hat die Leitung in der Hand. Und Lynne ist sauer, weil die Running Men ihren freien Tag versaut haben. ;-) Es gelingt ihr jedoch nicht, den Running Men selbst auf die Spur zu kommen - geschweige denn, Matts habhaft zu werden.
Unterdessen ist Phillip entschlossen, erneut ins Weiße Haus zu gehen, da Hymes nichts von seiner Doppelidentität ahnt. Was jedoch beide Parteien nicht ahnen können: Matt hat Kontakt mit den Hydriten aufgenommen und ist fest entschlossen, sowohl Nag'or als auch den echten McKenzie zu befreien. Mit der Hydriten-Technik und einigen Tricks kann Matt zusammen mit den Hydriten tatsächlich ins Labor eindringen. Was er jedoch nicht weiß: Die Running Men haben den Beweis für die Existenz der Hydriten auf Video - und damit Matt vollkommen in der Hand. Zähneknirschend muß Matt in die Forderung der Running Men einwilligen - er wird gemeinsam mit ihnen Mr. White aus den Klauen des Weltrats befreien.

Bevor ich was zum Roman sage: Was hat McGyver auf dem Cover von Maddrax zu suchen? *g*
Ja, man merkt es: Der Waashton-Zyklus nähert sich so langsam seinem Ende. Mit Band 38 gerät Aruula wohl in die Fänge des Weltrats, und Band 39 scheint dann den Zyklus zu beenden. Und mit Band 40 hat dann der legendäre Reverend Pain seinen Auftritt. Mal sehen.
Die Hydriten sind offensichtlich das Lieblingsvolk von Bernd. Es gelingt ihm jedesmal, das Volk sympathisch und lebensecht erscheinen zu lassen. Die Handlung selbst hat auch ihre Reize, und alles in allem ist es ein sehr humoriger Roman geworden. Die zahlreichen Anspielungen - unter anderem wird ein Indiana-Jane/Jim-Trash-Crossover erwähnt, das unter den SF-Fans heftige Diskussionen wegen der frivolen Szenen erregte. Wer das Forum verfolgt, wird wissen, daß diese Diskussion ja tatsächlich mal wegen einem MX-Roman geführt worden ist. Man spürt beim Lesen, daß Bernd beim Schreiben des Romans sehr viel Spaß hatte.
Und auch die Action-Szenen sind gelungen. Besonders, wenn Matt mit voller Wucht durch das Tor bricht und dann im Potomac verschwindet. Das hat eindeutig etwas.
Schade - die Kiemen, mit denen die Hydriten Matt versorgt haben, sind wieder entfernt worden. Ein Schritt, den ich bedaure, denn das hätte noch viel Stoff für nette Unterwasserabenteuer gegeben. Nun ja, wenn die Autoren meinen, daß Matt dadurch zu freakig wirkt... Clever auch, daß Matt am Ende keine andere Wahl hat, als mit den Running Men zusammenzuarbeiten. Und dabei wird endlich klar, daß die Running Men nicht unbedingt das sind, was sie zu sein vorgeben.
Ansonsten haben wir hier einen sehr rasanten Roman, der die Handung des Zyklus' enorm vorantreibt.

Fazit:
Ein sehr solider Roman mit humoristischem Augenzwinkern, der die Handlung konzentriert vorantreibt - in letzter Zeit macht Maddrax einfach nur Spaß. Hoffen wir mal, daß die Autoren das Niveau halten können.
10 Punkte

Christian Spließ

home...