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Weiter geht's in ZENTAPHER - und langsam, ganz, ganz
langsam bekommt der Leser einen Überblick über
dieses Teil - was jedoch nicht heißen soll, daß
er die Struktur wirklich verstehen könnte. Zu viele
Geheimnisse ranken sich weiterhin um diesen Ort.
Susan Schwartz ist jedenfalls die Aufgabe zugefallen, den
nächsten Band dieser Handlungsebene zu schreiben (und
gleichzeitig den letzten vor dem Umblenden in die
Milchstraße). Dabei ist es recht ungewöhnlich,
daß die Handlungsebene diesmal nach diesem Roman
wechselt, ohne daß hier eine größere
Enthüllung oder ein Cliffhanger vorhanden wäre.
Das Ende dieses Romans ist einfach nur genau dieses: das
Ende des Romans. Keine "kosmische" Erkenntnis, kein
wirklicher Cliffhanger (außer daß Atlan &
Co. weiterhin versuchen, ZENTAPHER zu enträtseln). Wie
gesagt: ungewöhnlich - aber nichtsdestotrotz einmal
wieder eine Auswirkung der Viererblöcke (die von den
Autoren heißgeliebten, von den Lesern jedoch eher
geschmähten...)...
Aber zu diesem Thema haben wir uns vor allem im Flash ja
schon oft genug lang und breit ausgelassen. Wenden wir uns
also lieber wieder diesem Roman zu:
"Die Genetiker von Rynkor" erweisen sich hier
interessanterweise als Allround-Genetiker, die mehr oder
weniger die gesamte Bevölkerung ZENTAPHERs klonen - bis
auf die wenigen, die natürlich geboren werden. Dabei
gibt es diverse Klonfabriken innerhalb ZENTAPHERs, die
jedoch bis auf Rynkor allesamt bei der Katastrophe den Bach
runtergegangen sind. Die Zahl von 20 Millionen Klons, die
erreicht werden sollen, spricht hier Bände, wenn man
einen Eindruck der Gesamtbevölkerung ZENTAPHERs
erhalten möchte. Eine Dimension ist hier jedenfalls
eindeutig viel zu wenig - und wenn man den
Strangeness-Effekt betrachtet, ist wohl auch der Ausdruck
"ein Universum" noch unzutreffend...
Der Leser rätselt also weiterhin um die Bedeutung
ZENTAPHERs - immerhin in fröhlicher Eintracht mit Atlan
& Co., die damit auch noch nichts anzufangen wissen.
Interessant ist auch das "Todesgen", das die
gewünschten "Alpha-Ingenieure" aufweisen sollen und das
Trim und Startac ja in sich haben - sowie Mondra... Tja, der
ZENTAPHER scheint auch nicht gerade von der Loyalität
seiner Leute überzeugt zu sein, obwohl diese denen
antrainiert ist. Das hat irgendwas monosmäßiges.
Und der war immerhin ein "halber" Kosmokrat - oder so. Was
ist dann Kintradim Crux?!? Gibt es da Zusammenhänge?!?
Fragen, die der Leser zur Zeit sicherlich noch nicht
beantworten kann.
Hier bleibt offen, welche Verbindungen zwischen ZENTAPHER
und THOREGON existieren. Bis Band 2100 dürfte der Leser
hierzu mehr wissen...
Susan Schwartz schildert ihre Geschichte jedenfalls
gefühlvoll. Besonders gefällt, daß Mondra
hier einmal wieder eine etwas tragendere Rolle bekommt.
Stilistisch ist das Resultat dieser Bemühungen sehr
ansprechend, und insgesamt macht die Lektüre wirklich
Spaß. Im Großen und Ganzen gilt jedoch auch
hier: Die große Handlung bestimmt die Spannung des
Romans. Die Frage nach der Natur von ZENTAPHER
überschattet auch hier alles andere.
Fazit:
Ein guter Roman, der einfach Spaß macht. Ein weiteres
Puzzlestück in Sachen ZENTAPHER, dessen Natur immer
noch nicht klar ist. Susan Schwartz beschreibt ihre
Geschichte gefühlvoll und interessant.
10 Punkte.
Winfried
Brand

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