Professor Zamorra

Band 706: "Herr der Vulkane"

Autor: Roger Clement

Bador, der Masdor und damit der oberste Herrscher der Welt von Zaa, hat Probleme. Eine Rebellen-Bewegung unter der Führung der ehemaligen Faustkämpferin Kea macht ihm das Leben schwer - nicht ohne Grund, da Bador ein Tyrann allerschlimmster Sorte ist. Zudem beherrscht er die Vulkan-Magie; aus dem Nichts kann er Vulkane entstehen lassen.
Nachdem er durch Befragung eines der Dissidenten herausgefunden hat, wer die Rebellen anführt und wo ihr Versteck ist, stellt er den Aufrührern eine Falle. Kea kann entkommen und flüchtet zum Einsiedler Beg - der eine Waffe gegen Badors Magie weiß: Dhyarra-Kristalle vierter Ordnung können diese regelrecht ausbrennen. Und Beg weiß auch, wo man zwei Stück davon findet - genau, bei Zamorra und Nicole. So schickt Beg Kea auf die Erde.
Unfreiwillig macht Kea Bekanntschaft mit Fooly und Nicole. Nachdem Nicole und Zamorra Keas Geschichte gehört haben, erklären sie sich einverstanden, ihr zu helfen - und landen prompt auf Zaa.
Dummerweise materialisiert Nicole mitten im Palast des Masdors. Dort ist gerade eine Gruppe von Mädchen angekommen, die für den Faustkampf ausgebildet werden sollen. So fällt ein Mädchen mehr oder weniger nicht auf, und Nicole nutzt ihre Chance.
Währenddessen sind Zamorra und Kea inmitten eines Dorfes erschienen, das gerade eine Art Steuerabgabe zu zahlen hat. Das Dorf kann die geforderte Menge Racu - das Geld von Zaa - nicht aufbringen, und der Hauptmann der Soldatenkohorte vernichtet daraufhin das Haus des Dorfältesten. Als Zamorra auftaucht, wird er vom Hauptmann angegriffen. Mittels des Amuletts kann er ihn jedoch vernichten. Doch kurze Zeit später bricht ein Vulkan aus und vernichtet das Dorf vollständig.
In der Zwischenzeit hat Nicole erstmal die Ausbilderin Zyla flachgelegt - in einem Übungskampf kann sie diese zu Boden schicken. Dadurch erregt sie die Aufmerksamkeit des Masdors, der sie für sein Schlafgemach holen läßt. Die gekränkte Zyla läßt jedoch Nachforschungen anstellen und kommt rasch dahinter, daß Nicole nicht auf der Liste steht. Also alarmiert sie die zuständigen Stellen im Palast.
Die Begegnung zwischen Nicole und dem Masdor geht jedoch alles andere als erwartet aus - Nicole wird durch ein Betäubungsmittel betäubt, und der Masdor reagiert auf den Dhyarra-Kristall ebenfalls mit einem leichten Knock-out.
Zamorra und Kea nehmen Kontakt mit dem Rest der Rebellen auf. Gemeinsam wollen sie zu Beg, um das Schicksal von Nicole zu erfahren. Auf der Reise dorthin geraten sie jedoch in einen Soldatenpatrouille. Zamorra und die Rebellen werden gefangengenommen. Kea gelingt die Flucht.
In der Zwischenzeit sitzt Nicole in der Klemme - auf der Flucht durch den Palast hat sie sich in eine Wachstube der Palastwachen verirrt. Da kommt ihr eines der Faustkämpfermädchen zu Hilfe. Dummerweise ist dies aber eine Falle, und Nicole landet ebenso wie Zamorra vor dem Thron des Masdor.
Bador ist rasend vor Wut und läßt direkt vor Nicole einen Vulkan entstehen. Gerade noch rechtzeitig kommt Nicole zu Bewußtsein und kann mit Zamorra die Dhyarra-Kristalle einsetzen, die Bador regelrecht ausradieren.
Die Welt von Zaa ist gerettet, und durch die Hilfe von Beg landen Zamorra und Nicole wieder auf der Erde.

Ihr habt es sicher gemerkt, diese Rezension stammt nicht von Guido - ich vertrete ihn mal ausnahmsweise. Nach 704 haben wir wieder einen Roman von Roger Clement vor uns liegen. Und irgendwie sind die Erwartungen bei diesem Namen nicht besonders hoch. Besonders nicht nach 704, der nun wirklich nicht besonders gut war.
So richtig gut ist auch dieser Roman nicht, aber im Gegensatz zu den Vampir-Zyklopen stellt er doch eine Verbesserung dar. Das liegt daran, daß dieser Roman für einen Clement sehr ruhig ist. Zwar gibt es immer noch diverse Action-Szenen, die mich bisweilen an einen Indiana-Jones-Film erinnern - aber es ist auch Raum für eher stille Momente da. Nett ist Nicoles Bemerkung Kea gegenüber, daß diese Kaffee wohl nicht kennt... Anzunehmen, daß jemand aus einer anderen Dimension nicht mit terranischen Getränken vertraut ist.
Eher krampfhaft wirken Clements Versuche, Humor in den Roman zu bringen. Gut, die Szene, als Kea unwissentlich gegen den Baum knallt und dieser das auch noch kommentiert, ist nett. Das mit dem Kombutu-Echsenkot, auf dem Zamorra ausrutscht - diese Szene wirkt künstlich und gestellt. Mag schon sein, dem einen oder anderem gefällt dieser derbe Humor. Mir nicht. Und das Amulett scheint endlich mal den üblichen Regeln zu folgen - es ist zwar immer noch die Superwaffe, aber wenigstens verschiebt der gute Prof die Hieroglyphen. ;-)
A propos Kombutu-Echsen - ähm, so ein paarmal ist die Erwähnung dieser Tiere ja noch witzig, aber auf die Dauer nervt es einfach. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Fazit:
Allmählich tritt doch eine Verbesserung bei den Clement-Romanen ein. Zwar ist dieser hier immer noch nicht besonders gut, aber immerhin besser als der letzte Roman. Die Action-Szenen sind nicht mehr so massiv, und es gibt auch nette, ruhige Momente.
6 Punkte

Christian Spließ

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