Bador, der
Masdor und damit der oberste Herrscher der Welt von Zaa, hat
Probleme. Eine Rebellen-Bewegung unter der Führung der
ehemaligen Faustkämpferin Kea macht ihm das Leben schwer - nicht
ohne Grund, da Bador ein Tyrann allerschlimmster Sorte ist. Zudem
beherrscht er die Vulkan-Magie; aus dem Nichts kann er Vulkane
entstehen lassen.
Nachdem er durch Befragung eines der Dissidenten herausgefunden hat,
wer die Rebellen anführt und wo ihr Versteck ist, stellt er den
Aufrührern eine Falle. Kea kann entkommen und flüchtet zum
Einsiedler Beg - der eine Waffe gegen Badors Magie weiß:
Dhyarra-Kristalle vierter Ordnung können diese regelrecht
ausbrennen. Und Beg weiß auch, wo man zwei Stück davon
findet - genau, bei Zamorra und Nicole. So schickt Beg Kea auf die
Erde.
Unfreiwillig macht Kea Bekanntschaft mit Fooly und Nicole. Nachdem
Nicole und Zamorra Keas Geschichte gehört haben, erklären
sie sich einverstanden, ihr zu helfen - und landen prompt auf
Zaa.
Dummerweise materialisiert Nicole mitten im Palast des Masdors. Dort
ist gerade eine Gruppe von Mädchen angekommen, die für den
Faustkampf ausgebildet werden sollen. So fällt ein Mädchen
mehr oder weniger nicht auf, und Nicole nutzt ihre Chance.
Währenddessen sind Zamorra und Kea inmitten eines Dorfes
erschienen, das gerade eine Art Steuerabgabe zu zahlen hat. Das Dorf
kann die geforderte Menge Racu - das Geld von Zaa - nicht aufbringen,
und der Hauptmann der Soldatenkohorte vernichtet daraufhin das Haus
des Dorfältesten. Als Zamorra auftaucht, wird er vom Hauptmann
angegriffen. Mittels des Amuletts kann er ihn jedoch vernichten. Doch
kurze Zeit später bricht ein Vulkan aus und vernichtet das Dorf
vollständig.
In der Zwischenzeit hat Nicole erstmal die Ausbilderin Zyla
flachgelegt - in einem Übungskampf kann sie diese zu Boden
schicken. Dadurch erregt sie die Aufmerksamkeit des Masdors, der sie
für sein Schlafgemach holen läßt. Die gekränkte
Zyla läßt jedoch Nachforschungen anstellen und kommt rasch
dahinter, daß Nicole nicht auf der Liste steht. Also alarmiert
sie die zuständigen Stellen im Palast.
Die Begegnung zwischen Nicole und dem Masdor geht jedoch alles andere
als erwartet aus - Nicole wird durch ein Betäubungsmittel
betäubt, und der Masdor reagiert auf den Dhyarra-Kristall
ebenfalls mit einem leichten Knock-out.
Zamorra und Kea nehmen Kontakt mit dem Rest der Rebellen auf.
Gemeinsam wollen sie zu Beg, um das Schicksal von Nicole zu erfahren.
Auf der Reise dorthin geraten sie jedoch in einen Soldatenpatrouille.
Zamorra und die Rebellen werden gefangengenommen. Kea gelingt die
Flucht.
In der Zwischenzeit sitzt Nicole in der Klemme - auf der Flucht durch
den Palast hat sie sich in eine Wachstube der Palastwachen verirrt.
Da kommt ihr eines der Faustkämpfermädchen zu Hilfe.
Dummerweise ist dies aber eine Falle, und Nicole landet ebenso wie
Zamorra vor dem Thron des Masdor.
Bador ist rasend vor Wut und läßt direkt vor Nicole einen
Vulkan entstehen. Gerade noch rechtzeitig kommt Nicole zu
Bewußtsein und kann mit Zamorra die Dhyarra-Kristalle
einsetzen, die Bador regelrecht ausradieren.
Die Welt von Zaa ist gerettet, und durch die Hilfe von Beg landen
Zamorra und Nicole wieder auf der Erde.
Ihr habt es sicher gemerkt, diese Rezension stammt nicht von Guido -
ich vertrete ihn mal ausnahmsweise. Nach 704 haben wir wieder einen
Roman von Roger Clement vor uns liegen. Und irgendwie sind die
Erwartungen bei diesem Namen nicht besonders hoch. Besonders nicht
nach 704, der nun wirklich nicht besonders gut war.
So richtig gut ist auch dieser Roman nicht, aber im Gegensatz zu den
Vampir-Zyklopen stellt er doch eine Verbesserung dar. Das liegt
daran, daß dieser Roman für einen Clement sehr ruhig ist.
Zwar gibt es immer noch diverse Action-Szenen, die mich bisweilen an
einen Indiana-Jones-Film erinnern - aber es ist auch Raum für
eher stille Momente da. Nett ist Nicoles Bemerkung Kea
gegenüber, daß diese Kaffee wohl nicht kennt...
Anzunehmen, daß jemand aus einer anderen Dimension nicht mit
terranischen Getränken vertraut ist.
Eher krampfhaft wirken Clements Versuche, Humor in den Roman zu
bringen. Gut, die Szene, als Kea unwissentlich gegen den Baum knallt
und dieser das auch noch kommentiert, ist nett. Das mit dem
Kombutu-Echsenkot, auf dem Zamorra ausrutscht - diese Szene wirkt
künstlich und gestellt. Mag schon sein, dem einen oder anderem
gefällt dieser derbe Humor. Mir nicht. Und das Amulett scheint
endlich mal den üblichen Regeln zu folgen - es ist zwar immer
noch die Superwaffe, aber wenigstens verschiebt der gute Prof die
Hieroglyphen. ;-)
A propos Kombutu-Echsen - ähm, so ein paarmal ist die
Erwähnung dieser Tiere ja noch witzig, aber auf die Dauer nervt
es einfach. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Fazit:
Allmählich tritt doch eine Verbesserung bei den Clement-Romanen
ein. Zwar ist dieser hier immer noch nicht besonders gut, aber
immerhin besser als der letzte Roman. Die Action-Szenen sind nicht
mehr so massiv, und es gibt auch nette, ruhige Momente.
6 Punkte